Gynäkologie

Abb.: Nicht zum Nachmachen empfohlen: Schwangere sollten auf die zusätzliche Einnahme von Vitamin D verzichten. Offenbar können hohe Vitamin-D Spiegel das Risiko erhöhen, dass die Kinder nach der Geburt eine Nahrungsmittelallergie entwickeln. Das ist das Fazit einer aktuellen Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die jetzt in der Februar-Ausgabe des Fachblatts Allergy veröffentlicht wurde. Foto: André Künzelmann/UFZ Bildverwendung unter Lizenz: CC BY 3.0Zu viel Vitamin D in Schwangerschaft kann Nahrungsmittelallergien auslösen

 

Leipzig/Halle (27. Februar 2013) - Schwangere sollten auf die zusätzliche Einnahme von Vitamin D verzichten. Offenbar kann eine Substitution das Risiko erhöhen, dass die Kinder nach der Geburt eine Nahrungsmittelallergie entwickeln. Das ist das Fazit einer aktuellen Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die jetzt in der Februar-Ausgabe des Fachblatts Allergy veröffentlicht wurde.

 

Abb.: Vereinsgründung von 'Fälle für alle e. V.' (2010): Ans Luyben, Elke Mattern, Christiane Schwarz, Patricia Gruber, (vorn), Regine Knobloch, Isabelle Romano (vorn), Patricia Morgenthal. Dr. Küper-Koch (Notar), von links.Erstes deutschsprachiges Fallberichts- und Lernsystem für Hebammen geht online

„Fälle für alle“

 

Karlsruhe (26. Februar 2013) - Aus Fehlern lernen. Nach diesem Grundprinzip funktionieren sogenannte Fallberichtssysteme, bei denen kritische Ereignisse und Beinahe-Schäden anonym gemeldet und ausgewertet werden. Die Berichte sollen dazu beitragen, dass ähnliche Fehler in Zukunft vermieden werden können. Seit Februar 2013 gibt es ein solches Fallberichts- und Lernsystem jetzt auch für Hebammen. Der Verein „Fälle für alle“ hat es mitentwickelt und wird es betreuen.

 

Hauptschulabschluss geht mit einem doppelt so hohen Risiko einer Frühgeburt einher wie Abitur

Weniger gebildete Mütter haben häufiger ungesunde Kinder

 

Berlin (4. Februar 2013) - Jugendliche rauchen häufiger, treiben seltener Sport, sind öfter übergewichtig und schätzen ihre eigene Gesundheit schlechter ein, je niedriger der Bildungsabschluss ihrer Mutter ist. Eine gesundheitliche Ungleichheit zeigt sich bereits bei Neugeborenen: Mütter mit höherer Bildung bringen seltener Frühgeburten und Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht zur Welt. Das sind die Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Grundlage von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP).

 

Kompromiss gefunden

Vergütung der Hebammen bis 2015 steht

 

Berlin (1. Februar 2013) - Rückwirkend zum 1. Januar 2013 erhalten Hebammen für die Versorgung von gesetzlich Versicherten bis zu 15 Prozent mehr. Den neuen, bis 2015 laufenden Vertrag über die Versorgung mit Hebammenhilfe hatte gestern die Schiedsstelle festgesetzt, nachdem direkte Verhandlungen zwischen den verschiedenen Berufsverbänden der Hebammen und dem GKV-Spitzenverband keine Lösung gebracht hatten.

 

Deutscher Hebammenverband

Neue Empfehlungen für Hebammen

 

Karlsruhe (22. Januar 2013) - Nach intensiven Arbeiten stellt der DHV jetzt zwei neue Broschüren zum Download zur Verfügung. Die erste ist eine Übersetzung der evidenzbasierten Richtlinien des Royal College of Midwives (RCM), die zweite befasst sich mit dem schwierigen Thema der Begleitung von traumatisierten Schwangeren. Beide bieten Hebammen sehr gute Arbeitshilfen für die Praxis.

