Gynäkologie

Zulassungserweiterung für Ulipristalacetat

Fortschritt in der Therapie des symptomatischen Uterus myomatosus: Wiederholte Behandlung kann Lebensqualität betroffener Frauen verbessern

Düsseldorf (20. Februar 2014) – Seit Februar 2012 ist mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat (UPA) weltweit die erste Tablette zur Behandlung von Myomen erhältlich. Über 60.000 Myom-Patientinnen wurden seit Markteinführung mit Ulipristalacetat (ESMYA®) behandelt. UPA ist ein selektiver Progesteron-Rezeptor-Modulator – er beeinflusst die Aktivität von Progesteron, einem Hormon, das in der Gebärmutterschleimhaut beziehungsweise in Myomen selbst vorkommt, und entfaltet dort seine Wirkung: Die innovative Substanz bringt die Blutungen schnell unter Kontrolle, lässt Myome in den meisten Fällen schrumpfen und verbessert myombedingte Beschwerden wie Schmerzen oder Druck auf Darm und Blase. Ein Behandlungszyklus mit Ulipristalacetat dauert 12 Wochen.

Gestagen-Komponente: Chlormadinon, Desogestrel, Dienogest, Drospirenon, Etonogestrel, Gestoden, Nomegestrol, Norelgestromin oder Norgestimat

Rote-Hand-Brief zu kombinierten hormonalen Kontrazeptiva, einschließlich Informationsmaterialien: Risiko von venösen Thromboembolien

 

Bonn (3. Februar 2014) - Die betroffenen pharmazeutischen Unternehmer informieren in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittelagentur und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte über neue Aspekte des Risikos von Blutgerinnseln (venösen Thromboembolien, VTE) bei der Anwendung von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva in Abhängigkeit von der Gestagen-Komponente. Dem Rote-Hand-Brief beigefügt sind jeweils ein Exemplar einer „Checkliste für die Verschreibung kombinierter hormonaler Kontrazeptiva“ und einer Patientinnenkarte „Wichtige Informationen über kombinierte hormonale Kontrazeptiva („Pillen“ und andere Verhütungsmittel mit Östrogenen und Gestagenen) und das Risiko für Blutgerinnsel“.

GKV

Krankenkassen gleichen erneut gestiegene Haftpflichtprämie für Hebammen aus

 

Berlin (27. Dezember 2013) - Bereits mehrere Jahre in Folge gleichen die Krankenkassen die gestiegenen Kosten für die Berufshaftpflichtprämie bei freiberuflichen Hebammen, die Geburtshilfe anbieten, vollständig aus. Die aktuelle Prämienerhöhung durch einen privaten Versicherungsanbieter erfolgte im Sommer 2013 und ist die dritte Steigerung seit 2010. Einen entsprechenden Vertrag zur Umlegung des kompletten Ausgleichsbetrages 2013 auf die Vergütungspositionen hat der GKV-Spitzenverband jetzt mit den Verbänden der Hebammen unterzeichnet. Dieser Ausgleich der Kostensteigerungen des privaten Versicherungsanbieters erfolgt zusätzlich zu den jährlichen Vergütungssteigerungen – zuletzt Anfang 2013 von über zwölf Prozent.

 

Prof. Dr. med. Jael Backe: Schwangerschaft ist keine Krankheit - Welche Ratschläge und Untersuchungen Schwangere wirklich brauchenProf. Dr. med. Jael Backe

Schwangerschaft ist keine Krankheit

 

Welche Ratschläge und Untersuchungen Schwangere wirklich brauchen

 

Moderne Verlagsgesellschaft Mvg

August 2012, 224 Seiten, broschiert

ISBN-10: 3868822690

Preis: 16,99 EUR

 

WDR 5 Radio-Interview mit Prof. Jael Backe: http://www.wdr5.de/sendungen/neugiergenuegt/redezeit/schwanger100.html

 

Schwangere reagieren anders

Schwangere, esst Salz!

 

Bern, Schweiz (19. Dezember 2013) - Während der Schwangerschaft senkt eine reichliche Salzversorgung im Gegensatz zu sonst den Blutdruck. Dies ergab eine Studie der Universitätskliniken für Frauenheilkunde und für Nephrologie, Hypertonie und klinische Pharmakologie am Inselspital Bern. Bluthochdruck während einer Schwangerschaft ist ein grosser Risikofaktor für die Gesundheit von Mutter und Kind. So begünstig ein zu hoher Blutdruck beispielsweise die Entstehung von Schwangerschaftsvergiftung, welche je nach Schweregrad stark gesundheitsschädigend für Frau und Embryo werden und bei der Frau lebenslange Folgeerkrankungen hervorrufen kann. Umso erstaunlicher scheint die Entdeckung einer Studie am Inselspital, dass einfaches Kochsalz den Blutdruck in der Schwangerschaft senkt.

