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12 | 12 | 2017
Gesundheitspolitik
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Weniger Arbeitslose wichtiger als qualifizierte Betreuung demenzkranker Menschen?

 

Berlin (19. August  2008) - Das neue Pflegeweiterentwicklungsgesetz sieht Verbesserungen in der Betreuung und Versorgung demenzkranker Menschen vor. Damit wird einer der häufigsten Kritikpunkte an der Pflegeversicherung aufgegriffen. „Mit der Initiative der Bundesagentur für Arbeit, ab Herbst eine große Zahl Langzeitarbeitsloser für die Betreuung demenzkranker Menschen zu schulen,  wird die Verbesserung der Arbeitslosenstatistik über die berechtigten Ansprüche der Pflegebedürftigen gestellt“, meint Gudrun Gille, Vorsitzende des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe e.V. „Für die Betreuung und Begleitung von demenzkranken Menschen ist eine qualifizierte pflegefachliche Versorgung erforderlich!“ so Gille weiter. „Um auf die Besonderheiten im Alltag der Pflegebedürftigen und die daraus resultierenden Probleme dieser Menschen und ihrer Angehörigen eingehen zu können, bedarf es spezieller Fachkenntnisse und Erfahrungen.“ Hier bestehe der größte Handlungsbedarf.

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Langzeitarbeitslose in die Pflege:

"Ein Schritt in die richtige Richtung, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind."

 

Köln (19. August 2008) - Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) begrüßt grundsätzlich die mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz geschaffene Möglichkeit, zusätzliche Betreuungskräfte im stationären Bereich einzusetzen. Die Pläne der Bundesagentur für Arbeit (BA), dafür ab September 2008 mehrere tausend Langzeitarbeitslose in die Pflegeheime zu vermitteln, waren vergangenes Wochenende in Medienberichten teilweise sehr negativ kommentiert worden. "Ich bin dagegen, diese von vorneherein zu verdammen, solange noch nicht geklärt ist, wie das Vorhaben konkret ausgestaltet sein wird", sagt dazu KDA-Geschäftsführer Dr. Peter Michell-Auli. Dem KDA liegt bisher lediglich ein Vorentwurf der Richtlinie für die Qualifikation und die Aufgaben zusätzlicher Betreuungskräfte vor.

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Paritätischer:

160 Stunden Pflegequalifikation sind grob fahrlässig

 

Berlin (19. August 2008) - Der Paritätische übt heftige Kritik an der Richtlinie zur Qualifizierung zusätzlicher Betreuungskräfte für Demenzkranke in Pflegeheimen, die heute durch den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung beschlossen werden soll. Der Verband fordert das Bundesgesundheitsministerium als Aufsichtsbehörde auf, die Richtlinie in der vorliegenden Form abzulehnen.

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Langzeitarbeitslose als Betreuer im Pflegeheim: Sparen um (fast) jeden Preis?

ASB kritisiert Pläne der Bundesregierung

 

Köln (19. August 2008) - Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) kritisiert die Pläne der Großen Koalition, Langzeitarbeitslose nach einer kurzen Schulung zur Betreuung von Demenzkranken einzusetzen. "Alte Menschen, die an einer demenziellen Veränderung leiden, sind schwer krank und brauchen dringend fachkundige Betreuung", so Gabriele Osing, Leiterin der Abteilung Soziale Dienste beim ASB-Bundesverband. Sie von Arbeitskräften betreuen zu lassen, die nur deshalb in einer Pflegeeinrichtung tätig sind, weil sie zuvor lange erwerbslos waren, sei fahrlässig und wirke sich negativ auf die von allen Seiten - auch von der Politik - geforderte Pflegequalität aus.

