Gynäkologie

DBfK fordert breiteren Ansatz beim Kinderschutzgesetz der Bundesregierung

 

Berlin (16. Dezember 2010) - Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK) begrüßt den Vorstoß der Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, den Kinderschutz über präventive Maßnahmen zu stärken. Zentrales Element dabei sind die Familienhebammen, die als Bindeglied fungieren. „Der Einsatz von Familienhebammen ist enorm wichtig, aber der Ansatz greift angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen zu kurz“ sagt Andrea Weskamm, Leiterin des Kompetenzzentrums Familiengesundheitspflege.

Frauen der zweiten Migrantengeneration haben sich dem Geburtenverhalten von deutschen Frauen nahezu angepasst

 

Rostock (10. August 2010) - Obwohl Zuwanderung und Integration drängende Themen für die Politik sind, hat es in Deutschland lange Zeit kaum Forschungen zum demografischen Verhalten von Migranten und ihren Nachkommen gegeben. Dr. Nadja Milewski, Wissenschaftlerin der Universität Rostock, ist in ihren Forschungen zu erstaunlichen Ergebnissen gelangt. „Frauen der zweiten Migrantengeneration haben sich dem Geburtenverhalten von deutschen Frauen nahezu angepasst“, sagt die Rostockerin, die kürzlich für ihre Forschungsergebnisse von der Universität Rostock mit dem Joachim-Jungius-Förderpreis ausgezeichnet wurde. Damit scheiden Migrantinnen offenbar aus, wenn es darum geht, dem demografischen Wandel oder der Bevölkerungsalterung durch Geburtenzuwachs begegnen zu wollen.

Aktualisiertes Merkblatt Mammographie-Screening

Aufklärung über Vor- und Nachteile des Programms

 

Berlin (16. Juli 2010) - Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und die Kooperationsgemeinschaft Mammographie (KoopG) haben am Donnerstag in Berlin das aktualisierte Merkblatt für das Mammographie-Screening vorgestellt. Frauen sollen mit dem neuen Merkblatt ausgewogen und noch strukturierter über Inhalte sowie über Vor- und Nachteile des Programms zur Brustkrebsfrüherkennung aufgeklärt werden, um auf dieser Basis eine informierte und individuelle Entscheidung über eine Teilnahme treffen zu können.„Ziel der Früherkennung von Brustkrebs durch Mammographie-Screening ist die Senkung der Brustkrebssterblichkeit. Gleichzeitig sollen die Belastungen so gering wie möglich sein, die für Frauen mit der Untersuchung verbunden sein können“, sagte der Unparteiische Vorsitzende des G-BA, Dr. Rainer Hess.

Wann macht Komplementärmedizin Sinn?

Studie zum Einsatz von Komplementärmedizin bei Hitzewallungen und anderen menopausalen Beschwerden unter Anti-Hormontherapie

Freiburg i.Br. (12. Juli 2010) - Viele Brustkrebspatientinnen, die sich einer anti-hormonellen Therapie unterziehen müssen, leiden unter starken klimakterischen Beschwerden. Im Vordergrund stehen meist Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Zusätzlich klagen die Betroffenen häufig über Herzbeschwerden, Schlafstörungen, Gelenkschmerzen, depressive Verstimmungen, Reizbarkeit sowie über körperliche und geistige Erschöpfung. Mit der Studie soll untersucht werden, welche komplementärmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten gegen diese Beschwerden sinnvoll eingesetzt werden können.

Stillen und Beikost – endlich einheitliche, klare Regeln

Stiftung Kindergesundheit informiert über die neuen, gemeinsamen Empfehlungen der wichtigsten Gesundheits-Institutionen

 

München (12. Juli 2010) - Kaum ist das Baby endlich auf der Welt, können sich junge Eltern vor gut gemeinten Ratschlägen kaum retten: Verwandte und Freunde scheinen alles besser zu wissen, Elternzeitschriften und Ratgebersendungen überbieten sich mit Tipps zu jedem Pups und auch an Stellungnahmen von wissenschaftlichen Fachgesellschaften ist kein Mangel. Besonders für die richtige Ernährung des Babys gibt es viele, nicht selten widersprüchliche Empfehlungen, die junge Eltern häufig verunsichern. Zumindest damit soll es jetzt vorbei sein, vermeldet erfreut die Stiftung Kindergesundheit. Die wichtigsten Organisationen von Kinder- und Frauenärzten, Hebammen, Ernährungsexperten und Gesundheitspolitik haben sich auf wichtige gemeinsame Handlungsempfehlungen und unmissverständliche Zeitangaben zum Stillen, Babynahrung und Beikost geeinigt.

