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Logo_ZuckerfussDiabetische Neuropathie

„Aktiv gegen den Zuckerfuß“ startet in München

Böblingen/München (26. Oktober 2016) – Der Zuckerfuß (diabetische Neuropathie) ist eine der häufigsten Folgeerkrankungen des Diabetes, die schwerwiegende Folgen haben kann. Mehr Aufmerksamkeit für das Krankheitsbild und die therapeutischen Möglichkeiten sowie regelmäßige Fußuntersuchungen sind entscheidende Faktoren, um erfolgreich gegen den Zuckerfuß vorzugehen, so das Fazit von Dr. med. Arthur Grünerbel, Diabetologe aus München, anlässlich der Presseveranstaltung zum Auftakt der Aktion „Aktiv gegen den Zuckerfuß“ von Wörwag Pharma.

Die Kampagne „Aktiv gegen den Zuckerfuß“ rückt nicht nur eine der häufigsten, sondern auch eine der meist unterschätzten Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus ins Bewusstsein von Öffentlichkeit und Betroffenen: Rund 2,5 Millionen Menschen in Deutschland mit Diabetes haben auch diabetische Neuropathie.1 Die durch Diabetes verursachten Nervenschädigungen sind Hauptursache für das diabetische Fußsyndrom, das sogar zum Verlust des Fußes führen kann: Jährlich kommt es hierzulande aufgrund von Diabetes zu 40.000 Amputationen.1 Eine Zahl, die zeigt, wie wichtig es ist, aufzuklären – ganz nach dem Motto „Aktiv gegen den Zuckerfuß“.


Frühzeitig und langfristig gegen den Zuckerfuß

Der niedergelassene Diabetologe Dr. med. Arthur Grünerbel aus München betonte in seinem Vortrag: „Verschiedene Maßnahmen können dem Fort­schreiten der Nervenschädigung entgegenwirken und schlimme Folgen des Zuckerfußes verhindern.“ Er rät seinen Patienten, ganz besonders auf ihre Füße zu achten: Empfindungsstörungen wie Brennen, Kribbeln, Taubheits­gefühle oder eine nachlassende Sensibilität können Hinweise auf eine diabetische Neuropathie sein, die ernst genommen werden sollten. „Denn ein frühzeitiges und konsequentes Eingreifen kann dazu beitragen, die Gesundheit der Füße langfristig zu erhalten“, so der Experte. Neben Menschen mit einem diagnostizierten Diabetes können auch Personen betroffen sein, die an einer Vorstufe des Diabetes (Prädiabetes) oder einem bisher unerkannten Diabetes leiden. Grundsätzlich gilt: Je eher, desto besser kann einem entstehenden Zuckerfuß Einhalt geboten werden.


Mit Benfotiamin gegen den Zuckerfuß

Anhand von Beispielen aus der eigenen Praxis zeigte Dr. Grünerbel, wie man aktiv gegen den Zuckerfuß vorgeht: „Ein gut eingestellter Blutzucker, regelmäßige Arzttermine und Fußuntersuchungen sowie ein gesunder Lebensstil können entscheidend zur Gesunderhaltung der Füße beitragen.“, so der Experte. Zusätzlich kann der vitaminähnliche Wirkstoff Benfotiamin (z. B. enthalten in milgamma® protekt) der Nervenschädigung und den damit verbundenen Beschwerden entgegenwirken.

Wesentlich für den Zuckerfuß verantwortlich sind die sogenannten AGEs (Advanced Glycation Endproducts), erklärte Dr. Grünerbel. Diese schädlichen Zuckerabbauprodukte bilden sich aufgrund des erhöhten Blutzuckers vermehrt bei Diabetes. AGEs schädigen die Nervenzellen und stören die Reizweiter-leitung. Dies führt in der Folge zu den typischen „Zuckerfuß-Beschwerden“ wie Kribbeln, Brennen und Taubheitsgefühle. In vielen Fällen geht ein Diabetes auch mit einem Mangel an Vitamin B1 einher, der Neuropathien fördert.2 Benfotiamin kann einen nervenschädigenden Vitamin-B1-Mangel ausgleichen und die Bildung der schädlichen AGEs hemmen.3 So können Nervenzellen und Gefäße vor Schädigungen geschützt und Beschwerden wie Kribbeln, Brennen, Taubheit und Schmerzen in den Füßen gelindert werden.4


Interdisziplinäre Zusammenarbeit gefordert

Zum Abschluss seines Vortrags wies Dr. Grünerbel noch einmal eindringlich daraufhin, dass das Thema diabetische Neuropathie, also der Zuckerfuß, noch stärker in den Fokus einer umfassenden Diabetestherapie gerückt werden müsse. Wichtig sei eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Arzt, Diabetesberaterinnen und Podologen (Fußpflegern), um die Fußgesundheit optimal zu erhalten. Für Risikopatienten seien regelmäßige Fußunter­suchungen unverzichtbar. Betroffene sollten ihre Füße mit Hilfe von Diabetikerschuhen schützen.


Ballerina und Zuckero: gemeinsam gegen den Zuckerfuß

Auf wirklich (ein-)leuchtende Weise sorgt die Kampagne „Aktiv gegen den Zuckerfuß“ für mehr Aufmerksamkeit in Sachen Zuckerfuß. Ihr optischer Mittelpunkt ist eine spektakuläre Lichtinstallation. Diese verwandelte nun in München ein historisches Gebäude in eine Bühne für eine einzigartige Licht-Choreografie. Das Publikum begab sich auf eine Reise durch leuchtende Landschaften, begleitete dabei die beiden Fuß-Figuren Zuckero und Ballerina und erlebte mit, wie Zuckero gegen die Gefahren des Zuckerfußes kämpft.

Bevor die Projektion mit Einbruch der Dämmerung begann, fand eine Luft-ballonaktion statt, die auf einprägsame Weise eine der gravierenden Folgen des Diabetes in den Blick rückte. In Deutschland werden nahezu 800 (Teil-) Amputationen pro Woche bei Menschen mit Diabetes durchgeführt. Für jeden dieser 800 betroffenen Füße setzte ein Luftballon ein Zeichen am Münchner Himmel.

Lichtinstallation München 1. Photo und Copyright: Wörwag Pharma 


Referenzen

  1. Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2016, diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
  2. Thornalley PJ. et al. Diabetologia 2007. 50: 2164–2170
  3. Hammes H-P et al. Nature Medicine. 2003. 9: 294–299
  4. Stracke H et al. Exp. Clin. Ednocrinol. Diab. 2008; 116: 600–605

Quelle: Wörwag Pharma, 26.10.2016 (tB).

 
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