Gesundheitspolitik

Pflegestärkungsgesetz

Mehr Mut bei der Umsetzung des Notwendigen

Bonn (21. Oktober 2014) - Der BDH Bundesverband Rehabilitation sieht die Pflegepolitik auf dem richtigen Weg, mahnt aber angesichts der steigenden Zahl Pflegebedürftiger zu mutigerem Reformtempo: „Mit dem Pflegestärkungsgesetz bewegt sich die Bundesregierung zwar zögerlich, aber dennoch in die richtige Richtung. Es scheint, als erkenne sie die Notwendigkeit, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Menschen unterstützen, die Pflege ihrer Angehörigen besser zu bewältigen.

„Mittelalterliche Obrigkeiten stärker zum kollektiven Handeln entschlossen als heutige Politiker – Seuchen-Problem nicht auf Experten abwälzen“ 

Ebola: Historiker ziehen Lehren aus der Zeit der Pest

 

Münster (21. Oktober 2014) - Im Kampf gegen Ebola lassen sich Historikern zufolge Lehren aus der Geschichte der mittelalterlichen Pest ziehen. Die politischen Obrigkeiten hätten damals auf die kollektive Bedrohung stärker mit gemeinschaftlichen Bemühungen reagiert als heute, schreiben die Mediävisten Prof. Dr. Jan Keupp und Katharina Wolff vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ in einem Beitrag „Ebola und die Lehren der Pest“.

BSG bestätigt Mindestmenge für Knie-TEP

 

Berlin (15. Oktober 2014) – Das Bundessozialgericht (BSG) hat am Dienstag in Kassel die Auffassung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) bestätigt, dass Knie-TEP (Kniegelenk-Totalendoprothesen) planbare Leistungen sind, deren Ergebnisqualität in besonderem Maße von der Menge der erbrachten Leistungen abhängt. Dies sei rechtmäßig und hinreichend mit wissenschaftlichen Belegen untermauert – so das Gericht in seinem Urteil, mit dem auf die Revision der beklagten Krankenkasse der Rechtsstreit an das Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen zurückverwiesen wurde (AZ: BSG B 1 KR 33/13 R). Die Einschätzung des G-BA sei vertretbar, dass eine Mindestmenge von 50 Knie-TEP im Kalenderjahr pro Betriebsstätte die Güte der Versorgung fördert. Nach dem allgemein anerkannten Stand medizinischer Erkenntnisse sei eine fortlaufende Befassung des gesamten Behandlungsteams mit Knie-TEP für eine qualitativ hinreichende Behandlungspraxis erforderlich.

Deutscher Pflegerat

„Wir brauchen eine Neuverteilung von Aufgaben aller Gesundheitsberufe“

 

Berlin (9. Oktober 2014) - „Wir brauchen eine umfassende Diskussion über die Neuverteilung von Aufgaben aller Gesundheitsberufe, insbesondere von Ärzten und Pflegefachpersonen“, forderte Thomas Meißner, Mitglied des Präsidiums des Deutschen Pflegerats, bei der gestrigen Fachtagung der IKK zum Thema „Delegation und Substitution – Brauchen wir immer einen Arzt“ in Berlin. „Anstatt uns bei der Diskussion von Substitution und Delegation wieder einmal im Kreis zu drehen, sollten wir endlich anfangen, die Aufgaben im Gesundheitssystem sinnvoll neu zu verteilen“, macht Meißner deutlich.

DPR und Marburger Bund: „Versorgungszuschlag für Krankenhäuser unverändert beibehalten“

Pflege und Ärzte warnen vor Personalabbau durch Mittelkürzung

 

Berlin (7. Oktober 2014) - Der Deutsche Pflegerat (DPR) und der Marburger Bund (MB) warnen gemeinsam vor einer weiteren finanziellen Auszehrung der Krankenhäuser durch Regelungen im Pflegestärkungsgesetz und fordern eine unbegrenzte Beibehaltung des bundeseinheitlichen Versorgungszuschlages.

