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Anästhesie
Assistent im OP: Dräger Perseus A500
Neuer Anästhesiearbeitsplatz unterstützt sichere Narkoseführung
Leipzig (7. Mai 2012) – Der neue Anästhesiearbeitsplatz Perseus A500 kann mit seinen Assistenzfunktionen die Ausbildung von Nachwuchsanästhesisten unterstützen und so einen Beitrag zur Patientensicherheit im OP leisten. Auf dem Deutschen Anästhesiecongress (DAC) feierte Dräger die Deutschland-Premiere des Perseus A500.
„Mit der Integration zukunftsweisender Assistenzsysteme in die Ausbildung bieten wir unseren Nachwuchsanästhesisten eine stärkere technologische Unterstützung“, sagt Dr. Lars Friedrich, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin und Lehrbeauftragter an der Medizinischen Hochschule Hannover. „Das hilft ihnen dabei, fit für den praktischen Einsatz im OP zu sein und erhöht so die Patientensicherheit im Sinne der Helsinki-Deklaration.(1)“
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Trickfilme gegen die Tränen vor der Operation
Anästhesisten nehmen Kindern die Angst vor der Narkose
Nürnberg (21. Dezember 2011) – Bis zu 60 Prozent aller Kinder haben Angst vor einem operativen Eingriff. Gerade kleine Patienten sind vor einer Narkose (Allgemeinanästhesie) unruhig: Sie lassen sich nur unwillig von ihren Eltern trennen, geschweige denn, eine Spritze geben. Um Kindern eine Anästhesie angenehmer zu machen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) ein kindgerechtes Vorgehen: Vertrauen aufbauen, auch wenn es Zeit kostet, und eine geeignete Medikation. Eine aktuelle Studie zeigt zudem, dass moderne Medien selbst schwierige Kinder erfolgreich ablenken und ihnen die Angst vor der Operation nehmen. Bei 80 Prozent dieser Kinder konnten Anästhesisten die Narkose auf diese Weise ohne Maske einleiten.
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Geheimnis Narkose
Warum verlieren wir das Bewusstsein?
Hamburg (17. November 2011) - Bei Narkose mit dem Hypnotikum Propofol (1) entsteht in der Großhirnrinde (Kortex) eine hochgradig synchrone Aktivität von Nervenzellen (Neuronen), die offenbar die Kommunikation zwischen Gehirnarealen unterbindet. Das führt zu einem Zusammenbruch der Informationsverarbeitung und damit zum Verlust des Bewusstseins. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie von Dr. Gernot Supp und Prof. Dr. Andreas K. Engel vom Institut für Neurophysiologie und Pathophysiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und ihren Kollegen Dr. Markus Siegel und Dr. Jörg Hipp vom Zentrum für Integrative Neurowissenschaft (CIN ) an der Universität Tübingen.
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Orion Pharma führt neues Basis-Sedativum dexdor® ein
Kooperative und komfortable Sedierung auf der Intensivstation
Hamburg (1. November 2011) – Mit der Einführung von dexdor® (Wirkstoff Dexmedetomidin) etabliert Orion Pharma einen neuen Standard in der Sedierungspraxis: die kooperative, kommunikative Sedierung. Aufgrund des besonderen pharmakologischen Profils des hoch-selektiven Alpha2-Antagonisten sind Patienten leicht erweckbar, orientiert und jederzeit ansprechbar. Damit erfüllt dexdor® viele der seit Jahren von Intensivmedizinern und Pflegekräften formulierten Anforderungen an eine neue Sedierungsoption auf der Intensivstation und legt die Grundlage für einen aktiven Beitrag des Patienten zum effektiven Therapiemanagement, eine frühere Extubation und kürzere Beatmung.
