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17 | 12 | 2017
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Photo: Die HeilsarmeeUnd was besitzt Sie?


Seine zwanghafte Gier, immer mehr Dinge anzuhäufen, hat einen 43-jährigen Mann aus New York fast das Leben gekostet. Patrick Moore war ein zwanghafter Sammler von Zeitungen, Zeitschriften, Büchern, Katalogen und Werbepost, die er in seinem drei Mal drei Meter großen Zimmer hortete.
Eines Tages stürzten die Papierberge ein und begruben ihn unter sich. Zwei Tage lang war er unter seinen Besitztümern gefangen, dann hörten Nachbarn sein Stöhnen und kamen ihm zu Hilfe. Nachbarn und Feuerwehrleute mussten 50 mit Papier gefüllte Müllsäcke aus dem Zimmer tragen, bis sie zu Moore vordringen konnten.

 

Als ich diese Geschichte in der Zeitung las, sagte ich mir, dass ich von einem solch bizarren Verhalten weit entfernt bin. Moore war offensichtlich krank. Ich aber weiß, wann es genug ist. Doch dann warf ich einen Blick auf das Durcheinander von Schuhen in meinem Kleiderschrank und den Stapel Bücher vom letzten Flohmarkt und fragte mich, ob ich mich wirklich so sehr von Moore unterscheide.

Bücher. Es ist grundsätzlich nichts falsch daran, Dinge zu besitzen, aber Besitz kann in unserem Leben eine zu große Bedeutung bekommen. Wenn wir anfangen, Dinge anzuhäufen, müssen wir nicht nur für Raum zum Unterbringen sorgen, sondern auch dafür, dass wir uns entsprechend um sie kümmern.

Wer sich mehr Bücher kauft, braucht mehr Bücherregale, um sie aufzustellen; mehr Kleidung bedeutet Extraplatz im Kleiderschrank. Eine neue Musikanlage oder ein neues Auto benötigt zusätzliche Versicherungen, was bedeutet, dass wir mehr Geld ausgeben müssen.

Besitz benötigt aber nicht nur mehr Geld, sondern auch mehr Zeit und Energie, wenn wir uns um weitere Anschaffungen bemühen oder das Vorhandene schützen wollen. Andererseits kann uns ein gründlicher Hausputz (etwas, das bei Patrick Moore offensichtlich dringend nötig gewesen wäre) daran erinnern, dass die meisten Dinge, mit denen wir uns umgeben, eigentlich nicht unbedingt erforderlich sind.

Ich habe dies früh erkannt, denn in den letzten 20 Jahren bin ich zehn Mal umgezogen. Obwohl das Packen und Saubermachen eine ermüdende Angelegenheit ist, haben Umzüge auch ihre Vorteile: Sie zwingen dazu, viel "Müll" wegzuwerfen. Von kaum getragener Kleidung bis hin zu unnötigen Haushaltsgegenständen (und manchmal sogar Büchern) - gründliches Entrümpeln kann auch auf die Seele eine reinigende Wirkung haben.

 

Die meisten von uns wissen, wie wertlos das Anhäufen von unbedeutenden Dingen wirklich ist. Denken Sie zum Beispiel an Menschen, die bei einem Hausbrand alles verloren haben. "Wir leben, die Kinder sind in Sicherheit - das ist alles, was zählt!", sagen sie.

Unser Besitz ist wahrscheinlich nicht so lebensgefährlich, wie es der von Patrick Moore war. Trotzdem sollten wir uns den Vers aus dem Lukasevangelium zu Herzen nehmen. Denn im Leben ist nicht wichtig, was wir haben, sondern wer wir sind, wen wir lieben - und wer uns liebt!

 

Autorin: Leanne Ruthven/HA

 


 

Quelle: Die Heilsarmee, http://www.heilsarmee.de/nhq/public/index.php?id=855

 
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