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12 | 12 | 2017
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Deutscher Pflegerat positioniert sich zur Anwerbung ausländischer Pflegefachpersonen

Personalmangel in der Pflege

 

Berlin (25. April 2014) - „Ausländische Pflegefachpersonen können den Mangel an Pflegefachkräften in Deutschland nicht ausgleichen. Sie können ihn bestenfalls abmildern.“ Darauf weist Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates (DPR), hin. „Der Fachkräftemangel“, betont Westerfellhaus weiter, „begründet sich unter anderem in den bestehenden schlechten Rahmenbedingungen der Pflegenden, die durch hohe Arbeitsbelastung, begrenzte Handlungsautonomie, geringe Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten und niedrige Vergütungen gekennzeichnet sind“.

 

Zum Thema „Migration ausländischer Pflegefachpersonen“ hat der Deutsche Pflegerat jetzt ein Positionspapier herausgegeben. In diesem heißt es weiter, dass die Anwerbung ausländischer Pflegefachpersonen nicht zur Verbesserung dieser Rahmenbedingungen beitrage. Sie unterstütze „eher deren Beibehaltung und integriert ausländische Pflegefachpersonen in Arbeitsbedingungen, unter denen inländische Pflegende nicht mehr arbeiten wollen“.

 

„Was wir zu Bekämpfung des Fachkraftmangels benötigen, sind Strategien, um attraktive Arbeitsbedingungen für alle Pflegenden zu schaffen, die zu einem längeren Verbleib im Beruf, zu mehr Vollzeitbeschäftigung und zu weniger Berufsflucht deutscher Pflegenden führen“, fordert Westerfellhaus. Zu den Strategien gehören Investitionen in die Qualifizierung und den Berufsverbleib, eine kurz- und mittelfristige Personalbedarfsplanung sowie die Anpassung der davon abgeleiteten Ausbildungskapazitäten, heißt es im Positionspapier weiter.

 

Entscheiden sich Einrichtungen zur Anwerbung ausländischer Pflegefachpersonen, empfiehlt der Deutsche Pflegerat klare Handlungsvorgaben. Zu diesen zählt Westerfellhaus die Einhaltung des Verhaltenskodex der WHO für die internationale Anwerbung von Gesundheitsfachkräften, wie auch die Feststellung vorhandener und fehlender Kompetenzen bei ausländischen Pflegefachpersonen inklusive entsprechender Nachschulungen.

 

Weiter gefordert wird vom DPR eine Willkommenskultur, die sowohl die ausländischen als auch die Pflegenden vor Ort einbezieht, eine zentrale und bundeseinheitliche Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen in der Pflege sowie eine bundesweit einheitliche Sprachkompetenzprüfung B2 GER und die Überprüfung der Nachhaltigkeit des Anwerbeverfahrens.

 

 


 

Quelle: Deutscher Pflegerat (DPR), 25.4.2014 (tB).

 
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