Gynäkologie

Früherkennungsuntersuchungen sind nicht immer sinnvoll

IQWiG hilft, bei der Vielzahl von Angeboten den Durchblick zu behalten

 

Berlin (30. September 2009) - Nicht alle Früherkennungsuntersuchungen verbessern die Gesundheit. Sie können auch nutzlos sein oder gar schaden. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hin. Es lohnt sich also, die Vor- und Nachteile von Früherkennungsuntersuchungen abzuwägen, bevor man sich für oder gegen eine Teilnahme entscheidet. Dabei können die auf Gesundheitsinformation.de veröffentlichten Informationen helfen.

Stillen ist lebenswichtig - Bist du dabei?

Workshop der Nationalen Stillkommission am BfR zur Weltstillwoche

 

Berlin (25. September 2009) - Die Weltstillwoche 2009 vom 28. September bis 4. Oktober steht unter dem Motto "Stillen ist lebenswichtig! Bist Du dabei?" - Die Nationale Stillkommission ist dabei! Seit 15 Jahren engagiert sie sich für die Förderung des Stillens in Deutschland. Auch künftig sollen Eltern und Fachleute umfassend über das Stillen als normale Ernährungsform für Säuglinge und über dessen Bedeutung für die Gesundheit von Mutter und Kind informiert werden.

Erste deutschsprachige S3-Leitlinie zur Hormontherapie in und nach den Wechseljahren 

 

Berlin (7. September 2009) - Heute ist im Rahmen einer Pressekonferenz die erste interdisziplinäre evidenzbasierte Leitlinie zur Hormontherapie in der Peri- und Postmenopause (HT) veröffentlicht worden. Die neue Stufe-3 (S3)-Leitlinie wurde unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) entwickelt. Prof. Dr. Olaf Ortmann arbeitete als Koordinator des Prozesses gemeinsam mit Mandatsträgerinnen und -trägern von 20 medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Verbänden, Arbeitsgemeinschaften und Selbsthilfegruppen etwa zwei Jahre an der S3-Leitlinie.

"Körperwissen und Verhütung"

Neue Präventionsmappe der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für die Beratung von Migrantinnen und Migranten

 

Köln (14.August 2009) - Ob Aufklärungsveranstaltung oder Gespräch in der gynäkologischen Praxis, ob Einzel-, Paar- oder Gruppenberatung - die Präventionsmappe "Körperwissen und Verhütung" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eignet sich als neues Angebot für die Beratungsarbeit mit Migrantinnen und Migranten.

Das Interesse an medizinischen Fragen ist in der Zielgruppe sehr groß, wie die Ergebnisse der laufenden Studie "frauen leben" der BZgA zeigen. Dabei wurden Frauen mit türkischem oder ost-/südosteuropäischem Migrationshintergrund im Alter von 20 bis 44 Jahren zu ihrer Migrationsgeschichte, ihrer Familienplanung und ihrer aktuellen Lebenssituation befragt.

Präeklampsiemarker für Schwangere

 

Leipzig (21. Juli 2009) - Es ist ein Meilenstein für die Früherkennung einer der gefährlichsten Erkrankungen in der Schwangerschaft: Wissenschaftlern der Abteilung Geburtsmedizin des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) und des Instituts für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik ist es jetzt gelungen, einen 2003 entdeckten Marker für Präeklampsie in die klinische Diagnostik und Routine zu überführen. Damit ist das Universitätsklinikum Leipzig die weltweit erste Einrichtung, die den neuen Präeklampsiemarker direkt für Schwangere verfügbar gemacht hat.

Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe veröffentlicht Stellungnahme zur Intimchirurgie

Vaginaverengung, G-Punkt-Vergrößerung, Schamlippen-OP

 

Berlin (14. Juli 2009) - Verkleinerung der inneren Schamlippen, Vergrößerung des G-Punktes, Wiederherstellung des Jungfernhäutchens - Die Anfragen von Frauen nach kosmetischen Genital-OPs und die Zahl dieser Operationen haben sich erhöht. Risiken der Eingriffe sind unzureichend untersucht. Deswegen hat die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) gestern eine Stellungnahme veröffentlicht und warnt vor möglichen Folgen.

