Home Pflege Der BMC stellt sein Impulspapier für die Bundestagswahl 2017 vor: Abschaffung der Quartalsdenke
17 | 11 | 2017
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Der BMC stellt sein Impulspapier für die Bundestagswahl 2017 vor

Abschaffung der Quartalsdenke

Berlin (21. November 2016) - Die bestehenden Vergütungssysteme brauchen einen Neuanfang, der das tradierte System des Quartalsbezugs aufhebt – so lautet eine der Kernaussagen des sechs Punkte umfassenden Impulspapiers, mit dem der Bundesverband Managed Care e. V. (BMC) seine Impulse an die Politik zur Bundestagswahl 2017 darlegt.

In integrierten Vergütungssystemen sollen verschiedene Vergütungsmodelle kombiniert werden. Dafür sei die bisherige Quartalsdenke aufzubrechen und durch eine quartalsunabhängige Kombination von stark pauschalisierten, populationsbezogenen Elementen bis hin zu besonders förderwürdigen Einzelleistungen zu ersetzen, so der BMC.

Auch sei erforderlich, Silostrukturen abzubauen und wichtige Einflussfaktoren wie Vergütung, Bedarfsplanung, Regulierung, Sicherstellung und Qualitätssicherung sektorenübergreifend zu vernetzen. Konkret bedeute dies etwa die Schaffung sektorenübergreifender Kapazitätsplanung sowie sektorenübergreifender Qualitätssicherung.

Dringend erforderlich sei es, so der BMC, die Kommunikation und sinnvolle Arbeitsteilung innerhalb der verschiedenen Heilberufe zu verbessern. Dafür sei ein interprofessioneller Gesundheitscampus einzurichten. Denn nur durch gemeinsames Lernen aller Heilberufe könne gegenseitiges Verständnis innerhalb der Sektoren verbessert und damit interprofessionelle Zusammenarbeit gefördert werden.

Positiv bewertet der BMC die bisherige Dynamik des Innovationsfonds, die es durch verschiedene Maßnahmen weiterzuentwickeln gelte; hier fordert der Gesundheitsverband z. B.: „Um Fehlanreize bei der Auswahl der Projekte zu vermeiden, dürfen die Akteure des Systems nicht selbst die Entscheidungsträger sein.“

Schließlich drängt das BMC-Impulspapier auf beschleunigte Zugangswege für digitale Innovationen, d. h. Fast-Track-Zugänge für innovative digitale Anwendungen, Apps und Wearables in die Erstattungsfähigkeit durch die GKV. Notwendig sei zudem die schnellstmögliche Einführung einer nationalen elektronischen Patientenakte sowie die Förderung digitaler Technologien in der Patientenversorgung.

Trotz der zahlreichen Herausforderungen, die aus Sicht des BMC noch zu bewältigen sind, ist das Fazit des Impulspapiers positiv: „Die Voraussetzungen, um diese Herausforderungen anzugehen, sind heute so gut wie nie zuvor. Wir haben exzellent ausgebildete Mediziner, Pflegekräfte und andere Gesundheitsfachkräfte, wir haben ausreichend Geld im System und digitale Technologien bieten ganz neue Chancen, Patienten-Empowerment in die Realität umzusetzen.“ Packen wir es also an!


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Quelle: Bundesverband Managed Care e.V., 21.11.2016 (tB).

 
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