Home Gynäkologie und Geburtshilfe Dianatal® Geburtsgel – Weltneuheit für eine leichtere Geburt
20 | 10 | 2017
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Dianatal® Geburtsgel –

Weltneuheit für eine leichtere Geburt

Dianatal® Geburtsgel: Einmal-Set zur Anwendung während der gesamten Geburtsdauer. Photo: Kessel Marketing & Vertriebs GmbH 

Bonn (24. April 2008) - Viele Frauen wünschen sich eine sanfte und leichte natürliche Geburt. Dianatal® Geburtsgel ist speziell für die Er­leichterung der Vaginalgeburt entwickelt worden und wird sobald die Geburt beginnt in die Vagina eingeführt, so dass sich dort ein Gleitfilm bildet. Klinische Studien, erste Erfahrungen aus der Praxis sowie expe­rimentelle Daten zeigen, dass der Einsatz des Geburtsgels die Reibungskräfte zwischen Baby und vaginalem Geburtskanal signifikant mindert. Das innovative Gel verkürzt dadurch die Eröffnungs- und Austreibungsphase während der Entbindung und schont sowohl Kind als auch Vagina, Beckenboden und Damm der Mutter. Die Geburt erfolgt schneller und sanfter. Die Wirkung des Medizinprodukts ist rein physikalisch, Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet. Nam­hafte Experten stellten das innovative Dianatal® Geburtsgel im Rahmen des 13. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pränatal- und Ge­burtsmedizin erstmals vor. Das Satellitensymposium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. med. Erich Saling, Erich Saling-Institut für Perinatale Me­dizin e.V. in Berlin, wurde von der Kessel GmbH, Mörfelden-Walldorf, unterstützt. Dianatal® Geburtsgel ist als Weltneuheit seit Februar auf dem deutschen Markt verfügbar.

 

Die Geburt eines Kindes ist ein überwältigendes Erlebnis. Sie stellt jedoch eine Höchstleistung für Mutter und Kind mit nicht zu unterschätzendem Gefährdungspotenzial dar. Insbesondere die Reibungskräfte zwischen den Geburtswegen und dem Ungeborenen erschweren die Geburt maßgeblich. „Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Anwendung von Gleitgel eine altbekannte und bewährte Maßnahme in der veterinärmedizinischen Ge­burtshilfe darstellt“, erläuterte Saling. Dieses bisher in der modernen Hu­manmedizin noch nicht verfügbare Konzept ist nun mit Dianatal® Ge­burtsgel erstmalig auch beim Menschen anwendbar. Ausgangspunkt für die Entwicklung des Geburtsgels bis hin zur Marktreife war die Entdeckung des Schweizer Gynäkologen Dr. med. Andreas Schaub, Zürich, im Jahr 2002, dass die Verwendung von sterilen Gleitmitteln während der Entbin­dung mehrere Vorteile für die Gebärende und das Ungeborene hat. Schaub unterstrich: „Dianatal® Geburtsgel ist ein für die Erleichterung der norma­len Geburt optimiertes bioadhäsives Gel, welches sich durch spezielle Ei­genschaften für die Anwendung in der Humangeburtshilfe auszeichnet.“

 

Dianatal® Geburtsgel mindert Reibungskräfte

Die Wirkung von Dianatal® Geburtsgel ist rein physikalisch: Durch die bio­adhäsiven Eigenschaften und die hohe Wasserbindungskapazität bildet sich ein Gleitfilm auf der Vagina, der die Reibungskräfte zwischen dem Ungeborenen und den Geburtswegen erheblich mindert. Eine medika­mentöse Wirkung tritt nicht ein. Studien der ETH Zürich und Schweizeri­schen Frauenkliniken haben gezeigt, dass Dianatal® Geburtsgel die Rei­bungskräfte um mehr als 50 % gegenüber Wasser als Kontrolle reduziert. Die Geburtsdauer, insbesondere die letzte oftmals anstrengende und schmerzhafte Phase der Geburt, verkürzt sich durch die Anwendung des Geburtsgels signifikant um 30 %. Die Geburt erfolgt also schneller und auch sanfter, denn Beckenboden und Damm werden durch Dianatal® zu­sätzlich geschont. Langzeitschäden wie Urininkontinenz oder sexuelle Störungen sollten dadurch seltener auftreten. In den klinischen Untersu­chungen zeigten sich keinerlei Nebenwirkungen. „Die richtungsweisenden Ergebnisse unterstützen den legitimen Anspruch einer Schwangeren auf eine möglichst schmerzarme und sichere Geburt. Die Einführung des Dianatal® Geburtsgels kann zu Recht als wesentlicher Fortschritt in der Geburtsmedizin in Bezug auf Sicherheit und Geburtserleben betrachtet werden“, schloss Schaub. Das Geburtsgel wurde als Medizinprodukt inten­siv auf Verträglichkeit und Sicherheit für Mutter und Kind getestet. Es wird nach höchstem Standard produziert, ist steril, ohne Konservierungs­stoffe, elektrisch-leitfähig und isoton. Zudem ist es latex-frei, hypoallergen und gut verträglich für Mutter und Kind (Vaginalschleimhaut, Augen, Nase, Mund und Haut). Die Inhaltsstoffe von Dianatal® Geburtsgel, z.B. Propylenglycolum, Carbomer und Aqua purificata, haben in randomisier­ten klinischen Studien bei mehr als 300 Geburten keine Nebenwirkungen für Gebärende oder den Fötus gezeigt.

