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22 | 11 | 2017
Epilepsie
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Comprehensive Care – difference and common aspects of acute treatment and chronic care

 

From Prof. Dr. Ley Sander, London, UK

 

Berlin (20. September 2008) - Epilepsy is the most common serious neurological disorder with a lifetime prevalence of between two and five percent. Many of those developing epilepsy do so at a young age.  The prevalence of active epilepsy (ie people with ongoing seizures) is up to one percent of the general population. For many people who develop epilepsy, the condition is short lived, but in about one fifth of those who develop epilepsy the condition becomes chronic with little prospect for full seizure remission.

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Comprehensive Care – Why? and What? The doctor’s perspective

 

From Prof. Dr. Bernd Pohlmann, Halifax, Canada

 

Berlin (20. September 2008) - Epilepsy (= repeated unprovoked seizures) is a frequent neurological disorder with a world-wide prevalence of 0.5 to 0.8%. Epilepsy affects a human being in all dimensions. At the same time, even in the 21st century societies seem not to be prepared to deal with this disease leading to sudden unexpected “non-functioning” and occasionally frightening appearance. Despite enormous advances both in medical treatment and new techniques such as epilepsy surgery and stimulation procedures, 1/3 of all epilepsy patients remain refractory with all somatic and psychosocial sequel. They suffer frequently from psychiatric comorbidities (anxiety and depression) and significant stigmatisation. Unemployment and mortality rates are 2-3 times higher than in the general population. These facts translate into a significant public health and economic perspective. „Indirect costs“ due to comorbidity, loss of productivity, repeated counselling due to uncertainty, and unemployment account for 70% of all related health care costs. According to the most recent WHO report, epilepsy ranks 3rd within neuropsychiatric diseases (after cerebrovascular diseases and dementia) with regard to the amount of cumulated DALYs („disability-adjusted life years“).

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Comprehensive Care – the patients perspective

 

Berlin (20. September 2008) - H. M. was diagnosed with epilepsy at the age of two, but she has never let it stop her. She has studied in Canada, Mexico, and Spain, and is currently studying law. Her experiences taught her to stop wondering about the “Why’s” in her life and to instead focus on the “How’s.” Instead of wondering why she had epilepsy, she became determined to find out how to make the best of it. She quickly realized that everyone has their own unique problems, and epilepsy just happened to be hers. Armed with this new practical approach, Hanna set out to educate herself on her condition so that she could minimize its effect on her life as much as possible. One of H.’s key realizations was the importance of having a good relationship with an epileptologist or a neurologist specializing in epilepsy. For her, it was incredibly valuable to have a specialist who could explain and treat her specific case.

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Epilepsieforschung bei UCB

 

Von Professor Dr. Iris Löw-Friedrich, UCB GmbH, Monheim

 

Vimpat-LogoRund 50 Millionen Menschen leiden weltweit an einer Epilepsie, die zu wiederholt auftreten­den Anfällen führt. Zwischen 70 und 80 % dieser Patienten können wirksam mit einem oder mehreren der rund 20 zur Verfügung stehenden Antiepileptika behandelt werden. Umge­kehrt bedeutet dies für rund ein Drittel der Betroffenen unter einer schwer zu behandelnden Epilepsie mit unkontrollierbaren Anfällen oder nicht tolerierbaren Nebenwirkungen zu leiden. Hier liegt die Hoffnung in der Entwicklung neuer antiepileptischer Medikamente, mit denen auch diesen Patienten geholfen werden kann.

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Profile: Bedeutung neuer Therapiemöglichkeiten

 

Von Professor Dr. med. Christian E. Elger, Bonn

 

Köln (5. September 2008) - Im Jahr 2000 publizierten P. Kwan und M.J. Brodie im angesehenen New England Journal of Medicine einen sehr pessimistischen Artikel über den Einsatz der verschiedenen antiepilepti­schen Medikamente bei neudiagnostizierten Epilepsiepatienten. Unter dem Titel: „Early identi­fication of refactory epilepsy“ kamen sie zu dem Schluss, dass nach dem Versagen des zwei­ten antiepileptischen Medikamentes eine weitere Therapie wenig Sinn machen würde, da die Chance auf Anfallsfreiheit nur bei 4 – 5 % durch den Einsatz einer dritten Substanz oder durch Kombinationstherapie zu erreichen sei. Andere Optionen sollten geprüft werden. Die Arbeit wird außerordentlich häufig zitiert und hat vor allem im Bereich der Epilepsiechirurgie zu ei­nem Paradigmenwechsel geführt. Hier werden jetzt gute epilepsiechirurgische Kandidaten bereits zu einem früheren Zeitpunkt einer Operation zugeführt. Der immer weiter verbreitete Einsatz „neuer“ Antiepileptika hat aber auch gezeigt, dass der ursprünglich sehr pessimisti­sche Ansatz von Kwan und Brodie nicht zu halten ist. Neue, moderne Antiepileptika geben dem Patienten eine Chance von 10 – 15 % auch längerfristig in die Gruppe der anfallsfreien Patienten hineinrekrutiert zu werden, so dass der Einsatz eines neuen Antiepileptikums mit Engagement vorangetrieben werden sollte, wenn der Patient durch die bestehende Medika­tion nicht anfallsfrei ist.