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Zusätzliche Betreuungskräfte:

Eignung, Motivation und Konstanz sind notwendig für eine bessere Betreuung Demenzkranker

 

Demenzkranke und Angehörige warten dringend auf zusätzliche Betreuung

 

Berlin (18. August 2008) - Zu den Vorschlägen, zur Betreuung von Demenzkranken in Pflegeheimen Arbeitslose einzusetzen, erklärt Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa): „Wir begrüßen, dass nach Lösungen gesucht wird, wie die Menschen mit demenziellen Erkrankungen in Heimen schnell und unbürokratisch die neuen Leistungen erhalten können. Aufgrund der Pflegereform werden alleine die Mitgliedseinrichtungen des bpa ca. 5.000 neue Stellen für zusätzliche Betreuungskräfte schaffen. Bei Halbtagsbeschäftigung bedeutet das bis zu 10.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Wir begrüßen die Unterstützung der Arbeitsagenturen bei der Personalfindung, soweit sichergestellt ist, dass geeignete und motivierte Bewerber vorgeschlagen werden.“

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Diakonie unterstützt grundsätzlich Initiative für zusätzliche Betreuungsassistenten

Allerdings findet die hier angedachte Form nicht uneingeschränkte Zustimmung

 

Berlin (18. August 2008) - Die Diakonie unterstützt grundsätzlich die Initiative der Bundesagentur für Arbeit , Langzeitarbeitslose zu Betreuungsassistenten in Altenheimen zu qualifizieren. „Ein zusätzliches Betreuungsangebot insbesondere für Menschen mit erheblich eingeschränkten Alltagskompetenzen könne dazu beitragen, die Lebensqualität zum Beispiel von Altenheimbewohnern mit Demenzerkrankungen zu verbessern“, betont Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik. Zudem würden sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse für Langzeitarbeitslose geschaffen. „Allerdings findet die hier angedachte Form nicht unsere uneingeschränkte Zustimmung“, hebt Kottnik hervor.

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Bundesagentur für Arbeit:

"Langzeitarbeitslose sollen Demenzkranke pflegen"

 

Nürnberg (18. August 2008) - In verschiedenen Medien wurde am Wochenende unter der Überschrift "Langzeitarbeitslose sollen Demenzkranke pflegen" berichtet, die Bundesagentur für Arbeit (BA) wolle mit einem neuen Förderprogramm Langzeitarbeitslose in Pflegeheime vermitteln. Dazu stellt die Bundesagentur folgende Informationen zur Verfügung, um die Diskussion zu versachlichen.

 

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Allianz von Patienten und Ärzten gegen drohenden Versorgungs-Infarkt

"Eher eine U-Bahn in Venedig als den Verlust der flächendeckenden Patientenversorgung in den Arztpraxen!"

 

Erkrath (14. August 2008, ots) - "Das klassische durch Vertrauen geprägte Arzt-Patienten-Verhältnis bekommt eine neue und weitere Dimension", diagnostiziert Martin Grauduszus, Präsident der 'Freien Ärzteschaft' (FÄ). Schon jetzt hätten Tausende von Ärzten, Praxismitarbeitern und Patienten in ganz Deutschland ihre Entschlossenheit bekundet, dem Aufruf der 'Freien Ärzteschaft' zum Protest folgen zu wollen: "Am 19. September werden wir in Berlin gemeinsam gegen den drohenden Abbau und die Vernichtung einer menschlichen und zuwendungsorientierten Medizin protestieren und damit gleichzeitig für den Erhalt der wohnortnahen haus- und fachärztlichen Versorgung demonstrieren."

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Augen zu und durch!

BMG ignoriert nationales wie internationales Expertenvotum

 

Berlin (6. August 2008) - Der Bundesverband Managed Care (BMC) reagiert mit ernsthafter Sorge auf Medienberichte, wonach das Bundesministerium für Gesundheit das Methodenpapier des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zur Kosten-Nutzen-Bewertung in zentralen Punkten unterstützt. Große Teile der wissenschaftlichen Gemeinschaft, national wie international, hatte das Papier heftig kritisiert und als wissenschaftlich nicht akzeptabel eingestuft. „Mit seiner Zustimmung stellt das Ministerium nicht nur international anerkannte Expertise in Frage, sondern isoliert Deutschland in Fragen der wissenschaftlichen Bewertung von Kosten und Nutzen im Gesundheitswesen.“, erklärt der stellvertretende BMC-Vorsitzende Prof. Dr. Franz Porzsolt, Leiter der klinischen Ökonomik der Universität Ulm. „Ein Schlag ins Gesicht für den Wissenschaftsstandort Deutschland!“

