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Navid Kermani.jpg„Säkularisierung und die Präsenz des Islams wichtige Veränderungen“

Woche der Brüderlichkeit: Dialog über die gesellschaftliche Verantwortung

 

Minden (13. März 2011) - Die diesjährige Woche der Brüderlichkeit wird noch bis zum 20. März unter dem Motto „Aufeinander hören - miteinander leben“ gefeiert. Die jährliche Aktionswoche wird bereits seit 1952 von den Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ausgerichtet. In diesem Jahr wurde der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet.

 

Dies sei auch ein „Signal an die Muslime in Deutschland“, sagte der Evangelische Vorsitzende des Deutschen Koordinierungsrates der rund 80 regionalen Gesellschaften, Ricklef Münnich. Der Preisträger Kermani stehe nicht „für Multikulturalität, die alles vermischt“. Die Religionen müssten vielmehr ihre je eigenen Glaubensinhalte verdeutlichen und sich in die der anderen „einfühlen“. Bei einem Treffen offizieller evangelischer, römisch-katholischer und jüdischer Vertreter anlässlich der Woche der Brüderlichkeit erklärten die Teilnehmer im Anschluss, dass die Säkularisierung und die Präsenz des Islams zu den wichtigsten gesellschaftlichen Veränderungen gehörten. In der häufig kontrovers geführten Debatte zu diesen Themen würden grundsätzliche Fragen thematisiert. Dies beträfe nicht nur die Integrationspolitik, sondern auch das Verständnis von Religionsfreiheit, die Rolle der Religionsgemeinschaften in der Öffentlichkeit und das kulturelle Selbstverständnis der Bundesrepublik.

 

 

Weitere Informationen

 

Woche der Brüderlichkeit: http://www.ekd.de/aktuell/75684.html

 

 


Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), 13.03.2011 (tB).