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Dermatologie
Erste Studie zu chronischem Juckreiz in der Allgemeinbevölkerung
Jeden Fünften quält einmal im Leben anhaltender Juckreiz
Heidelberg (11. Mai 2012) - Jeder Fünfte leidet einmal im Leben unter mindestens 6 Wochen anhaltendem Juckreiz. Zu diesem Ergebnis ist eine repräsentative Umfrage mit 2.540 Teilnehmern im Rhein-Neckar-Kreis gekommen, die von der Abteilung für Klinische Sozialmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg durchgeführt wurde. Sie ist in der renommierten dermatologischen Zeitschrift „Acta Dermato-Venerologica“ erschienen. Die Studie liefert die weltweit ersten Daten zur Häufigkeit des chronischen Juckreiz in der Bevölkerung. „Chronischer Juckreiz ist in der Allgemeinbevölkerung weiter verbreitet als bislang abgenommen wurde“, erklärt Studienleiterin Professor Dr. Elke Weisshaar.
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Viagra gegen schwarzen Hautkrebs
Heidelberg (8. November 2011) - Viele Tumoren rufen chronische Entzündungen hervor, die wiederum die gezielten Angriffe des Immunsystems gegen den Krebs unterdrücken. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum und der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg zeigten nun an melanomkranken Mäusen, dass der Wirkstoff Sildenafil – besser bekannt unter dem Handelsnamen Viagra® – die Hemmung der spezifischen Immunabwehr aufhebt. Krebskranke Mäuse, die mit dem Medikament behandelt wurden, überlebten mehr als doppelt so lange wie unbehandelte Artgenossen.
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Einweghandschuhe
Beim Putzen eher Gefahr als Schutz
Dresden (18. August 2011) - Eine wissenschaftliche Auswertung der Behandlungsdaten von mehr als 800 Reinigungskräften mit Hauterkrankungen belegt, dass sich die Mitarbeiter dieser Branche nicht effektiv vor den Gefahren des Berufs schützen. In einer aktuellen Studie stellten die Wissenschaftler der Klinik für Dermatologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden fest, dass besonders der Gummi-Zusatz Thiuram und die in vielen Desinfektionsmitteln enthaltenen Chemikalien wie Formaldehyd, Glyoxal, Glutaraldehyd und Benzalkoniumchlorid Ursache für schwere Hautreizungen und -allergien der Reinigungskräfte sind.
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Risiken, die unter die Haut gehen
BfR weist auf gesundheitliche Risiken von Tätowierungen und deren Entfernung hin
Berlin (1. August 2011) - Tätowierungen können mit unerwünschten Wirkungen wie Infektionen, Narbenbildung oder allergischen Reaktionen verbunden sein. Zudem sind gesundheitliche Langzeitwirkungen der Tätowiermittel, die unter die Haut eingebracht werden, möglich. Aber auch die Entfernung von Tattoos ist nicht ohne Risiko: Seit einiger Zeit werben Anbieter verstärkt mit Verfahren, in denen flüssige Tattoo-Entferner verwendet werden. Dabei handelt es sich um Lösungen, die in der Regel 40-prozentige L(+)-Milchsäure enthalten, und ebenso wie die Tätowiermittel unter die Haut gespritzt werden. Dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind Fälle gemeldet worden, in denen nach der Anwendung flüssiger Tattoo-Entferner unerwünschte Wirkungen aufgetreten sind. In einigen Fällen kam es zu schweren Entzündungsreaktionen der Haut mit Narbenbildung.
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Fehler im Immun-Gedächtnis verursacht Schuppenflechte und Neurodermitis
München (22. Juli 2011) - Den Münchner Wissenschaftlern vom Zentrum Allergie und Umwelt München (ZAUM) des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München ist mit der Aufklärung der Ursache von Schuppenflechte und Neurodermitis ein Meilenstein in Ihrem Fachgebiet gelungen. Die Ergebnisse der Untersuchungen sind im New England Journal of Medicine veröffentlicht.
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Enthaarungscreme nicht großflächig auftragen
BfR empfiehlt, unbedingt auf Anwendungshinweise zu achten
Berlin (18. Juli 2011) - Die in Enthaarungscreme enthaltene Thioglykolsäure kann bei nicht sachgemäßer Anwendung leichte bis mittelschwere Hautreizungen hervorrufen. Wiederholte nicht sachgemäße Anwendung kann auch zu allergischen Reaktionen führen. „Deshalb sollten Beipackzettel von Enthaarungscremes entsprechende Hinweise enthalten und die Produkte nur nach diesen Hinweisen angewendet werden“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Insbesondere sollten sie nicht großflächig aufgetragen werden, und Schleimhautkontakt sollte vermieden werden.