 

DGPM 2013: Aktuelle Erkenntnisse zur inhalativen Schmerzbehandlung unter der Geburt. Quelle: Linde Gas Therapeutics, 05.12.2013DGPM 2013

Aktuelle Erkenntnisse zur inhalativen Schmerzbehandlung unter der Geburt

 

Berlin (5. Dezember 2013) - Auf dem Lunchsymposium „LIVOPAN®. Ergänzung des analgetischen Methodenspektrums in der Geburtsmedizin“ im Rahmen des 26. Deutschen Kongresses für Perinatale Medizin (DGPM) in Berlin wurden unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Klaus Vetter (Berlin) die derzeitige Datenlage sowie persönliche Erfahrungswerte zum Einsatz der inhalativen Analgesie während der Geburt in Deutschland diskutiert. Mit dieser nicht-invasiven Methode wird der Gebärenden eine annähernd natürliche Geburt mit weniger Schmerzen ermöglicht.

 

„Die Situation wird sich verschärfen!“

Geburtshilfe für Hebammen unbezahlbar!

 

Karlsruhe (18. November 2013) - Wie der Versicherungsmakler Securon dem Deutschen Hebammenverband (DHV) heute mitteilte, werden die Haftpflichtprämien für Hebammen zum 1. Juli 2014 erneut um über 20 Prozent erhöht. Damit wird Geburtshilfe für viele Hebammen unbezahlbar. Die Prämien haben sich in den letzten zehn Jahren bereits verzehnfacht – bei weiterhin niedriger Vergütung. Zudem kündigte Securon für 2015 weitere Steigerungen in gleicher Höhe an. Die Hebammen sind von dem Angebot abhängig, weil nur noch ein Versicherungskonsortiums diese Gruppenhaftpflichtprämie anbietet.

 

So stark wie ein Desinfektionsmittel

Muttermilch inaktiviert Hepatitis-C Viren

 

Hannover (28. Oktober 2013) - Darüber, dass Muttermilch in den ersten Lebensmonaten die beste Nahrung für Säuglinge ist, sind sich die Experten einig. Was jedoch tun, wenn die Mutter an einer Hepatitis-C Virusinfektion leidet? Ist „Breast“ dann immer noch „best“? Wissenschaftler des TWINCORE haben untersucht, was mit Hepatitis-C Viren in der Muttermilch geschieht: Die Ergebnisse machen Medizinern Mut, das Stillen auch Müttern mit einer HCV-Infektion zu empfehlen, denn Muttermilch hat zumindest auf behüllte Viren einen ähnlich starken antiviralen Effekt wie handelsübliche Desinfektionsmittel.

 

Rote-Hand-Brief zu Rhesonativ® (Anti-D-Immunglobulin vom Menschen)

Applikation nur noch intramuskulär!

 

Berlin (18. Oktober 2013) - Rhesonativ® ist zugelassen zur Prophylaxe der Rh(D)-Sensibilisierung bei Rh(D)-negativen Frauen bei: (1) Schwangerschaft/Entbindung eines Rh(D)-positiven Kindes, (2) spontanem oder drohendem Abort, Interruptio, Extrauterinschwangerschaft oder Blasenmole und (3) transplazentarer Blutung verursacht durch Hämorrhagien vor der Geburt (z. B. bei Placenta praevia), Amniozentese, Chorionzottenbiopsie und jedem anderen Eingriff, der zu einer Einschwemmung von Erythrozyten des Fetus in den Kreislauf der Mutter führen kann (wie z. B. äußere Kindswendung); Bauchtrauma. Darüber hinaus ist Rhesonativ® indiziert zur Behandlung Rh(D)-negativer Personen nach inkompatiblen Transfusionen von Rh(D)-positivem Blut oder anderen Produkten, die Erythrozyten enthalten.

