Gynäkologie

Lymphdrüsenkrebs ALCL

Zusammenhang zwischen Brustimplantaten und Krebsentstehung untersucht

 

Wien, Österreich (6. Oktober 2014) - Eine internationale Studiengruppe hat unter Beteiligung des Wiener Pathologen Lukas Kenner den Zusammenhang zwischen Brustimplantaten und der Entstehung von Lymphomen, die im Narbengewebe um das Transplantat wachsen, untersucht. Die Forschenden gehen davon aus, dass Brustimplantate eine neue Unterart des seltenen, aber bösartigen Lymphdrüsenkrebses ALCL auslösen können. Zu diesem Ergebnis kamen die Autoren nach Analyse zahlreicher weltweit verfügbarer Studien und Daten. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Mutation Research veröffentlicht.

Hysterektomie und Myomektomie

Laparoskopische Uterusmorcellation (Gewebezerkleinerung)

 

Bonn (13. August 2014) - Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hatte im April 2014 eine Empfehlung auf ihrer Homepage veröffentlicht, dass von der laparoskopischen Uterusmorcellation während Hysterektomie und Myomektomie bei Myomen der Gebärmutter abgeraten wird, da die Morcellation (Gewebezerkleinerung) das Risiko birgt, Tumorzellen zu streuen (Laparoscopic Uterine Power Morcellation in Hysterectomy and Myomectomy: FDA Safety Communication). Die FDA geht auf Basis ihrer aktuellen Recherchen davon aus, dass die Rate von Leiomyosarkomen bei Patientinnen, die sich einer Hysterektomie oder Myomektomie wegen Gebärmuttermyomen unterziehen, bei 1:498 liegt und die Rate für unvermutetes Uterussarkom bei 1:352. Die Hersteller warnen zwar in der Gebrauchsanweisung vor der Verwendung des Morcellators bei bösartigem oder verdächtigem Gewebe. Im Vergleich zu anderen gynäkologischen bösartigen Tumoren scheint es aber schwierig zu sein, ein Leiomyosarkom präoperativ zu diagnostizieren.

Blutungen nach den Wechseljahren

Bessere Risikoeinschätzung von Gebärmutterkrebs mittels Ultraschall

 

Berlin (14. Juli 2014) – Blutungen nach den Wechseljahren können ein Frühsymptom von Gebärmutterkrebs sein. Um die Ursache zu klären, sollten betroffene Frauen unbedingt einen Gynäkologen aufsuchen, raten Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM). Mit Hilfe einer vaginalen Ultraschalluntersuchung kann der Arzt die Ursache der Blutung in vielen Fällen eingrenzen und das Risiko für einen Gebärmutterkrebs ermitteln. Spezialisierte Untersucher können hierbei unter Zuhilfenahme der Farbdopplertechnik und des Kontrastmittelultraschalles weitere wertvolle Informationen zur Abklärung der Blutung liefern: Neun von zehn an Gebärmutterkrebs Erkrankten würden so korrekt erkannt, wie eine neue Studie aus Dänemark zeigt. Um die Diagnose ganz sicher zu stellen, sei jedoch eine Gewebeentnahme notwendig, betonen die Experten der DEGUM.

 

Mit konservativen Maßnahmen unter stationärer Beobachtung kann eine Schwangere mit drohender Frühgeburt mehrere Wochen gewinnen

„Liegen“ Schwangere mit drohender Frühgeburt zu kurz?

 

Berlin (6. Mai 2014) - „Liegen“ Schwangere mit drohender Frühgeburt zu kurz? – Mit konservativen Maßnahmen unter stationärer Beobachtung kann eine Schwangere mit drohender Frühgeburt unter Umständen mehrere Wochen gewinnen – und dies für das ungeborene Kind die beste Behandlung sein. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) empfiehlt, die Schwangerschaft so lange wie möglich bis zum errechneten Geburtstermin aufrecht zu erhalten, damit eine Frühgeburt – wenn überhaupt – möglichst spät eintritt. Für ein Neugeborenes ist jede Woche kostbar und verhindert mögliche Entwicklungsverzögerungen und langfristig weitere negative Folgen.

 

71,7 Prozent der Hebammen in Krankenhäusern sind teilzeitbeschäftigt

 

Wiesbaden (29. April 2014) - Von 8.548 festangestellten Hebammen und Entbindungspflegern in Krankenhäusern waren 71,7 % im Jahr 2012 teilzeit- oder geringfügig beschäftigt. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Internationalen Hebammentages am 5. Mai 2014 mit.

 

BKK Essanelle fordert staatlichen Hebammenfonds

Geburtshilfen durch Hebammen vor dem Aus?

