Gynäkologie

Bundesministerium für Gesundheit veröffentlicht Hebammengutachten

 

Berlin (4. Mai 2012) - Das Bundesministerium für Gesundheit hat heute das Gutachten zur „Versorgungs- und Vergütungssituation in der außerklinischen Hebammenhilfe“ veröffentlicht. Das Gutachten wurde vom IGES Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit erstellt.

 

Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft

Vorbericht zu Aufklärung, Einwilligung und ärztlicher Beratung veröffentlicht

 

Erstmalig sollen Schwangere vor der Untersuchung umfassend informiert werden

 

Köln (3. Mai 2012) - Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 3. Mai 2012 mit diesem Vorbericht die vorläufige Version eines Merkblatts zur Aufklärung, Einwilligung und ärztlichen Beratung zum Ultraschallscreening in der Schwangerschaft vorgelegt, das im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) erarbeitet werden soll.

 

Stillen und Beruf – Stillen und Alkohol: Broschüren des deutscjen HebammenverbandsStillen und Beruf – Stillen und Alkohol

 

Der DHV hat drei neue Stillratgeber herausgegeben

 

Nürnberg (12. April 2012) - Stillen und Beruf – Ein Ratgeber für Arbeitnehmerinnen:  Viel zu oft sind Mütter der Meinung, dass sie abstillen müssten, wenn sie wieder arbeiten gehen. Wie sich die Wiederaufnahme der Berufstätigkeit und das Weiterstillen miteinander vereinen lassen, was es beim Abpumpen, Aufbewahren und Transport von Muttermilch und für die Trennungszeit vom Baby zu beachten gilt, steht in dieser Broschüre.

 

Neue Qualitätsregeln für die Ultraschalluntersuchung der Säuglingshüfte

 

Berlin (4. April 2012) - Zwei bis vier Prozent aller Kinder kommen damit auf die Welt: eine nicht richtig ausgebildete Hüfte. Durch eine Ultraschalluntersuchung in den ersten Lebenswochen kann dieses Krankheitsbild frühzeitig erkannt und oft vollständig geheilt werden. Voraussetzung dafür ist, dass der untersuchende Arzt die Bilder richtig erstellt, interpretiert und dokumentiert. Doch genau da hapert es in der Praxis, wie aktuelle Ergebnisse zeigen: schwerwiegende Mängel attestierten die Qualitätssicherungskommissionen der einzelnen Kassenärztlichen Vereinigungen in den letzten Jahren bei 27,4 Prozent der überprüften Ärzte und geringe Mängel bei 61,1 Prozent. Der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung haben auf diese erschreckenden Zahlen reagiert und die Qualitätsanforderungen für die Ultraschalluntersuchung der Säuglingshüfte ab 1. April 2012 genauer gefasst.

 

Fast ein Drittel aller Krankenhausentbindungen per Kaiserschnitt

 

Wiesbaden (19. März 2012) - Im Jahr 2010 haben 656.390 Frauen in Deutschland in einem Krankenhaus entbunden, davon fast ein Drittel (31,9 %) per Kaiserschnitt. Der Anteil der Kaiserschnittentbindungen ist nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gegenüber 2009 um 0,6 Prozentpunkte gestiegen. Innerhalb der letzten 20 Jahre hat er sich jedoch mehr als verdoppelt (1991: 15,3 %). Andere Geburtshilfen wurden nur selten angewandt: eine Saugglocke (Vakuumextraktion) wurde bei 5,3 % der Entbindungen eingesetzt, eine Geburtszange bei 0,6 %.

