Gynäkologie

Botschaft der Hebammen ist angekommen

Gesundheitsminister sagt Unterstützung zu

 

Karlsruhe (26. Mai 2010) - Es war eher ein Arbeitstreffen als ein Antrittsbesuch. Wegen der dramatischen Situation der freiberuflichen Geburtshilfe hat sich der Deutsche Hebammenverband an das Gesundheitsministerium gewandt. Wie zu erwarten gab es keine sofortigen  Lösungsangebote, um die steigenden Haftpflichtprämien für freiberufliche Geburtshilfe ab  dem 1.7. 2010 zu kompensieren.  Stattdessen wurden in wohlwollender und wertschätzender Atmosphäre klare Abmachungen zwischen Gesundheitsminister Philipp Rösler und Martina Klenk, der Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes, getroffen.  

Durchbruch bei „Schwangerschaftsvergiftung“

Weltweit erste erfolgreiche Behandlung einer Präeklampsie

 

Köln (25. Mai 2010) - Ein Expertenteam der Uniklinik Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Benzing, Direktor der Klinik IV für Innere Medizin, und Prof. Dr. Peter Mallmann, Direktor der Universitätsfrauenklinik, hat ein neues Verfahren zur Therapie der sogenannten „Schwangerschaftsvergiftung“ (Präeklampsie), einer gefürchteten Schwangerschaftserkrankung, entwickelt.

Wechseljahre dürfen nicht länger ein Tabu sein

 

Köln (11. Mai 2010) - Lieber Schwitzen als Hormone nehmen?  Vaginal-Straffung für besseren Sex? Doris Dörries‘ “Klimawechsel“ brachte die Wechseljahre provokant und mit bitterbösem Humor ins Gespräch – und erntete dafür zwiespältige Reaktionen. Die Frauenärzte der Ärztlichen Genossenschaft GenoGyn begrüßen das große Medienecho auf Dörries‘ TV-Serie, denn es breche längst überfällige Tabus. Noch immer fehle es an Aufklärung über Wechseljahresbeschwerden und nach wie vor würden zu viele betroffene Frauen aus Scham schweigen, statt sich helfen zu lassen.

 

ePetition

Die Welt braucht Hebammen - heute mehr denn je!

 

Karlsruhe (5. Mai 2010) - Zum Internationalen Hebammentag waren bundesweit viele Tausend Hebammen auf den Straßen. In Berlin, Köln, München, Stuttgart, Hamburg und Erfurt und anderswo demonstrierten sie für den Erhalt ihres Berufsstandes und für eine gute flächendeckende geburtshilfliche Versorgung aller Frauen. -> Zur Petition

Babys im Bett besser schützen

Sechs Ratschläge helfen, noch mehr Säuglinge vor dem Plötzlichen Kindstod zu bewahren

 

München (3. Mai 2010) - Der Plötzliche Kindstod ist endlich auf dem Rückzug: Seit die meisten Babys auf dem Rücken schlafen, erleben bei uns nur noch halb so viele Eltern diesen entsetzlichen Schicksalsschlag. Und es gibt gute Chancen, dass in Zukunft noch weniger Babys dem nach wie vor unfassbaren plötzlichen Tod SIDS zum Opfer fallen. Voraussetzung dazu ist eine intensive Aufklärung über die vermeidbaren Risikofaktoren, die nach den bisherigen Erkenntnissen am unbegreiflichen Tod eines Babys beteiligt sein können, betont die Stiftung Kindergesundheit in einer aktuellen Stellungnahme.

Immer mehr Schwangere sind zuckerkrank

Verbessertes Screening und zeitnahe Behandlung senkt Risiken für Mutter und Kind

 

Berlin / Stuttgart (3. Mai 2010) - Die Zahl der Schwangeren mit einem Diabetes mellitus ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Die hohen Blutzuckerspiegel machen die Schwangerschaft zu einem Risiko für Mutter und Kind. Eine Früherkennung durch Blutzuckertests wäre möglich. Sie werden in Deutschland jedoch nur selten durchgeführt. Während der 45. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) vom 12. bis 15. Mai 2010 in Stuttgart diskutieren Ärzte und Wissenschaftler unter anderem über Wege, wie Schwangere mit Diabetes schneller zum Spezialisten gelangen.

