Ethik

Wie lassen sich die Kirchen wieder füllen? Mit Lichtshows und Techno?

Gottesdienste als Events

Würzburg (11. Dezember 2018) - Kirchenbänke verwaisen, Messen werden zusammengestrichen, es gibt immer größere Pfarreien und immer weniger Priester. „Diese Situation erleben sehr viele Menschen in ihren Pfarreien“, sagt Professor Martin Stuflesser, Inhaber des Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Auf der anderen Seite stehen Kirchenevents, die durchaus sehr viele Menschen anziehen – etwa der Katholikentag oder die Laser-Musikshow „silentMOD“, zu der im Jahr 2016 rund 50.000 Menschen in den Kölner Dom kamen.

bundestag Adventskranz 2018Zum zehnten Mal

Diakonie Deutschland überreicht dem Bundestag einen Wichern-Adventskranz

Berlin (29. November 2018) - Diakonie-Präsident Ulrich Lilie überreicht heute den traditionellen Wichern-Adventskranz an die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau. "Vor zehn Jahren, im Wichern-Jahr 2008, haben wir diese Tradition begründet und begehen in diesem Jahr nun ein kleines Jubiläum. Betrachten Sie den Kranz  als ein herzliches Dankeschön für die Arbeit des Parlamentes für unsere Gesellschaft", sagt Lilie.

Ad-hoc-Empfehlung

Ethikrat fordert gerechtere Versorgung für Menschen mit seltenen Erkrankungen

Berlin (23. November 2018) - In seiner heute veröffentlichten Ad-hoc-Empfehlung macht der Deutsche Ethikrat auf die spezifische Vulnerabilität von Menschen mit seltenen Erkrankungen aufmerksam. Er fordert eine Reihe von Maßnahmen zum Schutz vor unzureichender Versorgung der Betroffenen. Ihr Ziel muss die faire Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse in der klinischen Forschung und im Gesundheitswesen sein.

Deutscher Ethikrat

Anwendung von Keimbahneingriffen derzeit ethisch nicht vertretbar

Berlin (26. November 2018) - Die am heutigen Montag, dem 26.11.2018, von dem chinesischen Forscher Jiankui He behauptete Geburt zweier mittels Keimbahneingriffs genetisch veränderter Mädchen stellt nach Auffassung des Deutschen Ethikrates eine ernste Verletzung ethischer Verpflichtungen dar.

Deutscher Ethikrat: Stellungnahme „Hilfe durch Zwang? Professionelle Sorgebeziehungen im Spannungsfeld von Wohl und Selbstbestimmung“

Wann dürfen Menschen vor sich selbst geschützt werden?

Berlin (1. November 2018) - Mit Wohltätigkeit und Fürsorge begründete Zwangsmaßnahmen sind in vielen Feldern des Sozial- und Gesundheitswesens verbreitet. Dabei handelt es sich etwa um freiheitsentziehende Maßnahmen, wie die Unterbringung in Kliniken und anderen stationären Einrichtungen gegen den Willen der betroffenen Person oder das Anbringen von Bettgittern oder Fixierungsgurten, um medizinische Behandlungen oder Pflegemaßnahmen gegen den Willen eines Patienten oder um sogenannte intensivpädagogische Maßnahmen in der Kinder- und Jugendhilfe. Wenn eine Person sich selbst schwer zu schädigen droht, können solche Zwangsmaßnahmen dem Wohl der betroffenen Person dienen. Gleichwohl stellt jede Anwendung solchen „wohltätigen Zwangs“ einen schwerwiegenden Eingriff in die Grundrechte der betroffenen Person dar und ist folglich in besonderem Maße rechtlich und ethisch rechtfertigungspflichtig.