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47 Prozent der Krankheitskosten entstehen im Alter

 

Wiesbaden (5. August 2008) - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, entstanden im Jahr 2006 bei der älteren Bevölkerung ab 65 Jahren Krankheitskosten von rund 111,1 Milliarden Euro. Damit entfielen 47 % der gesamten Krankheitskosten in Deutschland auf ältere Menschen. Das zeigen die neuesten Ergebnisse der Krankheitskostenrechnung, einem Rechensystem des Statistischen Bundesamtes, das die ökonomischen Konsequenzen von Krankheiten für die deutsche Volkswirtschaft abschätzt.

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Kassen legen Empfehlungen zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) vor

 

Berlin (4. August 2008) - Bereits mit der letzten Gesundheitsreform hatte der Gesetzgeber schwerstkranken Sterbenden einen Anspruch auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung zugesprochen. Ziel war es, die Versorgung Sterbender durch Linderung und Begleitung anstatt durch aktive Sterbehilfe zu verbessern. Durch einen systematischen Ausbau der palliativ-medizinischen und palliativ-pflegerischen Versorgung sollte Hilfe und Unterstützung in der Häuslichkeit und im Heim gewährt werden. Unnötige Krankenhausaufenthalte sollten vermieden und dem Wunsch, zu Hause zu sterben, Rechnung getragen werden. Zur Umsetzung des Leistungsanspruches konnte es bisher allerdings nicht kommen, weil die Krankenkassen die erforderlichen Rahmenbedingungen nicht geschaffen haben, weshalb bisher keine Verträge zustande kamen und Leistungen nicht erbracht werden.

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CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

Keine Einführung von Heroin als Medikament

 

Berlin (15. Juli 2008) -  Anlässlich der Forderung des Bundesverbandes der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit, Heroin als Medikament zuzulassen und die flächendeckende Heroinvergabe in die medizinische Regelversorgung einzuführen, erklärt die Drogenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Eichhorn MdB:

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Diakonie unterstützt die Kampagne „Rettung der Krankenhäuser“

 

Berlin (15. Juli 2008) - Das Diakonische Werk der EKD und der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) unterstützen die Kampagne „Rettung der Krankenhäuser“. Diese wird von einem Aktionsbündnis getragen, das aus der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der Bundesärztekammer, dem Deutschen Pflegerat, dem Deutschen Städtetag sowie Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden besteht. Der evangelische Spitzenverband der deutschen Wohlfahrtspflege ist überzeugt, dass die bisherigen Zusagen und Versprechungen der Politik bei weitem nicht ausreichen. „Die seit 15 Jahren als Kostendämpfungspolitik schöngeredete Unterfinanzierung der Krankenhäuser hat die kirchlichen Häuser besonders hart getroffen“, stellt der Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Klaus-Dieter Kottnik, fest.

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Experten diskutieren über das "Krankenhaus der Zukunft" Klinikreform

Ersatzkassen fordern mehr Wettbewerb im Sinne des Patienten

Siegburg (10. Juli 2008) - Wie wird das Krankenhaus in 20 Jahren aussehen, welche strukturellen und finanziellen Weichen müssen gestellt werden? Und vor allem: Was dient dem Wohl des Patienten? Über diese und weitere Fragen diskutieren am 10. und 11. Juli 2008 Experten auf der Tagung "Das Krankenhaus der Zukunft" in der Französischen Friedrichstadtkirche auf dem Gendarmenmarkt, Berlin, die von den Ersatzkassenverbänden VdAK/AEV und der Evangelischen Akademie zu Berlin veranstaltet wird.

