Dermatologie

Eine ausreichende Allergiediagnostik ist nicht für 5 Euro zu haben!

 

Berlin (19. März 2009) – Die seit 1. Januar 2009 gültigen Änderungen in der Vergütung ambulant erbrachter Leistungen im Bereich der vertragsärztlichen dermatologischen Versorgung wirken sich entscheidend auf die allergologische Diagnostik aus. Nach dem neuen EBM fällt sie in das Regelleistungsvolumen (RLV). Dadurch ist
eine auch nur annähernd kostendeckende Honorierung eines Allergietests (Epikutantest) nicht mehr gewährleistet.

Registerprojekt der DDG zum chronischen Handekzem startet

 

Berlin (19. März 2009) – Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) startet ein Registerprojekt für das Krankheitsbild „Chronisches Handekzem“ (CHE). Ziel des Projektes ist die strukturierte Erhebung bisher fehlender Daten, um neue Erkenntnisse zu Ursache, Therapie und Prognose von Handekzemen zu erhalten. Zudem soll das Therapieverhalten der behandelnden Dermatologen in Deutschland bei dieser Patientenklientel untersucht werden. Ein vergleichbares Register existiert bislang auch außerhalb Deutschlands nicht.

Handekzeme richtig behandeln – neue DDG-Leitlinie zum Management von Handekzemen

 

Hyperkeratotisch-rhagadiformes Palmarekzem. Photo: Universitätsklinikum JenaBerlin (19. März 2009) – Im Rahmen der Pressekonferenz „Handekzeme richtig behandeln – neue DDG-Leitlinie zum Management von Handekzemen“ stellte Prof. Thomas Diepgen aus Heidelberg die neue Leitlinie zum Management von Handekzemen vor. Handekzeme zählen zu den häufigsten Hauterkrankungen, ihre Behandlung – vor allem die der schweren chronischen Ausprägungen – gestaltet sich oft sehr schwierig.
Dermatologen sind deshalb hier besonders gefordert. „Die vorliegende Leitlinie gibt Anhaltspunkte für ein möglichst evidenzbasiertes Vorgehen bei Handekzemen“, erklärte Diepgen. „Sie umfasst die Klassifikation, Diagnostik, Prävention, Therapie und Rehabilitation von Handekzemen.“

Schuppenflechte: neue Gendefekte entdeckt

Wissenschaftler belegen Zusammenhang zwischen IL-23 und TNF mit Psoriasis

 

Kiel (28. Januar 2009) - Wie das Wissenschaftsmagazin Nature Genetics von heute, 28. Januar, berichtet, sind Mutationen in weiteren Bereichen der menschlichen DNA als Verursacher von Schuppenflechte (Psoriasis) bestätigt worden. Gene aus der Interleukin-Gruppe, insbesondere das IL-23 sowie Überträgermoleküle für den sogenannten Tumornekrose-Faktor (TNF-alpha) erwiesen sich bei untersuchten Psoriasis-Patienten als verändert. Bisher war vor allem ein Gen der HLA-Gruppe bekannt, das eindeutig für diese entzündliche Hautkrankheit verantwortlich ist.

Neue viel versprechende Therapie gegen Psoriasis auf dem Markt

Studien: Neuer Wirkstoff Ustekinumab mit überzeugender Wirksamkeit bei nur vier Anwendungen im Jahr

 

Neuss (22. Januar 2009) - Ein neues, von den zuständigen Behörden jüngst zugelassenes Medikament zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Psoriasis (Schuppenflechte) bietet Betroffenen ab sofort eine vielversprechende Therapiemöglichkeit. Dessen Wirkstoff Ustekinumab basiert nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen auf einem neuen Wirkansatz. Psoriasis ist eine chronische Erkrankung des Immunsystems (Autoimmunerkrankung), das fehlgesteuerte Signale über körpereigene Botenstoffe vermittelt, die zu den entzündlichen Hautveränderungen führen. Der neue Wirkansatz des Wirkstoffs Ustekinumab hemmt die beiden maßgeblich für die Entzündung entscheidenden Botenstoffe, die Interleukine 12 und 23 (IL-12/23). Auf diese Weise werden die Übermittlung fehlgesteuerter Informationen im Immunsystem und die Hautreaktionen reduziert.

Signalmoleküle bei der Entstehung von weißem Hautkrebs

 

München (8. Januar 2009) - Plattenepithelkarzinome der Haut gehören zu den häufigsten Tumoren. Sie entstehen bevorzugt auf chronisch UV-Licht-exponierter Haut hellhäutiger Menschen und zeigen eine deutlich zunehmende Häufigkeit. Bei der Entstehung dieser Tumoren spielt der Transkriptionsfaktor NF-kB, der wichtige zelluläre Prozesse wie Proliferation, Apoptose und Seneszenz reguliert, eine entscheidende Rolle. In dem geplanten Projekt werden Komponenten dieses Signalweges untersucht. Die hierbei erwarteten neuen Erkenntnisse zur Pathogenese epithelialer Tumoren der Haut sollen zu künftigen gezielten Therapien beitragen.