 

Abb.: Forscher aus Europa und den USA, darunter zwei Gruppen des Leibniz-Instituts für Altersforschung - Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena, untersuchen im Rahmen eines neuen, von der Europäischen Union geförderten Projektes, wie sich Stress während der Schwangerschaft auf die Alterung des Gehirns und dessen Anfälligkeit für altersbedingte Erkrankungen (z.B. Schlaganfall) auswirkt. Grafik: K. Wagner / FLINicht ohne Folgen

Stress vor der Geburt beeinflusst Altern und Krankheitsrisiko

 

Jena (13. März 2012) - Stress in der Schwangerschaft kann negative Folgen für das Ungeborene haben, aber auch sein späteres Leben nachhaltig beeinflussen. Wie sich Stress auf die Alterung des Gehirns und dessen Anfälligkeit für altersbedingte Erkrankungen (z.B. Schlaganfall) auswirkt, wird in einem von der Europäischen Union mit drei Millionen Euro geförderten Projekt untersucht.

G-BA-Entscheid

Blutzucker-Screening auf Schwangerschaftsdiabetes wird Kassenleistung

 

Berlin (8. März 2012) – Bei fast vier Prozent aller werdenden Mütter in Deutschland stellen Ärzte die Diagnose Gestationsdiabetes. 2010 waren rund 24.000 Frauen betroffen. Für das Kind können die hohen Blutzuckerwerte der Mutter langfristige Folgen haben: es läuft Gefahr, selbst übergewichtig zu werden und an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und andere Fachgesellschaften fordern seit langem Reihenuntersuchungen auf Gestationsdiabetes (GDM) mittels Blutzuckerbelastungstest. Am 3. März 2012 ist das Screening nun auf Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen (G-BA) verbindlich in die Mutterschaftsrichtlinien als Kassenleistung aufgenommen worden. Die DDG und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe begrüßen diese Entscheidung.

 

Deutsche Gesellschaft fuer Gynaekologie und GeburtshilfeÄrztliche Empfehlung zum Thema weibliche Genitalbeschneidung/weibliche Genitalverstümmelung

 

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe hat Empfehlungen für Ärztinnen und Ärzte für die medizinische Betreuung von Frauen nach Genitalbeschneidung erarbeitet

 

Berlin (6. März 2012) - Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation gibt es weltweit 150 Millionen Mädchen und Frauen, die von einer Beschneidung ihrer Genitalien betroffen sind. Für Deutschland gibt es keine exakten Zahlen; Schätzungen von TERRE DES FEMMES zufolge handelt es sich um bis zu 20.000 Frauen und gefährdete Mädchen. Beschneidungen der Schamlippen und der Klitoris mit traditionsgebundenem Hintergrund gelten in Deutschland als Körperverletzung und sind strafbewehrt.

destatis1,4 Prozent weniger Schwangerschaftsabbrüche 2011

 

Wiesbaden (5. März 2012) - Im Jahr 2011 wurden rund 108.900 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 1,4 % oder knapp 1.600 weniger als im Jahr 2010.

 

Gynäkologie

Neue Strategien gegen PMS

 

Berlin (1. März 2012) - Eine gesteigerte Wahrnehmung für die natürlichen Schwankungen der Hormonspiegel – dies scheint in den meisten Fällen die Ursache für PMS zu sein, das prämenstruelle Syndrom. Etwa jede vierte bis fünfte Frau kennt PMS und leidet darunter. Allerdings gibt es zahlreiche in Studien erprobte Strategien, um die zahlreichen PMS-Symptome zu mildern.

 

Das haben Hebammen nicht verdient!Das haben Hebammen nicht verdient!

Der Deutsche Hebammenverband fordert am Equal Pay Day ein Ende der Lohnungleichheit

 

Karlsruhe (28. Februar 2012) - Der Deutsche Hebammenverband e.V. nutzt den diesjährigen Equal Pay Day, um wiederholt die miserable Vergütung eines Frauenberufes anzuprangern, der sich durch hohe Verantwortung und große Autonomie auszeichnet. Auch wenn es im Hebammenberuf kaum männliche Kollegen gibt, mit denen das Einkommen verglichen werden könnte, zeigt sich doch eine große Lohnungerechtigkeit. „Fakt ist, dass in allen traditionellen Frauenberufen deutlich weniger verdient wird als in Männerberufen. Dramatisch ist auch die Beobachtung, dass in Berufen, in denen der Frauenanteil zunimmt, das Durchschnittsgehalt nachweislich sinkt. Das ist bei Architektinnen, Journalistinnen und bei Ärztinnen zu sehen. Das heißt, sobald es eine Feminisierung bislang typischer Männerberufe gibt, sinkt das Einkommen“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes.

