Gynäkologie

DGHO veröffentlicht Informationen zu Lymphomen bei Frauen mit Brustimplantaten

 

Berlin (28. April 2011) – Die Food and Drug Administration (FDA) der USA und das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) haben kürzlich auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Brustimplantaten und einer Form von Lymphknotenkrebs hingewiesen. Aus Deutschland wurde bisher ein Fall veröffentlicht.

 

Lichttherapie hilft bei Depression in der Schwangerschaft

 

Basel, Schweiz (7. April 2011) - Schwangeren, die an einer Depression leiden und aus Angst vor Nebenwirkungen auf die Einnahme von antidepressiven Medikamenten während der Schwangerschaft verzichten wollen, kann mit einer Lichttherapie effektiv geholfen werden. Das belegt eine Studie von Forschenden der Universität Basel. Die Forschungsergebnisse sind in der aktuellen Online-Ausgabe des «Journal of Clinical Psychiatry» veröffentlicht.

 

Will das geburtshilfliche Handwerk bewahren: Prof. Ekkehard Schleußner, Direktor der Abteilung Geburtshilfe am UKJ, hier mit einer glücklichen Mutter. Photo: H.-G. Schröder/UKJMehr Kaiserschnitte - weniger Fertigkeiten in der Geburtshilfe?

 

Geburtshilfe-Symposium am UKJ rückt am 2. April klassisches „Handwerkszeug“ in den Vordergrund

 

Jena (30. März 2011) - Jedes 3. Kind in Deutschland kommt heute per Kaiserschnitt auf die Welt. Damit dominiert das operative Geburtsverfahren der Sektio inzwischen den Alltag in deutschen Kreißsälen. „ Wir haben hier in den letzten zehn Jahren eine starke Verschiebung erlebt“, konstatiert Prof. Dr. Ekkehard Schleußner, Direktor der Abteilung Geburtshilfe am Universitätsklinikum Jena. Im Durchschnitt liegt der Anteil der Kaischerschnitte bei 31 Prozent in deutschen Kliniken.

Hebammen können in Witten den Doktortitel erwerben

 

Osnabrück/Witten/Herdecke (30. März 2011) - Hebammen können ab sofort an der Universität Witten/Herdecke ihren Doktortitel erwerben. Möglich macht das eine jüngst getroffene Kooperationsvereinbarung mit der Fachhochschule Osnabrück zum Forschungsschwerpunkt „Versorgung während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett“. „Das ist ein Glücksfall, der das Spektrum der familienorientierten Pflege sinnvoll ausweitet“, so kommentiert Prof. Dr. Wilfried Schnepp, Lehrstuhlinhaber für familienorientierte und gemeindenahe Pflege, die Zusammenarbeit. „Dass Hebammen nach einem Studium in Deutschland zu ihren eigenen Fragestellungen promovieren, ist eine notwendige und zugleich neue Entwicklung. Inhaltlich befassen sie sich mit Fragestellungen rund um Schwangerschaft, Geburt und frühe Elternphase, aber auch mit Fragen zur Organisation, wie etwa dem von Hebammen geleiteten Kreißsaal.“

Familienhebammen mit staatlicher Anerkennung

Start der Weiterbildung in Hannover

 

Karlsruhe (28. März 2011) - Am 8. April 2011 beginnt in Hannover die erste staatlich anerkannte Weiterbildung „Familienhebamme“ mit einem Pilotkurs.  Die Absolventinnen des Kurses werden die ersten staatlich anerkannten Familienhebammen sein. Die Weiterbildung umfasst 400 Unterrichtsstunden sowie die Teilnahme an regionalen Intervisionsgruppen. Der Lehrgang endet im November 2012 mit einer staatlichen Prüfung. Mit dieser rechtlichen Verankerung werden  Familienhebammen zu wichtigen Akteurinnen im deutschen System Früher Hilfen. Die staatliche Anerkennung der Familienhebammen wird ein wichtiger Schritt sein, um auch die Vergütung auf solide Füße zu stellen.

 

Lass mich – ich habe PMS!