186.000 MitzeichnerInnen unterstützen den Deutschen Hebammenverband bei der Rettung der Hebammenhilfe

 

Meckesheim (18. Juni 2010) - Die E-Petition des DHV hat die kühnsten Erwartungen übertroffen. Am  Ende der Unterzeichnungsfrist haben mehr als 105 300 Menschen die Petition online unterzeichnet und ca. 80 970 auf Papier. Am 28. Juni wird sich deshalb der Petitionsausschuss in einer öffentlichen Anhörung mit den Forderungen des Deutschen Hebammenverbandes befassen. Dass der Petitionsausschuss trotz schwieriger Terminfindung noch vor der Sommerpause das Anliegen der Hebammen auf die Tagesordnung genommen hat, ist ein Indiz dafür, dass durch die Petition ein großer Handlungsdruck entstanden ist.

 

Wochenbettdepression

Mehr als nur Melancholie

 

Neurowissenschaftler untersuchen, wie Wochenbettdepressionen entstehen und wie sie verhindert werden können

 

München (16. Juni 2010) - Innerhalb der ersten Woche nach der Geburt ihres Kindes leiden bis zu 70 Prozent der Mütter unter Wochenbettmelancholie. Während sich die meisten Frauen bald davon erholen, klingen bei etwa 13 Prozent die Symptome nicht wieder ab, sondern manifestieren sich innerhalb der ersten drei Monate nach der Geburt zu einer Wochenbettdepression. Eine maßgebliche Rolle bei diesem Stimmungsabfall spielt, wie bei anderen Depressionen auch, eine zu geringe Konzentration von Neurotransmittern im Gehirn. Julia Sacher vom Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften und ihr Kollege Jeffrey H. Meyer vom Centre for Addiction and Mental Health in Toronto, Kanada, konnten in einer aktuellen Studie zeigen, dass ein Anstieg des Enzyms MAO-A ein ausschlaggebender Faktor bei der Entstehung der Wochenbettmelancholie ist (Arch Gen Psychiatry, 26. Mai 2010).

 

HP Virus unter dem Mikroskop. Photo: QuiagenVerbesserung der Zervixkarzinom-Vorsorge in Deutschland

Früherkennung des Zervixkarzinoms mit HPV-Test im Primärscreening ist kosteneffektiv

 

Berlin (10. Juni 2010) – Der HPV-DNA-Test kann im Primärscreening des Zervixkarzinoms ab dem 30. Lebensjahr zervikale intraepitheliale Neoplasien früher entdecken und die Zahl invasiver Zervixkarzinome senken. Daher empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) den routinemäßigen Einsatz des HPV-Tests zusätzlich zum konventionellen Pap-Test bei Frauen ab dem 30. Lebensjahr. Eine Kosteneffektivitätsstudie im Auftrag des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hat nun bestätigt, dass das HPV-basierte Screening die Vorsorge verbessern kann, ohne die Kosten zu erhöhen.

 

Botschaft der Hebammen ist angekommen

Gesundheitsminister sagt Unterstützung zu

 

Karlsruhe (26. Mai 2010) - Es war eher ein Arbeitstreffen als ein Antrittsbesuch. Wegen der dramatischen Situation der freiberuflichen Geburtshilfe hat sich der Deutsche Hebammenverband an das Gesundheitsministerium gewandt. Wie zu erwarten gab es keine sofortigen  Lösungsangebote, um die steigenden Haftpflichtprämien für freiberufliche Geburtshilfe ab  dem 1.7. 2010 zu kompensieren.  Stattdessen wurden in wohlwollender und wertschätzender Atmosphäre klare Abmachungen zwischen Gesundheitsminister Philipp Rösler und Martina Klenk, der Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes, getroffen.  