Patienten und Pflegedienste profitieren von dem Beschluss des G-BA

Änderung der Richtlinie „Häusliche-Krankenpflege“

 

Berlin (7. Oktober 2014) - Krankenhausärzte können Patienten künftig für fünf Arbeitstage häusliche Krankenpflege verordnen statt wie bisher nur für drei Werktage. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Häusliche-Krankenpflege-Richtlinie entsprechend angepasst. Der Beschluss wurde gestern im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist damit ab sofort in Kraft. Auch wenn der G-BA hinter den Forderungen des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) geblieben ist, stellt die erweiterte Verordnungsmöglichkeit eine Verbesserung hinsichtlich des Übergangs von der Klinik in die Häuslichkeit dar.

Gutachten des Sachverständigenrates wird diskutiert

"Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen sicherstellen"

 

Berlin (30. September 2014) - In einer gemeinsamen Veranstaltung des Bundesministeriums für Gesundheit und des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen wird heute das Gutachten 2014 des Sachverständigenrates präsentiert und der Fachöffentlichkeit zur Diskussion gestellt. In seinem Gutachten stellt der Sachverständigenrat Konzepte vor, wie die Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen auch künftig sichergestellt werden kann. Weitere Themen sind die bedarfsgerechte Versorgung mit Arzneimitteln, mit Medizinprodukten und mit medizinischen Rehabilitationsleistungen.

Bund-Länder-AG zur Stärkung der Rolle der Kommunen in der Pflege kommt zusammen

Hilfsmaßnahmen besser verzahnen

 

Berlin (29. September 2014) - Wie verschiedene Angebote der Altenpflege und der Pflegeversicherung enger miteinander verzahnt werden können und wie die Planungs- und Steuerungskompetenz der Kommunen in der Pflege gestärkt werden kann, wird in der Bund-Länder Arbeitsgruppe zur Stärkung der Rolle der Kommunen in der Pflege diskutiert. Zur konstituierenden Sitzung der Arbeitsgruppe sind heute im Bundesministerium für Gesundheit Ministerinnen und Minister der Bundes- und Landesebene sowie die Präsidenten der Kommunalen Spitzenverbände zusammengekommen.

GKV, PKV und DKG vereinbaren DRG- und PEPP-Katalog

Selbstverwaltung beschließt Krankenhausentgeltkataloge 2015

 

Berlin (26. September 2014) - Der GKV-Spitzenverband, die Deutsche Krankenhaus-esellschaft (DKG) und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) haben sich für das Jahr 2015 auf den Fallpauschalenkatalog (DRG-Katalog) für Krankenhäuser geeinigt. Ebenfalls eine Verständigung erzielt wurde über den pauschalierenden, tagesbezogenen Entgeltkatalog für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen (PEPP-Entgeltkatalog). Über die seit 2004 für Krankenhäuser verbindlich geltenden Fallpauschalen wird derzeit ein Finanzierungsvolumen von knapp 70 Milliarden Euro umgesetzt. Der Katalog für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen (PEPP) kann seit 2013 von den Krankenhäusern optional zur Abrechnung angewendet werden. Bis 2018 erfolgt dies noch budgetneutral. Ab 2019 beginnt die sogenannte Konvergenzphase mit der Anpassung der bisher unterschiedlichen Vergütungssätze.

Die Pflege braucht endlich flächendeckend Tarifverträge

 

Berlin (25. September 2014) - Zur Debatte über die Bezahlung der Pflegekräfte in Deutschland erklärt der Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege, Staatssekretär Karl-Josef Laumann: "Es ist gut, dass die Politik endlich eine Debatte über faire Löhne in der Pflege führt. Denn wer als Pflegekraft tagtäglich einen so anspruchsvollen Job ausübt, muss auch angemessen verdienen. Für mich ist klar: Mindestlöhne können nur eine Übergangslösung sein. Wir brauchen endlich in der Fläche faire Löhne, die von Arbeitgebern und Gewerkschaften in Tarifverträgen ausgehandelt werden. Es passt einfach nicht zusammen, wenn auf der einen Seite der zunehmende Fachkräftemangel beklagt wird, wenn wir auf der anderen Seite noch nicht einmal überall Tarifverträge haben.

