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22 | 02 | 2017
Epilepsie
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89. DGN-Kongress

Eslicarbazepinacetat (ESL):
Neue EU-Vergleichsstudie zeigt Nicht-Unterlegenheit von ESL vs. CBZ-CR in Monotherapie bei Patienten mit neu diagnostizierter fokaler Epilepsie*

Mannheim/Frankfurt a. Main (23. September 2016) – Epilepsien gehören zu den häufigsten chronischen neurologischen Erkrankungen. Die Prävalenz wird mit 0,7-0,8% in der Allgemeinbevölkerung angegeben.1 Dabei treten fokale epileptische Anfälle beim Erwachsenen am häufigsten auf: Diese entstehen in definierten Hirnregionen und können sekundär generalisierte tonisch-klonische Anfälle nach sich ziehen.2

Die Mehrheit der Epilepsiepatienten ist auf eine antikonvulsive Pharmakotherapie angewiesen: Etwa zwei Drittel der Patienten können unter einem oder mehreren antikonvulsiv wirksamen Medikamenten (Antiepileptika, AED) das Primärziel Anfallsfreiheit erreichen3 – bei nach Möglichkeit nur minimalen bis fehlenden therapieassoziierten Nebenwirkungen sowie einem niedrigen Interaktionspotenzial mit anderen Medikamenten.2

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Brivaracetam bei Epilepsie

Zusatznutzen nach wie vor nicht belegt

  • Neuer indirekt er Vergleich methodisch besser
  • Weiterhin kein Nachweis eines Zusatznutzens gegenüber Lacosamid

Köln (4. August 2016) - Brivaracetam (Handelsname Briviact) ist seit Januar 2016 als Zusatztherapie für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene mit epileptischen Krampfanfällen zugelassen. Bereits im Mai hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) den Wirkstoff in einer frühen Nutzenbewertung untersucht. Die vom Hersteller vorgelegten indirekten Vergleiche waren aus mehreren Gründen nicht geeignet, um einen Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie zu bewerten. Unter anderem hatte der Hersteller nicht alle relevanten Endpunkte ausgewertet. Im Stellungnahmeverfahren hat er nun einen weiteren indirekten Vergleich vorgelegt.

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IQWiG

Brivaracetam bei Epilepsie: Zusatznutzen nicht belegt

  • Keine direkt vergleichende Studie
  • Indirekte Vergleiche nicht verwertbar

Köln (18. Mai 2016) - Brivaracetam (Handelsname Briviact) ist seit Januar 2016 als Zusatztherapie für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene mit epileptischen Krampfanfällen zugelassen. In einer frühen Nutzenbewertung hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nun untersucht, ob dieser Wirkstoff den Patientinnen und Patienten einen Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie bietet.

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Abb.: Das Minisensorsystem im zukünftigen Einsatz: Der Messfühler wird im Ohr befestigt und ein Smartphone übermittelt die Daten an einen Rechner, der die Signale auf epileptische Anfälle hin auswertet. © Foto: Rainer Surges Projekt „EPItect“

Minisensor soll bei epileptischen Anfällen warnen

Bonn (6. April 2016) - Für Epilepsie-Patienten und behandelnde Ärzte ist es bislang eine Herausforderung, ohne stationäre Aufzeichnungsgeräte die Häufigkeit und Schwere von epileptischen Anfällen richtig einzuschätzen. Ein Konsortium, das von Epileptologen des Universitätsklinikums Bonn koordiniert wird, entwickelt nun ein mobiles Sensorsystem, das Anfälle erkennt. Über einen Warnruf sollen dann Angehörige oder behandelnde Ärzte zur Hilfe herbeigeholt werden. Das Projekt „EPItect“ wird vom Bundesforschungsministerium in den nächsten drei Jahren mit rund zwei Millionen Euro gefördert. Bei der Umsetzung erhält das Konsortium Unterstützung durch den Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH.

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Neu für die antikonvulsive Kombinationstherapie

Brivaracetam: Innovative Therapieoption für Epilepsie-Patienten mit unkontrollierten Anfällen

 

Berlin (19. Januar 2016) - UCB hat am 19.01.2016 bekannt gegeben, dass die Europäische Zulassungsbehörde (EMA) die Marktzulassung für Brivaracetam (Briviact®) zur Zusatzbehandlung fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahren mit Epilepsie erteilte. In umfassenden Zulassungsstudien konnte eine verlässliche Anfallskontrolle oder Anfallsfreiheit bei guter Verträglichkeit erzielt werden [1-3]. Besonders vorteilhaft, z.B. für berufstätige Patienten, ist die Möglichkeit, dass Brivaracetam ab Tag 1 in einer therapeutischen Dosis gegeben werden kann. Es qualifiziert sich damit als innovatives Antiepileptikum mit einfachem Therapieregime, das zu einer verbesserten Lebensqualität beitragen kann. „Da eine medikamentöse Epilepsietherapie meist eine lebenslange Langzeittherapie bedeutet, sind neben der guten Wirksamkeit auch die Verträglichkeit und die Handhabung entscheidende Aspekte im Therapieregime“, so Prof. Christian Bien, Bielefeld, im Rahmen eines Presse-Round-Tables in Berlin.

