HNO

Den eigenen Hörschaden vorausberechnen

 

Berlin (20. April 2011) - Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) stellt im Internet eine Software bereit, mit der die Folgen von Freizeit- und Arbeitslärm berechnet werden können.

 

Abb.: Phonagnosikern fällt es schwer, Stimmen zu erkennen. Mithilfe eines neuen Online-Tests kann man sich nun selbst testen. Photo: Max-Planck-Institut für Kognitions- und NeurowissenschaftenPhonagnosie: Nicht wissen, wer spricht

 

Phonagnosikern fällt es schwer, Stimmen zu erkennen. Mithilfe eines neuen Online-Tests kann man sich nun selbst testen

 

München (15. März 2011) - Viele Menschen erkennen Anrufer sofort an der Stimme. Einigen fällt es schwer. Nur wenige können Stimmen überhaupt nicht erkennen: Sie sind von einer kaum untersuchten neurologischen Besonderheit betroffen, der Phonagnosie. Warum diese Einschränkungen im Stimmenerkennen auftreten, ist bislang ein Rätsel. Dass es sie gibt, ist selbst Betroffenen häufig nicht bewusst.

Aliamare(R)Neues aus der Schweiz

Aliamare®: die einzige hyaluronsäurehaltige Meerwasserspülung für Nase und Ohr

 

München (10. März 2011) -  Das Medizinprodukt Aliamare® von IBSA ist seit Anfang des Jahres in Deutschland erhältlich und die einzige hyaluronsäurehaltige Meerwasserspülung für Nase und Ohr. Die Spülung befreit im Bereich der Nase sanft und effizient von überschüssigem Nasensekret, Pollen und Feinstaub und befeuchtet die Nasenschleimhaut. Im Ohr dient Aliamare® der Reinigung der äußeren Gehörgänge und beugt der Bildung von Ohrenschmalzpfropfen vor, welche vor allem bei Hörgeräteträgern eine wichtige Rolle spielen.

 

Nachhaltige Wirksamkeit der Musiktherapie bei chronischem Tinnitus bestätigt

 

Heidelberg (18. Januar 2011) – Ergebnisse einer vom Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung durchgeführten Befragung bei bereits behandelten Tinnituspatienten belegen die Wirksamkeit des Heidelberger Musiktherapiemanuals bei chronischem Tinnitus.

 

Gleichgewichtssimulator hilft, Stürze zu vermeiden

 

Jena (18. Mai 2010) -  Störungen der Gleichgewichtsregulation sind vor allem für ältere Menschen ein Problem: Nicht nur lassen mit den Jahren Hör- und Sehvermögen nach, auch die empfindlichen Gleichgewichtsorgane im Ohr verlieren ihre Leistungsfähigkeit. Die Folge sind häufigere Stürze, die gerade im Alter oft für die Betroffenen sehr gefährlich sind. Um die Störungen des Gleichgewichts besser aufspüren zu können verwenden die HNO-Spezialisten am Universitätsklinikum Jena seit kurzem ein spezielles computergestütztes Gleichgewichtsanalysesystem, einen sogenannten Posturographen.

Engagement für Gutes Hören

Internationaler Hörgeräteakustiker-Kongress in Nürnberg 2009

 

Hans-Peter Bursig, Geschäftsführender Vorstand der Vereinigung der Hörgeräte-Industrie e. V. (VHI), und Martin Blecker, Vorsitzender der Europäischen Union der Hörgeräteakustiker e. V. (EUHA), eröffneten den 54. Internationalen Hörgeräteakustiker Kongress.Nürnberg (23. Oktober 2009) - Mit 95 Ausstellern, 23 Referenten, über 50 Journalisten und täglich ca. 2.400 Besuchern aus insgesamt 70 Ländern ging am 23.10.2009 der 54. Internationale Hörgeräteakustiker-Kongress erfolgreich zu Ende. Veranstalter war die Europäische Union der Hörgeräteakustiker e. V. (EUHA).

„23 Vorträge ausgewiesener Experten haben das Fachpublikum über die aktuellen Entwicklungen in Medizin, Audiologie und Hörgeräteakustik drei Tage lang informiert“, berichtet Martin Blecker von der Europäischen Union der Hörgeräteakustiker (EUHA). Zudem präsentierte die Hörgeräte-Industrie auf der begleitenden Messe ihre aktuellen Innovationen.

Musiktherapie bei "Tinnitus-Rauschen"

 

Heidelberg (7. September 2009) - Ergebnisse einer vom Deutschen Zentrum für Musiktherapie durchgeführten Pilotstudie belegen die Wirkung von Musiktherapie bei "Tinnitus-Rauschen". In Zusammenarbeit mit der Fakultät für Musiktherapie der SRH Hochschule Heidelberg wurde, unter Berücksichtigung der Klangqualität und möglicher kardiovaskulärer Einflussfaktoren, die Behandlungsmethode der "Musiktherapie bei chronisch-tonalem Tinnitus nach dem Heidelberger Modell" auf die Diagnose "Tinnitus-Rauschen" ausgeweitet. 21 der 23 untersuchten Probanden erreichten eine zuverlässige Reduktion der Symptome.

