Home Aktuell Alkoholkonsum steigt bei höherem Schulabschluss
24 | 11 | 2017
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Photo: DAK/WiggerJunge Arbeitnehmer: Alkoholkonsum steigt bei höherem Schulabschluss

Beim Komasaufen liegen Berufstätige mit Hauptschulabschluss vorne

Hamburg (23. August 2011) - Junge Erwerbstätige mit Abitur oder mittlerer Reife trinken mehr Alkohol als ihre gleichaltrigen Kollegen mit Hauptschulabschluss. So gaben in einer repräsentativen Befragung 29 Prozent der 18- bis 29-jährigen berufstätigen Männer mit Abitur und vergleichbaren Abschlüssen an, mehrmals wöchentlich bis täglich Alkohol zu trinken.

Bei der Vergleichsgruppe der Befragten mit Hauptschulabschluss waren es lediglich 13 Prozent. Bei jungen Frauen gibt es eine ähnliche Tendenz, wenn auch auf geringerem Niveau: Fünf Prozent der berufstätigen Frauen mit Hauptschulabschluss greifen häufig zu Bier oder Wein. Bei den Arbeitnehmerinnen mit Abitur sind es neun Prozent. Diese Zahlen wurden im Rahmen des DAK-Gesundheitsreports 2011 ermittelt, bei dem insbesondere junge Erwerbstätige im Fokus standen.


Jeder Dritte einmal pro Monat im Rausch

Genau umgekehrt sieht es beim schnellen Konsum größerer Mengen Alkohol auf Partys aus („Rauschtrinken“). Im Vergleich zu jungen Arbeitnehmern mit Abitur gaben etwa doppelt so viele Erwerbstätige mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Bildungsgrad an, sich einmal oder mehrmals pro Woche in den Rausch zu trinken. Damit ist gemeint, dass in Gesellschaft fünf oder mehr alkoholische Getränke innerhalb von zwei bis drei Stunden konsumiert werden. Insgesamt gab jeder dritte junge Berufstätige an, mindestens einmal im Monat Komasäufer zu sein.

„Insbesondere für junge Männer gehört exzessives Rauschtrinken zum eignen Rollenbild“, kommentiert Diplom-Psychologe Frank Meiners von der DAK die Ergebnisse. „Alkohol ist das Suchtmittel Nr. 1 in Deutschland. Ein kritischer Umgang bleibt eine Aufgabe von Familien, Schulen und Gesellschaft“. Häufiges Komasaufen hat ernst zu nehmende Auswirkungen auf die Gesundheit


Quelle: DAK – Deutsche Angestellten-Krankenkasse, 23.08.2011 (tB).

 
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