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Plakatausschnitt zum diesjährigen Equal Pay DayEqual Pay Day auch für Hebammen

Schluss mit “viel Dienst für wenig Verdienst“

 

Karlsruhe (21. März 2013) - In diesem Jahr stehen beim Equal Pay Day, dem Tag für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, die Gesundheitsfachberufe im Fokus. Der Deutsche Hebammenverband ist dabei Schwerpunktpartner. Auch in den vorangegangenen zwei Jahren hat sich der Verband an Aktionen für eine gerechte Bezahlung von Frauenarbeit beteiligt.

 

 „Wir fordern gerade für die typischen Care- und Frauenberufe das Ende von viel Dienst für wenig Verdienst“, sagt die Verbandspräsidentin Martina Klenk. Sie kritisiert, dass sich die hohe Verantwortung der Hebammen für Mutter und Kind weder in den von den Kliniken gezahlten Gehältern für die 8.500 angestellten Hebammen widerspiegelt, noch in den Honoraren der Krankenkassen für die freiberuflich tätigen Hebammen.

Schwerpunktmäßig soll dieses Jahr am 21. März die unzureichende Bezahlung der Kreißsaalhebammen in den Fokus gerückt werden. Bundesweit haben deshalb alle Kreißsäle und Hebammenausbildungsstätten ein Mitmachpaket mit Buttons, Flyer und Plakaten mit dem diesjährigen Motto erhalten. Ziel ist eine breite gesellschaftliche Diskussion, die aus den Kreißsälen in die Öffentlichkeit getragen wird, um auf die unzureichende Bezahlung von Pflegenden und Hebammen hinweisen. „Keiner soll mehr sagen können, er habe nichts gewusst vom Zusammenhang zwischen schlechter Bezahlung der Care-Berufe und der daraus resultierenden Versorgungsnot in den Krankenhäusern“, sagt Martina Klenk.

Hebammen gehören zu den Frauenberufen, die von einer mittelbaren Lohndiskriminierung betroffen sind. Das heißt, typische Frauenberufe mit hohen Anforderungen an die soziale Kompetenz werden in Deutschland schlechter bezahlt als typische Männerberufe, in denen technisches Handling gefragt ist. Martina Klenk fordert: „Damit muss endlich Schluss sein. Wir kämpfen um unsere gesellschaftliche Wertschätzung, die sich auch in der Bezahlung ausdrückt.“

 

 

Abb.: Plakatausschnitt zum diesjährigen Equal Pay Day.

 

Abb.: Plakatausschnitt zum diesjährigen Equal Pay Day.

 

 

Weitere Informationen

 

 


 

Quelle: Deutscher Hebammenverband, 14.03.2013 (tB).