Home Dermatologie Fumarsäureester für frühzeitige systemische Behandlung optimal geeignet
23 | 10 | 2017
PDF Drucken

Neue Ergebnisse zu Lebensqualität, Compliance und Folgen der Psoriasis

Fumarsäureester für frühzeitige systemische Behandlung optimal geeignet

 

Dresden (30. März 2011) - Das postulierte Ziel, eine individuelle und leitliniengerechte Behandlung der Psoriasis vulgaris zu gewährleisten, erfordert heute ein Umdenken in der Therapie. Denn insbesondere bei der mittelschweren und schweren Psoriasis, unter welcher etwa 40 Prozent aller Betroffenen leiden, wird die Forderung nach einer frühzeitigen systemischen Therapie von zeitlichen Faktoren, Lebensqualität und sich entwickelnden Komorbiditäten der Patienten bestimmt. „Besonders bei diesen mittelschwer bis schwer betroffenen Patienten gibt es gute Gründe für eine rechtzeitige systemische Behandlung. Dazu kann auch eine Verbesserung der Lebensqualität im Vergleich zu einer Behandlung mit topischen Präpara­ten zählen“, unterstreicht Professor Kristian Reich, Hamburg, im Rahmen der 46. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft bei der Vorstellung von Ergebnissen aus seiner aktuellen Studie ‚Nutzen einer Fumaderm®-Therapie im Vergleich zur topischen und/oder Licht-Therapie‘. „Für uns Dermatologen sollte bei der Therapiewahl die Unterdrückung des angenommenen systemisch-entzündlichen Grund­rauschens zum Schutz vor Folgeerkrankungen zudem im Fokus stehen“, ergänzt Reich. Die erklärte Notwendigkeit einer frühzeitigen systemische Therapie mache die Bedeutung eines effizienten, gut ver­träglichen Langzeit-Therapeutikums wie des Fumarsäureesters Fumaderm® deutlich, der für Arzt und Patienten praktikabel einsetzbar ist und möglicherweise das Risiko für Folgeerkrankungen senkt.

 

 

Was erwarten Patienten von einer effizienten Therapie?

 

Reich untersuchte den Nutzen einer Umstellung von topischer und/oder Licht-Therapie auf Systemtherapie mit Fumaderm®  hinsichtlich der für Psoriasis-Patienten wichtigen Zufriedenheitsfaktoren wie Zeitaufwand der Behandlung, Abhängigkeit von Arztterminen, Kleidungswahl und allgemeiner Lebensqualitätsbeein­trächtigung gemessen am DLQI (Dermatology Life Quality Index). Er konnte bestätigen, dass Lebensqualität und Therapiezufriedenheit unter wirksamer Fumarsäureester-Therapie signifikant verbessert wurden. Auch die Patientencompliance verbesserte sich unter einer Systemtherapie stark: „Der tägliche Therapieaufwand für die Patienten spielt eine zentrale Rolle, denn topische Therapien führen aufgrund der aufgewendeten Zeit, dem früheren morgendlichen Aufstehen, häufigeren Arztbesuchen und beeinträchtigter Kleiderwahl zu einer geringen Patienten-Adhärenz“, erläutert Reich. (1) In der Studie verkürzte die Umstellung von zeitauf­wändigen Creme-, Salben- und Lichtbehandlungen auf Fumaderm® innerhalb von 12 Wochen Therapie den tägliche Zeitaufwand für die Therapie so sehr, dass der Lebensqualitätsindex DLQI von größer 10 auf 4,4 sank.(2)

 

 

Zusätzlicher Nutzenaspekt: Folgeerkrankungen antiinflammatorisch entgegenwirken

 

Neben der Verbesserung von Lebensqualität und Compliance der Patienten sprechen aus medizinischer Sicht weitere Gründe für die rechtzeitige Umstellung auf systemische Therapie. Nach dem heutigen Verständnis tragen die der systemischen Erkrankung zugrunde liegenden entzündlichen Mechanismen wesentlich zur Entstehung von Komorbiditäten wie Diabetes, Metabolisches Syndrom oder kardiovas­kulären Erkrankungen bis hin zum Herzinfarkt bei. Dabei gilt, je jünger die Patienten und je schwerer betroffen, umso höher ist ihr Risiko, Begleiterkrankungen zu entwickeln. Aktuelle Erkenntnisse und langjährige Erfahrungen aus der Rheumatologie legen nahe, dass durch eine frühzeitige systemische Therapie diesen Begleiterkrankungen rechtzeitig entgegengewirkt werden könnte. Dieser Aspekt der dauer­haften Entzündungskontrolle ist laut Reich, neben der anhaltenden Reduktion der Plaques auf der Haut ein wichtiges Therapieziel und sollte fortan häufiger bedacht werden.