 

Düsseldorf (17. März 2014) - Seit einigen Jahren steigen massiv die Prämien zur Berufshaftpflicht von freiberuflichen Hebammen, die auch Geburten betreuen. Laut einer Studie im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums steigen die Versicherungsbeiträge, weil es bei Hausgeburten immer mehr Unfälle mit Personenschäden gebe, die von dem vergleichsweise kleinen Versichertenkollektiv getragen werden müssen.

 

Zulassungserweiterung für Ulipristalacetat

Fortschritt in der Therapie des symptomatischen Uterus myomatosus: Wiederholte Behandlung kann Lebensqualität betroffener Frauen verbessern

Düsseldorf (20. Februar 2014) – Seit Februar 2012 ist mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat (UPA) weltweit die erste Tablette zur Behandlung von Myomen erhältlich. Über 60.000 Myom-Patientinnen wurden seit Markteinführung mit Ulipristalacetat (ESMYA®) behandelt. UPA ist ein selektiver Progesteron-Rezeptor-Modulator – er beeinflusst die Aktivität von Progesteron, einem Hormon, das in der Gebärmutterschleimhaut beziehungsweise in Myomen selbst vorkommt, und entfaltet dort seine Wirkung: Die innovative Substanz bringt die Blutungen schnell unter Kontrolle, lässt Myome in den meisten Fällen schrumpfen und verbessert myombedingte Beschwerden wie Schmerzen oder Druck auf Darm und Blase. Ein Behandlungszyklus mit Ulipristalacetat dauert 12 Wochen.

Gestagen-Komponente: Chlormadinon, Desogestrel, Dienogest, Drospirenon, Etonogestrel, Gestoden, Nomegestrol, Norelgestromin oder Norgestimat

Rote-Hand-Brief zu kombinierten hormonalen Kontrazeptiva, einschließlich Informationsmaterialien: Risiko von venösen Thromboembolien

 

Bonn (3. Februar 2014) - Die betroffenen pharmazeutischen Unternehmer informieren in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittelagentur und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte über neue Aspekte des Risikos von Blutgerinnseln (venösen Thromboembolien, VTE) bei der Anwendung von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva in Abhängigkeit von der Gestagen-Komponente. Dem Rote-Hand-Brief beigefügt sind jeweils ein Exemplar einer „Checkliste für die Verschreibung kombinierter hormonaler Kontrazeptiva“ und einer Patientinnenkarte „Wichtige Informationen über kombinierte hormonale Kontrazeptiva („Pillen“ und andere Verhütungsmittel mit Östrogenen und Gestagenen) und das Risiko für Blutgerinnsel“.

GKV

Krankenkassen gleichen erneut gestiegene Haftpflichtprämie für Hebammen aus

 

Berlin (27. Dezember 2013) - Bereits mehrere Jahre in Folge gleichen die Krankenkassen die gestiegenen Kosten für die Berufshaftpflichtprämie bei freiberuflichen Hebammen, die Geburtshilfe anbieten, vollständig aus. Die aktuelle Prämienerhöhung durch einen privaten Versicherungsanbieter erfolgte im Sommer 2013 und ist die dritte Steigerung seit 2010. Einen entsprechenden Vertrag zur Umlegung des kompletten Ausgleichsbetrages 2013 auf die Vergütungspositionen hat der GKV-Spitzenverband jetzt mit den Verbänden der Hebammen unterzeichnet. Dieser Ausgleich der Kostensteigerungen des privaten Versicherungsanbieters erfolgt zusätzlich zu den jährlichen Vergütungssteigerungen – zuletzt Anfang 2013 von über zwölf Prozent.

 

Prof. Dr. med. Jael Backe: Schwangerschaft ist keine Krankheit - Welche Ratschläge und Untersuchungen Schwangere wirklich brauchenProf. Dr. med. Jael Backe

Schwangerschaft ist keine Krankheit

 

Welche Ratschläge und Untersuchungen Schwangere wirklich brauchen

 

Moderne Verlagsgesellschaft Mvg

August 2012, 224 Seiten, broschiert

ISBN-10: 3868822690

Preis: 16,99 EUR

 

WDR 5 Radio-Interview mit Prof. Jael Backe: http://www.wdr5.de/sendungen/neugiergenuegt/redezeit/schwanger100.html

 

Schwangere reagieren anders

Schwangere, esst Salz!