 

Deutscher Hebammenverband

Spektakel „Kaisergeburt“

 

Karlsruhe (15. Januar 2013) - Seit Dezember 2012 geistert eine neue Geburtsmethode durch die Medien: Die sogenannte Kaisergeburt soll eine sanfte Variante des Kaiserschnitts sein. Das blaue OP-Tuch wird beiseite gelegt und dann soll das Baby sanft aus dem Mutterleib gezogen werden. Die Mutter darf sogar mitpressen und zusehen, bevor ihr der Säugling auf den Bauch gelegt wird. Hebammen sind skeptisch bis entsetzt: Für sie bleibt die Sectio ein schwerwiegender chirurgischer Eingriff, der für Notfälle vorbehalten sein sollte.

 

Erfolgsmodell Hebammenkreißsaal

 

Karlsruhe (7. Januar 2013) - Fast 98 Prozent aller Kinder kommen in Krankenhäusern zur Welt. Nicht immer verläuft die Geburt dort so, wie es sich die Frauen und Hebammen wünschen. Seit Jahren nehmen die Interventionsraten zu. Inzwischen liegt die Kaiserschnittrate in Deutschland bei über 30 Prozent – eine besorgniserregende Entwicklung. Um ihr entgegenzuwirken, werden in der aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung „Kaiserschnittgeburten – Entwicklung und regionale Verteilung“ unter anderem Hebammenkreißsäle empfohlen.

 

Ärztebefragung auf dem DGGG

Das von-Willebrand-Syndrom ist bei den Gynäkologen angekommen

 

Hattersheim (21. November 2012) – Das von-Willebrand-Syndrom (vWS) – mit einer Prävalenz von ca. 1 % die häufigste genetisch bedingte Blutgerinnungsstörung – betrifft sowohl Männer als auch Frauen. Bleibt die Erkrankung unentdeckt, können die Folgen insbesondere für Frauen im Umfeld von Schwangerschaft und Geburt dramatisch sein. Daher haben Frauenärzte eine besondere Verantwortung, Patientinnen mit vWS oder anderen Störungen des Hämostasesystems zu erkennen. Standen lange Zeit Thrombosen (Thrombophilien) im Fokus, sind Gynäkologen inzwischen auch gegenüber Blutungsneigungen wie dem vWS hellhörig. Dies ergab eine Ärztebefragung auf dem diesjährigen Gynäkologenkongress (DGGG) in München. Die Frage ist nur: Was können Gynäkologen abseits der komplexen Gerinnungsdiagnostik tun, um potenzielle vWS-Patientinnen zu identifizieren?

 

Bundesinitiative Frühe Hilfen setzt auf Familienhebammen

 

Karlsruhe (9. November 2012) - Anfang dieser Woche, am 5.11.2012 startete das Bundesfamilienministerium die Bundesinitiative Frühe Hilfen, die Kinder und Eltern in schwierigen Lebenslagen unterstützen soll. Für das Programm stehen in den ersten drei Jahren 177 Millionen Euro zur Verfügung. Unter anderem soll damit der Einsatz von Familienhebammen gefördert werden.

 

GKV Spitzenverband

Hebammenhonorare realistisch betrachten

 

Berlin (25. Oktober 2012) - Die Verbände der freiberuflichen Hebammen sprechen immer wieder von einem angeblichen Stundenlohn für freiberufliche Hebammen von nur 7,50 Euro. Dies ist jedoch völlig unrealistisch.

 

Treffen im Bundeskanzleramt

Bundesregierung will Hebammen helfen

 

Karlsruhe (24. Oktober 2012) - Es gibt Hoffnung für die Hebammen: Beim heutigen Treffen im Bundeskanzleramt machten Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und Familienministerin Kristina Schröder den Hebammenverbänden konkrete Zusagen.

