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Geriatrie
Kein Schutz vor dem Alter
Berliner Wissenschaftler weisen erstmalig einen direkten Zusammenhang zwischen mitochondrialer Fehlfunktion und Alterung nach
Berlin (2. August 2009) - Altersbedingte Veränderungen werden als Erstes an der Haut sichtbar. Doch auch die nicht sofort ins Auge fallenden Veränderungen wie ein Verlust von Knochenmasse, was in ausgeprägten Fällen zur Osteoporose und somit zur besonderen Anfälligkeit gegenüber Knochenbrüchen führen kann, gehören zu den typischen mit Alterung verbunden Merkmalen des Menschen. Treten diese Symptome bereits bei Kindern und Jugendlichen auf, sprechen Wissenschaftler von Alterungs- oder segmentalen Progerie-Syndromen. Diese umfassen eine Reihe von Erkrankungen mit ähnlichem äußeren Erscheinungsbild, die jedoch durch sehr unterschiedliche genetische Störungen hervorgerufen werden können.
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Pflegeheime
Gute Aussichten trotz vorübergehender Überkapazitäten
Berlin (30. Juni 2009) - Teure Pflegeheime sind nicht die besseren, die regionalen Preisunterschiede sind enorm, die Zahl der Pflegefälle wird weiter ansteigen und zu einem großen Bedarf an Fachkräften führen. Dies sind einige der Ergebnisse des "Pflegeheim Rating Report 2009 - Konsolidierung voraus!" von RWI, ADMED GmbH und HCB GmbH. Er zeigt zudem, dass die wirtschaftliche Lage der Pflegeheime langfristig stabil sein sollte, auch wenn es aktuell noch Überkapazitäten gibt. Eine Gefahr stellt die geplante Einführung eines Mindestlohns für Pflegekräfte dar. Ein hoher Mindestlohn könnte mittelfristig zu einer Versorgungslücke mit Pflegeplätzen führen, wenn dadurch Insolvenzen zunehmen und sich privates Kapital teilweise aus dem deutschen Pflegemarkt zurückzieht.
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Altern mit Zukunft
Projekt zu gesellschaftlichen Altersbildern
Heidelberg (17. Juni 2009) - Die Deutschen werden immer älter. Und auch wenn der demografische Wandel im öffentlichen Bewusstsein inzwischen fest verankert ist, dominieren in den Diskursen darüber Angstszenarien: Der Blick fällt häufig auf die Schwächen und drohenden Verluste, insbesondere für Menschen jenseits der 80 Jahre. Dieser Fokussierung auf den "Defizitgedanken" möchte ein Forscherteam der Universitäten Dresden, Heidelberg und Marburg mit seinem Projekt "Gutes Leben im hohen Alter angesichts von Verletzlichkeit und Endlichkeit - eine Analyse von Altersbildern in öffentlichen Diskursen und Alltagspraktiken" entgegen treten. Gefördert wird dieses mit 639.000 Euro durch die Volkswagen-Stiftung. Die Leitung des gerontologischen Projekts liegt in den Händen des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg, dessen Direktor, Prof. Dr. Andreas Kruse, auch Vorsitzender der Altenberichtskommission der Bundesregierung ist.
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Drohender Fachkräftemangel in der Altenpflege:
Großer Teil des Problems lösbar, wenn Altenpflegekräfte länger im Beruf bleiben
Hamburg (16. Juni 2009) - Altenpflegekräfte arbeiten durchschnittlich 8,4 Jahre in ihrem Beruf, Pflegekräfte in Krankenhäusern dagegen 13,7 Jahre. Wenn die Beschäftigten in der Altenpflege so lange in ihrem Beruf aktiv blieben wie ihre Kolleginnen und Kollegen in der stationären Krankenpflege, wäre ein großes Problem erheblich kleiner: Die Personallücke in der Altenpflege bis zum Jahr 2050 ließe sich dadurch voraussichtlich um etwa 60 Prozent verringern. Das hat jetzt eine Studie ergeben, an der das Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg in Kooperation mit der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) arbeitet.
