Hämatologie

Vaskulitiden – wenn Blutgefäße sich entzünden

Wie sich die schleichende Autoimmunerkrankung kontrollieren lässt

 

Hamburg (24. August 2010) - Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust, rheumatische Beschwerden und Blutarmut: Die ersten Symptome einer entzündlichen Gefäßerkrankungen sind häufig uncharakteristisch und vielfältig. Eine Vaskulitis, so der medizinische Name, kann in vielfältiger Form auftreten, schreibt der Rheumatologe Dr. Keihan Ahmadi-Simab in der aktuellen Ausgabe der Asklepios-Ärztezeitschrift medtropole. Doch starke immununterdrückende Medikamente können die Krankheit stoppen und den Betroffenen ein weitgehend normales Leben ermöglichen, so der Chefarzt der Abteilung für Rheumatologie, Klinische Immunologie, Nephrologie und Physikalische Therapie in der Asklepios Klinik Altona.

Erleichterung der Gerinnungs-Anamnese

Anamnesefragebögen für Kinder jetzt auch auf Türkisch, Russisch und Serbokroatisch

 

Hattersheim (21. April 2010) – Viele Ärzte kennen das Problem, dass Sprachbarrieren die Diagnose und damit eine adäquate Behandlung erschweren. Besonders im perioperativen Umfeld können Verständigungsschwierigkeiten zwischen Arzt und Patient zu ernsten Komplikationen führen. Das „Netzwerk vWS“ hat nun seinen deutschsprachigen Anamnesefragebogen zur Erfassung des Blutungsrisikos bei Kindern auch in Russisch, Türkisch und Serbokroatisch aufgelegt. Die Bögen sind für den Kinderarzt sehr hilfreich, da sie zuverlässige Hinweise liefern, ob eine Gerinnungsstörung vorliegt oder nicht und ob mit Blutungen bei Tonsillektomien, Adenotomien und anderen Operationen gerechnet werden muss. Die Anamnesefragebögen enthalten sowohl eine Eigen- als auch eine Familienanamnese und können als pdf-Datei im Ärztebereich der Website www.netzwerk-von-willebrand.de heruntergeladen werden.

Gemeinsame Jahrestagung 2009 der DGHO, ÖGHO, SGMO und SGH+SSH, Heidelberg / Mannheim, 2. bis 6. Oktober 2009

Hämatologische und onkologische Fachgesellschaften gehen gestärkt aus ihrer Jahrestagung

Mannheim (6. Oktober 2009) – Nach fünf Tagen ist die Gemeinsame Jahrestagung der deutschen, österreichischen und schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie in Mannheim erfolgreich zu Ende gegangen. Über 4.500 Teilnehmer diskutierten fünf Tage lang im Congress Center Rosengarten über den aktuellen Stand der Grundlagen- und klinischen Forschung bei einem der wichtigsten wissenschaftlichen Kongresse auf dem Gebiet der Hämatologie und Onkologie.

Von Willebrand-Syndrom schneller und sicherer erkennen

 

Hamburg (3. Septemberg 2009) - Eine Neigung zu blauen Flecken, Nasenbluten und verstärkter Regelblutung kann durch das so genannte von Willebrand-Syndrom verursacht werden. Es ist die häufigste Ursache für eine ungewöhnliche Blutungsneigung. Bis zu einem Prozent aller Menschen können davon betroffen sein - oft ohne davon zu wissen. In Kooperation mit Siemens Healthcare haben UKE-Wissenschaftler einen neuartigen Aktivitätstest für den von Willebrand-Faktor entwickelt, der mit höherer Empfindlichkeit und Sicherheit als bisherige Tests unterschiedliche Formen des von Willebrand-Syndroms erkennt.

Chronisch transfundierte Patienten profitieren von Exjade® (Deferasirox):

Bedeutende Studie belegt signifikante Reduktion der organschädigenden Eisenüberladung

 

  • EPIC-Studie belegt signifikante Reduktion der Eisenintoxikation bei Patienten mit myelodysplastischen Syndromen (MDS)[i] sowie Entfernung des Eisens aus dem Herzen bei kardialer Eisenüberladung bei ß-Thalassämie-Patienten[ii]
  • Die Ergebnisse sind Teil der weltweit größten prospektiven Studie zur Eisenchelation mit über 1.700 Patienten mit verschiedenen transfusionsabhängigen Anämien
  • Aktuelle Konsensusrichtlinien empfehlen eine Chelattherapie in Abhängigkeit von der Transfusionshäufigkeit bei Serumferritinwerten ab 1.000 ng/ml

 

Frankfurt am Main (15. Januar 2009) — Neue Daten aus der größten prospektiven Studie zur Eisen­chelation EPIC (Efficacy and Safety of Deferasirox (Exjade) in Patients With Transfusion-Dependent Anemias) zeigen die Wirksamkeit und Sicherheit von Exjade® (Deferasirox) bei der Behandlung chronischer transfusionsbedingter Eisenüberladung. Chronische Eisenüberladung ist ein potenziell lebensbedrohlicher Zustand bei Patienten, die im Rahmen der Behandlung unterschiedlicher zugrunde liegender Anämien wie myelodysplastischen Syndromen (MDS) und der β-Thalassämie mehrere Bluttransfusionen erhalten haben. Aktuelle Arbeiten zur EPIC-Studie wurden im Dezember 2008 im Rahmen der 50. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in San Francisco, Kalifornien, USA, vorgestellt.