Stress in der Schwangerschaft kann Wachstum des Fötus beeinflussen

 

Basel, Schweiz (29. April 2010) - Sind werdende Mütter beruflichem Stress oder emotionalen Belastungen ausgesetzt, kommen die Kinder etwas früher auf die Welt. Dabei können bestimmte Formen von Stress während der Schwangerschaft womöglich auch zu schwereren Babys führen. Das zeigt eine Studie, die Forschende der Universität Basel gemeinsam mit Kollegen aus den USA im Fachmagazin ?Psychosomatic Medicine? publiziert haben.

 

Müssen Frauen ab dem 1.7.2010 auf Hebammenhilfe verzichten?

 

Unbezahlbare Haftpflichtprämien bedrohen die Existenz des Hebammenberufes und die flächendeckende Versorgung der Gebärenden

 

Karlsruhe (7. April 2010) - Seit Monaten weist der Hebammenverband Krankenkassen und Politik darauf hin, dass durch die steigenden Haftpflichtprämien - bei stagnierenden Einnahmen - verstärkt freiberuflich tätige Hebammen aus der Geburtshilfe gedrängt werden.

War es früher selbstverständlich, dass eine Hebamme neben Vorsorge und Wochenbettbetreuung auch Geburten begleitet hat, so ist deren Anteil parallel zum Anstieg der Haftpflichtprämien drastisch gesunken.

 

Röteln: Risiko für Schwangere

 

München (10. Februar 2010) - Röteln sind harmlos. Fieber, meist nicht über 38 Grad und ein typischer Hautausschlag gehen schnell vorüber. Dennoch, so die Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut Berlin und der Stiftung Kindergesundheit, sollten Kinder gegen die leichte Kinderkrankheit geimpft werden, denn Röteln können für Schwangere und ihre ungeborene Babys gefährlich sein.

Leichte Neugeborene kommen früher in die Pubertät

 

Bonn (1. Dezember 2009) - Bei Kindern, die zur Geburt weniger als 3.000 Gramm wiegen, tritt die Pubertät um einige Monate früher ein als bei Kindern mit einem Geburtsgewicht von 3.000 Gramm oder mehr. Das hat eine Studie des zur Universität Bonn gehörenden Forschungsinstituts für Kinderernährung sowie der Hochschule Fulda ergeben. Je früher die Pubertät, desto größer ist das Risiko, an Brust- oder Hodenkrebs zu erkranken. Die Wissenschaftler empfehlen daher werdenden Müttern, in der Schwangerschaft auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Die Studie ist nun im American Journal of Clinical Nutrition erschienen.

Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs: Was Mädchen wissen sollten

Nicht aus Angst für oder gegen HPV-Impfung entscheiden

Berlin (19. November 2009) - Für Mädchen ist es wichtig zu wissen, wie sie ihr Risiko für Gebärmutterhalskrebs senken können. Nicht nur die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) ist hier ein Thema. Zum Beispiel entwickeln Frauen, die nicht rauchen, seltener Krebs, darunter auch Gebärmutterhalskrebs. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in seinen auf Gesundheitsinformation.de veröffentlichten Informationen hin.

Brustaufbau mit Schweinehaut-Matrix

 

München (12. November 2009) - Rund 57.000 Frauen erkranken alljährlich allein in Deutschland an Brustkrebs. Dank medizinischer Fortschritte in den vergangenen Jahren ist eine Therapie bzw. Heilung vielfach möglich, ohne die betroffenen Brüste zu amputieren. Dennoch ist die Brustentfernung bei jährlich etwa 15.000 Frauen unvermeidbar, was oft mit Verlust von Selbstwertgefühl und Würde verbunden ist. Viele Patientinnen entscheiden sich deshalb für den Brustaufbau, wozu Chirurgen Haut- und Fettgewebe meist am Bauch, aber auch an Po oder Rücken entnehmen und in einem aufwändigen Prozess transplantieren. Nachteil dieser Technik: "An der Entnahmestelle entstehen große Narben", sagt Privat-Dozent Dr. Darius Dian, Leitender Oberarzt der Klinik für Geburtshilfe und Frauenheilkunde der Universität München. Als europaweit erstes Zentrum haben die Münchener Experten darum ein neues Verfahren getestet, das offenbar schonender ist als die Standard-Methode und auf die Transplantation von köpereigenem Gewebe verzichtet.

