Gynäkologie

Mit der Zunahme der Schnittentbindungen steigt das Risiko für Allergien, Asthma, Diabetes und Übergewicht bei Kindern

Der Trend zum Kaiserschnitt und seine Folgen fürs Kind

 

München (12. Oktober 2012) - Das Licht der Welt, das ein Kind in Deutschland bei seiner Geburt erblickt, ist in jedem dritten Fall der blendende Strahl einer Operationsleuchte. Zurzeit werden bei uns über 209.000 Babys im Jahr mit Hilfe des Skalpells geboren. Laut Statistisches Bundesamt haben die Kaiserschnitte 2010 einen Anteil von 31,9 Prozent an den Geburten erreicht. Damit hat sich die Zahl der Kaiserschnitte in knapp zwanzig Jahren mehr als verdoppelt (1991 lag sie bei 15,3 Prozent) – im Hinblick auf mögliche nachteilige Langzeitfolgen für die Kinder eine beunruhigende Entwicklung, warnt die Stiftung Kindergesundheit.

 

Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe

Schlüsselloch-Chirurgie braucht manchmal zu viel Zeit

 

München (12. Oktober 2012) - Operative Eingriffe in Schlüssselloch-Technik brauchen selbst bei großer Erfahrung der Operateurinnnen und Operateure häufig mehr Zeit als Eingriffe auf konventionelle Weise. Deshalb zeigt die inzwischen langjährige Erfahrung, dass bei aufwändigen Eingriffen der konventionelle Weg mit einem Bauchschnitt überlegen sein kann.

 

59. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)

LIVOPAN® – Inhalative Schmerzbehandlung in der Geburtshilfe

 

München (11. Oktober 2012) - Beim Lunchsymposium „LIVOPAN®. Schmerztherapie unter der Geburt“ am 11.10.2012 im Rahmen des 59. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in München wird unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Klaus Vetter (Berlin) der Einsatz der inhalativen Analgesie zur Schmerzlinderung während der Geburt diskutiert.

Seit August 2008 steht mit LIVOPAN® in Deutschland ein gebrauchsfertiges Arzneimittel aus 50 Prozent Lachgas und 50 Prozent Sauerstoff für die Schmerztherapie bei leichten bis mittleren Schmerzen zur Verfügung. Seither gewinnt das inhalative Analgetikum in verschiedenen Anwendungsbereichen zunehmend an Akzeptanz und Verbreitung.

 

Fast 70.000 Mütter sterben weltweit

Spurensuche zum Bluthochdruck in der Schwangerschaft

 

Berlin-Buch (8. September 2012) - Präeklampsie ist eine der gefährlichsten Komplikationen für Mutter und Kind und durch Bluthochdruck und Eiweißausscheidung im letzten Schwangerschaftsdrittel charakterisiert. Lange waren die Ursachen der lebensbedrohlichen Krankheit unbekannt. In jahrelanger Forschungsarbeit ist es jedoch Prof. Ananth Karumanchi (Beth Israel Deaconess Medical Center & Harvard Medical School, Boston, Massachusetts, USA) gelungen, der Lösung des Rätsels um die molekularen Grundlagen der Präeklampsie einen entscheidenden Schritt näher zu kommen. Auf dem 1. ECRC „Franz-Volhard“ Symposium am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch berichtete er über seine Ergebnisse.

 

DGGG

Brustkrebs in Schwangerschaft und Stillzeit

 

Berlin (21. August 2012) - Brustkrebs wird bei Frauen, die schwanger sind oder stillen, oftmals nicht frühzeitig genug entdeckt. Das hat mehrere Ursachen: Durch die Schwangerschaft und das Stillen verändert sich die Brust; Milchstau kann während der Stillzeit immer wieder zu kleinen Knötchen führen, die sich von selbst wieder auflösen. Auf der anderen Seite liegt das Zentrum der Aufmerksamkeit in Schwangerschaft und mehr noch in der Stillzeit mehr auf dem Baby, das alle Kraft und Achtsamkeit beansprucht. Beides kann dazu führen, dass eine Veränderung der Brust so lange übersehen wird, bis eine erfolgreiche Behandlung gefährdet ist.

 

Fachgesellschaften schätzen Risiko gering ein

Schlaganfall und Herzinfarkt durch Pille & Co?

 

Berlin (23. Juli 2012) – Weibliche Geschlechtshormone in Antibabypille, Verhütungspflaster oder Vaginalring können die Blutgerinnung beeinflussen und – in seltenen Fällen – zu Blutgerinnseln führen. Die Folge können tiefe Beinvenenthrombosen, Lungenembolien, Herzinfarkt oder Schlaganfall sein. Eine aktuelle dänische Studie hat nun das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt über einen Zeitraum von 15 Jahren bei insgesamt mehr als 1,6 Millionen Frauen untersucht. Die Gefahr für die einzelne Frau ist nach Einschätzung der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) jedoch sehr gering und lässt sich durch Vorsichtsmaßnahmen zusätzlich vermindern.

