Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und Bundesärztekammer (BÄK)
Empfehlungen zu leistungsbezogenen Zielvereinbarungen in Chefarztverträgen vorgelegt
Berlin (10. Mai 2013) - Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat im Einvernehmen mit der Bundesärztekammer (BÄK) Empfehlungen zu leistungsbezogenen Zielvereinbarungen in Chefarztverträgen vorgelegt. Sie kommt damit einer Vorgabe des Gesetzgebers nach, entsprechende Empfehlungen im Einvernehmen mit der BÄK zum Bestandteil ihrer Beratungs- und Formulierungshilfen für Verträge der Krankenhäuser mit leitenden Ärzten zu machen. Dabei müssen Zielvereinbarungen, die auf finanzielle Anreize bei einzelnen Leistungen abstellen, ausgeschlossen sein.
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Onkologikum gegen seltenes Leiden
G-BA bewertet Zusatznutzen von Dacogen®
Neuss (3. Mai 2013) - Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat den Beschluss zu Dacogen® (Decitabin)1 im Rahmen der frühen Nutzenbewertung bekanntgegeben.2 Darin stuft der G-BA das Ausmaß des Zusatznutzens als „gering“ ein. Da Dacogen® als Arzneimittel zur Behandlung eines seltenen Leidens im Bereich der Hämato-Onkologie zugelassen ist („Orphan Drug“), galt der medizinische Zusatznutzen bereits durch die Zulassung als belegt.
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Frühe Nutzenbewertung
G-BA trifft drei weitere Entscheidungen zu neuen Wirkstoffen
Berlin (2. Mai 2013) – Im Rahmen der frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag in Berlin drei weitere Entscheidungen zu neuen Wirkstoffen getroffen. Bewertet wurden die feste Wirkstoffkombination aus Saxagliptin plus Metformin sowie die Wirkstoffe Crizotinib und Decitabin. Die Beschlüsse treten unmittelbar nach Veröffentlichung im Internet in Kraft.
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IQWiG bewertet nachgereichte Herstellerangaben zu zwei Dossiers
Köln (2. Mai 2013) - Im Stellungnahmeverfahren zur frühen Nutzenbewertung gemäß AMNOG(Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz) können Hersteller unter bestimmten Umständen ergänzende Unterlagen zu Dossiers beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) nachreichen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat jetzt solche zusätzlichen Informationen zu Studien für zwei Arzneimittel bewertet. Aufgrund der neuen Datenlage hat sich das Ergebnis der Nutzenbewertung für Crizotinib geändert: Im Unterschied zur ersten Dossierbewertung sieht das Institut nun bei Crizotinib im Vergleich zur Chemotherapie jeweils einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen bei Symptomen und Lebensqualität. Bei der Fixkombination von Saxagliptin und Metformin bleibt das Institut dagegen bei seiner ursprünglichen Bewertung, wonach ein Zusatznutzen nicht belegt ist.
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Nur echte Innovationen dürfen bezahlt werden
vdek-Zukunftsforum: Medizinischer Fortschritt muss für alle zugänglich sein
Berlin (25. April 2013) - Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) fordert, dass sich die medizinische Forschung künftig konsequent am Versorgungsbedarf in der Gesellschaft und am patientenrelevanten Nutzen orientiert. Auf dem vdek-Zukunftsforum zum Thema „Wohin entwickelt sich unsere medizinische Versorgung?“ am 25. April 2013 in Berlin erklärte Christian Zahn, Verbandsvorsitzender des vdek: „Nicht jede neue Entwicklung, zum Beispiel im Arzneimittelbereich, führt automatisch zu einer besseren Versorgung der Versicherten. Hier gilt es im Sinne der Patienten, die Spreu vom Weizen zu trennen – das geht nur durch eine konsequente Ausrichtung am medizinischen Nutzen, Bedarf und an der Qualität. Dabei ist auch ein höchstmögliches Maß an Patientensicherheit anzustreben.“ Dies sei erforderlich, um den medizinischen Fortschritt auch in Zukunft allen Menschen zugänglich zu machen und gleichzeitig im Rahmen der solidarischen Krankenversicherung zu finanzieren.
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