DGGG und AGMFM aktualisieren gemeinsame Stellungnahme

Pharmakovigilanz zur H1N1-Impfverträglichkeit bei Schwangeren

Berlin (10. November 2009) – Die Impfung gegen die sogenannte Schweinegrippe ist deutschlandweit auch für Schwangere möglich. Doch ihr Einsatz sorgt in Fachkreisen noch immer für Diskussionen – zu wenige Beobachtungsstudien erschweren eine eindeutige Positionierung. Jetzt haben die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und die der Arbeitsgemeinschaft für Materno-Fetale Medizin in der DGGG (AGMFM) ihre gemeinsame Stellungnahme vom Oktober 2009 zur Diagnostik und Therapie der neuen Influenza A-Variante H1N1 um den Punkt der „Impfung / Pharmakovigilanz“ erweitert ( www.dggg.de ).

Deutschlands Drogeriemärkte und Einzelhändler reagieren auf Hiobsbotschaften über gefährliche Schnuller und Milchflaschen

 

Berlin (3. November 2009) - Laut Pressemitteilung des BUND nehmen Kaufland und Schlecker Bisphenol-A-belastete Babyschnuller aus ihren Regalen. Wann ziehen auch die anderen nach? Schließlich haben REWE und DM die entsprechenden Produkte schon in Österreich und Norwegen aus dem Verkauf genommen, aber nicht bei uns.

Die Umstellung der Produktion ihrer Schnuller auf Bisphenol-A-freie Ausgangsmaterialien kündigten einige Hersteller an. Damit reagieren sie auf Analysen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Anfang Oktober in einer Reihe von Babyschnullern die hormonell wirksame Chemikalie nachweisen konnte. Bisphenol A wird verdächtigt, Unfruchtbarkeit, Schädigungen der Gehirnentwicklung und Brustkrebs hervorzurufen.

Frühgeburten: Jeder Schwangerschaftstag verbessert Überlebenschancen

 

  • Tokolyse erfolgt oft nicht mit den modernsten Mitteln
  • Initiative fordert Verbesserungen bei der Behandlung vorzeitiger Wehen

 

FrühgeburtenBerlin (27.10.2009) - Jährlich kommen in Deutschland über 50.000 Kinder zu früh, also vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt. Trotz der schwerwiegenden Konsequenzen einer Frühgeburt erfolgt derzeit die Behandlung von Schwangeren mit vorzeitigen Wehen in den meisten Fällen nicht mit den modernsten Mitteln. Darauf wies heute im Rahmen des 9. Weltkongresses für Perinatalmedizin die neugegründete Initiative "Jeder Tag zählt" hin. Die Folgen sind höhere gesundheitliche Risiken für die betroffenen Mütter und Kinder sowie erhebliche mittel- und langfristige Folgekosten. Im Rahmen der Initiative "Jeder Tag zählt" fordern Geburtsmediziner, Hebammen und Betroffene deshalb eine konsequente Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Behandlung von Frühgeburten und den Zugang zu modernen Therapieoptionen für alle betroffenen Schwangeren.

Wie Stresshormone im Mutterleib auf den Nachwuchs wirken

 

Basel, Schweiz (21. Oktober 2009) - Wenn eine Frühgeburt droht, erhalten Schwangere oft synthetische Stresshormone, um die Lungenreifung des Ungeborenen zu beschleunigen. Wissenschaftler der Universitäten Basel und Zürich sind nun zum Ergebnis gekommen, dass diese Glukokortikoide auch die Hormonproduktion des Kindes verändern. Die Forschungsresultate wurde diese Woche online in der Fachzeitschrift "Endocrine Reviews" veröffentlicht.

Wenn Komplikationen in der Schwangerschaft auf eine Frühgeburt hinweisen, werden seit den 1970er-Jahren Glukokortikoide eingesetzt. Diese synthetischen Stresshormone helfen unter anderem, die Lungenreifung des Ungeborenen zu beschleunigen, damit es bei einer vorzeitigen Geburt auch ausserhalb des Mutterleibs überleben kann. Die Glukokortikoide können aber die fötale Entwicklung nachhaltig beeinflussen. Vor allem das körpereigene Stresssystem, die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrindenachse (HHNA), reagiert besonders empfindlich auf vorgeburtliche Einflüsse durch synthetische Glukokortikoide.