 

59. Kongress der Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.

Überaktive Blase

Sturm und Drang im Alter – Trospiumchlorid Retardformulierung zeigt gute klinische Wirksamkeit ohne Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems

 

München (12. Oktober 2012) – Als einzige Einmalgabe ist Trospiumchlorid, 60 mg seit gut drei Jahren in einer Retard Galenik zur Behandlung von Patienten mit über­aktiver Blase (ÜAB, engl. overactive bladder, OAB) zugelassen. Seine Stärke liegt, betonen führende Experten auf dem 59. Kongress der Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, neben der guten Wirksamkeit in dem besonders günstigen Nebenwirkungsprofil. Darüber hinaus wird durch die nur einmal täglich einzuneh­menden Trospiumchlorid Retardkapseln die Compliance verbessert. Aufgrund dieser Eigenschaften ist die Einmalgabe von Trospiumchlorid (uriVesc®) besonders auch für ältere Frauen geeignet, die den Großteil der OAB-Patienten ausmachen. Die PRISCUS-Liste empfiehlt Trospiumchlorid als einziges Anticholinergikum für die Therapie der überaktiven Blase.

 

Merkblatt zum Ultraschallscreening in der Schwangerschaft: IQWiG publiziert Empfehlung

Erstmalig sollen Schwangere vor der Untersuchung umfassend informiert werden

 

Köln (12. Oktober 2012) - Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 12. Oktober 2012 seinen Abschlussbericht zu Aufklärung, Einwilligung und ärztlicher Beratung zum Ultraschallscreening in der Schwangerschaft im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vorgelegt. Der Bericht enthält die Empfehlung für ein Merkblatt, das in Zukunft alle werdenden Mütter (und Väter), die gesetzlich versichert sind, vor einer routinemäßigen Ultraschalluntersuchung im Rahmen der Mutterschaftsrichtlinien von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt erhalten sollen.

Fachgesellschaft fordert hohe Standards

Sichere Geburt

 

Berlin/München (12. Oktober 2012) - Um die Sicherheit von Mutter und Kind während der Entbindung zu gewährleisten, muss im Krankenhaus fachärztliche Betreuung innerhalb von zehn Minuten gesichert sein. Tritt eine Notsituation ein, so muss gewährleistet sein, dass innerhalb von 20 Minuten ein Kaiserschnitt durchgeführt werden kann.

 

Mit der Zunahme der Schnittentbindungen steigt das Risiko für Allergien, Asthma, Diabetes und Übergewicht bei Kindern

Der Trend zum Kaiserschnitt und seine Folgen fürs Kind

 

München (12. Oktober 2012) - Das Licht der Welt, das ein Kind in Deutschland bei seiner Geburt erblickt, ist in jedem dritten Fall der blendende Strahl einer Operationsleuchte. Zurzeit werden bei uns über 209.000 Babys im Jahr mit Hilfe des Skalpells geboren. Laut Statistisches Bundesamt haben die Kaiserschnitte 2010 einen Anteil von 31,9 Prozent an den Geburten erreicht. Damit hat sich die Zahl der Kaiserschnitte in knapp zwanzig Jahren mehr als verdoppelt (1991 lag sie bei 15,3 Prozent) – im Hinblick auf mögliche nachteilige Langzeitfolgen für die Kinder eine beunruhigende Entwicklung, warnt die Stiftung Kindergesundheit.

 

Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe

Schlüsselloch-Chirurgie braucht manchmal zu viel Zeit

 

München (12. Oktober 2012) - Operative Eingriffe in Schlüssselloch-Technik brauchen selbst bei großer Erfahrung der Operateurinnnen und Operateure häufig mehr Zeit als Eingriffe auf konventionelle Weise. Deshalb zeigt die inzwischen langjährige Erfahrung, dass bei aufwändigen Eingriffen der konventionelle Weg mit einem Bauchschnitt überlegen sein kann.

