Home Epilepsie
24 | 11 | 2017
Epilepsie
PDF Drucken

Das Krankheitsbild hat sich verändert

Geheimnis Epilepsie

 

Hamburg (18. Oktober 2007) - Vorurteile zum Thema Epilepsie halten sich hartnäckig in der Bevölke­rung. Viele glauben, Epilepsie sei eine Geisteskrankheit, sie werde auf die Kinder vererbt, weswegen Epilepsiepatienten keine Kinder bekom­men sollten. Epileptische Anfälle machten dumm und aggressiv und zer­störten auf Dauer das Gehirn. Diese Vorurteile sind falsch, halten sich aber leider auch heute noch hartnäckig.

Vergessen wird dabei oft, dass die Medizin in diesem Bereich in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht hat. Dank moderner Diag­nose- und Therapieverfahren lässt sich eine Epilepsie heute viel besser behandeln als noch vor 20 Jahren, so dass für viele die Krankheit ihren Schrecken verloren hat. Über kaum eine andere Krankheit wissen Men­schen allerdings so wenig wie über diese häufigste Erkrankung des zentralen Nervensystems – immerhin leidet rund 1 % der Bevölkerung an einer Epilepsie und jeder 10. erleidet mindestens einmal in seinem Leben einen epileptischen Anfall.

Weiterlesen...
 
PDF Drucken

Epilepsie_logo.jpg„Mehr Leben, weniger Epilepsie“:

Neue Initiative für Epilepsiepatienten mit Anfällen und Beeinträchtigungen

 

Hamburg (18. Oktober 2007) - Viele Epilepsiepatienten nehmen ihre Erkrankung als gegeben, sogar als Schicksal hin. Beeinträchtigungen, die durch Anfälle oder durch uner­wünschte Medikamentennebenwirkungen entstehen, werden irgend­wann als „Normalzustand“ akzeptiert. Dabei sind auch für Menschen mit Epilepsie ein weitgehend normaler Alltag und individuelle Lebens­qualität möglich. Beinahe sieben von zehn Patienten könnten anfallsfrei sein (1) – es ist aber sehr wahrscheinlich, dass es weniger sind. Auch Pati­enten, die nahezu ohne Anfälle leben, leiden dennoch häufig unter Ne­benwirkungen ihrer Epilepsie-Therapie. In einer aktuellen Studie wurden 173 Patienten mit einer guten Anfallskontrolle von Fachärzten unter­sucht. 67 % der Patienten zeigten medikamentöse Beeinträchtigungen, die nicht unbedingt hingenommen werden müssen (2).

Weiterlesen...
 
PDF Drucken

Epilepsie
3. Turmgespräch Epilepsie

Patienten – Positionen – Perspektiven

Köln (9. Oktober 2007) - Jeder Mensch kann in jedem Alter plötzlich da­von betroffen sein – rund zehn Prozent der Bevölkerung haben min­destens einen epileptischen Anfall in ihrem Leben. Bei rund einem Pro­zent resultiert eine behandlungsbedürftige Epilepsie. Betroffen sein kann jeder, sei es zum Beispiel durch einen Unfall oder durch eine Er­krankung, die das Hirngewebe beeinträchtigt hat. Entsprechend vielfäl­tig ist das Patientenbild: ob Sportler, Schulkind, Berufstätiger oder Se­nior – so individuell wie die Epilepsiepatienten sind, so individuell sind die Anforderungen an ein wirkungsvolles Therapiemanagement der Krankheit. Beim 3. Turmgespräch Epilepsie in Köln, das von Professor Dr. med. Bernhard J. Steinhoff, Kehl, eingeleitet wurde, diskutierten Epileptologen und Betroffene die vielfältigen Positionen und Perspekti­ven von Patienten mit Epilepsie.

Weiterlesen...
 
PDF Drucken

Epilepsie und Komorbiditäten ‑ Erfahrungen aus Österreich

 

Von Prof. Dr. med. Christoph Baumgartner

 

Basel, Schweiz (18. Mai 2007) - Unter Komorbidität versteht man eine über den Zufall hinausgehende Assoziation von zwei Erkrankungen bei einem Patienten. Dabei kommen folgende Mechanismen in Betracht: Die Begleiterkrankung verursacht die Epilepsie, die Epilepsie verursacht die Begleiterkrankung und es besteht eine gemeinsame Pathogenese für Epilepsie und Begleiterkrankung.

Epilepsiepatienten leiden doppelt so häufig an psychiatrischen Erkrankungen wie die Allgemeinbevölkerung, auch somatische Erkrankungen treten bei Epilepsiepatienten signifikant häufiger auf (mehr als doppelt so häufig: Hirntumore, Schlaganfälle, demenzielle Erkrankungen, kongentiale Herzerkrankungen, Morbus Parkinson, Pneumonien, gastrointestinale Blutungen, Frakturen). Im Folgenden sollen drei häufige und damit wichtige Aspekte der Komorbidität beleuchtet werden, nämlich die Altersepilepsie, die Komorbidität Epilepsie und Depression sowie Schlafstörungen bei Epilepsiepatienten.

Weiterlesen...
 
PDF Drucken

Angststörung als häufige Komorbidität bei Epilepsie

 

Von Prof. Dr. med. Bernd Pohlmann-Eden

 

Basel, Schweiz (18. Mai 2007) - Psychische Störungen bei Epilepsie werden in bis zu zwei Dritteln aller Epilepsiepatienten gesehen und sind meist das Ergebnis oder Spiegelbild eines „Mosaiks" ätiologischer Faktoren (Anfaliskorrelat, Grunderkrankung, Medikamentennebenwirkung, psychosoziales Reaktionsmuster).

Angststörungen sind neben Depressionen und Psychosen die häufigsten psychischen Auffälligkeiten bei Menschen mit Epilepsieerkrankungen. Sie sind etwa zweimal so häufig wie in der Normalbevölkerung (15 - 25 %) und werden in ihrer Prävalenz wohl noch unterschätzt, da sie oft maskiert und / oder somatisiert sind und der Arzt oft nicht dafür sensibilisiert ist.

Weiterlesen...
 
« StartZurück1234567WeiterEnde »

Seite 7 von 7
Anzeigen

Medical News
Schmerz - PainCare
Wundversorgung
Diabetes
Ernährung
Onkologie
Multiple Sklerose
Parkinson