Hormonersatztherapie (HRT) weiterhin im Fokus der Gynäkologie

Relevanz der Gestagenkomponente und niedrige Dosierungen beschäftigen die HRT-Forschung

 

London/Hannover (7. September 2009) – Die Hormonersatztherapie (HRT) steht weiterhin im Fokus des Interesses in der Gynäkologie. Auf dem 8. Menopause-Kongress der European Menopause and Andropause Society (EMAS) in London wurden bei einem Satellitensymposium von Solvay Pharmaceuticals neue Studienergebnisse mit hoher Relevanz für die tägliche Praxis vorgestellt. Eine große Fall-Kontroll-Studie bestätigte die Bedeutung der Gestagenkomponente für das Mammakarzinomrisiko unter HRT. Dieses war unter der Kombination von Estradiol und dem Gestagen Dydrogesteron (Femoston®) nicht erhöht und tendenziell niedriger als unter anderen Hormonkombinationen. Zudem zeichnete sich ein tendenziell geringeres Risiko für ischämische Schlaganfälle und venöse Thromboembolien ab. Darüber hinaus könnte für einen Teil der Frauen in der Postmenopause eine noch niedriger dosierte HRT eine Option sein. Beim Vergleich der kontinuierlich-kombinierten Gabe von Estradiol/Dydrogesteron in etablierter (1 mg/5 mg) und in niedrigerer Dosis (0,5 mg/2,5 mg) wurden Hitzewallungen äquieffektiv reduziert, irreguläre Blutungen waren bei niedriger Dosis seltener. Der endometriale Schutz war dennoch gewährleistet.

Minimalinvasive Techniken

Innovationsschub in der operativen Gynäkologie

 

Berlin (30. September 2009) - Minimalinvasive Operationen und neue Techniken wie z.B. der Einsatz von Operationsrobotern sind spannende Themen, die auf dem diesjährigen 4. Kongress des Forums Operative Gynäkologie (FOG) präsentiert und diskutiert werden. Prof. Dr. Klaus Neis, operativ tätiger Frauenarzt in Saarbrücken und Koordinator des FOG gab einen Einblick in die vielfältigen Aspekte der operativen Gynäkologie.

Über 90 Prozent der Operationen in der Gynäkologie werden heute minimalinvasiv - nur mit kleinsten Verletzungen des Gewebes - mit Hilfe eines optischen Instruments (Laparoskop) durchgeführt. "Hierbei wird nicht mehr wie früher ein größeres Operationsfeld freigelegt, sondern der Eingriff im Bauchraum wird quasi durch ein "Schlüsselloch" mit Hilfe von sehr feinen Instrumenten vorgenommen", erklärte Neis. Diese Methode wurde von deutschen Gynäkologen entwickelt und belastet die Patientinnen nicht mehr so stark wie Operationen am offenen Bauchraum.

Früherkennungsuntersuchungen sind nicht immer sinnvoll

IQWiG hilft, bei der Vielzahl von Angeboten den Durchblick zu behalten

 

Berlin (30. September 2009) - Nicht alle Früherkennungsuntersuchungen verbessern die Gesundheit. Sie können auch nutzlos sein oder gar schaden. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hin. Es lohnt sich also, die Vor- und Nachteile von Früherkennungsuntersuchungen abzuwägen, bevor man sich für oder gegen eine Teilnahme entscheidet. Dabei können die auf Gesundheitsinformation.de veröffentlichten Informationen helfen.

Stillen ist lebenswichtig - Bist du dabei?

Workshop der Nationalen Stillkommission am BfR zur Weltstillwoche

 

Berlin (25. September 2009) - Die Weltstillwoche 2009 vom 28. September bis 4. Oktober steht unter dem Motto "Stillen ist lebenswichtig! Bist Du dabei?" - Die Nationale Stillkommission ist dabei! Seit 15 Jahren engagiert sie sich für die Förderung des Stillens in Deutschland. Auch künftig sollen Eltern und Fachleute umfassend über das Stillen als normale Ernährungsform für Säuglinge und über dessen Bedeutung für die Gesundheit von Mutter und Kind informiert werden.

Erste deutschsprachige S3-Leitlinie zur Hormontherapie in und nach den Wechseljahren 

 

Berlin (7. September 2009) - Heute ist im Rahmen einer Pressekonferenz die erste interdisziplinäre evidenzbasierte Leitlinie zur Hormontherapie in der Peri- und Postmenopause (HT) veröffentlicht worden. Die neue Stufe-3 (S3)-Leitlinie wurde unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) entwickelt. Prof. Dr. Olaf Ortmann arbeitete als Koordinator des Prozesses gemeinsam mit Mandatsträgerinnen und -trägern von 20 medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Verbänden, Arbeitsgemeinschaften und Selbsthilfegruppen etwa zwei Jahre an der S3-Leitlinie.