Home Gynäkologie und Geburtshilfe Forschungsprojekte zu Kaiserschnitten vergeben: Im Mittelpunkt muss der Schutz für Mutter und Kind stehen
24 | 11 | 2017
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Forschungsprojekte zu Kaiserschnitten vergeben

Im Mittelpunkt muss der Schutz für Mutter und Kind stehen

 

Berlin (10. Juni 2016) - Das Bundesministerium für Gesundheit hat vier Forschungsprojekte zum Thema Kaiserschnitte vergeben. Die Ergebnisse sollen in wissenschaftlich begründete Entscheidungshilfen für Ärzte einfließen.

 

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Ein Kaiserschnitt ist ein operativer Eingriff, der sowohl für die Mutter als auch für das Kind gesundheitliche Risiken mit sich bringen kann. Deshalb sollten Kaiserschnitte nur dann vorgenommen werden, wenn sie medizinisch auch wirklich notwendig sind. Die inzwischen hohe Kaiserschnittrate in Deutschland und in vielen anderen Staaten wirft zu Recht Fragen nach der medizinischen Notwendigkeit auf. Wichtig ist daher, dass die medizinischen Fachgesellschaften eine Leitlinie erarbeiten, die in Zukunft eine wissenschaftliche Grundlage bei der Entscheidung für einen Kaiserschnitt bietet.

 

Die vier Forschungsprojekte im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums sollen dazu beitragen, dass Schwangere umfassend über Kaiserschnitte und damit verbundene Gefahren informiert werden. Denn Schwangere und Ärzte sollen ihre Entscheidung zum Schutz von Mutter und Kind auf einer guten wissenschaftlichen Grundlage treffen."

 

Die vier Projekte mit einem Auftragsvolumen von insgesamt 150.000 Euro sollen sich mit wichtigen Versorgungsfragen in vier Themenbereichen befassen: 1. Beratung der Schwangeren, 2. Zeitpunkt des geplanten Kaiserschnitts, 3. Maßnahmen zur Begegnung von Gefahren beim Kaiserschnitt, 4. Zustand der Frau  nach Kaiserschnitt. Auftragnehmer sind das Institut für Forschung in der Operativen Medizin, Universität Witten-Herdecke sowie das Institut Cochrane Deutschland in Freiburg.

 

Die Ergebnisse der Forschungsprojekte sollen in eine interdisziplinäre S3-Leitlinie Kaiserschnitte einfließen, die von den zuständigen Fachgesellschaften derzeit erarbeitet wird.

 

 


 

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (BMG), 10.06.2016 (tB).

 
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