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Neuerscheinung aus dem IAT beleuchtet Gestaltungs- und Qualifizierungsbedarf

Gesundheitswirtschaft in der doppelten Modernisierungsfalle

 

Gelesenkirchen (10. Juli 2008) - Qualifizierte Arbeit ist die Achillesferse der prosperierenden Gesundheits-Wirtschaft. Denn der derzeitige und noch wachsende Fachkräfteengpass in zentralen Berufsgruppen der Gesundheitswirtschaft ist hausgemacht. Arbeitsbedingungen und -organisation sind oft veraltet und das System der beruflichen Bildung aktuell nur bedingt auf die Modernisierung und Professionalisierung der Branche eingestellt. Diese Thesen stehen im Mittelpunkt einer Neuerscheinung aus dem Institut Arbeit und Technik (IAT) der Fachhochschule Gelsenkirchen. Ist die Gesundheitswirtschaft "große Hoffnung oder Sorgenkind"?

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Gemeinsame Pressemitteilung der Bundesärztekammer und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.

Ärzteschaft hofft auf Konsens im Parlament bei der Neuregelung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes

 

Berlin/München (10. Juli 2008) - Die Ärzteschaft begrüßt die Ankündigung von CDU und CSU, ihren Vorschlag zur Ergänzung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes nach der Sommerpause als Gruppenantrag in den Bundestag einzubringen, dem sich dann auch Abgeordnete aus allen anderen Fraktionen anschließen können. Nach dem Scheitern der Gespräche mit der SPD über einen gemeinsamen Entwurf besteht nun die Möglichkeit, einen fraktionsübergreifenden Konsens über die notwendigen Regelungen zur Minimierung von medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbrüchen herzustellen, betonen Bundesärztekammer und Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).

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Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)

Bessere Pflege durch zusätzliche Betreuungsleistungen

 

Berlin (1. Juli 2008) - Pflegekassen legen Richtlinie zum zügigen Leistungsbezug vor Die Pflegeversicherungs-Reform bringt eine höhere finanzielle Förderung für ambulant betreute Demenzkranke und bessere Betreuungsmöglichkeiten für altersverwirrte Menschen in Pflegeheimen durch so genannte zusätzliche Betreuungsleistungen. Anstatt 460 Euro im Jahr erhalten Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, die in der eigenen Wohnung leben, seit heute bis zu 2.400 Euro. In den Heimen finanziert die Pflegeversicherung zusätzliche Betreuungskräfte. Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), begrüßt dies: „Für Pflegeheime und Pflegedienste bedeuten die neuen Regelungen eine große Chance, die Betreuungssituation ihrer Bewohner und Kunden weiter zu verbessern. Wir begrüßen, dass dies nun ohne zusätzlichen Kostenaufwand für die Betroffenen geschehen kann.“ Eine vom Ministerium für Gesundheit soeben genehmigte Richtlinie regelt die Zuordnung der Leistungsverbesserungen, bestimmt die Leistungsempfänger und klärt, wie diese Leistungen zur Verfügung gestellt werden. „Die neue Richtlinie ermöglicht im stationären Bereich eine zügige Verbesserung der Betreuung zugunsten der Betroffenen. Heimbewohner sollen schnell von der vorgesehenen besseren Betreuung und Begleitung profitieren“, kommentiert Bernd Meurer. „Im ambulanten Bereich hätten wir uns gewünscht, dass die Betroffenen und deren Angehörige ohne Antrag monatlich 200 Euro bekommen. Jetzt erhalten sie zunächst 100 Euro im Monat und erst auf Antrag 200 Euro“, erklärt der bpa-Präsident.

