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19 | 11 | 2017
Dermatologie
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Hyaluronidase als Diffusionspromotor für die pharmakokinetische Optimierung der Bioverfügbarkeit intrakutan applizierter Arzneistoffe

 

Prof. Dr. med. Johannes Wohlrab

 

München (25. Juli 2012) - Hyaluronsäure ist ein langkettiges saures Polysaccharid, welches aus ß-1,3-glykosidisch verknüpften N-Acetylglukosamin- und D-Glukuronsäure-Grundeinheiten, die wiederum ß-1,4-glykosidisch miteinander verknüpft sind, besteht. Etwa die Hälfte der Hyaluronsäure des Menschen ist in der Haut zu finden. In der Embryonalentwicklung, bei Immunreaktionen,  Entzündungen, Verletzungen oder bei der Tumorgenese kommt es zu einer Anreicherung der Hyaluronsäure und folgend zur Ausdehnung der Extrazellulären Matrix (EZM). Als regulierende Faktoren können Wachstumsfaktoren, Zytokine oder andere Mediatoren fungieren. Grundsätzlich werden drei verschiedene Varianten von Hyaluronsäure beschrieben: extrazelluläre (matrixbildend), intrazelluläre (Zellsignal vermittelnd) und nukleäre Hyaluronsäure (durch Chromatin-Kondensation erleichterte Mitose).

 

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Der Blick in die dermatologische Praxis zeigt, die Anforderungen an geeignete Hautpflegemittel sind gestiegen. Die zahlreichen Dermatosen, Allergien und Hautunverträglichkeiten erfordern einen besonderen Hautschutz, waren sich die Experten anlässlich der Fortbildungswoche in München einig. Im Rahmen eines Presseroundtables der Birken AG bestätigten diese der Betulin-Emulsion (Imlan®) eine besonders ausgeprägte protektive Wirkung, auch im Vergleich zum geltenden Goldstandard im Hautschutz. Auf der Veranstaltung vorgestellte Studiendaten konnten die Wirksamkeit von Imlan® und die schützenden Effekte, auch gegenüber waschaktiven Substanzen, untermauern. Bei repetitiver Anwendung führen Betulin-Emulsionen selbst nicht zu einer Störung der epidermalen Barriere, sondern wirken vielmehr regenerativ bei gestörter epidermaler Barrierefunktion. Die Anwendung der Betulsionen kann daher die Haut vor dem Austrocknen bewahren und zugleich die Barrierefunktion aufrecht erhalten, stimmten die Experten überein. Photo: Birken AG23. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie

Imlan® – Regenerativ bei gestörter Hautbarriere

 

München (24. Juli 2012) – Der Blick in die dermatologische Praxis zeigt, die Anforderungen an geeignete Hautpflegemittel sind gestiegen. Die zahlreichen Dermatosen, Allergien und Hautunverträglichkeiten erfordern einen besonderen Hautschutz, waren sich die Experten anlässlich der Fortbildungswoche in München einig. Im Rahmen eines Presseroundtables der Birken AG bestätigten diese der Betulin-Emulsion (Imlan®) eine besonders ausgeprägte protektive Wirkung, auch im Vergleich zum geltenden Goldstandard im Hautschutz. Auf der Veranstaltung vorgestellte Studiendaten konnten die Wirksamkeit von Imlan® und die schützenden Effekte, auch gegenüber waschaktiven Substanzen, untermauern. Bei repetitiver Anwendung führen Betulin-Emulsionen selbst nicht zu einer Störung der epidermalen Barriere, sondern wirken vielmehr regenerativ bei gestörter epidermaler Barrierefunktion. Die Anwendung der Betulsionen kann daher die Haut vor dem Austrocknen bewahren und zugleich die Barrierefunktion aufrecht erhalten, stimmten die Experten überein.