Online-Studie zum Prämenstruellen Syndrom (PMS)

 

Mainz (15. März 2011) - Schlechte Laune, Brustempfindlichkeit, Reizbarkeit, Appetitveränderungen, Gelenkschmerzen, vermehrte Konflikte mit Partner, Freunden oder Arbeitskollegen: Viele Frauen kennen die Beschwerden in den „Tagen vor den Tagen“. Bis zu 80 Prozent der Frauen klagen über Beschwerden, die in der Woche vor der Periode auftreten und die auch als „Prämenstruelles Syndrom“, kurz PMS, bekannt sind. Die Symptome des PMS sind ebenso vielfältig wie unterschiedlich. Obwohl ein Großteil der Frauen jeden Monat erneut unter PMS-Beschwerden leidet, gibt es bisher nur sehr wenige Studien dazu. Das soll sich ändern:

Chlamydien - Problemkeim und keine Strategien

 

Berlin (16. Februar 2011) - Chlamydieninfektionen sind mit etwa 300.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste sexuell übertragbare Erkrankung in Deutschland. Schätzungsweise 100.000 Frauen in Deutschland sind wegen einer unentdeckten Infektion mit diesen Keimen unfruchtbar. Maßnahmen zur Früherkennung sind vom Gesetzgeber längst vorgesehen, bis heute aber nicht praktikabel umgesetzt.

 

Soja hilft nicht gegen Hitzewallungen

 

Berlin/Davos (11. Februar 2011) - Nahrungsergänzungsmittel mit Soja helfen nach derzeitigen Kenntnissen nicht gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren. Das gilt auch für andere hormonartig wirkende Naturstoffe aus Pflanzen, den so genannten Phytohormonen. "Phytohormone aus Soja verringern Hitzewallungen oder nächtliches Schwitzen in den Wechseljahren nicht. Wenn diese Präparate helfen, dann liegt das meist am Placeboeffekt, also an den positiven Erwartungen der Frau", sagte Prof. Dr. Helga Stopper von der Universität Würzburg auf der Pharmacon. Bei diesem internationalen Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer informieren sich Apotheker eine Woche lang über aktuelle Entwicklungen der Hormontherapie.

 

Votum für höhere Steuern und Warnhinweise auf Alkoholika

„GenoGyn-Prävention-aktiv“: Frauenärzte gegen Alkoholmissbrauch

 

Köln (8. Februar 2011) - Legal und oft verharmlost: Alkohol ist das am weitesten verbreitete Suchtmittel in Deutschland. Der Missbrauch verursacht millionenfaches Leid sowie jährlich volkswirtschaftliche Kosten von über 26 Milliarden Euro. Angesichts von 74.000 Alkoholtoten pro Jahr, einer dramatischen Zunahme des Komatrinkens und immer mehr alkoholabhängiger Frauen fordert die Ärztliche Genossenschaft GenoGyn im Rahmen ihrer Initiative „GenoGyn-Prävention-aktiv“ konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung der Alkoholsucht. Allen voran eine drastische Erhöhung der Alkoholsteuern und, ähnlich wie bei Tabakwaren, Warnhinweise auf jedem Flaschenetikett.

 

Auch leichte Schwangerschaftsdiät schadet der Hirnentwicklung des Babys

 

Jena (20. Januar 2011) - Obwohl das körperliche Wachstum der Babys und das Gewicht der Mütter kaum vermindert waren, beeinträchtigte eine 30 %ige Nährstoffreduktion während der ersten Schwangerschaftshälfte die kindliche Gehirnentwicklung wesentlich. Dies ist das Ergebnis einer Studie mit Pavianen, die Neurologen des Universitätsklinikums Jena gemeinsam mit Genetikern und Fetalphysiologen aus Antonio, Texas, jetzt in den renommierten Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA veröffentlichten.

 

Riskante Wissenslücken bei der Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft

 

München (17. Januar 2011) - Nährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe – in der Schwangerschaft ist der Bedarf teilweise erhöht. Für die meisten Nährstoffe kann dieser Mehrbedarf über eine gesunde Mischkost gedeckt werden, manche Stoffe sollten werdende Mütter hingegen zusätzlich in Tablettenform einnehmen. Eine Studie des Lehrstuhls für Ernährungsmedizin der Technischen Universität München (TUM) weist jedoch auf Wissenslücken hin: Demnach nehmen Schwangere sinnvolle Nahrungsergänzungspräparate teilweise zu spät oder gar nicht ein, während bei anderen Mikronährstoffen zum Teil ungewollte Überdosierungen auftreten, deren Auswirkungen während der Schwangerschaft noch nicht erforscht sind.

