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Myrtol standardisiert effektiv beim sinubronchialen Syndrom

 

Bei Entzündung der Schleimhaut kommt es zum Verlust der Zilien. Der Sekret-Transport wird verlangsamt oder kommt völlig zum Erliegen.Hamburg (13. Februar 2009) - Bei mehr als sechs Millionen Patienten diagnostizieren Ärzte in Deutschland jedes Jahr eine akute und bei drei Millionen Patienten eine chronische Sinusitis. Nicht selten ist eine Entzündung der Nasennebenhöhlen die Keimzelle eines sinubronchialen Syndroms. Nämlich dann, wenn sich die pathologisch vermehrte Sekretproduktion über die „hintere Nase“ drainiert, sich im unteren Rachenbereich sammelt und über den geöffneten Larynx in das Tracheobronchialsystem gelangt. Sekretoloytika wie Myrtol standardisiert (GeloMyrtol® forte), die erwiesenermaßen bei Sinusitis und Bronchitis effektiv sind, haben auch eine Schlüsselrolle bei der Behandlung des sinubronchialen Syndroms. So zeigten zwei Studien an rund 120 Patienten: Myrtol standardisiert erzielt in dieser Indikation bei gut 90 Prozent der Patienten eine Symptomfreiheit. Dieses Fazit zogen die Experten, Dr. Thorsten Zehlicke (Hamburg) und Martina Ehmen (Hohenlockstedt) auf einer Pressekonferenz von Pohl-Boskamp am 13. Februar 2009 in Hamburg.

 

Hustenbeschwerden, Verlust des Geschmacksempfindens und des Riechvermögens sind die klassischen Symptome des sinubronchialen Syndroms. „Bakterielle oder virale Infektionen, die zunächst eine Entzündung der Nasennebenhöhlen auslösen – aber auch allergische Schleimhautreaktionen wie z. B. eine ASS-Unverträglichkeit sind die Wegbereiter des sinubronchialen Syndroms,“ erklärte Dr. Thorsten Zehlicke, Oberarzt am Hamburger Bundeswehrkrankenhaus. „Zunächst fließt pathologisch vermehrtes und unter Umständen infiziertes Sekret von der hinteren Nase direkt in den Rachen, gelangt beim Sprechen und Atmen durch den geöffneten Larynx leicht in die unteren Atemwege und verursacht eine Bronchitis. „Die Betroffenen leiden dann zugleich unter einer Sinusitis und Bronchitis.“

 

In der Behandlung sind kausale Maßnahmen essentiell, um die Drainage und Belüftung der Nasennebenhöhlen zu fördern. Dazu tragen Nasennebenhöhlen-Spülungen mit physiologischer Kochsalzlösung bei. Ebenfalls eingesetzt werden oberflächlich wirkende Steroide und Antihistaminika der ersten Generation. Einen besonderen Stellenwert haben Sekretolytika wie Myrtol standardisiert, das als einziges pflanzliches Mukopharmakon zur Behandlung der Sinusitis und Bronchitis zugelassen ist.

 

Zahlreiche in-vitro-Untersuchungen und 26 Studien an 5.800 Patienten dokumentieren:

 

  • Myrtol standardisiert steigert – signifikant – die Sekretolyse um bis zu 32 Prozent und ist damit einfachem Eukalyptusöl in dieser Wirkeigenschaft überlegen. 1
  • Myrtol standardisiert steigert eindeutig die mukoziliäre Clearance, experimentell nachgewiesen über eine pharmakologische, sekretomotorische und sekretolytische Wirkung auf den menschlichen Mukoziliarapparat. 2
  • Myrtol standardisiert greift in Entzündungsprozesse ein; es fängt die aggressivsten Sauerstoffradikale vom OH-Typ ab und drosselt die Leukozytenaktivierung. 3,4
  • Die orale Gabe von Myrtol standardisiert führt zu einer dosisabhängigen Abnahme von Leukotrienkonzentration (LTC4/ D4/ E4) und zu einer Hemmung der 5-Lipoxygenase, was die antiinflammatorischen Wirkeigenschaften unterstreicht. 5
  • Der Wirkstoff hemmt v.a. die Erreger Streptococcus pneumoniae und Hämophilus influenzae, die häufigsten Erreger präklinisch erworbener Sinusitiden, und weist damit antimikrobielle Wirkungen auf. 6

 

 

Umfassender Wirkansatz bei Sinusitis und Bronchitis

 

Von diesem Wirkspektrum profitieren Sinusitis- und Bronchitis-Patienten klinisch. So zeigte u. a. eine GCP-konforme, randomisierte, kontrollierte Multizenterstudie7 an 331 Sinusitis-Patienten, die entweder mit Myrtol standardisiert oder Placebo behandelt worden waren: Im Verlauf einer Behandlung über 6 Tage verbesserte sich der Symptomenscore der Kernsymptome (Kopfschmerzen, Schmerzen beim Bücken und NAP-Druckschmerz) signifikant und schneller gegenüber der Placebogruppe. Und bei Bronchitis erzielt Myrtol standardisiert schon nach einer Woche eine Ansprechrate von 70 bis 80 Prozent und ist damit in seiner klinischen Wirksamkeit signifikant Placebo überlegen. Darüber hinaus zeigte sich der Myrtol standardisiert als gut belegte Alternative zu Antibiotika ohne das Risiko einer bakteriellen Resistenzentwicklung. Das zeigte eine randomisierte, doppelblinde Multizenterstudie an 676 Bronchitis-Patienten.8

 

Myrtol standardisiert: effektiv beim sinubronchialen Syndrom

 

„Als einziges Mukopharmakon ist für GeloMyrtol® forte die klinische Wirksamkeit beim sinubronchialen Syndrom belegt9, wie zwei Studien zeigen. Eine klinische Prüfung an  62 Patienten mit akutem sinubronchialen Syndrom, die initial mit GeloMyrtol® bzw. GeloMyrtol® forte über eine Dauer von knapp zwei Wochen behandelt worden waren, zeigte: Das Präparat erzielte einen Beschwerderückgang der Sinusitis- und auch der bronchialen Symptomatik in gut 90% der Fälle“, sagte Martina Ehmen.