Erster direkter, oraler Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban zugelassen

Die neue Dimension der Thromboseprophylaxe

 

Berlin (23. Oktober 2008) - Rivaroxaban beugt venösen Thromboembolien bei erwachsenen Patienten nach elektiven totalen Knie- und Hüftgelenkersatzoperationen besser vor als Enoxaparin und ist dabei vergleichbar sicher. Experten begrüßen darüber hinaus den postoperativen Beginn der Prophylaxe und die einmal tägliche Gabe einer einzigen Tablette ohne Gerinnungsmonitoring in der klinischen Routine.

Mit Rivaroxaban (Xarelto®) steht Ärzten seit kurzem ein neues Medikament zur Verfügung, das die Thromboseprophylaxe nach elektiven totalen Knie- und Hüftgelenkersatzoperationen deutlich verbessern dürfte. Auf einer Pressekonferenz der Bayer Healthcare / Bayer Vital GmbH waren sich alle Referenten in dieser Einschätzung einig[1]. Denn: „Der Faktor-Xa-Inhibitor verbindet eine starke Wirkung und ein gutes Sicherheitsprofil mit der Compliance-fördernden oralen Einmalgabe“, sagte Professor Dr. Sylvia Haas, München.

Oraler direkter Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban

Fortschritte durch orale, direkte Faktor-Xa-Inhibition mit Rivaroxaban

 

Leverkusen (6. Juni 2008) – Einfacher und zugleich effektiver als bisher dürfte die Thromboseprophylaxe werden. Das deuten erste klinische Daten aus dem orthopä­dischen Studienprogramm zu Rivaroxaban an. Von dem in der Entwicklung befindlichen oralen direkten Faktor-Xa-Inhibitor erhoffen die Experten sich nachhaltige Fortschritte bei der Prophylaxe und Behandlung thromboembolischer Komplikationen, wie beim 33. Wissenschaftlichen Kongress des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) in Lübeck deutlich wurde.

Bayer HealthCare fördert mit 2,5 Millionen US-Dollar die weltweite Hämophilieforschung und Patientenversorgung

Größtes Hämophilie-Förderprogramm unterstützt innovative Grundlagenforschung

 

Istanbul, Türkei (3. Juni 2008) – Mehr als 2,5 Millionen US-Dollar stellt Bayer HealthCare in diesem Jahr über das Bayer Hemophilia Awards Program (BHAP) bereit.  Damit werden 21 Förderpreisträger aus 12 Ländern für Grundlagenforschung und klinische Projekte im Bereich Hämophilie (Bluterkrankheit) unterstützt. Die Preisträger wurden von einem 16-köpfigen Grant Review and Award Committee, bestehend aus Klinikern und Forschern aus der ganzen Welt, ausgewählt und im Rahmen des Weltkongresses des Weltverbandes für Hämophilie (WFH) 2008 in Istanbul ausgezeichnet.

Frühjahrstagung der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie

Moderne Krebstherapie: Einsparungen nicht auf Kosten der Patienten vollziehen

 

Berlin (18. April 2008) – Auf ihrer ersten Frühjahrstagung stellt die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. das Potenzial neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen vor und diskutiert Lösungen, wie die Versorgungsqualität für Tumorpatienten in Deutschland erhalten werden kann.

Neuartiges orales Antikoagulans Dabigatranetexilat in Europa zugelassen

 

Ingelheim (27. März 2008) - Boehringer Ingelheim gab heute bekannt, dass die Europäische Kommission die Marktzulassung des neuartigen oralen direkten Thrombininhibitors Dabigatranetexilat in allen 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union erteilt hat. Die Markteinführung von Dabigatranetexilat in Deutschland wird in den nächsten Wochen erwartet. Dabigatranetexilat ist für die Prävention venöser thromboembolischer Ereignisse bei Erwachsenen nach einer elektiven Hüft- oder Kniegelenkersatz-Operation zugelassen.

Sorafenib ‑ den Tumor in die Zange nehmen

Multikinasehemmer bewährt sich bei verschiedenen Tumorentitäten

 

Leverkusen / Berlin (22. Februar 2008) ‑ Der Multikinasehemmer Sorafenib hat sich beim Nierenzellkarzinom und beim Leberzellkarzinom als wirksam erwiesen. Für beide Erkrankungen ist Sorafenib inzwischen zur Behandlung zugelassen. Die therapeutischen Möglichkeiten des Multikinasehemmers sind damit wahrscheinlich noch längst nicht ausgereizt, wie beim 28. Deutschen Krebskongress in Berlin deutlich wurde. Als besonderen Erfolg verbuchen die Mediziner die Effekte von Sorafenib (Nexavar®) beim Leberzellkarzinom. Die Behandlungs-Möglichkeiten sind bei diesem Tumor, an dem in Europa jährlich rund 60.000 Menschen versterben, sehr limitiert. „Bei der Mehrzahl der Patienten wird das hepatozelluläre Karzinom erst im fortgeschrittenen oder im metastasierten Zustand diagnostiziert", berichtete Professor Dr. Tim Greten aus Hannover. „Dann aber ist nur noch ein palliativer Ansatz möglich". Bisher war hier keine systemische Therapie wirksam.