Schwierige Geburt 

Hebammen üben an Simulationspuppen kritische Geburtsszenarien

 

Deutschlandweit einmalige "Münchner Projekt" erhöht die Patienten-Sicherheit im Kreißsaal

 

Simulation eines Geburtsszenarios. Photo: Klinikum der Universität MünchenMünchen (24. Juni 2009) - Die Simulation von Risikosituationen zur Fehlervermeidung ist in der Luftfahrt seit langem bekannt. Seltene, mitunter aber lebensbedrohliche Situationen können so mehrfach ohne Schaden für die Beteiligten trainiert werden. Auch in der Geburtshilfe gibt es sehr seltene, aber in ihrer Dramatik und Dynamik ernste Komplikationen mit teilweise gravierenden Folgen für Mutter und Kind. Geburtsimulationen am Phantom gibt es in der Geburtshilfe seit mehr als 100 Jahren. Technisch ausgereifte Geburtssimulatoren stehen jedoch erst seit kurzem zur Verfügung.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (Geschäftsführender Vorstand: Prof. Dr. Christian Lackner), der Klinik für Anästhesiologie (Direktor: Prof. Dr. Bernhard Zwißler) sowie der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Direktor: Prof. Dr. Klaus Friese) der Ludwig-Maximilians-Universität München am Campus Innenstadt wurde im letzten Jahr ein Simulationskreißsaal errichtet, der auch weltweit bislang nur an sehr wenigen Zentren existiert.

Drei bis sechs Monate für die Gewichtsabnahme nach der Schwangerschaft sind normal

Laut IQWiG stehen Frauen zu sehr unter Druck, nach der Geburt schnell Gewicht zu verlieren

IQWiGBerlin (19. Juni 2009) - Wenn das Baby da ist, wollen viele junge Mütter möglichst schnell ihr altes Gewicht wieder erreichen - so wie manche Filmstars, die sich nur wenige Wochen nach der Geburt wieder im Bikini präsentieren. Doch Frauen mit einem Baby sollten sich nicht zu stark unter Druck setzen, so das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Zu schnelles Abnehmen nach der Geburt kann sich auch negativ auf das Stillen auswirken, warnt das Institut zudem in seinen heute auf Gesundheitsinformation.de veröffentlichten Informationen.

„In hohem Maße einfühlsam“

Leitlinie zum Umgang mit Frauen nach sexueller Gewalt

Berlin (16. Juni 2009) – Im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) wurde heute eine neue S1-Leitlinie zum ärztlichen Umgang mit Frauen nach mutmaßlicher Anwendung sexueller Gewalt veröffentlicht. „Diese Leitlinie wird den Kolleginnen und Kollegen ein unterstützendes Werkzeug sein, professionell und dabei in hohem Maße einfühlsam im Umgang mit traumatisierten Frauen zu arbeiten“, so DGGG-Präsident Professor Rolf Kreienberg.

Überraschende Ergebnisse:

Neue Studie zum Gestationsdiabetes auf Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft vorgestellt

 

  • Gynäkologen empfehlen GDM-Screening für jede Schwangere
  • Umsetzung im Praxisalltag jedoch nicht ausreichend etabliert

 

Schwangerschaftsdiabetes. Photo: Bayer Vital GmbHLeipzig (20. Mai 2009) – 90 Prozent aller niedergelassenen Gynäkologen empfehlen bei jeder Schwangeren ein Screening auf Gestationsdiabetes (GDM). So lautet die überraschende Kernaussage einer Studie, die zwischen Juni und November 2008 von der Forschergruppe Diabetes der TU München mit Unterstützung von Bayer Diabetes Care durchgeführt wurde. „Es ist positiv zu werten, dass das Bewusstsein für die Notwendigkeit durchgängig vorhanden ist“, kommentiert Studienleiter Priv.Doz. Martin Füchtenbusch das Ergebnis, „dennoch wissen wir, dass das Screening in der Realität zu selten durchgeführt wird“. Auch Dr. Helmut Kleinwechter, Sprecher der AG Diabetes und Schwangerschaft der DDG sagt: „Die Perinatalstatistik der Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (BQS) zeigt, dass der Schwangerschaftsdiabetes in Deutschland noch immer in mehr als 50 Prozent aller Fälle übersehen wird – mit teils gravierenden Folgen für Mutter und Kind“. Gründe sehen die Experten vor allem in der unklaren und uneinheitlichen Vergütungs­situation: In den meisten Bundesländern ist das Screening eine IGeL Leistung, die den Patientinnen mit 10 bis 30 Euro berechnet wird. „Sozial schwächer gestellte Frauen verzichten deshalb häufig auf den Test – und das, obwohl gerade sie ein hohes Risikopotential haben“, so Kleinwechter. Die Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Schwangerschaft der DDG fordert deshalb, das GDM-Screening als Kassenleistung für alle Patientinnen anzubieten.