 

LIVOPAN lindert schnell und sanft den Wehenschmerz. Photo: Linde Healthcare Deutschland„Schmerztherapie im Kreißsaal – Bewährtes und Neues“

LIVOPAN® – die sichere Art der Lachgas-Analgesie in der Geburtshilfe

 

Berlin (20. September 2013) - Bei der Sitzung „Schmerztherapie im Kreißsaal – Bewährtes und Neues“ am 20.09.2013 im Rahmen des Hauptstadtkongresses der DGAI (HAI) in Berlin wurde der Einsatz der inhalativen Analgesie mit dem 1:1 Lachgas-Sauerstoffgemisch LIVOPAN® zur Schmerzlinderung während der Geburt diskutiert.

Mit LIVOPAN® steht in Deutschland ein gebrauchsfertiges Arzneimittel aus 50 Prozent Lachgas und 50 Prozent Sauerstoff für die Schmerztherapie bei leichten bis mittleren Schmerzen zur Verfügung. Das inhalative Analgetikum gewinnt in verschiedenen Anwendungsbereichen wie der Pädiatrie, bei Koloskopien und besonders in der Geburtshilfe zunehmend an Akzeptanz und Verbreitung.

 

Geburtshilfe in Gefahr

Haftpflichtproblematik für Hebammen verschärft sich weiter

 

Karlsruhe / Frankfurt am Main (5. September 2013) - Die Haftpflichtprämien für in der Geburtshilfe tätige Hebammen erhöhen sich weiter dramatisch. Immer mehr Hebammen ziehen sich deshalb aus ihrem originären Arbeitsbereich zurück. Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Krankenkassen und die Politik müssen endlich handeln.

 

BfArM in Bonn. Photo: BfArMBfArM zu Diane® 35 und Generika

Umsetzung des Durchführungsbeschlusses der Europäischen Kommission

 

Bonn (23. August 2013) - Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat mit Bescheid vom 08.08.2013 die Umsetzung des Durchführungsbeschlusses der Europäischen Kommission zu Arzneimitteln mit der Wirkstoffkombination Cyproteronacetat/Ethinylestradiol (2 mg/0,035 mg) angeordnet. Neben Änderungen der Produktinformationen (u.a. Einschränkung der Indikationen) wurden weitere Maßnahmen zur Risikominimierung, wie z.B. die Aussendung von Informationsmaterial an Ärzte und Patienten sowie Studien zur Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen, verfügt.

 

Kooperation zwischen Hebammen und Zahnärzten soll jungen Eltern helfen

Comic zur Zahnpflege und Mundgesundheit bei Kleinkindern

 

Berlin (20. August 2013) - Frühkindliche Karies, oder auch Nuckelflaschenkaries, ist ein zunehmendes Problem. Zu viele Kleinkinder haben bereits stark zerstörte Zähne. Das betreffe alle Gesellschaftsschichten, trete aber gehäuft in sogenannten vulnerablen Familien auf, erklären Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Deutsche Hebammenverband (DHV).

 

Schwangerschaftskardiomyopathie

Herzerkrankung durch Schwangerschaft: Selten und gefährlich

 

Frankfurt am Main (7. August 2013) - Für die betroffenen Frauen ist es ein Schock: Obwohl bisher herzgesund, wird bei ihnen völlig überraschend eine seltene, aber möglicherweise lebensbedrohliche Herzerkrankung festgestellt, die schlimmstenfalls zur Herzschwäche oder gar zum Tod durch Herzversagen führen kann: die Peripartum-Kardiomyopathie (PPCM), auch Schwangerschaftskardiomyopathie genannt. Die PPCM kann sich bei herzgesunden Frauen gegen Ende der Schwangerschaft oder in den Folgemonaten entwickeln. Entscheidend für eine erfolgversprechende Behandlung der Krankheit ist eine frühzeitige Diagnose. Die rasche und richtige Deutung der Beschwerden setzt beim Arzt allerdings Erfahrung mit der PPCM voraus, was aufgrund der Seltenheit der Krankheit nicht immer der Fall ist.

Höheres Risiko für verschiedene Erkrankungen

Asthma in der Schwangerschaft birgt Gesundheitsrisiken für das Kind

 

Basel, Schweiz (5. August 2013) - Wenn Frauen während der Schwangerschaft unter Asthma leiden, trägt der Nachwuchs über längere Sicht ein erhöhtes Risiko für unterschiedliche Erkrankungen. Das zeigt eine Studie, die Forschende der Universitäten Basel und Bochum mit Kollegen aus der Schweiz, den USA und Dänemark soeben im Fachmagazin «Pediatrics» veröffentlicht haben. Ausgewertet wurden die Daten von über 66‘000 Schwangeren.