 

Einigung zwischen Hebammen und Krankenkassen

Ausgleich für steigende Kosten bei Berufshaftpflichtversicherung

 

Berlin (10. Juli 2012) - Gestern hat eine weitere Verhandlungsrunde zwischen den Verbänden der Hebammen und dem GKV-Spitzenverband stattgefunden. Dabei ging es um die Frage, wie die freiberuflichen Hebammen, die in der Geburtshilfe tätig und ab 1. Juli 2012 von deutlichen Beitragssteigerungen für ihre Berufshaftpflichtversicherung betroffen sind, finanziell zusätzlich unterstützt werden können.

 

Deutscher Hebammenverband, Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands, Netzwerk der Geburtshäuser

Offener Brief  an GKV-Spitzenverband 

 

An die Verhandler des GKV-Spitzenverbandes,

 

Karlsruhe (6. Juli 2012) mit Verwunderung haben die Hebammenberufsverbände die Pressemitteilung des GKV vom 6. Juli zur Kenntnis genommen.

Just drei Tage, bzw. dem letzten Werktag vor dem nächsten Verhandlungstermin veröffentlicht der GKV eine Pressemitteilung, die in ihrer Art und Weise der Sache nicht dient und insbesondere die Verhandlungsrealität nicht wahrheitsgetreu wiedergibt.

 

GKV-Spitzenverband: Berufshaftpflicht der Hebammen

Übernahme der Kostensteigerung zu 100 Prozent angeboten

 

Berlin (6. Juli 2012) - Die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung haben Anspruch auf Hebammenhilfe bei Schwangerschaft und Mutterschaft. Die Hebammenleistungen werden entweder durch angestellte oder durch freiberufliche Hebammen erbracht. Die Vergütung der freiberuflichen Hebammen wird zwischen den verschiedenen Berufsverbänden der Hebammen einerseits und dem GKV-Spitzenverband andererseits verhandelt.

 

Pränatal-Diagnostik

Bluttest auf Down-Syndrom risikoärmer als Fruchtwasseruntersuchung

 

Berlin (5. Juli 2012) - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Frank Ulrich Montgomery hat sich angesichts der bevorstehenden Einführung eines Bluttests für werdende Mütter auf Down-Syndrom des ungeborenen Kindes differenziert geäußert. „Unsere Gesellschaft hat sich für Pränatal-Diagnostik entschieden. Das Rad lässt sich nicht mehr zurückdrehen.“ Daher sei es besser, diesen Bluttest anzuwenden, als eine mit Risiken behaftete Fruchtwasseruntersuchung vorzunehmen, sagte er in der Rheinischen Post (05.07.2012).

Bundesamt für Strahlenschutz

Überprüfung des deutschen Mammographie-Screening-Programms

 

Salzgitter (3. Juli 2012) - Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) lässt im Rahmen eines Forschungsvorhabens ab Juli 2012 federführend durch die Universität Münster überprüfen, wie wirksam das deutsche Mammographie-Screening-Programm die Brustkrebs-Sterblichkeit verringert.

 

Gespräch des Gesundheitsministers mit den Hebammenverbänden

Das soll alles gewesen sein?

 

Karlsruhe (21. Juni 2012) - Lange haben die Hebammenverbände auf ein persönliches Gespräch mit dem Gesundheitsminister warten müssen. Große Hoffnungen wurden deshalb in das gestrige Treffen in Berlin gesetzt. „Wer, wenn nicht der Gesundheitsminister Daniel Bahr“, so dachten die Hebammen, „hätte die politischen Möglichkeiten, um sich für eine flächendeckende Versorgung der werdenden Mütter und Kinder mit Hebammenhilfe stark zu machen?“ Der Minister wollte sich jedoch primär über die Gründe für den ausbleibenden Fortschritt bei den Vergütungsverhandlungen informieren. Eindringlich wurde deshalb seitens der Hebammenverbände das Beharren des Krankenkassen-Spitzenverbandes auf die Einhaltung des Beitragsstabilitätsgesetzes geschildert.

 

Weltstillwoche 2012Weltstillwoche 2012

Aus Erfahrung die Zukunft gestalten

 

Karlsruhe (19. Juni 2012) - „Stillen – aus Erfahrung die Zukunft gestalten!“ so lautet in diesem Jahr das deutsche Motto der Weltstillwoche. Die Weltstillwoche ist die größte gemeinsame Kampagne aller das Stillen fördernden Organisationen und wird jährlich in über 120 Ländern begangen. In Europa findet sie wie immer in der 40. Kalenderwoche, also vom 01. bis 07.10.2012, statt. Dabei steht diesmal das zehnjährige Bestehen der „Globalen Strategie für die Säuglings- und Kleinkindernährung“ im Blickpunkt, die im Mai 2002 von der Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly, WHA) verabschiedet wurde.

 

Genetische Diagnostik in der Schwangerschaft

 

Berlin (11. Juni 2012) - Die neuen, nicht-invasiven Methoden zur genetischen Diagnostik in der Schwangerschaft bedeuten keinen ethischen Dammbruch. Die Möglichkeit jedoch, in Zukunft bereits früh in der Schwangerschaft das gesamte Genom des Feten zu entschlüsseln, stellt Medizin und Gesellschaft vor neue ethische Herausforderungen.