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Aktivierend-therapeutische Pflege – eine Herausforderung für die Geriatrie
Bundesverband Geriatrie e.V. erarbeitet Definition und Katalog der Aktivierend-therapeutischen Pflege in der Geriatrie
Berlin (20. Mai 2009) - Mit der Vorlage einer Begriffsbestimmung und der Arbeit an einem beschreibenden Katalog hat sich der Bundesverband Geriatrie e.V. bei der Entwicklung des Konzepts der Aktivierend-therapeutischen Pflege in der Geriatrie inhaltlich positioniert. Der Definition dieses besonderen Ansatzes der Pflege in der Geriatrie folgend erstellt eine Arbeitsgruppe des Bundesverbandes derzeit einen Bedarfsgruppen- und Maßnahmekatalog. „Dieser Katalog ist sowohl in akut-stationären Einrichtungen als auch in Rehabilitationseinrichtungen anwendbar“, hob der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Hon.-Prof. Dr. med. Dieter Lüttje, hervor. Bereits „gelebte“ Pflegekonzepte und –modelle wurden bei der Erarbeitung des Katalogs berücksichtigt. Dabei geht es insbesondere um die Beschreibung notwendiger Interventionen und des Unterstützungsumfangs, aufgeschlüsselt nach Bedarfsgruppen. „Auf der Basis dieses Vorschlags ist es möglich, die jeweiligen Schwerpunkte der Aktivierend-therapeutischen Pflege aus der konkreten Situation der Betroffenen abzuleiten“, so der Vorstandsvorsitzende Hon.-Prof. Lüttje.
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Graue Haare im Alter: Wasserstoffperoxid hemmt die Bildung von Melanin
Wissenschaftler aus Mainz und Bradford decken den molekularen Mechanismus für die Grau- und Weißfärbung der Haare im Alter auf
Mainz (3. März 2009) - Graue oder weiße Haare entstehen mit zunehmenden Lebensjahren durch einen ganz natürlichen Alterungsprozess, bei dem weniger Farbpigmente gebildet werden. Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der University of Bradford in Großbritannien haben nun das Geheimnis um die Grau- oder auch Weißfärbung der Haare im Alter gelüftet. Demnach sind Sauerstoffradikale maßgeblich an dem Verlust der Haarfarbe beteiligt. "Ausgangspunkt des gesamten Prozesses ist Wasserstoffperoxid, das wir auch als Bleichmittel kennen", erklärt Univ.-Prof. Dr. Heinz Decker vom Institut für Biophysik der Universität Mainz. "Bei zunehmendem Alter wird es in den Haaren vermehrt gebildet und verhindert schlussendlich die Herstellung des Farbpigments Melanin." Den molekularen Mechanismus dieses Prozesses haben die Mainzer Biophysiker zusammen mit den Dermatologen aus Bradford erstmals genau aufgeschlüsselt und in dem Fachjournal The FASEB Journal veröffentlicht.
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Anthropologische Querschnittsstudie zu Älteren in Deutschland
Aktuelle Daten über Altersänderungen ermittelt
Dortmund (11. Februar 2009) - Für die deutsche Bevölkerung gibt es keine aktuellen Daten zu Körperbau und Körpermaßen älterer Menschen. Obwohl der Anteil Älterer in der Gesellschaft ständig steigt, müssen Gestalter von Produkten auf anthropometrische Daten jüngerer Personen zurückgreifen. Ältere Menschen bleiben unberücksichtigt. Der Bericht F 1299 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin "Optimierung der ergonomischen Eigenschaften von Produkten für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - Anthropometrie" schließt jetzt diese Lücke.