Durchbruch bei „Schwangerschaftsvergiftung“

Weltweit erste erfolgreiche Behandlung einer Präeklampsie

 

Köln (25. Mai 2010) - Ein Expertenteam der Uniklinik Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Benzing, Direktor der Klinik IV für Innere Medizin, und Prof. Dr. Peter Mallmann, Direktor der Universitätsfrauenklinik, hat ein neues Verfahren zur Therapie der sogenannten „Schwangerschaftsvergiftung“ (Präeklampsie), einer gefürchteten Schwangerschaftserkrankung, entwickelt.

Wechseljahre dürfen nicht länger ein Tabu sein

 

Köln (11. Mai 2010) - Lieber Schwitzen als Hormone nehmen?  Vaginal-Straffung für besseren Sex? Doris Dörries‘ “Klimawechsel“ brachte die Wechseljahre provokant und mit bitterbösem Humor ins Gespräch – und erntete dafür zwiespältige Reaktionen. Die Frauenärzte der Ärztlichen Genossenschaft GenoGyn begrüßen das große Medienecho auf Dörries‘ TV-Serie, denn es breche längst überfällige Tabus. Noch immer fehle es an Aufklärung über Wechseljahresbeschwerden und nach wie vor würden zu viele betroffene Frauen aus Scham schweigen, statt sich helfen zu lassen.

 

ePetition

Die Welt braucht Hebammen - heute mehr denn je!

 

Karlsruhe (5. Mai 2010) - Zum Internationalen Hebammentag waren bundesweit viele Tausend Hebammen auf den Straßen. In Berlin, Köln, München, Stuttgart, Hamburg und Erfurt und anderswo demonstrierten sie für den Erhalt ihres Berufsstandes und für eine gute flächendeckende geburtshilfliche Versorgung aller Frauen. -> Zur Petition

Babys im Bett besser schützen

Sechs Ratschläge helfen, noch mehr Säuglinge vor dem Plötzlichen Kindstod zu bewahren

 

München (3. Mai 2010) - Der Plötzliche Kindstod ist endlich auf dem Rückzug: Seit die meisten Babys auf dem Rücken schlafen, erleben bei uns nur noch halb so viele Eltern diesen entsetzlichen Schicksalsschlag. Und es gibt gute Chancen, dass in Zukunft noch weniger Babys dem nach wie vor unfassbaren plötzlichen Tod SIDS zum Opfer fallen. Voraussetzung dazu ist eine intensive Aufklärung über die vermeidbaren Risikofaktoren, die nach den bisherigen Erkenntnissen am unbegreiflichen Tod eines Babys beteiligt sein können, betont die Stiftung Kindergesundheit in einer aktuellen Stellungnahme.

Immer mehr Schwangere sind zuckerkrank

Verbessertes Screening und zeitnahe Behandlung senkt Risiken für Mutter und Kind

 

Berlin / Stuttgart (3. Mai 2010) - Die Zahl der Schwangeren mit einem Diabetes mellitus ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Die hohen Blutzuckerspiegel machen die Schwangerschaft zu einem Risiko für Mutter und Kind. Eine Früherkennung durch Blutzuckertests wäre möglich. Sie werden in Deutschland jedoch nur selten durchgeführt. Während der 45. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) vom 12. bis 15. Mai 2010 in Stuttgart diskutieren Ärzte und Wissenschaftler unter anderem über Wege, wie Schwangere mit Diabetes schneller zum Spezialisten gelangen.

Stress in der Schwangerschaft kann Wachstum des Fötus beeinflussen

 

Basel, Schweiz (29. April 2010) - Sind werdende Mütter beruflichem Stress oder emotionalen Belastungen ausgesetzt, kommen die Kinder etwas früher auf die Welt. Dabei können bestimmte Formen von Stress während der Schwangerschaft womöglich auch zu schwereren Babys führen. Das zeigt eine Studie, die Forschende der Universität Basel gemeinsam mit Kollegen aus den USA im Fachmagazin ?Psychosomatic Medicine? publiziert haben.

 

Müssen Frauen ab dem 1.7.2010 auf Hebammenhilfe verzichten?

 

Unbezahlbare Haftpflichtprämien bedrohen die Existenz des Hebammenberufes und die flächendeckende Versorgung der Gebärenden

 

Karlsruhe (7. April 2010) - Seit Monaten weist der Hebammenverband Krankenkassen und Politik darauf hin, dass durch die steigenden Haftpflichtprämien - bei stagnierenden Einnahmen - verstärkt freiberuflich tätige Hebammen aus der Geburtshilfe gedrängt werden.