High Fidelity und das menschliche Hörvermögen

Was hören wir wirklich?

 

Berlin (9. Juni 2009) - Innovationen dienen dem menschlichen Fortschritt, indem die Grenzen des bisher Existierenden immer stärker ausgeweitet werden. Doch dass nicht immer die Grenzen des Natürlichen überschritten werden müssen, sondern dass Innovationen auch die Grenzen des Natürlichen effektiv nutzen, zeigt der Miterfinder von MP3, Prof. Karlheinz Brandenburg, in seinem Vortrag "High Fidelity und das menschliche Hörvermögen: Was hören wir wirklich?". Im Rahmen der Vortragsreihe "Wissenschaft - Innovation - Niedersachsen" präsentiert der Forschungs- und Entwicklungscluster Auditory Valley heute zum dritten Mal in Folge Spitzenleistungen auf dem Gebiet der Hörforschung und -rehabilitation.

Wie das Ohr zwischen Lärm und Flüstern unterscheidet

 

Wissenschaftler aus Göttingen haben herausgefunden, welche zellulären Mechanismen der Verarbeitung unterschiedlicher Schallstärken zu Grunde liegen

 

Abb.: Mikroskopieaufnahme von Haarzellen im Innenohr. Eine Haarzelle mit ihren Kontakten zu nachgeschalteten Nervenfasern ist schematisch hervorgehoben. Photo: T. MoserGöttingen (18. Februar 2009) - Das menschliche Gehör ist in der Lage, ein immenses Lautstärkespektrum wahrzunehmen. Der Lärm eines startenden Jumbojets beispielsweise drückt eine Million Mal stärker auf unser Trommelfell, als das Summen einer Mücke. Dennoch können wir alle Lautstärken, die dazwischen liegen, nicht nur hören, sondern auch auseinanderhalten. Wie bringt es das Ohr fertig, eine so weite Palette von Lautstärken abzudecken? Göttinger Wissenschaftler am Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience haben sich unter der Leitung von Prof. Dr. Tobias Moser (Innenohr-Labor an der Universitätsmedizin Göttingen) den Mechanismus dahinter genauer angesehen. Das Geheimnis liegt offenbar darin, wie die kleinen Haarzellen im Innenohr Signale an die nachgeschalteten Nervenfasern weitergeben. Die Ergebnisse der Arbeit werden in der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlicht.

Myrtol standardisiert effektiv beim sinubronchialen Syndrom

 

Bei Entzündung der Schleimhaut kommt es zum Verlust der Zilien. Der Sekret-Transport wird verlangsamt oder kommt völlig zum Erliegen.Hamburg (13. Februar 2009) - Bei mehr als sechs Millionen Patienten diagnostizieren Ärzte in Deutschland jedes Jahr eine akute und bei drei Millionen Patienten eine chronische Sinusitis. Nicht selten ist eine Entzündung der Nasennebenhöhlen die Keimzelle eines sinubronchialen Syndroms. Nämlich dann, wenn sich die pathologisch vermehrte Sekretproduktion über die „hintere Nase“ drainiert, sich im unteren Rachenbereich sammelt und über den geöffneten Larynx in das Tracheobronchialsystem gelangt. Sekretoloytika wie Myrtol standardisiert (GeloMyrtol® forte), die erwiesenermaßen bei Sinusitis und Bronchitis effektiv sind, haben auch eine Schlüsselrolle bei der Behandlung des sinubronchialen Syndroms. So zeigten zwei Studien an rund 120 Patienten: Myrtol standardisiert erzielt in dieser Indikation bei gut 90 Prozent der Patienten eine Symptomfreiheit. Dieses Fazit zogen die Experten, Dr. Thorsten Zehlicke (Hamburg) und Martina Ehmen (Hohenlockstedt) auf einer Pressekonferenz von Pohl-Boskamp am 13. Februar 2009 in Hamburg.

Tinnitus im Computermodell

Wissenschaftler aus Berlin untersuchen, wie Hörschäden zu Tinnitus führen können

 

Berlin (12. September 2008) - Tinnitus - ein Pfeifen oder Rauschen im Ohr ohne entsprechenden akustischen Reiz - kann durch Hörverlust verursacht werden. Unter welchen Umständen aber ist dies der Fall? Welche Mechanismen liegen dem zu Grunde? Roland Schaette und Richard Kempter vom Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience und der Humboldt-Universität zu Berlin haben mithilfe von Computersimulationen Antworten auf diese Fragen gefunden.