Bei Schuppenflechte im Beruf ist guter Hautschutz wichtig

 

Präventionskampagne Haut gibt Tipps zum Welt-Psoriasis-Tag

 

Schuppenflechte muss nicht zur Berufsaufgabe führen, wenn die Haut bei der Arbeit ausreichend geschützt wird. Quelle Präventionskampagne Haut/Bellwinkel.Berlin (20. Oktober 2008) - Wer an Schuppenflechte leidet, sollte sich vor der Berufswahl von einem Hautarzt beraten lassen. Denn mit dieser Hauterkrankung kann nicht jeder Beruf uneingeschränkt ausgeübt werden. Insbesondere Tätigkeiten, bei denen Druck auf die Haut ausgeübt wird oder der regelmäßige Kontakt zu Feuchtigkeit und Chemikalien unumgänglich ist, können zu Hautproblemen führen. Andererseits muss für Berufstätige eine Schuppenflechte nicht zur Berufsaufgabe führen, wenn einige Hinweise beachtet werden. Darauf weist die Präventionskampagne Haut der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung anlässlich des Welt-Psoriasis-Tages am 29. Oktober 2008 hin.

Zulassungserweiterung für Fumaderm®

Neue therapeutische Richtung für die Behandlung mittelschwerer Psoriasis vulgaris

Psoriasis. Photo: allmiral HermalBerlin (7. Oktober 2008) – Die Hauterkrankung Psoriasis vulgaris – eine der am häufigsten auftretenden chronischen Entzündungskrankheiten – ist mit einem hohen Leidensdruck der Patienten verbunden. Experten gehen heute davon aus, dass eine kontinuierliche Langzeit­behandlung für eine konsequente Versorgung und Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen entscheidend ist. Wenngleich sich die Versorgungssituation von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris in den letzten Jahren gebessert hat, erhält nach wie vor nur jeder zweite Betroffene, der aufgrund des Schweregrades einer systemischen Behandlung bedarf, eine solche Therapie, so Professor Thomas Luger, Universitätsklinikum Münster. Die aktuelle Zulassungserweiterung des Fumarsäureesters Fumaderm® nun auch für die mittelschwere Psoriasis vulgaris kann zukünftig sicherlich auch noch zur Verbesserung der Versorgungssituation in Deutschland beitragen.

Optimierte Therapie der Plaque-Psoriasis

 

Etanercept: Beste Ansprechraten bei einer Dosierung von einmal 50 mg pro Woche

 

Münster (18. August 2008) - Die Behandlung mit dem einzigen TNFa-Rezeptor Etanercept (Enbrel®) zeigt bei einer Dosierung von einmal 50 mg pro Woche eine effektive und anhaltende Reduktion der Symptomatik bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis.[1] So weisen aktuelle Studienergebnisse nach, dass 71,1 Prozent der Patienten unter dieser Dosierung in Woche 24 eine 75-prozentige Verbesserung des PASI erzielten.[2] Präsentiert wurden diese Daten kürzlich auf einem Symposium anlässlich der 21. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie in München[3]: Aufgrund dieser positiven Daten wurde für Enbrel® am 10. Juli 2008 die Dosierung von einmal 50 mg pro Woche zur Behandlung der Plaque-Psoriasis zugelassen. Bisher galt nach der Initialphase in der Behandlung mit Etanercept die Empfehlung von zweimal 25 mg pro Woche.

Gefährliche Urlaubsmitbringsel: Vorsicht vor Haut-Parasiten

Präventionskampagne Haut warnt vor Leishmaniose und Borreliose

Deine Haut. Die wichtigsten2m2 Deines Lebens: Prävetionscampgne Haut von Gesetzlicher Kranken- und Unfallversicherung. 

Berlin (17. Juli 2008) - Ein juckender und nässender Hautausschlag kann auch ein ungewolltes Urlaubsmitbringsel von einer Fernreise sein. Nicht selten entpuppen sich diese Hauterkrankungen als Reaktion auf einen Parasiten. Darauf weisen die gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung im Rahmen ihrer Präventionskampagne Haut hin. In tropischen Ländern sollten sich Urlauber insbesondere vor Sandfliegen schützen. Aber auch in heimischen Gebieten können im Sommer Parasiten wie Zecken Hautveränderungen hervorrufen.

München ist eine Woche lang das Mekka der Hautärzte

 

Zum 21. Mal treffen sich Dermatologen zur größten deutschsprachigen Fachveranstaltung in München

 

München (15. Juli 2008) - Die größte Fortbildungsveranstaltung im Bereich der Dermatologie im deutschsprachigen Raum findet vom 19. bis 25. Juli 2008 zum 21. Mal in München statt. Über 2.000 Teilnehmer haben sich angemeldet, darunter auch eine Vielzahl von Gästen aus dem Ausland. Ergänzt wird das Programm durch eine Industrieausstellung mit über 100 Partnern. Die Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie fand erstmals 1951 statt und wurde von der Klinik und Poliklinik für Allergologie und Dermatologie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) initiiert und seitdem alle zwei Jahre durchgeführt.