Hämatologie

Symposium im Rahmen der GTH-Jahrestagung 2016

Einfache und sichere Antikoagulation: Geht das?

 

Münster (18. Februar 2016) – Mit Edoxaban (LIXIANA®) steht ein neues Nicht-VKA orales Antikoagulanz (NOAK) zur Prävention von kardioembolischen Schlaganfällen und systemischen embolischen Ereignissen (SEE) bei nicht-valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) und für die Behandlung und Rezidivprophylaxe venöser Thromboembolien (VTE) zur Verfügung.1 Für das „New Kid on the Block“ heißt es nun, sich den Anforderungen des Alltags zu stellen, so Prof. Dr. Sabine Eichinger, Wien, Österreich, auf einem Symposium im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH).

Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2015

Klinisch relevante Studiendaten zu lymphoproliferativen und myeloproliferativen Neoplasien

 

München (13. Januar 2016) - In der Vormittagssitzung des 32. Münchener Fachpresse-Workshops stand ein Rückblick auf den ASH, den weltweit bedeutendsten hämatologischen Fachkongress, auf dem Programm. Beim ASH wurden wichtige neue Studiendaten zu lymphoproliferativen und myeloproliferativen Erkrankungen präsentiert. Einige davon besitzen nach Auffassung von Prof. Martin Dreyling, München, das Potenzial, den klinischen Therapiestandard in naher Zukunft zu verändern. Als Beispiele nannte Dreyling unter anderem den Einsatz des „schmutzigen“ Multikinaseinhibitors Midostaurin in Kombination mit Standardchemotherapie bei Patienten mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML) und FLT3-Mutation sowie den Einsatz von Ibrutinib bei Patienten mit rezidiviertem Mantelzelllymphom. Prof. Clemens Wendtner, München, fasste die aktuellen Daten vom ASH zur chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) zusammen.

10 Jahre „Bündnis zur Förderung der Sicherheit von Hämophilen e.V. (BFSH)“

Lebensqualität und Therapiesicherheit von Menschen mit Hämophilie signifikant verbessert

 

Berlin (27. November 2015) – Menschen mit der unheilbaren Blutgerinnungsstörung Hämophilie können in Deutschland heute ein nahezu normales Leben führen. Dies ist zum einen der kontinuierlichen Weiterentwicklung und guten Versorgung mit sicheren Gerinnungsfaktor-Präparaten zu verdanken. Aber auch der kontinuierliche Ausbau eines flächendeckenden Netzwerks an Versorgungseinrichtungen und ein deutschlandweit einheitlich hohes Ausbildungsniveau der medizinischen Fachkräfte sind wichtige Voraussetzungen, um die Lebensqualität von Menschen mit Hämophilie nachhaltig sichern und weiter verbessern zu können. Einen großen Beitrag hierzu leistet das Bündnis zur Förderung der Sicherheit von Hämophilen e.V. (BFSH e.V.).

US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA gewährt Status des Therapiedurchbruchs für Roche-Prüfmedikament ACE910 bei Hämophilie A mit Faktor-VIII-Hemmstoffen

 

  • Prüfung des ersten Faktor-VIIIa-mimetischen bispezifischen Antikörpers zur prophylaktischen Behandlung von Hämophilie A
  • Status des Therapiedurchbruchs (Breakthrough Therapy Designation) für neuntes Roche-Medikament1-6

 

Basel (4. September 2015) - Roche gab heute bekannt, dass die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) für das Roche-Prüfmedikament ACE910 (RG6013, RO5534262) den Status des Therapiedurchbruchs (Breakthrough Therapy Designation) zur prophylaktischen Behandlung von zwölfjährigen oder älteren Patienten mit Hämophilie A und Faktor-VIII-Hemmstoffen gewährt hat. Hämophilie A ist eine seltene genetische Störung, bei der ein wichtiges Blutgerinnungsprotein, der Gerinnungsfaktor VIII, entweder nicht in ausreichender Menge gebildet wird oder defekt ist.7 Patienten mit einer schweren Hämophilie A neigen unter Umständen zu nicht oder schwer beherrschbaren Blutungen, einschliesslich innerer Blutungen, vor allem Gelenkeinblutungen, die einen Gelenkersatz erforderlich machen können.8

59. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung

Hämostase und Antikoagulation – ein anspruchsvoller Balanceakt

 

Düsseldorf (24. Februar 2015)  – Therapeutische Eingriffe in das Gerinnungssystem stellen stets einen Balanceakt dar: Dem Nutzen der Antikoagulation stehen naturgemäß Blutungsrisiken gegenüber. Bei der Nutzen-Risiko-Abwägung geraten dabei immer mehr individuelle Aspekte in den Vordergrund. Diese fanden insbesondere in der Studie ENGAGE AF-TIMI 48 Berücksichtigung. So wurde bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (NVAF*) bereits im Studiendesign eine Risikostratifizierung vorgenommen. In Abhängigkeit vom Körpergewicht, von der Nierenfunktion und vom Metabolismus der Begleitmedikation wurden flexible Dosierungsregime getestet, um Wirkstoffakkumulationen zu vermeiden. Die Resultate wurden in einem Satellitensymposium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Christian Bode, Freiburg und Prof. Dr. Ingrid Pabinger-Fasching, Wien, im Rahmen der 59. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung in Düsseldorf diskutiert.

