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18 | 11 | 2017
Epilepsie
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Klinische Neurophysiologen fordern verbindliche Qualitätssicherung

Häufige Epilepsie-Fehldiagnosen verhindern

 

Darmstadt (29. Oktober 2014) – In einer Stellungnahme von Juli 2013 schätzte die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN), dass bei bis zu 25 Prozent der Patienten mit Krampfanfällen oder Bewusstseinsstörungen fälschlicherweise Epilepsie diagnostiziert wird. Der Grund dafür sei in der Regel eine falsche Interpretation der Hirnströme. Ein aktueller Beitrag in der Fachzeitschrift „Aktuelle Neurologie“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart) bestätigt die Einschätzung der Fachgesellschaft und verweist auf Studien, die noch höhere Fehlerquoten ausmachen. Demnach könnten in bestimmten Zuweisungszentren sogar 30 bis 35 Prozent der Epilepsie-Diagnosen falsch sein. Um häufige EEG-Fehlinterpretationen zu vermeiden, fordert die DGKN eine verbindliche Qualitätssicherung basierend auf den Zertifikaten der Fachgesellschaft.

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Epilepsie-Varianten

Gemeinsame genetische Risikofaktoren bei häufigen Epilepsiesyndromen entdeckt

 

Berlin (19. September 2014) - Epilepsien sind eine klinisch heterogene Gruppe neurologischer Erkrankungen. Trotz starker Evidenz für die Vererbbarkeit der Erkrankung erbrachte die Suche nach gemeinsamen genetischen Risikofaktoren, die allen Epilepsien zugrunde liegen, bislang keine klaren Ergebnisse. Eine in Lancet Neurology erschienene Arbeit eines kürzlich formierten weltweiten Konsortiums (International League Against Epilepsy Consortium on Genetics of Complex Epilepsies) mit deutscher und europäischer Beteiligung hat das jetzt geändert: „Dies ist die erste weltweite Studie die zeigt, dass es gemeinsame und distinkte genetische Risikofaktoren für die verschiedenen Formen der Epilepsie gibt“, erklärt Prof. Dr. med. Holger Lerche heute auf der Neurowoche 2014 in München, Europas größtem Neurologenkongress. Die Wissenschaftler konnten drei Risiko-Loci für Epilepsie identifizieren [1]. Holger Lerche, Ärztlicher Direktor der Abteilung Neurologie mit Schwerpunkt Epileptologie der Universität Tübingen, ist einer der Autoren der Studie.

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Dossier liefert keine relevanten Daten

Perampanel bei Epilepsie: Weiterhin keine Belege für Zusatznutzen

 

Köln (15. August 2014) - Der Wirkstoff Perampanel (Handelsname Fycompa) ist seit Juli 2012 zugelassen als Zusatztherapie für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren mit epileptischen Krampfanfällen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat erneut bei einer frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) überprüft, ob Perampanel gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet. Auch aus dem neuen Dossier lässt sich ein solcher Zusatznutzen jedoch nicht ableiten, da der Hersteller darin keine relevanten Daten für diesen Vergleich vorlegt.

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Bei fokalen Epilepsien frühzeitig kombinieren

Lacosamid – etablierter Partner für die Add-on-Therapie

 

Bonn (15. Mai 2014) - Zur Therapie fokaler Epilepsien stehen unterschiedliche Antiepileptika bereit – dennoch wird ein erheblicher Anteil der Patienten unter einer antikonvulsiven Monotherapie nicht anfallsfrei. Im Rahmen eines Pressegesprächs der UCB Pharma GmbH stellten erfahrene Epileptologen den Status quo in der Behandlung fokaler Epilepsien dar und beleuchteten effektive Strategien zur Therapieoptimierung. So konnte eine Kombinationstherapie mit Lacosamid unabhängig vom Basisantiepileptikum die Anfallsfrequenz reduzieren oder zu Anfallsfreiheit führen [1]. Der therapeutische Gewinn ist besonders hoch, wenn diese Add-on-Therapie bereits in einer frühen Phase der Epilepsie gestartet wird [2].

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Abb.: Zwei Arten von Gliazellen: Astroglia sind grün gefärbt, Mikroglia rot. Die Zellkerne sind in Blau dargestellt. Photo: RUB / DambachUnterschiedliche Wirkung auf Gliazellen

Medikamente gegen Epilepsie können Entzündungen fördern

 

Bochum (19. Dezember 2013) - Mediziner der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben untersucht, ob etablierte Medikamente gegen Epilepsie entzündungshemmend oder -fördernd wirken – ein Effekt, auf den die Arzneistoffe klassischerweise nicht getestet werden. Eine Substanz verstärkte Entzündungen, während eine andere sie hemmte. Da entzündliche Reaktionen des Gehirns der Grund für Epilepsien sein können, sei es wichtig, den Auslöser bei der Wahl des Medikaments zu beachten, schlussfolgern die Forscher. Sie berichten in der Zeitschrift „Epilepsia“.