 

Bern, Schweiz (19. Dezember 2013) - Während der Schwangerschaft senkt eine reichliche Salzversorgung im Gegensatz zu sonst den Blutdruck. Dies ergab eine Studie der Universitätskliniken für Frauenheilkunde und für Nephrologie, Hypertonie und klinische Pharmakologie am Inselspital Bern. Bluthochdruck während einer Schwangerschaft ist ein grosser Risikofaktor für die Gesundheit von Mutter und Kind. So begünstig ein zu hoher Blutdruck beispielsweise die Entstehung von Schwangerschaftsvergiftung, welche je nach Schweregrad stark gesundheitsschädigend für Frau und Embryo werden und bei der Frau lebenslange Folgeerkrankungen hervorrufen kann. Umso erstaunlicher scheint die Entdeckung einer Studie am Inselspital, dass einfaches Kochsalz den Blutdruck in der Schwangerschaft senkt.

 

DGPM 2013: Aktuelle Erkenntnisse zur inhalativen Schmerzbehandlung unter der Geburt. Quelle: Linde Gas Therapeutics, 05.12.2013DGPM 2013

Aktuelle Erkenntnisse zur inhalativen Schmerzbehandlung unter der Geburt

 

Berlin (5. Dezember 2013) - Auf dem Lunchsymposium „LIVOPAN®. Ergänzung des analgetischen Methodenspektrums in der Geburtsmedizin“ im Rahmen des 26. Deutschen Kongresses für Perinatale Medizin (DGPM) in Berlin wurden unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Klaus Vetter (Berlin) die derzeitige Datenlage sowie persönliche Erfahrungswerte zum Einsatz der inhalativen Analgesie während der Geburt in Deutschland diskutiert. Mit dieser nicht-invasiven Methode wird der Gebärenden eine annähernd natürliche Geburt mit weniger Schmerzen ermöglicht.

 

„Die Situation wird sich verschärfen!“

Geburtshilfe für Hebammen unbezahlbar!

 

Karlsruhe (18. November 2013) - Wie der Versicherungsmakler Securon dem Deutschen Hebammenverband (DHV) heute mitteilte, werden die Haftpflichtprämien für Hebammen zum 1. Juli 2014 erneut um über 20 Prozent erhöht. Damit wird Geburtshilfe für viele Hebammen unbezahlbar. Die Prämien haben sich in den letzten zehn Jahren bereits verzehnfacht – bei weiterhin niedriger Vergütung. Zudem kündigte Securon für 2015 weitere Steigerungen in gleicher Höhe an. Die Hebammen sind von dem Angebot abhängig, weil nur noch ein Versicherungskonsortiums diese Gruppenhaftpflichtprämie anbietet.

 

So stark wie ein Desinfektionsmittel

Muttermilch inaktiviert Hepatitis-C Viren

 

Hannover (28. Oktober 2013) - Darüber, dass Muttermilch in den ersten Lebensmonaten die beste Nahrung für Säuglinge ist, sind sich die Experten einig. Was jedoch tun, wenn die Mutter an einer Hepatitis-C Virusinfektion leidet? Ist „Breast“ dann immer noch „best“? Wissenschaftler des TWINCORE haben untersucht, was mit Hepatitis-C Viren in der Muttermilch geschieht: Die Ergebnisse machen Medizinern Mut, das Stillen auch Müttern mit einer HCV-Infektion zu empfehlen, denn Muttermilch hat zumindest auf behüllte Viren einen ähnlich starken antiviralen Effekt wie handelsübliche Desinfektionsmittel.

 

Rote-Hand-Brief zu Rhesonativ® (Anti-D-Immunglobulin vom Menschen)

Applikation nur noch intramuskulär!

 

Berlin (18. Oktober 2013) - Rhesonativ® ist zugelassen zur Prophylaxe der Rh(D)-Sensibilisierung bei Rh(D)-negativen Frauen bei: (1) Schwangerschaft/Entbindung eines Rh(D)-positiven Kindes, (2) spontanem oder drohendem Abort, Interruptio, Extrauterinschwangerschaft oder Blasenmole und (3) transplazentarer Blutung verursacht durch Hämorrhagien vor der Geburt (z. B. bei Placenta praevia), Amniozentese, Chorionzottenbiopsie und jedem anderen Eingriff, der zu einer Einschwemmung von Erythrozyten des Fetus in den Kreislauf der Mutter führen kann (wie z. B. äußere Kindswendung); Bauchtrauma. Darüber hinaus ist Rhesonativ® indiziert zur Behandlung Rh(D)-negativer Personen nach inkompatiblen Transfusionen von Rh(D)-positivem Blut oder anderen Produkten, die Erythrozyten enthalten.