 

GKV-Spitzenverband

Neue Online-Prüfung für Frauenärzte anhand von Ultraschallbildern aus der realen Versorgung

 

Berlin (1. Juni 2012) - Ab jetzt wird es für niedergelassene Frauenärzte in Sachen Ultraschall-Prüfung konkret: Eine gemeinsam von gesetzlichen Kassen und Ärzteschaft entwickelte Online-Prüfung soll ihren Blick für die Entwicklung des Embryos beim Ultraschall-Screening schärfen. Anhand von echten Ultraschallbildern aus der Behandlungspraxis werden die Gynäkologen geprüft, ob sie zwischen normalen und abweichenden Organentwicklungen des Embryos unterscheiden können. Nur wer den Test besteht, darf entsprechende Ultraschalluntersuchungen künftig anbieten.

 

Neuregelungen zu Schwangerschaft und Geburt

 

Krankenkassen missbrauchen die Situation und wollen Hebammen ans Gängelband nehmen

 

Nürnberg (22. Mai 2012) - Seit Jahren fordert der Deutsche Hebammenverband eine Überführung der Leistungen zu Schwangerschaft und Mutterschaft aus der Reichsversicherungsordnung (RVO) ins Sozialgesetzbuch. Dies ist nun offenbar auch Wille der Regierungsparteien, auch wenn in der Planung nur eine kleine Lösung angedacht ist.

 

Bundesministerium für Gesundheit veröffentlicht Hebammengutachten

 

Berlin (4. Mai 2012) - Das Bundesministerium für Gesundheit hat heute das Gutachten zur „Versorgungs- und Vergütungssituation in der außerklinischen Hebammenhilfe“ veröffentlicht. Das Gutachten wurde vom IGES Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit erstellt.

 

Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft

Vorbericht zu Aufklärung, Einwilligung und ärztlicher Beratung veröffentlicht

 

Erstmalig sollen Schwangere vor der Untersuchung umfassend informiert werden

 

Köln (3. Mai 2012) - Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 3. Mai 2012 mit diesem Vorbericht die vorläufige Version eines Merkblatts zur Aufklärung, Einwilligung und ärztlichen Beratung zum Ultraschallscreening in der Schwangerschaft vorgelegt, das im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) erarbeitet werden soll.

 

Stillen und Beruf – Stillen und Alkohol: Broschüren des deutscjen HebammenverbandsStillen und Beruf – Stillen und Alkohol

 

Der DHV hat drei neue Stillratgeber herausgegeben

 

Nürnberg (12. April 2012) - Stillen und Beruf – Ein Ratgeber für Arbeitnehmerinnen:  Viel zu oft sind Mütter der Meinung, dass sie abstillen müssten, wenn sie wieder arbeiten gehen. Wie sich die Wiederaufnahme der Berufstätigkeit und das Weiterstillen miteinander vereinen lassen, was es beim Abpumpen, Aufbewahren und Transport von Muttermilch und für die Trennungszeit vom Baby zu beachten gilt, steht in dieser Broschüre.

 

Neue Qualitätsregeln für die Ultraschalluntersuchung der Säuglingshüfte

 

Berlin (4. April 2012) - Zwei bis vier Prozent aller Kinder kommen damit auf die Welt: eine nicht richtig ausgebildete Hüfte. Durch eine Ultraschalluntersuchung in den ersten Lebenswochen kann dieses Krankheitsbild frühzeitig erkannt und oft vollständig geheilt werden. Voraussetzung dafür ist, dass der untersuchende Arzt die Bilder richtig erstellt, interpretiert und dokumentiert. Doch genau da hapert es in der Praxis, wie aktuelle Ergebnisse zeigen: schwerwiegende Mängel attestierten die Qualitätssicherungskommissionen der einzelnen Kassenärztlichen Vereinigungen in den letzten Jahren bei 27,4 Prozent der überprüften Ärzte und geringe Mängel bei 61,1 Prozent. Der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung haben auf diese erschreckenden Zahlen reagiert und die Qualitätsanforderungen für die Ultraschalluntersuchung der Säuglingshüfte ab 1. April 2012 genauer gefasst.

 

Fast ein Drittel aller Krankenhausentbindungen per Kaiserschnitt

 

Wiesbaden (19. März 2012) - Im Jahr 2010 haben 656.390 Frauen in Deutschland in einem Krankenhaus entbunden, davon fast ein Drittel (31,9 %) per Kaiserschnitt. Der Anteil der Kaiserschnittentbindungen ist nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gegenüber 2009 um 0,6 Prozentpunkte gestiegen. Innerhalb der letzten 20 Jahre hat er sich jedoch mehr als verdoppelt (1991: 15,3 %). Andere Geburtshilfen wurden nur selten angewandt: eine Saugglocke (Vakuumextraktion) wurde bei 5,3 % der Entbindungen eingesetzt, eine Geburtszange bei 0,6 %.