Bedeutung einer optimalen Versorgung mit Folat und DHA – Konsequenzen für die Mutterschaftsvorsorge


  • Jede zweite Frau kann Folsäure nicht optimal verwerten
  • Kombination von Folsäure und Metafolin® ermöglicht breitenwirksame Prävention für alle Frauen
  • Omega-3-Fettsäure DHA fördert visuelle und kognitive Entwicklung des Kindes

 

StillendeBerlin (7. Mai 2009) – Die alleinige Supplementierung von Folsäure reicht nicht unbedingt aus, um alle Frauen während Schwangerschaft und Stillzeit optimal mit Folat zu versorgen. Professor Klaus Pietrzik erklärt im Rahmen des diesjährigen Perinatalkongresses, „dass Folsäure von der Hälfte der Bevölkerung aufgrund einer eingeschränkten Enzymaktivität nicht optimal in die biologisch aktive Wirkform 5-Methyltetrahydrofolat (5-MTHF) umgewandelt wird“. Daher empfiehlt der Folatexperte vom Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaft der Universität Bonn, in Ergänzung zu Folsäure 5-MTHF zu supplementieren. Dieses sei mittlerweile in Form einer stabilen Calcium-Verbindung (Metafolin®, enthalten in Femibion®) verfügbar und bietet daher Sicherheit für alle Frauen. „Da die Organe bereits in den ersten Schwanger­schaftstagen und -wochen angelegt werden, ist eine adäquate Vorsorge von Anfang an wichtig“, betont Professor Wolfgang Henrich von der Berliner Charité auf dem von Merck Selbstmedikation unterstützten Symposium.

Das EvAluate-Studienprogramm setzt neue Maßstäbe zur individualisierten Therapie beim Mammakarzinom

 

EvAluateErlangen (26. März 2009) - Mit EvAluate hat das Universitäts-Brustzentrum Franken des Universitätsklinikums Erlangen im Mai 2008 ein innovatives Studienprogramm gestartet, das wertvolle Informationen zur individualisierten Therapie des Mammakarzinoms liefern wird. Für die individuelle Planung von wirksamen, nebenwirkungsarmen und kosteneffektiven Therapien für Patientinnen mit einem Mammakarzinom ist es erforderlich, zuverlässige Prognose- und Prädiktivfaktoren zu kennen. Diese Faktoren sollten die Wahl zur Art der Therapie bzw. das Ansprechen auf eine Therapie vorhersagen. Nahezu alle etablierten Prognose- und Prädiktivfaktoren basieren auf histopathologischen Eigenschaften des Tumors. Jedoch können auch vererbbare, genetische Variationen in der DNA der erkrankten Frau einen großen Einfluss auf die Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Arzneimitteln haben. Deshalb sollen im Rahmen des EvAluate-Studienprogramms neben Fragen zum effektiven Therapiemanagement des Mammakarzinoms und pharmakoökonomischen Fragestellungen insbesondere Untersuchungen zur Pharmakogenetik durchgeführt werden. Über 2.000 Patientinnen nehmen bereits in mehr als 250 deutschen Studienzentren am EvAluate-Studienprogramm teil.

Mit Pap-Abstrich plus HPV-Test das Risiko für Gebärmutterhalskrebs halbieren

Wegweisend: das Wolfsburger Pilotprojekt

 

Schematische Darstellung eines Humanen Papillomvirus (HPV)München (24. März 2009) – Gebärmutterhalskrebs kann durch Früherkennung verhindert werden. Sie lässt sich bei Frauen ab dem 30. Lebensjahr wesentlich verbessern, wenn der konventionelle Pap-Abstrich mit dem innovativen digene® HPV Test kombiniert wird, der nach der empfohlenen Hybrid Capture® 2 Technologie (HC2) arbeitet. Er weist in einem Zellabstrich vom Muttermund zuverlässig die 13 Hochrisiko-Typen humaner Papillomviren nach, die als Hauptursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs gelten. Das Wolfsburger Modell zeigt die hohe Akzeptanz dieses Vorgehens und die hervorragende Effektivität der kombinierten Diagnostik: 85 Prozent der Frauen entschieden sich bei der routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung für dieses Angebot. Mehr als die Hälfte der Krebsvorstufen oder Krebserkrankungen wäre ohne HPV-Test nicht oder erst sehr viel später entdeckt worden. Fazit: Frauen können ihr Risiko für Gebärmutterhalskrebs deutlich senken, wenn sie im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung auf die Kombination von Pap-Abstrich und HPV-Test setzen.