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Viren fördern UV-bedingten Hautkrebs
Heidelberg (18. Juli 2011) - Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und der International Agency for Research on Cancer in Lyon entdeckten, dass bestimmte humane Papillomviren die Haut von Mäusen lichtempfindlich machen. Damit tragen die Erreger ursächlich zur Entstehung von weißem Hautkrebs bei.
Unser sonnenhungriges Freizeitverhalten wie Reisen in südliche Länder, Sonnenbaden oder ausgedehnte Outdoor-Aktivitäten fördert die Entstehung von weißem Hautkrebs (Spinaliome und Basaliome). Doch Experten bezweifeln, dass UV-Licht allein für die Krebsentstehung verantwortlich ist: In den letzten Jahren hatten Ärzte beobachtet, dass Empfänger von Organtransplantaten, deren Immunsystem dauerhaft durch Medikamente gedämpft wird, bis zu hundertmal häufiger an weißem Hautkrebs erkranken als die Normalbevölkerung. „Das legt nahe, dass auch ein infektiöser Erreger an der Krebsentstehung beteiligt ist“, sagt der Virologe Lutz Gissmann aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum.
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Warum Patienten mit "Schmetterlingskrankheit" extreme Schmerzen haben
Berlin (4. Juli 2011)- Selbst sanfte Berührungen sind für Patienten, die an der „Schmetterlingskrankheit“ leiden, der genetisch bedingten Hautkrankheit Epidermolysis Bullosa, äußerst schmerzhaft. Jetzt haben Dr. Li-Yang Chiang, Dr. Kate Poole und Prof. Gary R. Lewin vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch die Ursachen dafür entdeckt. Aufgrund eines genetischen Defekts können die Betroffenen das Strukturmolekül der Haut Laminin-332 nicht bilden, das bei Gesunden die Weiterleitung von Berührungsreizen und die Verzweigung von Nervenzellen hemmt (Nature Neuroscience, doi: 10.1038/nn.2873)*. Dadurch nehmen die Patienten offenbar Berührungen stärker wahr und empfinden sie als schmerzhaft, folgern die MDC-Forscher.
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Haarsprechstunde: Die Patientin in der Praxis erfolgreich behandeln
Dresden (1. April 2011) – Erfolgsfaktoren für zufriedene Haarpatientinnen sind eine strukturierte Vorgehensweise, Kenntnisse über Ursachen und Verläufe von Haarausfall sowie über effiziente Therapiemöglichkeiten – und natürlich die einfühlsame Führung der Betroffenen. Dafür bietet eine eigene Haarsprechstunde den optimalen Rahmen. Neue Erkenntnisse in der Haarforschung und Details zu diesem Zusatzangebot erläuterten Prof. Dr. med. Ralph M. Trüeb, Zürich und Dr. Andreas M. Finner, Berlin in ihren Vorträgen bei einem Mittagsseminar im Rahmen der 46. DDG-Tagung in Dresden.
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Catechine: Inhibitoren der überschießenden Proliferation HPV-infizierter Keratinozyten
Catechine im Extrakt aus grünem Tee heilen Genitalwarzen ab
Dresden/Berlin, 15. Juni 2011 – Genitalwarzen sind häufig, vor allem bei jüngeren Männern und Frauen. Und sie beeinträchtigen die Lebensqualität ganz erheblich, wie eine aktuelle kanadische Studie nun zeigen konnte. Mit Veregen® 10% Salbe, einem definierten Trockenextrakt aus Blättern des grünen Tees, steht seit etwa einem Jahr eine zusätzliche Option für die lokale Therapie von Genitalwarzen zur Verfügung. Die darin enthaltenen Catechine (Hauptbestandteil: Epigallocatechingallat) hemmen die Keratinozytenproliferation, wirken antioxidativ und besitzen immunmodulatorische Eigenschaften. Die Abheilungsraten liegen bei 60 Prozent, die Rezidivraten bei 4,1 bzw. 6,5 Prozent, wie die Daten aus den klinischen Phase-III-Studien belegen. Diese Daten sorgten für Gesprächsstoff auf einem Mittagssymposium von Abbott Arzneimittel bei der diesjährigen Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in Dresden.
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Dermatologenkongress 2011
Frühe Diagnostik nimmt Hautkrebs den Schrecken
Dresden (30. März 2011) – Hautkrebs nimmt in Deutschland dramatisch zu. Allein seit 1970 hat sich die Zahl der Fälle verfünffacht. Doch die Diagnose Hautkrebs muss kein Todesurteil sein. „Früh erkannt ist Hautkrebs heilbar“, erklärte Prof. Dr. Dirk Schadendorf, Direktor der Klinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Essen, zu Beginn der 46. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in Dresden. Den Aufbau von mittlerweile 31 Hautkrebszentren begrüßt er als wichtigen Markstein bei der Eindämmung dieser Krankheiten.
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