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Abb. oben: So sieht eine Nervenzelle aus dem Hippocampus einer Ratte aus: Die Zelle und ihre Ausläufer sind mit einem Fluoreszenzfarbstoff gefüllt, der die Strukturen blauviolett leuchten lässt. (c) Foto: AG Heinz Beck/Uni BonnEpilepsie

Wenn der Türsteher in Nervenzellen zu viel durchlässt

 

Bonn (19. November 2015) - Bei einer Epilepsie geraten die Nervenzellen aus ihrem gewohnten Takt. Daran sind auch Ionenkanäle beteiligt, die die Erregbarkeit von Nervenzellen entscheidend bestimmen. Ein Forscherteam unter Federführung der Universität Bonn hat nun einen neuen Mechanismus für die Beeinflussung von Ionenkanälen entdeckt, der möglicherweise für den Ausbruch des Krampfleidens mitverantwortlich ist: Wenn zu wenig Spermin vorhanden ist, kommt es zur einer Übererregbarkeit der Nervenzellen. Die Forscher hoffen, einen Ansatzpunkt für neue Therapien gefunden zu haben. Sie berichten im „The Journal of Neuroscience”.

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Abb.: Sensoren auf dem Gehirn messen dessen Aktivität. Pathologische Veränderungen führen zu einer Stimulation durch eine implantierte Elektrode und das wiederum zur Normalisierung der Hirnaktivität. © Photo: BrainLinks-BrainTools / Universität FreiburgEpilepsie

Ausgefeilte Datenanalyse ersetzt riskante Hirn-Stimulation

 

Freiburg (17. November 2015) - Bei Epilepsie weist das Gehirn eine erhöhte Erregung auf. Diese Grunderregung des Gehirns ohne vorherige Stimulation zu messen, ist jetzt erstmals einem Forscherteam unter Beteiligung des Universitätsklinikums Freiburg gelungen. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Proceedings of the National Society (PNAS) präsentieren sie die neue mathematische Analyse für EEG-Messungen der Hirnströme. Das Verfahren macht die Epilepsie-Messung sicherer, ermöglicht Langzeit-Untersuchungen und stellt eine objektive Therapiekontrolle in Aussicht. Außerdem zeigen die Forscher, dass die Erregbarkeit des Gehirns stark vom Schlaf-Wach-Rhythmus abhängt.  

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DGN-Kongress 2015

Neue Daten zu Wirksamkeit und Verträglichkeit von Zebinix® (Eslicarbazepinacetat) im deutschen Praxisalltag

 

Düsseldorf (24. September 2015) – Mit einer Prävalenz von 0,7-0,8 % gehören Epilepsien zu den sehr häufigen neurologischen Erkrankungen, wobei etwa ein Drittel der Fälle erstmals im Kindesalter und ein weiteres Drittel mit wachsender Wahrscheinlichkeit im höheren Lebensalter – jenseits des 60. Lebensjahres – auftreten.1 Am häufigsten sind lokalisationsbezogene, d.h. fokale (auch: partielle) Anfälle mit einem Anteil von etwa 70 %.2 Primäres Therapieziel ist das Erreichen von Anfallskontrolle bzw. Anfallsfreiheit: Bis zu 50 % der erwachsenen Patienten erreichen mit der ersten antiepileptischen medikamentösen Therapie sowie weitere 15 % mit Änderung des Medikaments Anfallsfreiheit.3

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Epilepsie bei Kindern

Erzieher und Lehrer durch Informationen stärken

 

Leipzig (14. Juli 2015) - Epilepsie ist für Kinder und ihre Eltern eine belastende Erkrankung. Bei einem Drittel der Epilepsiepatienten treten trotz der Verwendung von Arzneimitteln Anfälle auf. Häufig sind Notfallmedikamente erforderlich, um die Anfälle zu beenden. Wichtig ist, dass diese zügig angewendet werden. Da die Kinder tagsüber im Kindergarten oder in der Schule sind, müssen auch Erzieher und Lehrer wissen, was zu tun ist. Eine Gruppe von Forschern aus dem Universitätsklinikum und der Universität Leipzig hat sich des Themas angenommen. Ihre Befragung von Erziehern und Lehrern ergab: Das Grundwissen ist vorhanden. Aber besonders im Bereich der Anwendung von Notfallarzneimitteln gibt es Informationsbedarf.

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G-BA-Vorgaben zur Nutzenbewertung sehen individuellen Zusatznutzen nicht vor

Deutsche Patienten mit pharmakoresistenter Epilepsie erneut benachteiligt

 

Frankfurt am Main (19. Februar 2015) - Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 6. November 2014 seinen Beschluss bekanntgegeben, für Perampanel (Fycompa®) erneut keinen Zusatznutzen im Vergleich zu den vom G-BA definierten konventionellen Antiepileptika anzuerkennen.1 Zur Begründung führt der G-BA an, dass „ die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie nicht umgesetzt“ und daher „für die Bewertung des Zusatznutzens gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie des G-BA nicht geeignet“ sei.1

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Erneut fehlender Nutzenbeleg für Epilepsie-Wirkstoff Perampanel

G-BA weist Vorwürfe des Herstellers zurück

 

Berlin (11. November 2014) - Zur Kritik des Pharmaunternehmens Eisai an dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), dem Arzneimittel Fycompa® mit dem Wirkstoff Perampanel auch im Rahmen einer erneuten Nutzenbewertung keinen Zusatznutzen zuzusprechen, erklärte der unparteiische Vorsitzende des G-BA, Josef Hecken, heute in Berlin:

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