 

LIVOPAN lindert schnell und sanft den Wehenschmerz. Photo: Linde Healthcare Deutschland„Schmerztherapie im Kreißsaal – Bewährtes und Neues“

LIVOPAN® – die sichere Art der Lachgas-Analgesie in der Geburtshilfe

 

Berlin (20. September 2013) - Bei der Sitzung „Schmerztherapie im Kreißsaal – Bewährtes und Neues“ am 20.09.2013 im Rahmen des Hauptstadtkongresses der DGAI (HAI) in Berlin wurde der Einsatz der inhalativen Analgesie mit dem 1:1 Lachgas-Sauerstoffgemisch LIVOPAN® zur Schmerzlinderung während der Geburt diskutiert.

Mit LIVOPAN® steht in Deutschland ein gebrauchsfertiges Arzneimittel aus 50 Prozent Lachgas und 50 Prozent Sauerstoff für die Schmerztherapie bei leichten bis mittleren Schmerzen zur Verfügung. Das inhalative Analgetikum gewinnt in verschiedenen Anwendungsbereichen wie der Pädiatrie, bei Koloskopien und besonders in der Geburtshilfe zunehmend an Akzeptanz und Verbreitung.

 

Geburtshilfe in Gefahr

Haftpflichtproblematik für Hebammen verschärft sich weiter

 

Karlsruhe / Frankfurt am Main (5. September 2013) - Die Haftpflichtprämien für in der Geburtshilfe tätige Hebammen erhöhen sich weiter dramatisch. Immer mehr Hebammen ziehen sich deshalb aus ihrem originären Arbeitsbereich zurück. Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Krankenkassen und die Politik müssen endlich handeln.

 

BfArM in Bonn. Photo: BfArMBfArM zu Diane® 35 und Generika

Umsetzung des Durchführungsbeschlusses der Europäischen Kommission

 

Bonn (23. August 2013) - Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat mit Bescheid vom 08.08.2013 die Umsetzung des Durchführungsbeschlusses der Europäischen Kommission zu Arzneimitteln mit der Wirkstoffkombination Cyproteronacetat/Ethinylestradiol (2 mg/0,035 mg) angeordnet. Neben Änderungen der Produktinformationen (u.a. Einschränkung der Indikationen) wurden weitere Maßnahmen zur Risikominimierung, wie z.B. die Aussendung von Informationsmaterial an Ärzte und Patienten sowie Studien zur Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen, verfügt.

 

Kooperation zwischen Hebammen und Zahnärzten soll jungen Eltern helfen

Comic zur Zahnpflege und Mundgesundheit bei Kleinkindern

 

Berlin (20. August 2013) - Frühkindliche Karies, oder auch Nuckelflaschenkaries, ist ein zunehmendes Problem. Zu viele Kleinkinder haben bereits stark zerstörte Zähne. Das betreffe alle Gesellschaftsschichten, trete aber gehäuft in sogenannten vulnerablen Familien auf, erklären Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Deutsche Hebammenverband (DHV).

 

Schwangerschaftskardiomyopathie

Herzerkrankung durch Schwangerschaft: Selten und gefährlich

 

Frankfurt am Main (7. August 2013) - Für die betroffenen Frauen ist es ein Schock: Obwohl bisher herzgesund, wird bei ihnen völlig überraschend eine seltene, aber möglicherweise lebensbedrohliche Herzerkrankung festgestellt, die schlimmstenfalls zur Herzschwäche oder gar zum Tod durch Herzversagen führen kann: die Peripartum-Kardiomyopathie (PPCM), auch Schwangerschaftskardiomyopathie genannt. Die PPCM kann sich bei herzgesunden Frauen gegen Ende der Schwangerschaft oder in den Folgemonaten entwickeln. Entscheidend für eine erfolgversprechende Behandlung der Krankheit ist eine frühzeitige Diagnose. Die rasche und richtige Deutung der Beschwerden setzt beim Arzt allerdings Erfahrung mit der PPCM voraus, was aufgrund der Seltenheit der Krankheit nicht immer der Fall ist.

Höheres Risiko für verschiedene Erkrankungen

Asthma in der Schwangerschaft birgt Gesundheitsrisiken für das Kind

 

Basel, Schweiz (5. August 2013) - Wenn Frauen während der Schwangerschaft unter Asthma leiden, trägt der Nachwuchs über längere Sicht ein erhöhtes Risiko für unterschiedliche Erkrankungen. Das zeigt eine Studie, die Forschende der Universitäten Basel und Bochum mit Kollegen aus der Schweiz, den USA und Dänemark soeben im Fachmagazin «Pediatrics» veröffentlicht haben. Ausgewertet wurden die Daten von über 66‘000 Schwangeren.