 

Hebammenverband

Arbeitskreis Frauengesundheit (AKF) besorgt über neue Gentests in der Schwangerschaft

 

Karlsruhe (23. Juli 2013) - Im letzten Sommer wurde er eingeführt: der sogenannte Praena-Bluttest. Mit ihm lassen sich im Blut der werdenden Mutter Genveränderungen des Fötus testen. Z.B. die Chromosomenveränderung Trisomie 21, die zum sogenannten Down-Syndrom führt. Inzwischen wird mit demselben Test auch auf Trisomie 13 und 18 untersucht. Der sogenannte PanoramaTest bietet zusätzlich Auskunft über das sogenannte Turner-Syndrom (Monosomie X). Der Arbeitskreis Frauengesundheit (AKF) befürchtet, dass die neuen Tests die Frauen verunsichern und Menschen mit Behinderungen oder Leistungseinschränkungen immer schwerer einen Platz in unserer Gesellschaft finden.

 

HTA-Bericht

Beratung verringert Alkoholschäden bei Neugeborenen

 

Wiesbaden (18. Juli 2013) - Das fetale Alkoholsyndrom (FAS) ist die häufigste vermeidbare Behinderung bei Neugeborenen. Alleinige Ursache ist Alkohol während der Schwangerschaft. Wissenschaftler haben jetzt im Auftrag des DIMDI entsprechende Präventionsmaßnahmen analysiert und bewertet. Sie stellen fest, dass bereits mehrmalige kurze Beratungsgespräche die Abstinenz von Schwangeren steigern. Ihre Ergebnisse fassen die Autoren in einem HTA-Bericht zusammen (Health Technology Assessment, systematische Bewertung gesundheitsrelevanter Verfahren und Technologien). Der Bericht ist kostenfrei auf den Webseiten des DIMDI abrufbar.

Allergische Reaktionen an Einstichstellen. (Foto: Ralf Ludwig)Neue internationale Studie ergibt wichtige Anhaltspunkte für die Auswahl des geeigneten Präparates in der Gerinnungsbehandlung

Allergische Reaktionen auf Heparine bei Schwangeren besonders häufig

 

Lübeck (3. Juli 2013) - Während eines stationären Krankenhausaufenthalts werden zur Vorbeugung vor Blutgerinnseln häufig sogenannte „Bauchspritzen“, die den Wirkstoff Heparin enthalten, angewendet. Eine neue interdisziplinäre Studie zeigt, dass Heparin-induzierte Hautveränderungen bei fast jeder fünften schwangeren Patientin unter Heparin-Gabe auftraten. *)

 

Neuer Leistungsanspruch zum 1. Juli

Merkblatt informiert über Basis-Ultraschall während der Schwangerschaft

 

Berlin (1. Juli 2013) – Gesetzlich krankenversicherte Frauen haben ab dem 1. Juli 2013 Anspruch auf drei so genannte Basis-Ultraschalluntersuchungen während einer Schwangerschaft. Auf das heutige Inkrafttreten eines entsprechenden Beschlusses wies der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Montag in Berlin erneut hin. Zudem werden schwangere Frauen ab sofort vor dem ersten Ultraschallscreening mit einem neuen Merkblatt umfassend und wissenschaftlich fundiert über Vorteile, aber auch über unerwünschte Wirkungen und Risiken der Untersuchung informiert.

 

Rote-Hand-Brief zu Präparaten mit der Wirkstoffkombination Cyproteronacetat/Ethinylestradiol

Verschärfung der Warnhinweise, neue Kontraindikationen, aktualisierte Indikation

 

Berlin (12. Juni 2013) - Kombinationspräparate mit Cyproteronacetat 2 mg/Ethinylestradiol 35 µg (Jennifer® 35, Diane®-35, Cyproderm®, Bella Hexal 35®, Juliette®, Attempta-ratiopharm® 35, Ergalea®, Morea® Sanol) sind zugelassen zur Behandlung von Androgenisierungserscheinungen bei der Frau, die eine Hormonbehandlung erfordern.

 

NOGGO - Neues vom amerikanischen Krebskongress (ASCO)

Gynäkologische Tumoren/Unterleibstumoren

 

Berlin 12. Juni 2013) - Zu den Unterleibstumoren zählen Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom), Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) und Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom). Inzidenz und Prognose dieser Erkrankungen sind sehr unterschiedlich. Während Eierstockkrebs nach wie vor eine schlechte Heilungsrate aufweist, gilt Gebärmutterhalskrebs als relativ gut behandelbar. Der diesjährige ASCO brachte wertvolle Erkenntnisse für die Therapie gynäkologischer Krebserkrankungen.