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Neuer Altersdatenreport zeigt Defizite in der beruflichen Weiterbildung Älterer
Berlin (20. Januar 2009) - Ältere Beschäftigte sind an beruflicher Weiterbildung nur unzureichend beteiligt. Unter anderem zu diesem Ergebnis kommt das neue Heft der Reihe GeroStat Report Altersdaten zum Thema "Bildung und Alter". Der Report fasst Daten verschiedener Statistiken und Untersuchungen zum Bildungsniveau und zur Bildungsbeteiligung älterer Menschen zusammen.
Es ist inzwischen Allgemeinwissen, dass der demografische Wandel unsere Gesellschaft von Grund auf verändern wird. Die Deutschen werden länger arbeiten und sie werden sich darauf vorbereiten müssen. In der bildungspolitischen Diskussion ist deshalb das lebenslange Lernen eine zentrale Forderung. Aber wie sieht die Realität in der Weiterbildung jenseits der Absichtserklärungen aus?
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Neue Publikation: Informations- und Kommunikationstechnologien für aktives Altern
Düsseldorf (19. Januar 2009) - Derzeit vollzieht sich überall auf der Welt ein einschneidender demografischer Wandel: Noch niemals zuvor ist die Bevölkerung in fast allen Industrie- und Entwicklungsländern so stark gealtert. Einige Experten sprechen gar von einer demografischen Revolution, die alle Kulturen und Gesellschaften erfasst. Eine andere Sichtweise eröffnet sich, wenn das Potenzial alternder Gesellschaften betrachtet wird. Beide Perspektiven werden in einer neuen Veröffentlichung diskutiert.
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So alt wie man sich fühlt
Senioren fühlen sich 13 Jahre jünger als es ihrem Lebensalter entspricht
Berlin (13. Januar 2009) - Menschen über 70 Jahre fühlen sich durchschnittlich 13 Jahre jünger als es ihren Lebensjahren entspricht. Zu diesem Ergebnis kommt eine jüngst im Journal of Gerontology: Psychological Sciences veröffentlichte Studie, die von Forscherinnen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der Universität Michigan durchgeführt wurde. Die Studie untersucht Veränderungen der Selbstwahrnehmung des Alters und der Alterszufriedenheit über die Zeit an Daten der Berliner Altersstudie.
Während sich das Gefühl, 13 Jahre jünger zu sein, im Laufe der Studie nicht veränderte, nahm die Differenz zwischen Lebensalter und im Spiegel wahrgenommenen Alter sowie der Grad der Zufriedenheit der Studienteilnehmerinnen und Teilnehmer im Laufe des sechsjährigen Beobachtungszeitraums ab.
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Fit für die zweite Halbzeit
Programm "Sport - Bewegung - Prävention" legt Ergebnisse vor
Stuttgart (12. Januar 2009) - Ältere Menschen wollen möglichst lange Gesundheit und Eigenständigkeit bewahren. Ausreichende Bewegung ist dabei ein wichtiger Faktor. Forschungsgruppen aus Stuttgart, Heidelberg und Tübingen belegen nun, wie sich durch maßvollen Sport nicht nur die Fitness in der Generation 50+ erhalten lässt, sondern sie weisen auch nach, dass sportliche Aktivitäten Krankheiten wie Demenz oder Depression entgegen wirken können. Das Forschungsprogramm "Sport - Bewegung - Prävention" der Landesstiftung Baden-Württemberg legt nun die Ergebnisse vor.
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Heidelberger Forscher "verfolgen" ältere Menschen
Heidelberg (1. Oktober 2008) - Gemeinsames Forschungsprojekt der Universitäten Heidelberg und Kiel und den Universitäten Jerusalem und Tel Aviv - Ziel ist es, die außerhäusliche Mobilität bei Älteren mit unterschiedlichen Graden kognitiver Beeinträchtigung so alltagsnahe und detailreich wie möglich zu untersuchen.