 

Photo: Preglem - eine Division von Gedeon Richter Pharma GmbHEsmya®

Zulassung zur Behandlung von Uterusmyomen bei Patientinnen, die für eine OP vorgesehen sind

 

Budapest, Ungarn (27. Februar 2012) - Gedeon Richter Plc. („Richter”) gibt heute bekannt, dass die Europäische Kommission die Marktzulassung für Esmya® 5mg Tabletten zur Behandlung von moderaten bis schwersymptomatischen Uterusmyomen bei Patientinnen, die für eine Operation vorgesehen sind, erteilt hat. Diese Entscheidung folgt einer positiven Stellungnahme der EMA (European Medicines Agency)/CHMP (Committee for Medicinal Products) vom 16. Dezember 2011 und gilt für alle Mitgliedstaaten der europäischen Union.

Sectio. Photo: Wikipedia en.Kaiserschnitt erhöht das Risiko für Typ 1 Diabetes

 

München (14. Februar 2012) - Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt kamen, haben laut der BABYDIAB-Studie ein mehr als doppelt so hohes Typ 1 Diabetes-Risiko als Kinder, die spontan entbunden wurden. In der Langzeit-Studie der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München wurde der Einfluss von Umweltfaktoren auf die Entwicklung der Erkrankung bei 1.650 Kindern aus Risikofamilien untersucht. Die Studienteilnehmer wurden von Geburt an durchschnittlich 11 Jahre lang beobachtet. Eine Erklärung sehen die Forscher in der Tatsache, dass eine Entbindung per Kaiserschnitt die Zusammensetzung der kindlichen Darmflora verändert und damit die Entwicklung von Autoimmunität begünstigt.

 

Pfizer bringt vaginalen Verhütungsring Circlet® auf den MarktPfizer bringt vaginalen Verhütungsring Circlet® auf den Markt

 

Mit dem Monatsring nur alle vier Wochen an Verhütung denken

 

Berlin (7. Februar 2012) - Ab sofort wird Pfizer den vaginalen Verhütungsring unter dem Handelsnamen Circlet® vermarkten. Der Monatsring enthält 11,7 mg Etonogestrel und 2,7 mg Ethinylestradiol und ist zur Kontrazeption bei Frauen im gebärfähigen Alter zugelassen. Mit Circlet® erweitert Pfizer das Kontrazeptiva-Portfolio um das innovative Verhütungsprinzip „Ring“ und bietet damit ein umfassendes Service-Angebot für Gynäkologen und Anwenderinnen.

 

Frauen leiden fünfmal häufiger unter Essstörungen als Männer

 

Leipzig (7. Februar 2012) - Eine repräsentative Studie zeigt, dass fünfmal mehr Frauen (5,9 Prozent) als Männer (1,5 Prozent) in Deutschland unter Störungen im Essverhalten leiden. Dazu zählen zum Beispiel die Bulimia Nervosa (Ess-Brech-Störung), die Binge-Eating- oder Essanfallsstörung und die Anorexia Nervosa (Magersucht). Die Studie belegt außerdem, dass bei fettleibigen (adipösen) Frauen elfmal häufiger und bei adipösen Männern sogar 20-mal häufiger eine Störung im Essverhalten vorliegt als bei normalgewichtigen Frauen und Männern.