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„Bund und Länder müssen an einem Strang ziehen“

Bundesärztekammer fordert konzertierte Aktion zur Rettung der Krankenhäuser

 

Berlin (2. Juli 2008) - Die Bundesärztekammer hat an die Gesund­heitsminister der Länder und das Bundesgesundheits-Ministerium appelliert, die Finanznot der Krankenhäuser zu beseitigen. "Wenn jetzt nicht endlich die Patientenversorgung zum Maßstab der Dinge gemacht wird, bluten die Krankenhäuser aus. Bund und Länder sind gemeinsam gefordert, die Finanzierung der Kranken­häuser dauerhaft zu sichern. Die Krankenhäuser dürfen dabei kei­nesfalls zwischen die Mühlsteine eines Parteienkonfliktes von Bund und Ländern geraten. Mit der Politik der Lippenbekenntnisse muss endlich Schluss sein, wir brauchen Lösungen statt Streit“, sagte der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Dr. Frank Ulrich Montgomery, anlässlich der Gesundheitsminister-konferenz in Plön.

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Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI)

IQWiG verbreitet falsche Patienten-Informationen

 

Berlin (26. Juni 2008) - Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) kritisierte heute scharf eine gestern durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) veröffentlichte Informationsschrift für Patienten zum Thema „Nahrungsergänzungsmittel und komplementärmedizinische Präparate“. Darin enthaltene Aussagen seien falsch und diskreditierten Arzneimittel, erklärte Prof. Dr. Barbara Sickmüller, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI). „Trotz unserer vorab an das IQWiG gesandten Hinweise stellt das Institut Behauptungen auf, die nicht mit dem Arzneimittelgesetz übereinstimmen. Hier besteht mehr als dringender Handlungsbedarf, weil Patienten damit unnötig verunsichert werden. Wir fordern das Bundesgesundheitsministerium auf, aktiv gegen diese Falschaussagen des IQWiG vorzugehen und eine öffentliche Stellungnahme abzugeben“, sagte Sickmüller.

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Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Nationaler Aktionsplan für Ernährung und Bewegung – Schneckentempo statt Aktion

 

Berlin  (26. Juni 2008) -  Anlässlich des heutigen Kabinettsbeschluss zum Nationalen Aktionsplan zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängende Krankheiten erklärt Ulrike Höfken, Sprecherin für Ernährungspolitik und Verbraucherfragen: Der Aktionsplan der Bundesregierung verschwendet nur wertvolle Zeit, die längst für eine Trendwende in der Ernährung genutzt werden könnte. Arbeitsgruppen, Fachgespräche, Berichte, Eckpunktepapiere bilden ein Sammelsurium von bürokratischen Aktivitäten ohne konkretes Handeln. Statt auf die bewährten Akteure der ersten Stunde und die auf den Weg gebrachten rot-grünen Initiativen von Renate Künast zu setzen, sollen staatliche Parallelstrukturen und eine teure Geschäftsstelle nun den Aktionsplan entwickeln. Die Bundesregierung hat in den letzten 2,5 Jahren nicht mehr geschafft, als lange bekannte Ziele in einen Alibi-Aktionsplan zu schreiben und mühsam zwischen den Streithähnen Seehofer und Schmidt abzustimmen.

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Bundesministerium für Gesundheit

Caspers-Merk zum GEK-Arzneimittelreport: „Voraussetzung für besseres Versorgungsmanagement“

 

Berlin (24. Juni 2008) -  Anlässlich der Vorstellung des Arzneimittelreports 2008 der Gmünder Ersatzkasse (GEK) erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin Marion Caspers-Merk: „Wer bekommt in Deutschland welche Arzneimittel verschrieben? Der Arzneimittelreport der Gmünder Ersatzkasse gibt hier detaillierte Antworten. Eine Reihe von Resultaten finde ich besonders beeindruckend.

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Altersgrenze für Gesundheitsfachberufe aufgehoben

 

Berlin (20. Juni 2008) -  Anlässlich der Verabschiedung eines Gesetzes zur Änderung der Altersgrenze bei Gesundheits-fachberufen erklärt die zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion Margrit Spielmann:

Bisher wird in sechs bundesgesetzlich geregelten Ausbildungen aus dem Bereich der nichtärztlichen Gesundheitsberufe die Zulassung zur Ausbildung von einem Mindestalter abhängig gemacht: im Hebammengesetz, im Logopädengesetz, im Masseur- und Physiotherapeutengesetz, im Rettungs-assistenten-gesetz und im pharmazeutisch-technischen Assistentengesetz.