Substitutionsausschluss: G-BA listet erste Arzneimittel

 

Berlin (18. September 2014) – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag in Berlin erstmals Arzneimittel festgelegt, die von den Apotheken nicht durch ein wirkstoffgleiches Produkt ersetzt werden dürfen. Die Aufgabe, eine sogenannte Substitutionsausschlussliste bis zum 30. September 2014 zu erstellen, war dem G-BA vom Gesetzgeber im April dieses Jahres übertragen worden.

BDH fordert bessere Rahmenbedingungen für Angehörige

Sorgen pflegender Angehöriger nicht länger ausblenden

 

Bonn (15. September 2014) - In einer Studie zur Situation pflegender Angehöriger legt die Techniker Krankenkasse (TK) das extreme Belastungsniveau offen, das die selbstständig getragene Pflege für Angehörige mit sich bringt. 60 Prozent der Befragten gaben an, dass die Pflege sie sehr viel Kraft koste, jeder Dritte leidet der Studie zufolge sogar unter gesundheitlichen Problemen aufgrund der Pflegebelastung.

Pflegekommission für höhere Mindestlöhne und Ausweitung des Geltungsbereichs

Mindestlohn in der Pflege steigt

 

Berlin (5. September 2014) - Am gestrigen 4. September hat sich die Pflegekommission auf höhere Mindestlöhne für Beschäftigte in der Pflege geeinigt: Ab 1. Januar 2015 soll der Mindestlohn auf 9,40 Euro pro Stunde im Westen und 8,65 Euro im Osten steigen. In zwei Schritten soll er bis Januar 2017 weiter wachsen und dann 10,20 Euro pro Stunde im Westen und 9,50 Euro im Osten betragen. Ab 1. Oktober 2015 soll zudem der Kreis derer, für die der Pflegemindestlohn gilt, deutlich ausgeweitet werden: Dann sollen zusätzlich auch die in Pflegebetrieben beschäftigten Betreuungskräfte von dementen Personen, Alltagsbegleiterinnen und -begleiter sowie Assistenzkräfte vom Mindestlohn profitieren. 

DBfK

Bessere Personalausstattung im Krankenhausreformgesetz sichern

 

Berlin (4. September 2014) - In Unterstützung  der Resolution von DPR, BÄK und DKG fordert der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) die Vertreter in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reform der Krankenhaus-Versorgung in Deutschland auf, in den Eckpunkten eine sofort wirksame, ausfinanzierte und langfristig angemessene Personalausstattung im Krankenhaus zu sichern.

 

Pflegekammer

Schleswig-Holstein setzt bundesweites Signal

 

Berlin (2. September 2014) - „Der heute in Schleswig-Holstein ins Kabinett eingebrachte Gesetzesentwurf zur Errichtung einer Pflegekammer ist nicht nur im Norden ein wichtiger Schritt – auch bundesweit ist die Entscheidung für die Selbstverwaltung der Pflegeberufe in Schleswig-Holstein ein wichtiges Signal“, sagt Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des DBfK und Vize-Präsident des Deutschen Pflegerates. Neben Rheinland-Pfalz ist nun bereits ein zweites Bundesland auf dem politischen Weg zur Pflegekammer.

Ergebnisse der gesetzlichen Krankenversicherung 1. Halbjahr 2014

Finanz-Reserven der Krankenkassen weiterhin über 16 Mrd. Euro

 

Berlin (2. September 2014) - Im ersten Halbjahr 2014 haben die 131 gesetzlichen Krankenkassen durch Prämienzahlungen und freiwillige Leistungen Reserven in Höhe von 517 Millionen Euro an ihre Versicherten zurückgeführt. Die gesetzlichen Krankenkassen verfügen damit über Finanz-Reserven in Höhe von 16,2 Milliarden Euro. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Mit mehr als 16 Milliarden Reserven ist die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenkassen weiterhin stabil. Die Kassen tun gut daran, ihre hohen Finanz-Reserven im Sinne der Versicherten zu nutzen.Unser Ziel bleibt eine weiterhin qualitativ gute Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger mit hochwertigen Leistungen und Arzneimitteln.