Vorteile bei Symptomen und Überlebenszeit im Vergleich zu „best supportive care“

Ruxolitinib bei Myelofibrose: Hinweis auf beträchtlichen Zusatznutzen

 

Köln (15. August 2014) - Ruxolitinib (Handelsname: Jakavi) ist seit August 2012 zugelassen zur Behandlung von Erwachsenen mit Myelofibrose. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat mit einer frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) überprüft, ob dieser neue Wirkstoff gegenüber der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet. Demnach gibt es im Vergleich zu „best supportive care“ (BSC) einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen, da Ruxolitinib Symptome besser lindert. Darüber hinaus lässt sich aus dem Dossier ein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen in Hinblick auf das Überleben ableiten. Dessen Ausmaß ist aber nicht quantifizierbar.

Keine relevanten Studien und keine validen Daten aus anderen Quellen vorgelegt

Turoctocog alfa bei Hämophilie A: Zusatznutzen nicht belegt

 

Köln (15. April 2014) - Turoctocog alfa (Handelsname NovoEight) ist seit November 2013 zur Behandlung und Vorbeugung von Blutungen bei Patienten mit Hämophilie A zugelassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat mit einer frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) überprüft, ob dieser neue Wirkstoff gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet.

 

Abb.: Seit 2012 vergibt Bayer den PHILOS Förderpreis für Wegbegleiter in der Hämophilie-Behandlung. Die Preisträger wurden am Donnerstag in Wien ausgezeichnet. Photo: Bayer HealthCare DeutschlandPHILOS Förderpreis verliehen

Bayer zeichnet erneut Wegbegleiter in der Hämophilie-Behandlung aus

 

Wien, Österreich (14. Februar 2014) - Zum zweiten Mal zeichnet Bayer Wegbegleiter in der Hämophilie-Behandlung mit dem PHILOS Förderpreis aus. Preisträger sind Initiativen und Projekte, die dazu beitragen, das Leben von Menschen mit der so genannten Bluterkrankheit (Hämophilie) zu erleichtern. Am Rande der 58. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH) ehrte die sechsköpfige Jury gestern vor rund 100 geladenen Gästen in Wien die fünf Gewinner des mit insgesamt 22.500 Euro dotierten PHILOS Förderpreises.

Aus der Praxis für die Praxis

Optimierter Therapiealltag mit Gerinnungs-Selbstmanagement

 

Berlin (11. September 2013) - Zur oralen Antikoagulation stehen seit vielen Jahrzehnten Vitamin-K-Antagonisten (VKA) zur Verfügung. „Eine Überlegenheit der neuen oralen Antikoagulantien gegenüber VKA ist heute durch Studien keinesfalls belegt und unwahrscheinlich, sofern die INR-Werte unter VKA gut eingestellt sind“, so PD Dr. Christoph Sucker, Labomed Gerinnungszentrum Berlin. Patienten können die orale Antikoagulationstherapie mit Vitamin-K-Antagonisten durch das Gerinnungs-Selbstmanagement (GSM) optimieren. Die Basis einer solchen Therapie ist eine umfassende Schulung durch Fachpersonal, um die Messung des INR-Wertes (International Normalized Ratio) und die Dosisanpassung selbstständig durchführen zu können. Im Rahmen eines Presse-Workshops von Roche Diagnostics Deutschland in Berlin erläuterte PD Dr. Christoph Sucker den Stellenwert der Kombination von VKA und GSM für den Therapiealltag. Anhand eines Rundgangs durch das Gerinnungszentrum sowie einer Einführung in die Schulungsinhalte erhielten Teilnehmer einen exklusiven Einblick in die Praxis.

Multicenterstudie

Ermöglicht neues Medikament eine bessere ambulante Versorgung von Patienten mit Lungenembolie?

 

Mainz (29. August 2013) - Wissenschaftler des Centrums für Thrombose und Hämostase (CTH) der Universitätsmedizin Mainz untersuchen in einer neuen Studie den Stellenwert des Wirkstoffs Rivaroxaban in der ambulanten Behandlung von Patienten mit akuter Lungenembolie und niedrigem Komplikationsrisiko. Er wird dort als Blutgerinnungshemmer eingesetzt. Die sogenannte „Home Treatment of Pulmonary Embolism (HoT-PE) Studie“ wird von Univ.-Prof. Dr. Stavros Konstantinides, stellvertretender Wissenschaftlicher Direktor des CTH, geleitet.

 

PROTECT VIII Kids untersucht Sicherheit und Wirksamkeit von BAY 94-9027 zur Prophylaxe und Behandlung von Blutungen bei vorbehandelten Kindern mit schwerer Hämophilie A

Phase-III-Studie von Bayer mit neuem rekombinantem Faktor-VIII-Entwicklungspräparat bei Kindern mit Hämophilie A

 

Berlin (8. Juli 2013) - Bayer startet mit der Rekrutierung von bereits vorbehandelten Kindern mit Hämophilie A für die klinische Phase-III-Studie PROTECT VIII Kids. Die Studie untersucht, ob BAY 94-9027, der rekombinante Gerinnungsfaktor VIII (rFVIII), bei prophylaktischer Anwendung den Schutz vor Blutungen bis zu einer Woche aufrechterhalten kann und sich gleichzeitig zur Therapie akuter Blutungen eignet. Für eine gleichartige Studie mit erwachsenen Patienten konnte die Rekrutierung kürzlich abgeschlossen werden.