 

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Nutzen und Schaden lassen sich mangels Studien derzeit nicht beurteilen

Vorbericht zu PET und PET/CT bei Epilepsie veröffentlicht

 

Köln (7. Oktober 2013) - Welchen Stellenwert die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) allein oder in Kombination mit einer Computertomographie (CT) haben kann, um epileptogene Zonen im Gehirn vor einer möglichen Operation zu lokalisieren, ist derzeit Gegenstand einer Untersuchung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Die vorläufigen Ergebnisse hat das Institut am 7. Oktober 2013 veröffentlicht. Demnach ist es mangels Studien nicht möglich, belastbare Schlussfolgerungen zum patientenrelevanten Nutzen der PET oder der PET/CT zu ziehen. Bis zum 5. November 2013 können interessierte Personen und Institutionen schriftliche Stellungnahmen zu diesem Vorbericht abgeben.

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Fokale Epilepsien

Daten zur Langzeitwirksamkeit von Lacosamid in Kombinationstherapie

 

Dresden (19. September 2013) – Lacosamid, ein Zusatztherapeutikum für Patienten ab 16 Jahren mit fokal beginnenden epileptischen Anfällen, hat in randomisiert-kontrollierten Studien bei guter Verträglichkeit eine Anfallsreduktion um ≥ 50% bei 38% der Patienten gezeigt. Dieser Effekt bleibt bei Langzeitpatienten auch über mehrere Jahre erhalten, wie eine auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie präsentierte offene Extension einer Zulassungsstudie gezeigt hat. Darüber hinaus wurde in der nicht-interventionellen VITOBA*-Studie die Anfallsrate bei 70% der Patienten innerhalb von sechs Monaten mindestens halbiert.

 

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Praxisferne Anwendung des AMNOG

Vergebene Therapiechancen für Epilepsiepatienten

 

Berlin (3. September 2013) - Verantwortliche im Gesundheitswesen bejubeln die kostensenkenden Erfolge des seit 2011 geltenden Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG). Eine praxisferne Anwendung dieses Gesetzes trifft jedoch in vielen Fällen nicht die Therapiebedürfnisse von Patienten. Auch die Bewertung von zwei neuen Antiepileptika durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) war von rein formalem Vorgehen gekennzeichnet und geht an der Versorgungsrealität vorbei. Die mehrfach angebotene Beteiligung von Fachverbänden an der Bewertung neuer Arzneimittel lehnt der G-BA kategorisch ab, darunter auch die Vorschläge der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (DGfE). Dies hat gravierende Folgen für Epilepsiepatienten, weil der Zugang zu neuen Medikamenten erschwert wird.

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Interpretation von Hirnstromwellen gehört in die Hand klinischer Neurophysiologen

Epilepsie häufig falsch diagnostiziert

 

Darmstadt (8. Juli 2013) – Erleiden Menschen einen Krampfanfall, wird oft Epilepsie diagnostiziert – dabei liegen häufig andere Ursachen zugrunde. Die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) schätzt, dass bis zu 25 Prozent der Patienten mit Anfällen oder Bewusstseinsstörungen von einer solchen Fehldiagnose betroffen sind. Der Grund dafür sei in der Regel eine falsche Interpretation der Hirnströme. Deshalb fordert die DGKN in einer aktuellen Stellungnahme, dass nach Möglichkeit nur entsprechend geschulte klinische Neurophysiologen ein EEG auswerten sollten.

 

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Rote-Hand-Brief zu Trobalt® (Retigabin)

Einschränkung der Zulassung

 

Berlin (24. Juni 2013) - Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief über die Einschränkung der Anwendung: Retigabin ist ab jetzt nur als Zusatztherapie für pharmakoresistente fokale Krampfanfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei erwachsenen Patienten mit Epilepsie zugelassen, bei denen andere geeignete Arzneimittel unzureichend wirkten oder nicht vertragen wurden.

 

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Abb.: Blaufärbung der Finger bei Retigabin. Photo: FDARetigabin bei Epilepsie

Langzeit-Nebenwirkungen mit Verfärbungen der Finger und Pigmentstörungen der Retina erfordern Kontrolluntersuchungen

 

Berlin (13. Mai 2013) – Das neue Antiepileptikum Retigabin, das als Trobalt® im Mai 2011 in den deutschen Markt eingeführt wurde, zeigt laut einer aktuellen Meldung der amerikanischen Zulassungsbehörde (FDA) Langzeitnebenwirkungen in Form von Blauverfärbungen der Finger sowie retinalen Pigmentveränderungen.

 

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