Infektionen des oberen weiblichen Genitaltraktes

Moxifloxacin als neue Therapieoption zugelassen

 

Leverkusen (24. März 2009) - Das Antibiotikum Moxifloxacin wurde jetzt in Deutschland vom BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) aufgrund einer Empfehlung der EMEA (European Medicines Agency) auch für die Behandlung von leichten bis mäßig schweren entzündlichen Erkrankungen des Beckens zugelassen. Damit können Infektionen des oberen weiblichen Genitaltraktes einschließlich Salpingitis und Endometritis (englisch: Pelvic Inflammatory Disease = PID) nun auch mittels einer Monotherapie mit dem Chinolon-Antibiotikum statt wie bisher üblich mit einer Antibiotika-Dreifachkombination behandelt werden (sofern Moxifloxacin-resistente Gonokokken ausgeschlossen werden können). Denn Moxifloxacin hat sich in klinischen Studien als sicher und effektiv wirksam bei der PID erwiesen.

Risiko für Mutter und ungeborenes Kind

Erkrankungen der Schilddrüse während der Schwangerschaft

 

Regenstauf (23. März 2009) - Leiden Frauen unter einer nicht erkannten Erkrankung der Schilddrüse haben sie ein deutlich erhöhtes Risiko für Fehlgeburten. Für werdende Mütter ist deshalb nicht nur eine ausreichende Jodversorgung wichtig: Auch Schilddrüsenfunktionsstörungen sollten vor und während einer Schwangerschaft behandelt werden. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) anlässlich eines aktuellen Fachartikels hin.

Ein Mangel an Schilddrüsenhormonen führt dazu, dass sich ungeborene Kinder nicht normal entwickeln. In den ersten Schwangerschaftswochen ist der Fötus allein auf die Hormone der Mutter angewiesen. Ihre Schilddrüse muss bis zu 50 Prozent mehr Hormone bilden, wofür sie ausreichend Jod benötigt. Um dies zu gewährleisten, wird in der Schwangerschaft die Gabe von Jodid-Tabletten empfohlen, wenn keine Gegenanzeigen, wie beispielsweise eine Schilddrüsenüberfunktion, vorliegen.

Diakonie fordert Information und Beratung bereits vor der Pränataldiagnostik

Berlin (16. März 2009) - „Die Diakonie begrüßt alle Bemühungen, schwangeren Frauen und ihren Partnern die Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen, die sie im Zusammenhang mit einer vorgeburtlichen Untersuchung brauchen“, erklärt Diakonie- Präsident Klaus-Dieter Kottnik zur aktuellen Debatte um eine Gesetzesänderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes.
Dazu gehöre die in den Gesetzesentwürfen geforderte Pflicht der Ärztinnen und Ärzte, schwangere Frauen nach einem auffälligen Untersuchungsbefund umfassend medizinisch zu beraten. Ausdrücklich begrüßt wird, dass die Ärzte verpflichtet werden sollen, schwangere Frauen über ihren Beratungsanspruch zu informieren und sie an Beratungsstellen zu vermitteln.

 „Diese Chance darf nicht vertan werden“

BÄK und DGGG fordern umfassende Beratungsregelung zur Vermeidung von späten Schwangerschaftsabbrüchen

 

Berlin/München (13. März 2009) - Die Bundesärztekammer (BÄK) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) begrüßen, dass der Deutsche Bundestag nunmehr intensiv darüber diskutiert, wie die Vorschriften zum Schwanger­schaftskonfliktgesetz geändert werden können. „Es stimmt uns zuversichtlich, dass in den vorliegenden fraktions­übergreifenden Gesetzesanträgen die Regelungsdefizite erkannt worden sind. Das Parlament muss jetzt gemeinsam an Lösungen arbeiten, die Schwangeren Unterstützung und Hilfestellung in den schwierigen Belastungs- oder Konfliktsituationen geben. Die Chance für eine einvernehmliche Lösung darf nicht vertan werden“, appellierte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, durch Änderungen des Schwangerschafts-Konfliktgesetzes Regelungs­defizite zu beseitigen.