 

Fachgesellschaften fordern

Implantate vorsorglich entfernen

 

Berlin (9. Januar 2012) - Über das weitere Vorgehen in dem Skandal um fehlerhafte Brustimplantate der französischen Firma „PIP“ sind sich die Präsidenten der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC), Prof. Dr. Peter M. Vogt, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS), Prof. Dr. Diethelm Wallwiener, sowie der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Prof. Dr. Klause Friese, einig: „Wir raten zu einer Entfernung ohne Eile, wie es bereits die französische Expertenkommission empfohlen hat."

 

BfArM: Erweiterung der Empfehlung

Entfernung der PIP- und Rofil-Brustimplantate als Vorsichtsmaßnahme empfohlen

 

Bonn (6. Januar 2012) - Das BfArM hat am 23.12.2011 eine Empfehlung ausgesprochen, wonach sich betroffene Patientinnen vom Arzt auf mögliche Rissbildungen der Implantate hin untersuchen lassen sollten, um anschließend über jeweils geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung entscheiden zu können. Aufgrund in den letzten Tagen zunehmend eingehender Mitteilungen von Ärzten, Fachgesellschaften und Kliniken erweitert das BfArM diese Risikobewertung von PIP- bzw. Rofil-Brustimplantaten. Diese Mitteilungen sagen aus, dass Silikon auch aus solchen Implantaten vermehrt und im Zeitverlauf zunehmend austreten („ausschwitzen“) kann, bei denen keine Rissbildung vorliegt.

 

Beckenboden-Chirurgie – Vorsicht mit Implantaten

 

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe warnt vor unkritischem Einsatz synthetischer Netze in der Beckenbodenchirurgie

 

Berlin (30. Dezember 2011) - Mehrere Geburten, starkes Übergewicht, Bindegewebsschwäche – es gibt viele Gründe, warum sich bei einer Frau eine Senkung des Beckenbodens entwickelt. Anzeichen für eine solche Senkung sind ungewollter Urinverlust, Druckgefühl im Unterbauch, der Eindruck, dass ein Fremdkörper in der Scheide liegt, Kreuz- und Rückenschmerzen, Schmerzen beim Sex. Allerdings sind die Möglichkeiten, diese Beschwerden zu heilen, heute ausgezeichnet.

 

Empfehlungen des BfArM für Patientinnen mit PIP-Brustimplantaten

 

Bonn (23. Dezember 2011) - Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) empfiehlt Patientinnen mit PIP-Brustimplantaten, wegen des Risikos möglicher Rissbildungen in jedem Fall ihren implantierenden Arzt oder ihre Klinik aufzusuchen. „Ziel dieser vorbeugenden Sicherheitsmaßnahme ist eine individuelle Risikoabwägung bei den betroffenen Patientinnen. Nur so kann im Einzelfall über geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung entschieden werden“ sagte Prof. Dr. Walter Schwerdtfeger, Präsident des BfArM.

 

Asthma-Spray in der Schwangerschaft und die Gesundheit des Kindes

 

Basel, Schweiz (19. Dezember 2011) - Wenn Mütter während der Schwangerschaft Glukokortikoid-haltige Sprays zur Behandlung von Asthma verwenden, trägt der Nachwuchs ein erhöhtes Risiko für hormonelle und Stoffwechselerkrankungen; er ist jedoch nicht anfälliger für eine Vielzahl anderer Erkrankungen. Das zeigt eine Studie, die Forschende der Universität Basel mit Kollegen aus der Schweiz, den USA und Dänemark im Fachmagazin «American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine» veröffentlicht haben.

 

Test auf Schwangerschaftsdiabetes wird GKV-Leistung

Merkblatt unterstützt die ärztliche Aufklärung

 

Berlin (15. Dezember 2011) – Schwangere Frauen haben künftig Anspruch auf einen Test auf Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Einen entsprechenden Beschluss, der unter anderem auf den Ergebnissen der Nutzenbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) basiert, fasste der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) heute in Berlin.