 

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Stabilitätsverlängerung nachgewiesen

Hylase® „Dessau“ bleibt bis zu zwölf Stunden anbruchstabil

 

Greifswald/Düsseldorf (2. Juli 2012) – Aktuelle Untersuchungen belegen für das Arzneimittel Hylase® „Dessau“ eine Verlängerung der Anbruchstabilität. Die neuen Daten zeigen, dass Hylase® „Dessau“ mit physiologischer NaCl-Lösung bei 2 – 8 °C und einer Raumtemperatur von 25 °C neun Stunden (150 I.E.) bzw. bis zu 12 Stunden (300 I.E. und 1.500 I.E.) anbruchstabil bleibt. Die mikrobiologische Stabilität verlängert sich so, je nach Konzentration des Wirkstoffs, um bis zu sechs Stunden und macht somit eine längere Aufbewahrung nach Öffnen der Verpackung und Zubereiten der Injektionslösung möglich. Die aktuellen Erkenntnisse bestätigen damit für die Zubereitung mit Hylase® „Dessau“ eine länger gleichbleibende Qualität sowie zugleich eine längere Aufbrauchfrist. Die Stabilität von Arzneimitteln während der Anwendung ist in der Regel ein kritischer Parameter. Diese aktuellen Daten stellen für den Einsatz von Hylase® „Dessau“ in der ärztlichen Praxis (im ophthalmologischen Bereich z. B. bei der Katarakt-OP und im dermatologisch, chirurgischen Bereich als Zusatz zum Lokalanästhetikum bei kleineren, chirurgischen Eingriffen) daher einen erheblichen Vorteil dar.

 

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Vorteile beim Gesamtüberleben, aber auch Nachteile in Form von Nebenwirkungen

Hinweis auf beträchtlichen Zusatznutzen von Vemurafenib bei fortgeschrittenem Melanom

 

Köln (15. Juni 2012) - Der Wirkstoff Vemurafenib (Handelsname Zelboraf®) ist seit Februar 2012 zugelassen zur Behandlung von fortgeschrittenem Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt. Er kommt für Erwachsene infrage, deren Melanom nicht operierbar ist oder Absiedlungen (Metastasen) gebildet hat und in deren Tumor ein bestimmtes Gen (BRAF-V600) verändert ist. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat den Zusatznutzen des Wirkstoffs gemäß AMNOG überprüft. Demnach stehen erhebliche Vorteile in Bezug auf das Gesamtüberleben einem erheblichen Schadenspotential in Form von Nebenwirkungen gegenüber. In der Gesamtschau ergibt sich ein Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen von Vemurafenib.

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Juckreiz. Photo: WikipediaErste Studie zu chronischem Juckreiz in der Allgemeinbevölkerung

Jeden Fünften quält einmal im Leben anhaltender Juckreiz


Heidelberg (11. Mai 2012) - Jeder Fünfte leidet einmal im Leben unter mindestens 6 Wochen anhaltendem Juckreiz. Zu diesem Ergebnis ist eine repräsentative Umfrage mit 2.540 Teilnehmern im Rhein-Neckar-Kreis gekommen, die von der Abteilung für Klinische Sozialmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg durchgeführt wurde. Sie ist in der renommierten dermatologischen Zeitschrift „Acta Dermato-Venerologica“ erschienen. Die Studie liefert die weltweit ersten Daten zur Häufigkeit des chronischen Juckreiz in der Bevölkerung. „Chronischer Juckreiz ist in der Allgemeinbevölkerung weiter verbreitet als bislang abgenommen wurde“, erklärt Studienleiterin Professor Dr. Elke Weisshaar.

 

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Abb.: mds-Zellen (myeloid derived suppressor cells) unterdrücken die krebsspezifische Immunreaktion. Photo: Dr. Alexandra Sevko, Deutsches KrebsforschungszentrumViagra gegen schwarzen Hautkrebs

 

Heidelberg (8. November 2011) - Viele Tumoren rufen chronische Entzündungen hervor, die wiederum die gezielten Angriffe des Immunsystems gegen den Krebs unterdrücken. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum und der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg zeigten nun an melanomkranken Mäusen, dass der Wirkstoff Sildenafil – besser bekannt unter dem Handelsnamen Viagra® – die Hemmung der spezifischen Immunabwehr aufhebt. Krebskranke Mäuse, die mit dem Medikament behandelt wurden, überlebten mehr als doppelt so lange wie unbehandelte Artgenossen.

