Ethik

„Was ist lutherisch? Wissenswertes für Interessierte“

VELKD-Publikation für Haupt- und Ehrenamtliche erscheint in überarbeiteter und ergänzter Fassung

 

Hannover (20. August 2009) – Die Publikation „Was ist lutherisch? Wissenswertes für Interessierte“ der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist jetzt in komplett überarbeiteter und ergänzter Form neu aufgelegt worden. Die 65-seitige Broschüre richtet sich an Personen, die Leitungsaufgaben in einer Gemeinde, einem Kirchenkreis oder anderen kirchlichen Organen wahrnehmen. Die Publikation sei „aus dem Bemühen entstanden, lutherischen Christinnen und Christen ihr Bekenntnis lebendig zu erhalten und allen anderen zu vermitteln, wer wir sind und was wir glauben“, schreibt der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), in seinem Geleitwort. Sie wolle dazu beitragen, das lutherische Profil zu vertiefen und bewusst zu machen.

Deutungen von Krankheit zwischen Sinngebung und Protest

Forscher untersuchen Deutungsmuster aus 3.000 Jahren Kulturgeschichte

 

Bochum (11. August 2009) - Von der positiven Sinngebung bis zum Protest - Krankheiten fordern nicht nur medizinisches Handeln, sie provozieren auch zu Deutungen. Und viele Menschen greifen nach wie vor auf religiöse Deutungen zurück, um mit Krankheiten in ihrem Leben umzugehen. Welche Deutungsmuster von Krankheit sich in der jüdisch-christlichen Tradition wahrnehmen lassen und wie deren Potentiale und Grenzen angesichts des medizinischen Fortschritts und der Herausforderung einer alternden Gesellschaft einzuschätzen sind, untersuchten Forscherinnen und Forscher in einem Projekt der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität. Ihre Ergebnisse haben die Projektleiter Prof. Dr. Isolde Karle und Prof. Dr. Dr. Günter Thomas jetzt in einem Sammelband veröffentlicht.

Wirksamkeit belegt: Internettherapie hilft trauernden Eltern

Bundesweit einmaliges Projekt zur Trauerbewältigung nach Verlust eines ungeborenen Kindes

 

(v. l): Freuen sich über den Erfolg der bundesweit einmaligen Internettherapie für trauernde Eltern: Prof. Dr. Anette Kersting und die Diplom-Psychologinnen Kristin Kroker und Katja Baus. Photo: UKMMünster (5. August 2009). "Der Verlust eines ungeborenen Kindes ist für die betroffenen Eltern oft ein traumatisches Erlebnis." Diese Erfahrung hat Prof. Dr. Anette Kersting als Ärztin und Psychotherapeutin in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Münster (UKM) bereits häufig gemacht. Aus diesem Grund entwickelte sie ein bundesweit einmaliges Projekt: Eltern, die während oder unmittelbar nach der Schwangerschaft ein Kind verloren haben, bietet Anette Kersting gemeinsam mit den Diplom-Psychologinnen Kristin Kroker und Katja Baus eine Internettherapie, in der sie ihre Trauer verarbeiten können. Vor rund 18 Monaten startete das Onlineportal. Mittlerweile liegen im Rahmen der wissenschaftlichen Evaluierung des Projekts erste Ergebnisse vor, die auf eine gute Wirksamkeit der Internettherapie schließen lassen.

Ethisch handeln in der Pflege

Diakonie gibt neue Handreichung für Mitarbeitende in Altenpflege, ambulanter Pflege und Krankenhaus heraus

 

Ethisch Handeln in der PflegeFrankfurt am Main (5. August 2009) - Vier Jahre nach der ersten Handreichung „Ethisch handeln im Krankenhaus“ hat das Diakonische Werk in Hessen und Nassau (DWHN) zum Thema Ethik im Gesundheitswesen einen zweiten Band herausgegeben: „Ethisch handeln in der Pflege“. Wie der Vorgänger-Band wendet sich das Handbuch vor allem an Mitarbeitende in Altenpflegeheimen, in der ambulanten Pflege und im Krankenhaus.
In zehn ausgewählten Beispielen behandeln die Autoren ethische Probleme in der Pflege. Dabei geht es nicht nur um „klassische“ Pflegesituationen, sondern auch um Fragen an den so genannten „Schnittstellen“: um Fragen, die primär in den Aufgabenbereich von Angehörigen, Betreuern, Ärzten und Heimleitungen gehören, mit denen aber zuerst Schwestern und Pfleger konfrontiert sind – weil sie diejenigen sind, die rund um die Uhr unmittelbar mit den Patienten und Bewohnern Kontakt haben.

Kinder, Krätze, Karitas.

Waisenhäuser in der Frühen Neuzeit


Ausstellung in den Franckeschen Stiftungen zu Halle

 

Ausstellung Kinder, Krätze, Karitas in den Franckeschen Stiftungen zu Halle. Photo: www.kocmoc.net Matthias KnochHalle (4. August 2009) - Tobolsk in Russland, Ebenezer in Nordamerika, Tranquebar in Südindien - die umfassenden Reformen des Halleschen Waisenhauses strahlten im 18. Jahrhundert weit über die Grenzen Europas hinaus. Die Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen "Kinder, Krätze, Karitas. Waisenhäuser in der Frühen Neuzeit" stellt erstmals die Geschichte der Waisenfürsorge in Deutschland vor.

Kinder, Krätze und Karitas - die Waisenhäuser der Frühen Neuzeit auf diese Begriffe zu reduzieren scheint gewagt. Gleichwohl stehen diese Schlagwörter stellvertretend für Ursache, Realität und Absicht der vielen unter dem Namen Waisenhaus zusammengefassten Institutionen vom ausgehenden Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert.