Ethik

Pfingstbotschaft des EKD-Ratsvorsitzenden

Der Heilige Geist bringt Bewegung

 

Hannover (24. Mai 2015) - Auf die Bedeutung des Heiligen Geistes für Kirche und Gesellschaft hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, angesichts des bevorstehenden Pfingstfests hingewiesen. Die Trinitätslehre vom dreieinigen Gott als untrennbare Einheit von Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist, sei kein „theologisches Glasperlenspiel“, sondern entscheidend für den christlichen Glauben, so Bedford Strohm in einer vorab veröffentlichten Pfingstpredigt. „Es ist der Heilige Geist, durch den Jesus sagen kann, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“

„Die Vermessung des Menschen – Big Data und Gesundheit“:

Big Data und Gesundheit im Fokus der Jahrestagung des Deutschen Ethikrates

 

Berlin (22. Mai 2015) - Über 500 Menschen sind am gestrigen Donnerstag der Einladung des Deutschen Ethikrates zu seiner Jahrestagung nach Berlin gefolgt, um über „Die Vermessung des Menschen – Big Data und Gesundheit“ zu diskutieren. Zu den Rednern gehörte auch der EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft Günther Oettinger. Die Sammlung und Speicherung von Daten, die Verknüpfung unterschiedlicher Datensätze sowie ihre Nutzung und Anwendung versprechen große Fortschritte in der Medizin, bringen aber auch ethische und rechtliche Herausforderungen mit sich.

Neue Studie

Menschen, die in der Seelsorge arbeiten, sind zufriedener mit ihrer Arbeit als die Allgemeinbevölkerung

 

Witten (18. Mai 2015) - Was, wenn Seelsorger selber in eine spirituelle Krise geraten? Fast die Hälfte der Priester in Deutschland durchlebt gelegentlich Phasen "geistlicher Trockenheit", bei zwölf Prozent tritt dieses Phänomen regelmäßig auf. Das tatsächliche Gefühl, dass Gott ihnen fern ist, erleben allerdings nur vier Prozent regelmäßig. Dies sind Ergebnisse einer Studie zur Lage der Seelsorge in Deutschland, an der sich 22 von 27 katholischen Diözesen beteiligt haben. "Unseres Wissens nach handelt es sich damit um die größte Studie zum Thema weltweit", sagt Arndt Büssing, Professor für Lebensqualität, Spiritualität und Coping an der Universität Witten/Herdecke (UW/H). Gemeinsam mit Forschern der Universität Freiburg, der Hochschule für Philosophie und der LMU in München, der Theologischen Fakultät Paderborn und der Universität Osnabrück wurden 8.600 katholische Seelsorgende (Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten) zu Themen wie Lebens- und Arbeitszufriedenheit, Gesundheitsbelastungen, sozialen Beziehungen und ihrer persönlichen Spiritualität befragt.

Leben ohne Arbeit

Wer regelmäßig zum Gottesdienst geht, leidet weniger unter einem Jobverlust

 

Berlin (20. Mai 2015) - Menschen, die regelmäßig einen Gottesdienst besuchen, leiden weniger unter einem Jobverlust als andere. Außerdem gewöhnen sie sich schneller an ein Leben ohne Arbeit. Das belegt eine Studie, die kürzlich Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Amsterdam auf der Basis von Daten der Längsschnitterhebung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) erstellt haben. „Wer einmal pro Woche eine Kirche, Moschee oder Synagoge besucht, ist nach drei Jahren Arbeitslosigkeit nahezu genauso zufrieden mit seinem Leben wie zuvor“, sagt der Jenaer Psychologe Clemens Lechner, einer der Autoren.

Sterbehilfe-Debatte

Die Ängste der Deutschen

 

Hannover (12. Mai 2015) - Die Legalisierung von ärztlich assistiertem Suizid setzt Menschen unter Druck, ihr Leben vorzeitig zu beenden. Diese Befürchtung teilen laut einer am Dienstag in Hannover vorgestellten Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts (SI) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowohl Gegner als auch Befürworter der Beihilfe zur Selbsttötung. Demnach erwartet eine deutliche Mehrheit der Deutschen (60,8 Prozent), dass die Zahl der Menschen, die ihr Leben vorzeitig beenden wollen, um nicht zur Belastung für die Familie zu werden, durch eine Legalisierung ärztlicher Suizidbeihilfe steigen wird.