 

Erstgebärende profitieren besonders

Trotzdem die Geburt in der industrialisierten Welt für Mutter und Kind heutzutage sehr sicher geworden ist, kann der natürliche Geburtsverlauf gestört sein. Vor allem Schwangere, die zum ersten Mal gebären, weisen eine lange Geburtsdauer, mehr operative Geburtsbeendigungen in Form von Vakuumgeburten und Kaiserschnitten sowie eine erhöhte Anzahl von Verletzungen der Geburtswege auf. „Wünschenswertes Ziel wäre es daher, wenn Erstgebärende wie Mehrgebärende gebären würden“, betonte Dr. med. Verena Geissbühler, Frauenspital des Kantonsspital Frauenfeld in Basel. Um die Wirkung des Dianatal® Geburtsgels diesbezüglich zu prüfen, wurde an den Frauenkliniken der Kantonsspitäler Frauenfeld und Schaff­hausen eine prospektive, randomisierte Studie bei Erstgebärenden durch­geführt*. Ausgewertet wurden die Daten von insgesamt 183 Geburten. Es zeigte sich, dass sich durch die Anwendung des Geburtsgels die Eröff­nungsphase um 65 Minuten verkürzte, die Austreibungsphase um 26 Mi­nuten und die Gesamtgeburtsdauer um 106 Minuten. Aus diesen Ergeb­nissen schlussfolgerte Geissbühler: „Es empfiehlt sich, mit der Applikation des speziellen Geburtsgels Dianatal® in der frühen Eröffnungsperiode zu beginnen. Die weitere Anwendung soll bis zum Ende der Geburt erfolgen. Die Austreibungsphase, die Eröffnungsphase und die gesamte Geburts­dauer können so um bis zu 30 % verkürzt werden.“ Seitens der Geburts­mechanik muss zwischen der Eröffnungs- und der Austreibungsperiode unterschieden werden. Das dickflüssige Dianatal® Stage I wird während der Eröffnungsperiode verwendet, während das dünnflüssigere Dianatal® Stage II besonders während der Austreibungsperiode oder während der Nachgeburtsphase zur manuellen Lösung des Mutterkuchens (Plazenta) eingesetzt wird. „Auch die Erfahrungen aus der Praxis machen deutlich, dass die angestrebten Ziele wie Reduzierung der Reibungskräfte, Verkür­zung der Austreibungsphase,  Verminderung von Damm- und Scheiden­rissen durch den Einsatz von Dianatal® Geburtsgel umgesetzt werden kön­nen“, berichtete PD Dr. med. Maritta Kühnert, Klinik für Geburtshilfe und Perinatalmedizin an der Phillips-Universität Marburg.

 

Experimentelle Untersuchungen bestätigen geburtserleichternden Effekt

„Die Verwendung eines Gleitmittels zur Erleichterung der vaginalen Geburt ist bis heute noch keine etablierte Methode in der Humanmedizin, obwohl Gleitmittel in der Veterinärmedizin heute den Goldstandard darstellen“, eröffnete Prof. Dr. Robert Riener, ETH Zürich. Ergebnisse aus einem expe­rimentellen Modell basierend auf Gewebeproben des Schweins unter rea­listischen humanphysiologischen Geburtsbedingungen zeigten eine signi­fikante Reduktion der dynamischen Reibungskräfte um 30 bis 40 % ge­genüber Wasser als Kontrolle. Die statische Reibung wurde durch Geburts­gele um durchschnittlich 45 % verringert. Auch lassen sich spezifische Ef­fekte abhängig von der Geburtsgelformulierung nachweisen. „Diese messtechnischen Resultate bestätigen die Ergebnisse erster klinischer Stu­dien in der Humangeburtshilfe in Bezug auf den geburtserleichternden Effekt von Geburtsgelen“, fasste Riener die Ergebnisse zusammen.

 

*J. Perinat. Med. 36 (2008) 129-135: Obstetric Gel shortens second stage of labor and prevents perineal trauma in nulliparous women: a randomized controlled trial on labor facilitation. Schaub A.F., Litschgi M., Hösli I., Holzgreve W., Bleul U., Geissbuehler V.


Quelle: Press(e)konferenz der Firma Kessel Marketing und Vertriebs GmbH zum Thema „Dianatal® Geburtsgel – Weltneuheit für eine leichtere Geburt“ am 24. April in Bonn (Medizin & PR GmbH Gesundheitskommunikation).
 
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