 

In der zweiten Studie wurden 60 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren ebenfalls wegen eines akuten sinubronchialen Syndroms initial mit GeloMyrtol® bzw. GeloMyrtol® forte über eine Dauer von knapp zwei Wochen behandelt. Auch in dieser Studie konnte ein Beschwerderückgang bis hin zur Symptomfreiheit sowohl beim Krankheitsbild der oberen Atemwege als auch bei dem der unteren Atemwege in 90% der Fälle erreicht werden.

 

 

Abb.: Score-Verbesserung der Kernsymptomatik unter Myrtol stand. vs. Placebo.

 

Abb.: Score-Verbesserung der Kernsymptomatik unter Myrtol stand. vs. Placebo.

 

 

 

 

Literatur

  1. Beuscher N, Bien E, Elstner EF, Kietzmann M, and Amon UE, Myrtol standardized in treatment of sinusitis and bronchitis – Pharmacodynamics and pharmacokinetics, Zeitschrift für Phytotherapie, Abstractband, Kongress der Gesellschaft für Phytotherapie 1997, Seiten 9-10
  2. Behrbohm H, Kaschke O, Sydow K, Der Einfluss des pflanzlichen Sekretolytikums Gelomyrtol® forte auf die mukoziliäre Clearance der Kiefernhöhle, Laryngo-Rhino-Otol. (1995) 74: 733-737
  3. Graßmann J, Hippeli S, Dornisch K, Rohnert U, Beuscher N, Elstner EF, Antioxidant Properties of Essential Oils, Arzneim.-Forsch./ DrugRes. (2000) 50 (I): 135-139
  4. Hippeli S et al., Freie Radikale in Pathogenese und Therapie von entzündlichen Erkrankungen des Bronchialsystems, in: Meister R, Entzündliche Erkrankungen des Bronchialsystems, Springer Verlag, 1. Auflage 2000, Seiten 1-25
  5. Beuscher N, Kietzmann M, Bien E, Champeroux P, Interference of Myrtol standardized with inflammatory and allergic mediators, Arzneim.-Forsch./ Drug Res. (1998) 48 (I), 985-989
  6. Bomblies L & Sonnenschein R, Myrtol standardisiert. Ermittlung der „Minimalen Hemmkonzentration“ (MHK) mit verschiedenen Testkeimen. Labor L+S AG, Myrtol standardisiert Dokumentation 1996.
  7. Federspiel P et al., Wirkung von Myrtol standardisiert bei der Therapie der akuten Sinusitis – Ergebnisse einer doppelblinden, randomosierten Multizenterstudie gegen Plazebo, Laryngo-Rhino-Otol. (1997) 76: 23-27
  8. Matthys H, de Mey C, Carls C, Ryś A, Geib A, Wittig T, Efficacy and Tolerability of Myrtol Standardized in Acute Bronchitis. A multi-centre, randomised, double-blind, placebo-controlled parallel group clinical trial vs. cefuroxime and ambroxol. Arzneim.-Forsch./Drug Res. (2000) 50(II), 8, 700-711
  9. Wittig, Th., GeloMyrtol® und GeloMyrtol® forte in Patients with Acute Sinobronchitis. A posteriori Analysis, August 2008. Study N° 94-0234 (G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG)

 

Gelomyrtol 

GeloMyrtol® forte. Wirkst.: Myrtol stand. Zus.: 1 Kps. enth. 300 mg Myrtol stand. auf mind. 75 mg Limonen, 75 mg Cineol u. 20 mg a-Pinen. Hilfsst.: Raffiniertes Rapsöl; Gelatine; Glycerol 85 %; Sorbitol-Lösung 70 % (nicht kristallisierend); Hypromelloseacetatsuccinat; Triethylcitrat; Natriumdodecylsulfat; Talkum; Dextrin; Glycyrrhizinsäure, Ammoniumsalz. Anw.-Geb.: Akute u. chron. Bronchitis u. Sinusitis. Gegenanz.: Nicht anwenden bei entzündl. Erkr. i. Bereich Magen-Darm u. d. Gallenwege, schweren Lebererkr., bek. Überempfindlichkeit gegen einen d. Bestandt. des Arzneim.; Nebenw.: In Einzelfällen Magen-Darm-Beschw., in Bewegung setzen vorhandener Nieren- u. Gallensteine, Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Hautausschlag, Gesichtsschwellung, Atemnot oder Kreislaufstör.). G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG, 25551 Hohenlockstedt (01/4)


 

Quelle: Pressekonferenz der Firma G. Pohl-Boskamp zum Thema: „Myrtol standardisiert effektiv beim sinubronchialen Syndrom“ am 13.02.2009 in Hamburg (tB).