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KBV reagiert auf Bericht von Transparency Deutschland zu Korruption im Gesundheitswesen

Mangelhafter Bericht ohne Anspruch auf Aktualität - KBV erwartet Korrektur

 

Berlin (18. Juni 2008) - "Schlecht recherchiert und veraltet sind die Informationen von Transparency International (TI). Die von der Organisation gestern veröffentlichte Neufassung eines Grundsatzpapiers zu Transparenzmängeln und Korruption im Gesundheitswesen enthält längst überholte Darstellungen. Die Wirklichkeit sieht anders aus." Das hat Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), heute in Berlin festgestellt. "Dies gilt etwa für den Passus über manipulationsfreie Praxis-Software. Der Vorwurf lautet, die KBV habe lediglich eine freiwillige Selbstverpflichtung mit den Herstellern vereinbart. Das ist falsch und entspricht nicht dem aktuellen Stand", betonte Müller.

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Bundesweit zunächst rund 270 Pflegeberater

PKV geht eigenen Weg in der Pflegeberatung

 

Berlin (18. Juni 2008) - Auf seiner Jahrestagung in Berlin kündigt der Verband der privaten Krankenversicherung den Aufbau einer eigenständigen Pflegeberatung der PKV mit Start zum 1.1.2009 an.  "Wir gehen in der Pflegeberatung einen eigenen und - wir sind der festen Überzeugung - besseren Weg, als er mit dem Konzept der Pflegestützpunkte für die soziale Pflegeversicherung gegangen wird", so der Verbandsvorsitzende Reinhold Schulte vor Vertretern der Presse.

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dvta - Deutscher Verband Techn. Assistentinnen und Assistenten in der Medizin

Übertragung ärztlicher Leistungen: MTA kritisieren Beschluss des 111. Ärztetages als kurzsichtig

 

Hamburg (18. Juni 2008) - Der Deutsche Verband Technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin e. V. (dvta) kritisiert den Beschluss des 111. Deutschen Ärztetages, die Übertragung arztnaher Leistungen auf andere Berufsgruppen auszuschließen. „Viele Leistungen, die nach dem Gesetz Ärzten vorbehalten sind, werden schon jetzt von anderen Berufsgruppen wie den Medizinisch-Technischen Assistenten ausgeführt. Eine Übertragung arztnaher Tätigkeiten auf andere Gesundheitsberufe auszuschließen, ist deshalb kurzsichtig“, kommentiert Andrea Michelsen den Beschluss des 111. Deutschen Ärztetages, der Ende Mai in Ulm tagte. „Die Ärzteschaft will einerseits unliebsame Verwaltungsarbeit an Dokumentationsassistenten abgeben, verweigert sich aber Leistungen in der Analytik an MTA zu übertragen“.

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Transparency Deutschland beklagt korruptions- und betrugsanfällige Strukturen im Gesundheitswesen

Transparenzmängel, Korruption und Betrug im deutschen Gesundheitswesen

 

Berlin (17. Juni 2008) - Die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland e.V. hat heute die aktualisierte Fassung des Grundsatzpapiers „Transparenzmängel, Korruption und Betrug im deutschen Gesundheitswesen. Kontrolle und Prävention als gesellschaftliche Aufgabe“ veröffentlicht. Anke Martiny, Vorstandsmitglied von Transparency Deutschland: „Wir wollen alle vom Gesundheitswesen Betroffenen, also mindestens neunzig Prozent der Bevölkerung, auf die Dunkelzonen des Gesundheitssystems hinweisen, um Intransparenzen zu bekämpfen und Änderungen zu erzwingen. Deutschland ist Nr. 3 auf der Welt bei den Kosten des Gesundheitswesens; bei den Leistungen und ihren Ergebnissen für die Gesundheit der Bevölkerung rangieren wir aber nur im Mittelfeld unter den vergleichbaren Industrieländern.“

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