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Fall des Monats Juni 2011- CIRSmedical Anästhesiologie
Kommunikationsmangel führt zu Intubation bei einem Patienten mit Patientenverfügung
Fallbeschreibung1
Nürnberg (14. Juli 2011) - Ein polymorbider alter Patient mit Patientenverfügung wird auf der Intensivstation bronchoskopiert. Nach Ende der Bronchoskopie tritt eine akute Luftnot mit Zyanose auf. Die Pflegekräfte weisen den behandelnden Arzt darauf hin, der die Station aber mit der Aussage "Rufen sie den Anästhesisten an!" verlässt. Der für die Intensivstation verantwortliche Arzt ist jedoch nicht erreichbar (sein Pieper hat nicht gepiept als er unterwegs im Krankenhaus war). Zufällig kommt ein Anästhesist aus dem OP-Saal vorbei und wird von den Pflegekräften gebeten, den Patienten zu intubieren. Seine Fragen: "Ist das ein Tumorpatient? Hat der Patient eine Patientenverfügung?" bleiben unbeantwortet. Der Patient wird notintubiert und analgosediert, beatmet und an den für die Intensivstation verantwortlichen Kollegen übergeben. Der Arzt nimmt daraufhin mit der Familie des beatmeten Patienten Kontakt auf, die mit Enttäuschung reagiert und fragt, warum der Angehörige intubiert und künstlich beatmet wird, wenn er doch eine Patientenverfügung hat und dies nicht gewollt hat. Nach Beratung der ganzen Familie lehnt diese jede weiterführende Diagnostik und Therapie ab. Der Stationsarzt informiert seinen Chefarzt, der sich daraufhin bei der Familie entschuldigt und den initial bronchoskopierenden Kollegen auf diesen Fehler hinweist. Es erfolgten Gespräche zwischen der Familie und Ärzten und die Therapie des Patienten wird auf eine basale Therapie umgestellt.
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Zwischenfälle in der Anästhesie verhindern
DGAI unterstützt neues Patientenrechtegesetz mit Fehlermeldesystem
Hamburg/Nürnberg (7. Juni 2011) – Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und der Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) unterstützen das aktuelle Vorhaben der Bundesregierung, die Patientenrechte zu stärken. Im Rahmen ihrer 58. Jahrestagung machte die Fachgesellschaft deutlich, dass sie es für wichtig hält, Patienten nach einem fehlerhaften Eingriff unbürokratisch und schnell zu ihrem Recht zu verhelfen. In Deutschland behandeln Ärzte jährlich 17 Millionen Patienten im Krankenhaus. In fünf bis zehn Prozent der Fälle kommt es dabei behandlungsbedingt zu unerwünschten Ereignissen. In Deutschland existieren seit den 70iger Jahren des vorigen Jahrhunderts ärztliche Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen, deren Aufgabe es ist, den Einzelfall zu untersuchen, die Ursache für einen Patientenschaden festzustellen und gegebenenfalls zur schnellen Regulierung des Schadens beizutragen. Die Veröffentlichungen der Analysen der Schadensfälle helfen dabei, künftig Fehler zu vermeiden.
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Neue Einblicke in die Lunge
EIT-Gerät von Dräger revolutioniert das Beatmungs-Monitoring
Hamburg (16. Mai 2011) – PulmoVista 500 ist das erste, für den klinischen Alltag entwickelte, EIT-Gerät (Elektrische Impedanztomografie), mit dem der Intensivmediziner direkt am Patientenbett sieht, wie sich die Beatmung in der Lunge regional verteilt. Mit bis zu 50 Bildern pro Sekunde kann der Arzt die Auswirkungen der Intensivbeatmung in Echtzeit mitverfolgen. Die Uniklinik Leipzig setzt das neue PulmoVista 500 als weltweit erstes Krankenhaus ein.