Neuer Fragebogen hilft Monatsbeschwerden erkennen

 

Basel, Schweiz (17. Januar 2011) - Vier von fünf Frauen leiden in den Tagen vor ihrer Monatsblutung an Beschwerden. Die meisten sind dadurch kaum eingeschränkt, doch wäre bei rund jeder zehnten Frau eine Therapie angezeigt. Forschende der Universität Basel haben nun mit Kollegen aus Kanada einen Fragebogen entwickelt, mit dem diese Frauen schneller erkannt und früher behandelt werden können, wie sie in der neuesten Ausgabe des Fachmagazins «Der Nervenarzt» berichten.

 

Familienhebammen werden positiv beurteilt

Kein Ersatz für sozialpädagogische Fachangebote

 

Halle-Wittenberg (3. Januar 2011) - Familienhebammen werden von den Familien positiv beurteilt, das fand eine Forschergruppe der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg heraus. Die Mitarbeiterinnen evaluieren seit 2006 Familienhebammen in Sachsen-Anhalt. Professor Dr. Johann Behrens, Direktor des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, sieht im Einsatz der Familienhebammen allerdings keinen Ersatz für sozialpädagogische Fachangebote der Kinder- und Jugendhilfe.

 

DBfK fordert breiteren Ansatz beim Kinderschutzgesetz der Bundesregierung

 

Berlin (16. Dezember 2010) - Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK) begrüßt den Vorstoß der Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, den Kinderschutz über präventive Maßnahmen zu stärken. Zentrales Element dabei sind die Familienhebammen, die als Bindeglied fungieren. „Der Einsatz von Familienhebammen ist enorm wichtig, aber der Ansatz greift angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen zu kurz“ sagt Andrea Weskamm, Leiterin des Kompetenzzentrums Familiengesundheitspflege.

Frauen der zweiten Migrantengeneration haben sich dem Geburtenverhalten von deutschen Frauen nahezu angepasst

 

Rostock (10. August 2010) - Obwohl Zuwanderung und Integration drängende Themen für die Politik sind, hat es in Deutschland lange Zeit kaum Forschungen zum demografischen Verhalten von Migranten und ihren Nachkommen gegeben. Dr. Nadja Milewski, Wissenschaftlerin der Universität Rostock, ist in ihren Forschungen zu erstaunlichen Ergebnissen gelangt. „Frauen der zweiten Migrantengeneration haben sich dem Geburtenverhalten von deutschen Frauen nahezu angepasst“, sagt die Rostockerin, die kürzlich für ihre Forschungsergebnisse von der Universität Rostock mit dem Joachim-Jungius-Förderpreis ausgezeichnet wurde. Damit scheiden Migrantinnen offenbar aus, wenn es darum geht, dem demografischen Wandel oder der Bevölkerungsalterung durch Geburtenzuwachs begegnen zu wollen.

Aktualisiertes Merkblatt Mammographie-Screening

Aufklärung über Vor- und Nachteile des Programms

 

Berlin (16. Juli 2010) - Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und die Kooperationsgemeinschaft Mammographie (KoopG) haben am Donnerstag in Berlin das aktualisierte Merkblatt für das Mammographie-Screening vorgestellt. Frauen sollen mit dem neuen Merkblatt ausgewogen und noch strukturierter über Inhalte sowie über Vor- und Nachteile des Programms zur Brustkrebsfrüherkennung aufgeklärt werden, um auf dieser Basis eine informierte und individuelle Entscheidung über eine Teilnahme treffen zu können.„Ziel der Früherkennung von Brustkrebs durch Mammographie-Screening ist die Senkung der Brustkrebssterblichkeit. Gleichzeitig sollen die Belastungen so gering wie möglich sein, die für Frauen mit der Untersuchung verbunden sein können“, sagte der Unparteiische Vorsitzende des G-BA, Dr. Rainer Hess.

Wann macht Komplementärmedizin Sinn?

Studie zum Einsatz von Komplementärmedizin bei Hitzewallungen und anderen menopausalen Beschwerden unter Anti-Hormontherapie

Freiburg i.Br. (12. Juli 2010) - Viele Brustkrebspatientinnen, die sich einer anti-hormonellen Therapie unterziehen müssen, leiden unter starken klimakterischen Beschwerden. Im Vordergrund stehen meist Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Zusätzlich klagen die Betroffenen häufig über Herzbeschwerden, Schlafstörungen, Gelenkschmerzen, depressive Verstimmungen, Reizbarkeit sowie über körperliche und geistige Erschöpfung. Mit der Studie soll untersucht werden, welche komplementärmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten gegen diese Beschwerden sinnvoll eingesetzt werden können.