 

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Einweghandschuhe

Beim Putzen eher Gefahr als Schutz

 

Dresden (18. August 2011) - Eine wissenschaftliche Auswertung der Behandlungsdaten von mehr als 800 Reinigungskräften mit Hauterkrankungen belegt, dass sich die Mitarbeiter dieser Branche nicht effektiv vor den Gefahren des Berufs schützen. In einer aktuellen Studie stellten die Wissenschaftler der Klinik für Dermatologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden fest, dass besonders der Gummi-Zusatz Thiuram und die in vielen Desinfektionsmitteln enthaltenen Chemikalien wie Formaldehyd, Glyoxal, Glutaraldehyd und Benzalkoniumchlorid Ursache für schwere Hautreizungen und -allergien der Reinigungskräfte sind.

 

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Photo:wikipediaRisiken, die unter die Haut gehen

BfR weist auf gesundheitliche Risiken von Tätowierungen und deren Entfernung hin

 

Berlin (1. August 2011) - Tätowierungen können mit unerwünschten Wirkungen wie Infektionen, Narbenbildung oder allergischen Reaktionen verbunden sein. Zudem sind gesundheitliche Langzeitwirkungen der Tätowiermittel, die unter die Haut eingebracht werden, möglich. Aber auch die Entfernung von Tattoos ist nicht ohne Risiko: Seit einiger Zeit werben Anbieter verstärkt mit Verfahren, in denen flüssige Tattoo-Entferner verwendet werden. Dabei handelt es sich um Lösungen, die in der Regel 40-prozentige L(+)-Milchsäure enthalten, und ebenso wie die Tätowiermittel unter die Haut gespritzt werden. Dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind Fälle gemeldet worden, in denen nach der Anwendung flüssiger Tattoo-Entferner unerwünschte Wirkungen aufgetreten sind. In einigen Fällen kam es zu schweren Entzündungsreaktionen der Haut mit Narbenbildung.

 

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Fehler im Immun-Gedächtnis verursacht Schuppenflechte und Neurodermitis

 

München (22. Juli 2011) - Den Münchner Wissenschaftlern vom Zentrum Allergie und Umwelt München (ZAUM) des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München ist mit der Aufklärung der Ursache von Schuppenflechte und Neurodermitis ein Meilenstein in Ihrem Fachgebiet gelungen. Die Ergebnisse der Untersuchungen sind im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

 

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Enthaarungscreme nicht großflächig auftragen

BfR empfiehlt, unbedingt auf Anwendungshinweise zu achten

 

Berlin (18. Juli 2011) - Die in Enthaarungscreme enthaltene Thioglykolsäure kann bei nicht sachgemäßer Anwendung leichte bis mittelschwere Hautreizungen hervorrufen. Wiederholte nicht sachgemäße Anwendung kann auch zu allergischen Reaktionen führen. „Deshalb sollten Beipackzettel von Enthaarungscremes entsprechende Hinweise enthalten und die Produkte nur nach diesen Hinweisen angewendet werden“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Insbesondere sollten sie nicht großflächig aufgetragen werden, und Schleimhautkontakt sollte vermieden werden.

 

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Legende: Elektronenmikroskopische Aufnahme von humanen Papillomviren. Quelle: Prof. Hanswalter Zentgraf, Deutsches KrebsforschungszentrumViren fördern UV-bedingten Hautkrebs

 

Heidelberg (18. Juli 2011) - Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und der International Agency for Research on Cancer in Lyon entdeckten, dass bestimmte humane Papillomviren die Haut von Mäusen lichtempfindlich machen. Damit tragen die Erreger ursächlich zur Entstehung von weißem Hautkrebs bei.

Unser sonnenhungriges Freizeitverhalten wie Reisen in südliche Länder, Sonnenbaden oder ausgedehnte Outdoor-Aktivitäten fördert die Entstehung von weißem Hautkrebs (Spinaliome und Basaliome). Doch Experten bezweifeln, dass UV-Licht allein für die Krebsentstehung verantwortlich ist: In den letzten Jahren hatten Ärzte beobachtet, dass Empfänger von Organtransplantaten, deren Immunsystem dauerhaft durch Medikamente gedämpft wird, bis zu hundertmal häufiger an weißem Hautkrebs erkranken als die Normalbevölkerung. „Das legt nahe, dass auch ein infektiöser Erreger an der Krebsentstehung beteiligt ist“, sagt der Virologe Lutz Gissmann aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum.

 

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