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Fall des Monats Februar 2011 - CIRSmedical Anästhesiologie
Patientenverwechslung während der Prämedikation
Fallbeschreibung(1)
Nürnberg (9. März 2011) - Ein ausländischer Patient, der relativ schlecht deutsch spricht, wird aus der Rettungsstelle außerhalb der Regelarbeitszeit für den folgenden Tag zu einer aufschiebbaren OP angemeldet. Der diensthabende Anästhesist geht zur Prämedikation. Es finden sich im Untersuchungsraum des Patienten 2 verschiedene Aufnahmebögen. Der Anästhesist nimmt die Papiere, die vorbereitete Anästhesieunterlagen enthalten - u.a. ein mit entsprechendem Namen beklebtes Anästhesieprotokoll. Der Patient wird während des Aufklärungsgespräches auch mit diesem Namen angesprochen. Die Aufklärung und Einwilligung laufen zügig und problemlos ab. Im Anschluss wird der Patient unter diesem Namen in das OP-Programm eingegeben. Mehrere Stunden später (aber noch vor dem OP-Tag) bemerkt der diensthabende Chirurg die Verwechslung - d.h. falscher Patient im OP-Programm, Aufklärung und Einwilligung mit falschen Patientenetiketten. Die entsprechenden Korrekturen werden veranlasst (Änderung des OP-Programms etc.).
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Fall des Monats Januar 2011 - CIRSmedical Anästhesiologie
Unerkannter Pneumothorax nach vertikal inferiorer Plexusanästhesie
Fallbeschreibung(1)
Nürnberg (2. Februar 2011) - Bei der Prämedikation wurde als Narkoseform eine Plexusanästhesie festgelegt. Bei Eintreffen im OP zeigt der Patient bei Raumluft eine deutliche Gasaustauschstörung (SpO2 <80 %)), die Jugularvenen sind aufgrund einer bekannten Trikuspidalinsuffizienz gestaut. Es erfolgen zwei Punktionsversuche für eine vertikale inferiore Plexusanästhesie (VIP). Diese Technik wird einer axillären Plexusblockade vorgezogen, weil die Anschlagszeit mit der axillären Plexusanästhesie länger ist und der Melder damit eine niedrigere persönliche Erfolgsrate hat. Zunächst zeigt der Patient stabile Kreislaufverhältnisse und eine zeitgerechte Entwicklung der Anästhesie. Beim Umlagern auf den OP-Tisch kommt es zu einer Aggravierung der Dyspnoe, die mit inhalativen ß-Mimetika und intravenösem Theophyllin und Steroiden behandelt wird. Darüber hinaus erhält der Patient Sauerstoff.
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Fall des Monats Dezember 2010 - CIRSmedical Anästhesiologie
Spritzenverwechslung: Atracurium statt Ephedrin
Nürnberg (25. Januar 2011) - Patient mit Tonsillektomie-Nachblutung. Problemlose Einleitung. Nach Blutstillung bittet der Operateur um Anhebung des Blutdruckes, um auch bei höherem (normotensivem) Blutdruck eine erneute Blutung ausschliessen zu können.
Statt der Spritze mit Ephedrin wird die Spritze mit Atracurium gegriffen und ca. 20 mg Atracurium gespritzt. Nach ca. 30 min. jedoch problemlose Ausleitung der Narkose ohne Zeichen einer neuromuskulären Relaxierung. Der Patient wurde im Anschluss, wie vor dem Ereignis geplant, auf eine Überwachungsstation verlegt.
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Bessere Vorhersage von Operationsrisiken in der Herzchirurgie
Lübeck (18. Januar 2011) - Operationsrisiken in der Herzchirurgie lassen sich mit der Bestimmung der cerebralen Sauerstoffsättigung schnell, einfach und - bei Patienten mit hohem Risiko - verlässlicher als mit den bisher üblichen Methoden vorhersagen. Dies geht aus einer Studie der Universitätskliniken für Anästhesie und Herzchirurgie in Lübeck hervor, die in der Januar-Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift „Anesthesiology“ veröffentlicht wurde*. Die Studie basiert auf der Auswertung der Behandlungsverläufe von 1.178 Herzoperationen am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck.