 

Eine gute Therapieoption stellt hierbei der Fumarsäureester Fumaderm® dar, da mit ihm zum einen Folge­erkrankungen möglicherweise vermieden werden können und zum anderen sich die Lebensqualität der Patienten aufgrund guter Wirksamkeit auf der Haut anhaltend verbessert.

 

 

Welche Patienten kommen für eine Therapieumstellung auf systemische Therapien in Frage?

 

Reich zeigt die Kriterien für Patienten, die für eine Umstellung auf systemische Therapien in Frage kom­men, auf: Besonders bei jungen Patienten ab mittelschwerer Psoriasis (laut Zehnerregel DLQI, PASI oder BSA ≥ 10) sei eine frühzeitige systemische Behandlung indiziert, um manifestierenden Begleiterkrankun­gen rechtzeitig antiinflammatorisch entgegenzuwirken. Speziell bei der Fumarsäureester-Therapie gilt zudem, dass auch bereits komorbide Patienten unproblematisch umgestellt werden können, da keine wesentlichen Arzneimittelinteraktionen mit Komedikationen bekannt sind.

 

Ein systemisches Vorgehen sei aber auch bei Patientengruppen indiziert, die den geforderten PASI von zehn für eine mittelschwere Psoriasis zwar nicht erreichen, aber befallene Handrücken und Hauterschei­nungen im Gesicht oder an den Genitalien aufweisen und aufgrund ihrer Lebensumstände (Beruf, Reisen, Partnerschaft) dies als starke Beeinträchtigung empfinden.

 

Patienten, die von einer rechtzeitigen systemischen Therapie profitieren können, erkennt der Arzt am Ein­fachsten, indem er sich beispielsweise standardisierten Instrumenten wie des einfachen DLQI-Bogens bedient. Auch kann er Patienten Fragen zur aktuellen Zufriedenheit mit topischen und Licht-Therapien stellen oder möglicherweise standardisierte Fragebögen nutzen.

 

 

Fazit

 

Ausgehend von diesem neuen Verständnis der Psoriasis ergibt sich die Notwendigkeit, die Erkrankung ganzheitlich zu erfassen und zu behandeln, über die reine Symptomreduktion an der Haut hinausgehend. Handlungsimperativ des Dermatologen sollte sein, dass diejenigen Patienten, die eine systemische Therapie benötigen, auf diese auch schnellstmöglich umgestellt werden. Somit profitieren die Patienten durch gut wirksame Therapien von mehr Lebensqualität und dem möglichen Schutz vor Folgeerkran­kungen.

 

Der Fumarsäureester Fumaderm® besitzt ein sehr gutes Nutzenprofil, eine hohe Langzeitsicherheit und -wirksamkeit und ein geringes Interaktionspotential mit anderen Medikamenten – deshalb wird er den Anforderungen an ein modernes Langzeittherapeutikum gerecht. Dies bestätigt sein hoher Stellenwert als das am meisten eingesetzte Systemtherapeutikum in Deutschland.

 

 

Anmerkungen 

  1. Time Needed for Treatment Is the Major Predictor of Quality of Life in Psoriasis; Blome, Ch., Simianer, S., Purwins, S., Laass, A., Rustenbach, S., Schaefer, I., Radtke, M., Augustin, M.; Dermatology 2010;221:154-159  
  2. SCIderm, 2010, Data on file

 

Download

 

 


Quelle: Exklusiv-Präsentation der Firma Biogen Idec für die Presse „Umdenken bei Psoriasis: frühzeitig systemisch behandeln. Neue Ergebnisse zu Lebensqualität, Compliance und Folgeerkrankungen“, im Rahmen der 46. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, 30. März 2011, Dresden (AdLexis) (tB).

 
Anzeigen

Medical News
Schmerz - PainCare
Wundversorgung
Diabetes
Ernährung
Onkologie
Multiple Sklerose
Parkinson