Hämatologie

Oraler Eisenchelator Exjade® von Novartis erhält europaweite Zulassung

Revolution für Patienten mit transfusionsbedingter Eisenüberladung

 

  • Exjade® (Deferasirox, ICL670) ist der weltweit erste und einzige Eisenchelator, der einmal täglich oral eingenommen wird.
  • Tablette statt Infusion: Exjade® könnte die bisherige Standardtherapie mit Desferal® (Deferoxamin) ablösen.
  • Die Zulassung erlaubt Patienten mit myelodysplastischem Syndrom, Thalassämie und Sichelzellanämie eine stark vereinfachte Chelat-Therapie.

 

Nürnberg (4. September 2006) – Die europäische Arzneimittelbehörde EMEA (European Agency for the Evaluation of Medicinal Products) hat am 28. August 2006 den Eisenchelator Exjade® (Deferasirox, ICL670) von Novartis zur Behandlung der transfusionsbedingten chronischen Eisenüberladung zugelassen. In allen 25 Mitgliedsstaaten der EU steht transfusionsbedürftigen Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen damit der weltweit erste und einzige Eisenchelator zur Verfügung, der einmal täglich oral eingenommen wird. In Deutschland wird das Präparat ab Anfang Oktober in den Apotheken verfügbar sein.

Bündnis zum Schutz von Bluterkranken gegründet

Um mögliche Infektionen durch Blutplasma-Produkte zu verhindern, greifen Ärzte immer häufiger auf biotechnisch hergestellte Präparate zurück. Umfangreiche Verfahrensschritte und viele Millionen Liter Wasser sind nötig, um jährlich 200 Gramm Faktor VIII gentechnisch herzustellen. Photo: Bayer HealthCare 

Berlin (1. Dezember 2005) - Bluterkranke sind heute noch darauf angewiesen, ihr Leben lang Medikamente zur Behandlung ihrer Blutgerinnungsstörung einzusetzen. Dabei ist die Sicherheit der verfügbaren Präparate nach wie vor ein entscheidender Punkt, der durch die Gefahr neuartiger Infektions-Erreger ständig im Auge behalten werden muß. Deshalb wollen die Hersteller von biotechnologisch gewonnenen Gerinnungsfaktoren-Konzentraten in Deutschland ein Zeichen setzen: Baxter Deutschland GmbH, Bayer Vital GmbH, Novo Nordisk Pharma GmbH und Wyeth Pharma GmbH gründen das „Bündnis zur Förderung der Sicherheit von Hämophilen e. V.“ (BFSH e. V.).