War es früher selbstverständlich, dass eine Hebamme neben Vorsorge und Wochenbettbetreuung auch Geburten begleitet hat, so ist deren Anteil parallel zum Anstieg der Haftpflichtprämien drastisch gesunken.

 

Röteln: Risiko für Schwangere

 

München (10. Februar 2010) - Röteln sind harmlos. Fieber, meist nicht über 38 Grad und ein typischer Hautausschlag gehen schnell vorüber. Dennoch, so die Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut Berlin und der Stiftung Kindergesundheit, sollten Kinder gegen die leichte Kinderkrankheit geimpft werden, denn Röteln können für Schwangere und ihre ungeborene Babys gefährlich sein.

Leichte Neugeborene kommen früher in die Pubertät

 

Bonn (1. Dezember 2009) - Bei Kindern, die zur Geburt weniger als 3.000 Gramm wiegen, tritt die Pubertät um einige Monate früher ein als bei Kindern mit einem Geburtsgewicht von 3.000 Gramm oder mehr. Das hat eine Studie des zur Universität Bonn gehörenden Forschungsinstituts für Kinderernährung sowie der Hochschule Fulda ergeben. Je früher die Pubertät, desto größer ist das Risiko, an Brust- oder Hodenkrebs zu erkranken. Die Wissenschaftler empfehlen daher werdenden Müttern, in der Schwangerschaft auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Die Studie ist nun im American Journal of Clinical Nutrition erschienen.

Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs: Was Mädchen wissen sollten

Nicht aus Angst für oder gegen HPV-Impfung entscheiden

Berlin (19. November 2009) - Für Mädchen ist es wichtig zu wissen, wie sie ihr Risiko für Gebärmutterhalskrebs senken können. Nicht nur die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) ist hier ein Thema. Zum Beispiel entwickeln Frauen, die nicht rauchen, seltener Krebs, darunter auch Gebärmutterhalskrebs. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in seinen auf Gesundheitsinformation.de veröffentlichten Informationen hin.

Brustaufbau mit Schweinehaut-Matrix

 

München (12. November 2009) - Rund 57.000 Frauen erkranken alljährlich allein in Deutschland an Brustkrebs. Dank medizinischer Fortschritte in den vergangenen Jahren ist eine Therapie bzw. Heilung vielfach möglich, ohne die betroffenen Brüste zu amputieren. Dennoch ist die Brustentfernung bei jährlich etwa 15.000 Frauen unvermeidbar, was oft mit Verlust von Selbstwertgefühl und Würde verbunden ist. Viele Patientinnen entscheiden sich deshalb für den Brustaufbau, wozu Chirurgen Haut- und Fettgewebe meist am Bauch, aber auch an Po oder Rücken entnehmen und in einem aufwändigen Prozess transplantieren. Nachteil dieser Technik: "An der Entnahmestelle entstehen große Narben", sagt Privat-Dozent Dr. Darius Dian, Leitender Oberarzt der Klinik für Geburtshilfe und Frauenheilkunde der Universität München. Als europaweit erstes Zentrum haben die Münchener Experten darum ein neues Verfahren getestet, das offenbar schonender ist als die Standard-Methode und auf die Transplantation von köpereigenem Gewebe verzichtet.

DGGG und AGMFM aktualisieren gemeinsame Stellungnahme

Pharmakovigilanz zur H1N1-Impfverträglichkeit bei Schwangeren

Berlin (10. November 2009) – Die Impfung gegen die sogenannte Schweinegrippe ist deutschlandweit auch für Schwangere möglich. Doch ihr Einsatz sorgt in Fachkreisen noch immer für Diskussionen – zu wenige Beobachtungsstudien erschweren eine eindeutige Positionierung. Jetzt haben die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und die der Arbeitsgemeinschaft für Materno-Fetale Medizin in der DGGG (AGMFM) ihre gemeinsame Stellungnahme vom Oktober 2009 zur Diagnostik und Therapie der neuen Influenza A-Variante H1N1 um den Punkt der „Impfung / Pharmakovigilanz“ erweitert ( www.dggg.de ).