 

59. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)

LIVOPAN® – Inhalative Schmerzbehandlung in der Geburtshilfe

 

München (11. Oktober 2012) - Beim Lunchsymposium „LIVOPAN®. Schmerztherapie unter der Geburt“ am 11.10.2012 im Rahmen des 59. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in München wird unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Klaus Vetter (Berlin) der Einsatz der inhalativen Analgesie zur Schmerzlinderung während der Geburt diskutiert.

Seit August 2008 steht mit LIVOPAN® in Deutschland ein gebrauchsfertiges Arzneimittel aus 50 Prozent Lachgas und 50 Prozent Sauerstoff für die Schmerztherapie bei leichten bis mittleren Schmerzen zur Verfügung. Seither gewinnt das inhalative Analgetikum in verschiedenen Anwendungsbereichen zunehmend an Akzeptanz und Verbreitung.

 

Fast 70.000 Mütter sterben weltweit

Spurensuche zum Bluthochdruck in der Schwangerschaft

 

Berlin-Buch (8. September 2012) - Präeklampsie ist eine der gefährlichsten Komplikationen für Mutter und Kind und durch Bluthochdruck und Eiweißausscheidung im letzten Schwangerschaftsdrittel charakterisiert. Lange waren die Ursachen der lebensbedrohlichen Krankheit unbekannt. In jahrelanger Forschungsarbeit ist es jedoch Prof. Ananth Karumanchi (Beth Israel Deaconess Medical Center & Harvard Medical School, Boston, Massachusetts, USA) gelungen, der Lösung des Rätsels um die molekularen Grundlagen der Präeklampsie einen entscheidenden Schritt näher zu kommen. Auf dem 1. ECRC „Franz-Volhard“ Symposium am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch berichtete er über seine Ergebnisse.

 

DGGG

Brustkrebs in Schwangerschaft und Stillzeit

 

Berlin (21. August 2012) - Brustkrebs wird bei Frauen, die schwanger sind oder stillen, oftmals nicht frühzeitig genug entdeckt. Das hat mehrere Ursachen: Durch die Schwangerschaft und das Stillen verändert sich die Brust; Milchstau kann während der Stillzeit immer wieder zu kleinen Knötchen führen, die sich von selbst wieder auflösen. Auf der anderen Seite liegt das Zentrum der Aufmerksamkeit in Schwangerschaft und mehr noch in der Stillzeit mehr auf dem Baby, das alle Kraft und Achtsamkeit beansprucht. Beides kann dazu führen, dass eine Veränderung der Brust so lange übersehen wird, bis eine erfolgreiche Behandlung gefährdet ist.

 

Fachgesellschaften schätzen Risiko gering ein

Schlaganfall und Herzinfarkt durch Pille & Co?

 

Berlin (23. Juli 2012) – Weibliche Geschlechtshormone in Antibabypille, Verhütungspflaster oder Vaginalring können die Blutgerinnung beeinflussen und – in seltenen Fällen – zu Blutgerinnseln führen. Die Folge können tiefe Beinvenenthrombosen, Lungenembolien, Herzinfarkt oder Schlaganfall sein. Eine aktuelle dänische Studie hat nun das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt über einen Zeitraum von 15 Jahren bei insgesamt mehr als 1,6 Millionen Frauen untersucht. Die Gefahr für die einzelne Frau ist nach Einschätzung der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) jedoch sehr gering und lässt sich durch Vorsichtsmaßnahmen zusätzlich vermindern.

 

Einigung zwischen Hebammen und Krankenkassen

Ausgleich für steigende Kosten bei Berufshaftpflichtversicherung

 

Berlin (10. Juli 2012) - Gestern hat eine weitere Verhandlungsrunde zwischen den Verbänden der Hebammen und dem GKV-Spitzenverband stattgefunden. Dabei ging es um die Frage, wie die freiberuflichen Hebammen, die in der Geburtshilfe tätig und ab 1. Juli 2012 von deutlichen Beitragssteigerungen für ihre Berufshaftpflichtversicherung betroffen sind, finanziell zusätzlich unterstützt werden können.