Home Dermatologie Medac-Symposium zur METOP-Studie mit MTX auf der 25. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie in München: Wirksamkeit und Kosteneffektivität in der Behandlung der Schuppenflechte mit subkutanem Methotrexat steigern
17 | 10 | 2017
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Medac-Symposium zur METOP-Studie mit MTX auf der 25. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie in München(1)

Wirksamkeit und Kosteneffektivität in der Behandlung der Schuppenflechte mit subkutanem Methotrexat steigern

München / Wedel (25. Juli 2016). Der Praxisalltag zeigt, dass ein konsequenter Einsatz von Methotrexat (MTX) in der systemischen medikamentösen Behandlung der Psoriasis mit einer raschen und lang anhaltenden Wirkung, einem günstigen Sicherheitsprofil und der Senkung von kardiovaskulären Risiken belohnt wird. Auch wird das Nebenwirkungsrisiko von Methotrexat für Lunge2, Leber3 und bei Schwangerschaftswunsch4 in jüngeren Publikationen geringer eingeschätzt als bislang diskutiert. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Methotrexat das weltweit am häufigsten zur Therapie der Schuppenflechte eingesetzte Systemtherapeutikum ist5.

Darüber hinaus belegen ökonomische Studien die überlegene Kosteneffektivität von MTX in der systemischen Psoriasis-Behandlung6. Unter Berücksichtigung der Anzahl notwendiger Behandlungen zur Erreichung des PASI 75 erzielt Methotrexat die günstigsten Behandlungskosten.


METOP: Psoriasis-Studie mit subkutanem Methotrexat

In der europäischen 52-wöchigen Phase-III-Studie METOP (Methotrexate optimized treatment schedule in patients with Psoriasis) wurde erstmals die subkutane Methotrexat-Gabe gegen Placebo geprüft. 120 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis erhielten eine wöchentliche MTX-Startdosis von 17,5 mg subkutan mit einer metex® Fertigspritze, die in Woche 8 bei unzureichendem Ansprechen auf 22,5 mg gesteigert wurde. Ein Wechsel der Placebo-Gruppe auf Methotrexat erfolgte in Woche 16.

Abbildung 1: Studiendesign der METOP-Studie mit s.c. Methotrexat als metex®FS

Abbildung 1: Studiendesign der METOP-Studie mit s.c. Methotrexat als metex®FS


In Woche 16 hatten 41 vs. 10% der Patienten ein PASI 75-Ansprechen erzielt. Nach einem Jahr wiesen 45 Prozent ein PASI 75-Ansprechen auf7.


Abbildung 2: PASI 75-Antwort von s.c. Methotrexat mit metex®FS in der METOP Studie

Abbildung 2: PASI 75-Antwort von s.c. Methotrexat mit metex®FS in der METOP Studie


Ein PASI 90-Ansprechen in Woche 16 erzielten 18 vs. 0% der Patienten. Nach einem Jahr steigerte

sich das PASI 90-Ansprechen mit der metex® Fertigspritze auf 28 Prozent in beiden Armen8.

Abbildung 3: PASI 90-Antwort von s.c. Methotrexat mit metex®FS in der METOP Studie

Abbildung 3: PASI 90-Antwort von s.c. Methotrexat mit metex®FS in der METOP Studie


Mit der METOP-Studie wurde erstmals die Wirksamkeit von subkutan verabreichtem Methotrexat für die Therapie der Psoriasis untersucht. Dabei haben die Dosierungen 17,5 mg und 22,5 mg als MTX s.c. Vorteile in der Langzeittherapie zeigen können, die mit einem sehr guten Nutzen-Risiko-Profil einhergehen. Ferner wurden mit der Studie generell auch neue Erkenntnisse zum Wirkmechanismus von Methotrexat bei Psoriasis wie beispielsweise inhibitorische Effekte auf den Entzündungsweg Th1/Th17 gewonnen.

Abbildung 4: Inhibitorische Effekte auf den Entzündungsweg Th1 / Th17

Abbildung 4: Inhibitorische Effekte auf den Entzündungsweg Th1 / Th17


Subkutanes Methotrexat wirksamer als orales Methotrexat

Im Rahmen der CHAMPION-Studie konnte belegt werden, dass auch orales Methotrexat in der Behandlung von Psoriasis-Patienten wirksam und sicher ist sowie ein Zusammenhang zwischen MTXDosierung und klinischer Antwort besteht9. Dermatologische Empfehlungen und Leitlinien diskutieren jedoch zunehmend die Gabe von subkutanem Methotrexat aufgrund der besseren biologischen Verfügbarkeit, besseren Wirksamkeit sowie besseren Verträglichkeit10. Die Ergebnisse der Langzeitwirksamkeit nach 52 Wochen in der METOP-Studie mit der metex® Fertigspritze unterstützen diese Position mit einem PASI 75-Ansprechen von 45,1% der Patienten.


Anmerkungen und Literaturverweise

  1. Medac Mittagsseminar „Methotrexat 2.0“, anlässlich der 25. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie, München, 25. Juli 2016
  2. Conway R et al., BMJ 2015;350:h1269
  3. Dawwas MF, Aithal GP, Aliment Pharmacol Ther. 2014;40:938-948
  4. Yiu ZZ et al., J Dermatolog Treat. 2015;26:329-334
  5. Mössner R, Schön MP, Akt Dermatol. 2010;36:142-152
  6. D'Souza LS, Payette MJ, J Am Acad Dermatol. 2015;72:589-598; Roldán FA, et al., Rev Esp Salud Pública.2016;90:E15
  7. Warren R. et al., J Am Acad Dermatol. 2016;74(5 Suppl 1):AB239
  8. Warren R. et al., J Am Acad Dermatol. 2016;74(5 Suppl 1):AB239
  9. Saurat JH et al., Br J Dermatol. 2011;165:399-406
  10. Yesudian PD et al., J Drugs Dermatol. 2016;15:345-349; Mrowietz et al., J Eur Acad Dermatol Venereol. 2014;28:438-53; Reich et al., J Dtsch Dermatol Ges. 2012;10:363-370


medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH

medac ist ein deutsches pharmazeutisches Unternehmen in privater Hand mit Standorten in Wedel, Tornesch und Hamburg. Arzneimittel von medac unterstützen Ärzte und Patienten weltweit in der Bewältigung ihrer akuten und andauernden Erkrankungen in den Indikationsbereichen Onkologie & Hämatologie, Urologie und gegen Autoimmunerkrankungen. Darüber hinaus entwickelt und vertreibt medac spezielle diagnostische Testsysteme. Dem Ansatz, Therapeutika und Diagnostika unter einem Dach zu vereinen, ist medac seit 1970 verpflichtet.


  • Weitere Informationen zum Unternehmen und seinen Produkten sind im Internet unter www.medac.de abrufbar.


Quelle: Medac Gesellschaft für medizinische Spezialpräparate, 2507.2016 (tB).

 
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