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DGAI: Wissenschaftliches Fehlverhalten in der Anästhesie inakzeptabel
Chefarzt der Anästhesie am Klinikum Ludwigshafen entlassen
Nürnberg (26. November 2010) – Wie gestern bekannt wurde, hat das Klinikum Ludwigshafen den Chefarzt, Professor Dr. med. Joachim Boldt, mit sofortiger Wirkung seines Amtes enthoben. Dem Anästhesisten wird vorgeworfen, sich eines wissenschaftlichen Fehlverhaltens schuldig gemacht zu haben. Er soll eine angebliche Originalarbeit in der Fachzeitschrift „Anesthesia & Analgesia“ publiziert haben, deren Aussagen keine wissenschaftliche Studienerhebung zugrunde liegt. Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) verurteilt jedes Fehlverhalten dieser Art und bedauert, dass eines ihrer Mitglieder gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis verstoßen hat.
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Cockpit im OP: Software SmartPilot View unterstützt sichere Anästhesieführung
Düsseldorf (18. November 2010) – Erstmals ist mit der neuen Dräger-Software SmartPilot View eine zweidimensionale Darstellung nicht nur des errechneten aktuellen, sondern auch des prognostizierten Verlaufs des Narkoselevels in Echtzeit möglich. Diese Darstellung kann den Anästhesisten dabei unterstützen, den Patienten sicher durch die Narkose zu führen.
„Der SmartPilot View gibt dem Anästhesisten eine wichtige Orientierungshilfe“, so Professor Jürgen Schüttler, Direktor der Anästhesiologischen Klinik am Universitätsklinikum Erlangen. „Der Anästhesist erhält Informationen darüber, wie sich der Zustand eines Patienten während der Narkose entwickeln wird. So kann er den Narkoseverlauf sicher steuern und Medikamente besser dosieren.“
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Fall des Monats November 2010
CIRSmedical Anästhesiologie - Berichten und Lernen
Nürnberg (16. November 2010) - Ein Patient wird nach einer unauffälligen Narkose in die Aufwachstation verlegt. Da es sich um den letzten Elektivpunkt handelt, werden Beatmungsschläuche, Handbeatmungsbeutel und Atemkalkbehälter abgebaut und in die Waschmaschine eingeräumt. Kurze Zeit später erfolgt die Meldung "Nachblutung im Aufwachraum" und der gleiche Patient kommt umgehend zurück in den OP. Die Anästhesie-Pflege bestückt das Narkosegerät "Cicero" mit neuen Schläuchen und startet den "Leckagetest" (Taste rechts oben). Ein Notfallnarkosetisch wird vorbereitet. Der eintreffende Narkosearzt erhält die Meldung von der Anästhesie-Pflege: "Gerät mit neuen Schläuchen getestet"; am Monitor des Narkosegerätes ist die Meldung "Standby-Leckagetest abgebrochen" zu lesen. Bei der üblichen manuellen Dichtigkeitsprüfung durch den Narkosearzt vor Narkosebeginn lässt sich kein Druck in den Schläuchen aufbauen und auch der Handbeatmungsbeutel füllt sich nicht. Es dauert einige Momente, bis der Pflegekraft auffällt, dass der Atemkalkbehälter nicht eingeschraubt ist; für den Anästhesisten war der Behälter "von oben" nicht einsehbar. Nach Einbau des Behälters ist das Gerät betriebsbereit.
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Deklaration von Helsinki zur Patientensicherheit in der Anästhesiologie
Hintergrund
Helsinki, Finnland (13. Juni 2010) - Die Anästhesiologie trägt große Verantwortung für Qualität und Sicherheit in der Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie einschließlich des gesamten perioperativen Prozesses sowie in vielen anderen für die Patienten potentiell gefährlichen Situationen inner- und außerhalb des Krankenhauses.
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Xenon – das „Edelgas“ der Anästhesie
Uniklinikum Franfurt testet schonende Narkose auch für Risikopatienten
Frankfurt am Main (1. Juni 2010) - Am 26. Mai 2010 wurde am Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main in der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie der erste Patient für einen chirurgischen Eingriff mit Hilfe des Edelgases Xenon (Air Liquide) in Narkose versetzt. Der Patient unterzog sich einem Eingriff in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und war bereits wenige Minuten nach Beendigung der Narkose wieder wach und ansprechbar. Die Extubation des Patienten konnte unmittelbar erfolgen.
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