Deutscher Pflegerat

Die generalistische Pflegeausbildung ist der richtige Weg

 

Berlin (1. September 2014) - "Der Weg zu einer einheitlichen Ausbildung der Pflegeberufe ist der richtige Weg", betonte Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats, heute in Berlin. Zum Thema "Generalistik" hat der Deutsche Pflegerat (DPR) jetzt die wesentlichsten Argumente zusammengetragen. Zu finden sind diese unter www.generalistik-jetzt.de. 

dip_logoPflege-Thermometer 2014 untersucht Demenzversorgung in bundesdeutschen Krankenhäusern

Gravierende Umsetzungsprobleme von geeigneten Versorgungskonzepten

 

Köln (29. August 2014) - Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) in Köln hat mit dem Pflege-Thermometer 2014 die bislang größte Befragung in der Pflege zur Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus veröffentlicht. Über 1.800 Stations- und Abteilungsleitungen aus Krankenhäusern aus dem gesamten Bundesgebiet wurden befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Thema eine herausragende Bedeutung für die Gesundheitsversorgung hat. Der Studie zufolge litt fast jeder vierte Patient auf den befragten Stationen (23%) an einer Demenz. Die Studie offenbart gravierende Umsetzungsprobleme von geeigneten Versorgungskonzepten. Eine Rolle spielt dabei auch der zunehmende Personalmangel in der Pflege.

Veränderung der Zuordnung von Aufgaben, Tätigkeiten und Qualifikationen im Reorganisationsprozess der Krankenhäuser

Neue Arbeitsteilung im Krankenhaus – oft kein Fortschritt für Beschäftigte und Patienten

 

Berlin (28. August 2014) - Viele Krankenhäuser in Deutschland haben in letzter Zeit Organisation und Arbeitsteilung verändert. Allerdings bringt das auf den Stationen häufig keine Verbesserungen für Beschäftigte und Patienten. Medizinisches und Pflegepersonal sind weiterhin mit Arbeitsverdichtung und Stellenabbau konfrontiert. Vor allem den Pflegenden bleibt oft zu wenig Zeit für Kernaufgaben, insbesondere das Gespräch mit Patienten und Angehörigen. Das zeigt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Untersuchung. Die Studienautoren vom Institut Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen haben darin erstmals untersucht, wie sich die Zuordnung von Aufgaben, Tätigkeiten und Qualifikationen im Reorganisationsprozess der Krankenhäuser verändern. 

DBfK_LogoDBfK

Arbeitsorganisation im Krankenhaus dringend verbessern

 

Berlin (28. August 2014) - Die Ergebnisse des heute in Berlin veröffentlichten ‚Arbeitsreport Krankenhaus` weisen auf gravierende Fehlentwicklungen in der Arbeitsorganisation in Krankenhäusern hin. Die Studie wurde von dem Institut Arbeit und Technik im Auftrag der Hans Böckler Stiftung durchgeführt. „Diese Studie bestätigt unsere Bewertungen“, so Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe e.V. DBfK. „Die kleinteilige und unkoordinierte Verschiebung von Aufgaben wie Blutentnahme vom ärztlichen in den pflegerischen Bereich führt zu keiner grundsätzlichen Entlastung der Pflegefachpersonen oder einer Verbesserung der Versorgung.

AWO

Anwerbung ausländischer Pflegefachkräfte keine Patentlösung

 

Berlin (25. August 2014) - „Die Anwerbung von ausländischen Arbeits- und Fachkräften in der Pflege ist ein Baustein, um dem aufklaffenden Fachkräftemangel in der Pflege beizukommen. Doch damit allein ist es überhaupt nicht getan“, erklärt AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker. Die Arbeiterwohlfahrt setzt sich gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege dafür ein, dass jegliche Bemühungen der Anwerbung auf ethische Grundsätze hin geprüft werden. Hierzu wurden wesentliche Kriterien zur fairen Mobilität zusammengefasst. Eine Anwerbung ist human, auf Menschenrechten basierend und verantwortungsbewusst zu gestalten. „Es liegt beispielsweise auf der Hand, dass es eine intensive sprachliche und kulturelle Vorbereitung der Fachkräfte braucht. Das kann jedoch nicht durch einen kurzen Sprachkurs geleistet werden, sondern braucht ausreichend Zeit“, hebt Döcker hervor.