Im Zuge des demographischen Wandels bedrohen demenzielle Erkrankungen, wie z.B. die Alzheimer'sche Erkrankung, immer häufiger die Lebensqualität alternder Menschen und ihrer Angehörigen. Aus diesem Grunde laufen die wissenschaftlichen Anstrengungen zur Reduzierung ihrer gravierenden Folgen im Alltag wie das Nicht-mehr-Erkennen von geliebten Menschen und bekannten Räumen und möglicherweise einer Unterstützung durch technische Hilfen (z.B. mobile Ortungs- und Notrufsysteme) auf Hochtouren.
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"Quo vadis Altenpflege?"
Symposium am 26.11.2008 stellt Lösungsstrategien und Zukunftsperspektiven vor
Neu-Isenburg (8. September 2008) - Wie sieht die Altenhilfe der Zukunft aus? Welche Qualitätsperspektiven ergeben sich für die Altenpflege? Kann die Ernährungskompetenz einer Senioreneinrichtung dazu beitragen, Qualität als Markenwert zu positionieren? Welche Werte rücken künftig in den Fokus? Das sind nur einige der Fragen, die den Teilnehmern auf dem Symposium am Mittwoch, 26. November 2008, im neuen inHaus2-Forschungszentrum der Fraunhofer-Gesellschaft in Duisburg begegnen und im Dialog mit namhaften Experten diskutiert werden.
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Mehr als Umbenennung:
Aus Bundesarbeitsgemeinschaft wurde "Bundesverband Geriatrie e.V."
Mit neuem Namen, erweitertem Aufgabenspektrum und überarbeiteter Satzung geht die verbandspolitische Vertretung der geriatrischen Einrichtungen ins 16. Jahr ihres Bestehens Die bisherige „Bundesarbeitsgemeinschaft der Klinisch-Geriatrischen Einrichtungen e.V.“ wird sich als „Bundesverband Geriatrie e.V.“ weiter profilieren. Darauf verwiesen jetzt Vorstandsvorsitzender Hon.-Prof. Dr. med. Dieter Lüttje und Geschäftsführer Dirk van den Heuvel in Berlin. Derzeit gehören dem Verband 208 Träger an, die 217 Kliniken bzw. Einrichtungen der geriatrischen Akutbehandlung und Rehabilitation betreiben. „Mit dem Bundesverband Geriatrie steht Ihnen ein zentraler und kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Versorgung geriatrischer Patienten in Deutschland zur Verfügung“, so Lüttje.
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Sport hilft dem Denken im Alter auf die Sprünge:
Jacobs University präsentiert erste Ergebnisse der Studie "Bewegtes Alter"
Bremen (21. August 2008) - Am 21. August 2008 präsentierten die Sportwissenschaftlerin Claudia Voelcker-Rehage, der Neurowissenschaftler Ben Godde und die Psychologin Ursula M. Staudinger den Teilnehmern und Förderern die ersten Ergebnisse der interdisziplinären Langzeitstudie "Bewegtes Alter" der Jacobs University Bremen. Mit ihren über 12 Monate durchgeführten Untersuchungen an gut 100 Probanden im Alter zwischen 65 und 75 Jahren konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass sowohl regelmäßiger Ausdauersport als auch Gymnastik die Leistungsfähigkeit des Gehirns älterer Menschen deutlich steigert. Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Robert Bosch Stiftung und der Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK).
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Kreativwettbewerb für Pflegekräfte und Auszubildende in der Altenpflege
Ursula von der Leyen: "Mit moderner Altenpflege gewinnen!"
Berlin (11. August 2008) - Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend startet heute einen Kreativwettbewerb für Pflegekräfte und Auszubildende in der Altenpflege. Ziel ist es, Pflegekräfte von heute und morgen dafür zu gewinnen, ihre Sicht auf gelebte moderne Altenpflege zu zeigen und so in der Öffentlichkeit ein facettenreicheres Bild dieses wichtigen Berufszweiges zu zeichnen.
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