Osteoporose und mehr: Östrogene zur Prävention?

 

Von Prof. Dr. Joseph Neulen

 

Düsseldorf (7. März 2009) - Zirka 30 Prozent aller Frauen in der Postmenopause tragen ein Osteoporoserisiko. Die direkten Kosten, die durch die Behandlung Osteoporose-bedingter Knochenfrakturen verursacht werden, betragen in den USA jährlich etwa 15 Milliarden USD. In Deutschland belaufen sich diese Kosten derzeit auf rund 3 Milliarden Euro und werden sich bis 2050 verdoppeln. Qaly-Analysen weisen darauf hin, dass bei Frauen in der Peri- und Postmenopause eine Hormonersatztherapie (HRT) die kostengünstigste Therapieoption zur Primärprophylaxe der Osteoporose darstellt. Als Basistherapie sollte eine ausreichende Kalzium- und Vitamin-D3-Supplementation sichergestellt sein. Im höheren Alter bieten sich selektive Oestrogenrezeptor-Modulatoren (SERM) oder – abhängig vom Befund – Bisphosphonate bzw. Strontiumranelat an.

Brustkrebsrisiko: Auf das Gestagen kommt es an

 

Von Univ.-Prof. Dr. Clemens Tempfer

 

Düsseldorf (7. März 2009) - Bisherige Studien haben gezeigt, dass eine peri- bzw. postmenopausale Estrogen-/Gestagen-Kombinationstherapie (HRT) mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko assoziiert ist. Der Einfluss differenter Gestagene auf das Brustkrebsrisiko konnte bisher nicht geklärt werden. Bei der E3N-Studie handelt es sich um eine prospektive Kohortenstudie mit 80.377 postmenopausalen Frauen. Das Ergebnis der Studie lautet, dass eine HRT mit Gestagenen wie Medroxyprogesteronazetat, Chlormadinonazetat, Cyproteronazetat und Norethisteronazetat mit einem signifikant erhöhten relativen Brustkrebsrisiko (einer relativ erhöhten Diagnosehäufigkeit) assoziiert ist, wohingegen eine HRT mit Progesteron oder Dydrogesteron nicht zu einem erhöhten Auftreten von Brustkrebs führt.

GenoGyn: „Ein einheitliches Qualitätsniveau stärkt unsere Fachgruppe!“

 

Köln (3. Februar 2009) - Der QM-Countdown läuft: Spätestens bis zum 31. Dezember 2009 muss in allen Arztpraxen ein Qualitätsmanagement-System eingeführt sein. Die Gesetzesvorgabe sorgt unter niedergelassenen Ärzten für Unmut und Verunsicherung. Jetzt komme es darauf an, mit einem einheitlichen Qualitätsniveau innerhalb der Fachgruppe der Frauenärzte deren künftige berufspolitische Position zu stärken, rät deshalb die Ärztliche Genossenschaft GenoGyn.

Cytomegalie-Infektion in der Schwangerschaft: Die unterschätzte Gefahr für das Kind

Immun-Test bei Frauen mit Kinderwunsch

 

Köln (29. Januar 2009) - Die Fakten sind alarmierend: Eine Cytomegalie-Infektion ist die häufigste Virus-Erkrankung in der Schwangerschaft und kann schwere Schäden für das Kind nach sich ziehen. Die Anzahl der Betroffenen wurde in jüngsten Expertenangaben deutlich nach oben korrigiert. Danach erkranken in Deutschland jährlich etwa 1900 Ungeborene an einer Infektion mit dem Cytomegalievirus (CMV), mindestens 700 davon erleiden in der Folge Beeinträchtigungen wie Gehörverlust, Sehstörungen oder mentale Retardierung. Dennoch ist die Infektion in der Öffentlichkeit kaum bekannt, von Medizinern wird die Gefahr oft unterschätzt. Angesichts der neuen Zahlen plädiert die Ärztliche Genossenschaft GenoGyn für mehr Aufklärung und Prävention durch Immun-Tests bei Frauen mit Kinderwunsch.