Home Dermatologie Neue 12-Jahresdaten bestätigen Langzeitanwendung und Sicherheit von Fumarsäureestern
17 | 10 | 2017
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48. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft: Psoriasis: Verbesserte Versorgungssituation und -qualität

Neue 12-Jahresdaten bestätigen Langzeitanwendung und Sicherheit von Fumarsäureestern

 

Berlin (1. Mai 2015) – Wo steht die Psoriasistherapie heute und welche Wege führen zum Erfolg? Wie können die Nationalen Versorgungsziele erreicht werden und welche Faktoren sind für die individuelle Therapiewahl entscheidend? Diese Fragen diskutierten Experten im Rahmen der 48. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in Berlin. Es zeigte sich, dass sich die Versorgungssituation und Versorgungsqualität der Psoriasis-Patienten in Deutschland in den letzten zehn Jahren kontinuierlich verbessert hat. Ebenfalls unter Langzeitgesichtspunkten positiv bewertet wurde die systemische Behandlung mit Fumarsäureestern. Neue Ergebnisse einer retrospektiven Datenerhebung über den Verlauf von 12 Jahren bestätigten die aus dem klinischen Alltag bekannte gute Wirksamkeit, Langzeitsicherheit und -verträglichkeit des First-Line-Therapeutikums Fumaderm®.


PsoHealth3 liefert als dritte nationale Studie zur Versorgungssituation und -qualität der Psoriasis in Deutschland nach den Studien PsoHealth1 (2005) und PsoHealth2 (2007) neue Erkenntnisse zur weiteren Verbesserung der Versorgungssituation von Patienten im Zeitverlauf. Die versorgungs­wissenschaftliche Beobachtungsstudie im Querschnitt an 1.265 Patienten mit Psoriasis vulgaris in dermatologischer Versorgung erfasste von Januar 2013 bis März 2014 die Schweregrade, Therapien, Patientennutzen und Lebensqualität sowie die Frage nach der Verordnung gemäß der S3-Leitlinie. „Insgesamt weisen die Ergebnisse der Studie PsoHealth3 einen anhaltenden Trend zu einer besseren Versorgung der Patienten mit Psoriasis in Deutschland auf, der sich an den Nationalen Versorgungszielen für Psoriasis 2010-2015 ausrichtet“, fasste Dr. Arnd Jacobi, Hamburg, die Studien zusammen. Der Anteil der systemischen Therapie mit Fumarsäureestern (Fumaderm®) war mit 22,1 Prozent am höchsten, gefolgt von Methotrexat mit 16,7 Prozent der Verordnungen. Insgesamt stieg laut Jacobi der Anteil von Psoriasis-Patienten mit vorausgehender Systemtherapie von etwas über 30 Prozent im Jahr 2004 auf über 60 Prozent im Jahr 2014. Es sei deshalb realistisch, dass die von DDG und BVDD für den Zeitraum 2010 bis 2015 formulierten Nationalen Versorgungsziele bis Ende 2015 erreicht werden können. Dies zeige sich beispielsweise in der modernen Arzneimitteltherapie, in der leitliniengerechten Versorgung in Klinik und Praxis oder in interdisziplinären Feldern sowie der vernetzten Versorgung.

 

 

Patientenführung zur passenden Therapie

 

„Da die Psoriasis mit einer erhöhten Komorbidität und Mortalität einhergehen kann, ist es wichtig, den Patienten und seine Erkrankung optimal und vor allem auch über einen längeren Zeitraum zu versorgen“, führte Dr. Andreas Körber, Essen, aus. Klare Therapieziele, Schweregrad und Eignung der Medikamente zur Langzeittherapie seien ebenso wie Komedikationen bei bestehenden Komorbiditäten entscheidend für die Therapiewahl. Körber verwies auf standardisierte Fragebögen, mittels derer der Arzt zusammen mit dem Patienten den tatsächlichen Bedarf ermitteln und Therapieanpassungen vornehmen kann. Bei einer Therapie mit Fumarsäureestern, welche eine gute Langzeittherapieoption für Psoriasispatienten darstellt, ist es wichtig, gerade am Beginn der Therapie eine hinreichende Aufklärung der Patienten bezüglich Therapie-spezifischer Beschwerden wie vorübergehende gastrointestinale Probleme oder Flush durchzuführen, denn gerade dieses Therapiemanagement trage laut Körber zu einer erfolgreichen Behandlung mit Fumarsäureestern bei. Wie bei anderen systemischen Therapien, sollte auch bei einer Therapie mit Fumarsäureestern eine kontinuierliche Dokumentation erfolgen, die auch verschiedene Laborparameter während der Therapiedauer beinhaltet, um die Sicherheit und sachgemäße Langzeittherapie der Patienten gemäß der Fachinformation zu gewährleisten. „Wichtig ist außerdem die interdisziplinäre Vernetzung mit anderen den Patienten behandelnden Ärzten. So erreichen wir in der Praxis eine hohe Therapiezufriedenheit und -akzeptanz bei unseren Patienten“, resümierte Körber.

 

 

Langzeittherapie erwünscht: 12-Jahresdaten zu Fumaderm®

 

Die im Jahr 2014 erlassene WHA (World Health Assembly)-Resolution erkennt die Psoriasis weltweit als chronische Systemerkrankung von großer Tragweite an, welche mit psychischen Belastungen, Stigmatisierung und Komorbiditäten für den Betroffenen einhergeht und in der Regel lebenslang zu therapieren ist. Im Mittelpunkt einer adäquaten Langzeittherapie stehen vor allem die anhaltende Wirksamkeit, Langzeitsicherheit und Langzeitverträglich­keit. Eine retrospektive Studie der Universität Bochum untersuchte die Anwendung von Fumaderm® im Verlauf von 12 Jahren an 879 Patienten. Es zeigte sich eine deutliche Verbesserung des Hautbildes beziehungsweise eine Erscheinungsfreiheit in den ersten 3 Monaten der Therapie bei über 30 Prozent der Patienten – ein Anteil, der sich bis zum Monat 6 der Therapie verdoppelte. „Aus diesem Grund sollte der Erfolg einer Behandlung mit Fumarsäureestern erst nach 6 Monaten abschließend bewertet werden“, so Prof. Dr. Peter Altmeyer, Bochum. „Die verzeichnete dauerhafte Verbesserung des Hautbildes war bei den nachverfolgten Patienten über den Verlauf von 12 Jahren stabil, ohne Wirkverlust und bestätigte die erfolgreiche Anwendung von Fumarsäureestern als Langzeittherapie mit gleichzeitig gutem Sicherheitsprofil“, fasste Altmeyer die Ergebnisse der Datenerhebung zusammen.

 

Fumaderm® ist seit 1994 zur Behandlung der schweren Psoriasis vulgaris und seit 2008 auch zur Behandlung der mittelschweren Psoriasis in Deutschland zugelassen. Mit über 50 Prozent aller Verordnungen sind Fumaderm® initial und Fumaderm® die wichtigsten Präparate für die systemischeFirst-Line-Therapie der Psoriasis vulgaris in Deutschland. Die langjährige Therapieerfahrung bestätigt das geringe Interaktionspotential mit Begleitmedikationen; sowohl Ärzte als auch Patienten stufen die Behandlung als sehr praktikabel ein.

 


Quelle: Mittagsseminar der Fa. Biogen Idec zum Thema "Fumarsäureester: Neue Therapielandschaft Psoriasis: Welche Wege führen zum Erfolg?", im Rahmen der 48. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, 01.05.2015, Berlin (tB).

 
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