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Maßgebend: Wirksamkeit und Sicherheit von Lacosamid

 

Von Dr. med. Günter Krämer, CH – Zürich

 

Köln (5. September 2008) - Für die Zulassung eines neuen Antiepileptikums ist seine durch methodisch aussagekräftige Studien belegte Wirksamkeit und Sicherheit eine selbstverständliche und unabdingbare Vor­aussetzung. Die in den verschiedenen Zulassungsstudien erhobenen Daten zur Wirksamkeit wurden zusammenfassend bereits in dem Referat von Herrn Dr. Arnold vorgestellt und seine eigenen Erfahrungen beschrieben.

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Klinische Studien mit Lacosamid

 

Von Dr. med. Stephan Arnold, München

 

Köln (5. September 2008) - Drei große randomisierte, Placebo-kontrollierte, doppelblinde Studien zur Zusatzbehandlung mit Lacosamid bei therapieresistenten fokalen Epilepsien, in die insgesamt knapp 1300 Patien­ten eingeschlossen wurden, führten zur Zulassung von Lacosamid (Vimpat®) zur Zusatzbe­handlung fokaler Epilepsien bei Patienten ab 16 Jahren.

Die Studie SP667 (Phase II der klinischen Prüfung) wurde in den USA und einigen europäi­schen Ländern durchgeführt. In gleich verteilten randomisierten Gruppen wurden die Laco­samid-Dosierungen 200 mg/Tag, 400 mg/Tag und 600 mg/Tag mit Placebo verglichen. Die Phase III Studie SP755 (Europa und Australien) verglich Lacosamid 200 mg/Tag und 400 mg/Tag mit Placebo, in der amerikanischen Schwesterstudie SP754 wurden Placebo-kon­trol­liert 400 mg/Tag und 600 mg/Tag Lacosamid untersucht.

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4. Turmgespräch: Epilepsiemanagement 2008

Vimpat®, die neue Zusatztherapie bei fokalen Anfällen

 

Köln (5. September 2008) - Vimpat® erweitert ab sofort die Epilepsie-Palette der UCB GmbH. Beim 4. Turmgespräch Epilepsie in Köln, das von Professor Dr. med. Christian E. Elger, Bonn, moderiert wurde, stellten führende Epilep­tologen das neue Antikonvulsivum mit dem Wirkstoff Lacosamid vor. Vimpat® ist seit dem 29. August 2008 für die Zusatztherapie von fokalen Anfällen mit oder ohne sekundärer Gene­ralisierung bei Epilepsiepatienten ab 16 Jahren zugelassen. Die Ergeb­nisse aus drei klinischen Multicenter-Studien mit placebokontrollier­tem, doppelblindem Studiendesign hatten die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Vimpat® dokumentiert. Es verfügt über einen neuartigen Wirkmechanismus, der die langsame Inaktivierung von Nat­riumkanälen verstärkt.

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Neue Perspektive in der Epilepsietherapie von UCB

Neues Antiepileptikum Lacosamid zur Zulassung empfohlen

 

Monheim (30. Juni 2008) - Das CHMP (Committee for Medicinal Products for Human Use), das wissenschaftliche Komitee der europäischen Arzneimittelagentur (EMEA), hat eine positive Stellungnahme für den Antrag der Firma UCB zur Zulassung von Lacosamid abgegeben. Das CHMP empfiehlt der Europäischen Kommission, Lacosamid zur Zusatztherapie von fokalen Anfällen mit oder ohne sekundärer Generalisierung bei Patienten mit Epilepsie ab einem Alter von 16 Jahren zuzulassen.

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Epilepsie – ein vielschichtiges Krankheitsbild

Plötzlich und unerwartet – der epileptische Anfall

 

Hamburg (18. Oktober 2007) - Eine kleine Unaufmerksamkeit, ein kurzes Zucken des Arms – oft mer­ken die Betroffenen nichts von einem epileptischen Anfall. Selbst bei ei­nem „Großen Anfall“, dem Grand-Mal-Anfall, erinnert sich derjenige nicht an das Geschehene. Dass er geschrien hat, hingefallen ist und das Bewusstsein verlor, können ihm nur Zeugen berichten. Diese erleben den Grand-Mal-Anfall – in der Fachsprache heißt diese Anfallsform ge­neralisierter tonisch-klonischer Anfall – als dramatisch: Der Körper ver­krampft sich, dann zucken die Arme und Beine heftig. Der Betroffene verdreht die Augen, es kann Schaum vor den Mund treten. Nach weni­gen Minuten ist der Anfall meist vorbei und das Bewusstsein kehrt lang­sam wieder zurück. Außer ein wenig Verwirrung oder Kopfschmerzen hat der Betroffene keine Ahnung von dem, was geschehen ist. Es sei denn, er hat sich beim Hinstürzen verletzt. Doch der Grand-Mal-Anfall ist nur eine Facette und eher selten – es gibt verschiedenste Formen von epileptischen Anfällen.

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Epilepsie im Wandel der Zeit

Morbus sacer - Die heilige Krankheit

 

Hamburg (18. Oktober 2007) - Selbst für uns moderne Menschen hat es etwas Unheimliches, ja Be­ängstigendes, wenn wir erstmals einen epileptischen Anfall bei einem anderen Menschen miterleben. Zu diesen Empfindungen tritt noch ein Gefühl der Hilflosigkeit, weil man nicht weiß, wie man sich verhalten soll, wenn ein Mensch, der z.B. ganz ruhig in der U-Bahn sitzt, plötzlich einen Anfall erleidet. Um wie viel beunruhigender muss ein solches Ge­schehen auf die Menschen in der Antike oder im Mittelalter gewirkt ha­ben, also in Zeiten, in der Aberglaube, Furcht vor bösen Geistern und Hexen herrschte.

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