Stillen und Beikost – endlich einheitliche, klare Regeln

Stiftung Kindergesundheit informiert über die neuen, gemeinsamen Empfehlungen der wichtigsten Gesundheits-Institutionen

 

München (12. Juli 2010) - Kaum ist das Baby endlich auf der Welt, können sich junge Eltern vor gut gemeinten Ratschlägen kaum retten: Verwandte und Freunde scheinen alles besser zu wissen, Elternzeitschriften und Ratgebersendungen überbieten sich mit Tipps zu jedem Pups und auch an Stellungnahmen von wissenschaftlichen Fachgesellschaften ist kein Mangel. Besonders für die richtige Ernährung des Babys gibt es viele, nicht selten widersprüchliche Empfehlungen, die junge Eltern häufig verunsichern. Zumindest damit soll es jetzt vorbei sein, vermeldet erfreut die Stiftung Kindergesundheit. Die wichtigsten Organisationen von Kinder- und Frauenärzten, Hebammen, Ernährungsexperten und Gesundheitspolitik haben sich auf wichtige gemeinsame Handlungsempfehlungen und unmissverständliche Zeitangaben zum Stillen, Babynahrung und Beikost geeinigt.

186.000 MitzeichnerInnen unterstützen den Deutschen Hebammenverband bei der Rettung der Hebammenhilfe

 

Meckesheim (18. Juni 2010) - Die E-Petition des DHV hat die kühnsten Erwartungen übertroffen. Am  Ende der Unterzeichnungsfrist haben mehr als 105 300 Menschen die Petition online unterzeichnet und ca. 80 970 auf Papier. Am 28. Juni wird sich deshalb der Petitionsausschuss in einer öffentlichen Anhörung mit den Forderungen des Deutschen Hebammenverbandes befassen. Dass der Petitionsausschuss trotz schwieriger Terminfindung noch vor der Sommerpause das Anliegen der Hebammen auf die Tagesordnung genommen hat, ist ein Indiz dafür, dass durch die Petition ein großer Handlungsdruck entstanden ist.

 

Wochenbettdepression

Mehr als nur Melancholie

 

Neurowissenschaftler untersuchen, wie Wochenbettdepressionen entstehen und wie sie verhindert werden können

 

München (16. Juni 2010) - Innerhalb der ersten Woche nach der Geburt ihres Kindes leiden bis zu 70 Prozent der Mütter unter Wochenbettmelancholie. Während sich die meisten Frauen bald davon erholen, klingen bei etwa 13 Prozent die Symptome nicht wieder ab, sondern manifestieren sich innerhalb der ersten drei Monate nach der Geburt zu einer Wochenbettdepression. Eine maßgebliche Rolle bei diesem Stimmungsabfall spielt, wie bei anderen Depressionen auch, eine zu geringe Konzentration von Neurotransmittern im Gehirn. Julia Sacher vom Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften und ihr Kollege Jeffrey H. Meyer vom Centre for Addiction and Mental Health in Toronto, Kanada, konnten in einer aktuellen Studie zeigen, dass ein Anstieg des Enzyms MAO-A ein ausschlaggebender Faktor bei der Entstehung der Wochenbettmelancholie ist (Arch Gen Psychiatry, 26. Mai 2010).

 

HP Virus unter dem Mikroskop. Photo: QuiagenVerbesserung der Zervixkarzinom-Vorsorge in Deutschland

Früherkennung des Zervixkarzinoms mit HPV-Test im Primärscreening ist kosteneffektiv

 

Berlin (10. Juni 2010) – Der HPV-DNA-Test kann im Primärscreening des Zervixkarzinoms ab dem 30. Lebensjahr zervikale intraepitheliale Neoplasien früher entdecken und die Zahl invasiver Zervixkarzinome senken. Daher empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) den routinemäßigen Einsatz des HPV-Tests zusätzlich zum konventionellen Pap-Test bei Frauen ab dem 30. Lebensjahr. Eine Kosteneffektivitätsstudie im Auftrag des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hat nun bestätigt, dass das HPV-basierte Screening die Vorsorge verbessern kann, ohne die Kosten zu erhöhen.