GBA-LogoG-BA-Qualitätsreport 2013

Flächendeckend stabiles Qualitätsniveau in Krankenhäusern

 

Berlin (21. August 2014) – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag in Berlin die Veröffentlichung des Qualitätsreports 2013 beschlossen. Der nun seit zwölf Jahren erscheinende Report bietet einen umfassenden Überblick über die bundesweite Behandlungs- und Ergebnisqualität zu ausgewählten medizinischen und pflegerischen Leistungen in Krankenhäusern.

G-BA beschließt Errichtung

Stiftung für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen

 

Berlin (21. August 2014) – Der Gemeinsame Bundesauschuss (G-BA) hat heute die Gründung einer Stiftung für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen beschlossen. Die Stiftung des privaten Rechts wird Trägerin des gleichnamigen Instituts sein. Die zeitgleich beschlossene Stiftungssatzung wird der Stiftungsaufsicht zur Genehmigung zugeleitet.

IQWiG mit Leitlinienrecherche beauftragt

DMP: G-BA nimmt Beratungen zu vier weiteren Erkrankungen auf

 

Berlin (21. August 2014) – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) nimmt die Beratungen zu strukturierten Behandlungsprogrammen (Disease-Management-Programme, DMP) für die chronischen Krankheiten rheumatoide Arthritis, chronische Herzinsuffizienz, Osteoporose und Rückenschmerz auf. Einen entsprechenden Beschluss fasste der G-BA heute in Berlin, nachdem er im Februar 2014 dazu aufgerufen hatte, Vorschläge für weitere für DMP geeignete chronische Krankheiten einzureichen.

Nutzenbewertung

"Patientennutzen muss bei Nutzenbewertung ausschlaggebend sein"

 

  • BVMed-Gesprächskreis zur Nutzenbewertung und Studien fordert differenzierte Methoden für Medizintechnologien

 

Berlin (21. August 2014) - Für die Nutzenbewertung therapeutischer oder diagnostischer Verfahren mit Medizintechnologien müssen differenzierte Methoden je nach Situation und Fragestellung entwickelt werden. Dabei müssen insbesondere die Unterschiede zum Pharmabereich berücksichtigt werden. Das verdeutlichten Experten aus Wissenschaft, Klinik und Industrie auf dem BVMed-Gesprächskreis zum Thema "Messbarkeit und Bewertung des Nutzens von Medizinprodukten". Während Arzneimittel in der Anwendung immer gleich sind, handelt es sich bei der Anwendung von Medizintechnologien um Prozeduren, "die sich entwickeln und immer unterscheiden, beispielsweise durch die Qualität des Chirurgen", so Prof. Dr. Moritz Wente von Aesculap.

DPR-LogoFaire Entlohnung für Pflegende nicht länger aufschieben:

DPR weist Position des Arbeitgeberverbands Pflege zurück

 

Berlin (20. August 2014) - Der Deutsche Pflegerat e.V (DPR) weist die Einschätzungen zur Situation der Pflege in Deutschland, wie sie gestern seitens des Arbeitgeberverbands Pflege artikuliert worden sind, entschieden zurück. „Offensichtlich sieht der Verband in einem verbindlichen Tarifvertrag und einer Entlohnung von Pflegefachpersonen nach Mindestlohn eine Gefährdung der pflegerischen Versorgung in Deutschland“, sagt Andreas Westerfelhaus, Präsident des DPR. „Dabei ist es gerade umgekehrt: Nur durch einen Tarifvertrag und damit eine Verbesserung der Entlohnung von beruflich Pflegenden kann die pflegerische Versorgung in Deutschland langfristig gesichert werden – denn sie macht den Pflegeberuf für junge Menschen attraktiv und für Berufsangehörige auskömmlich.“