Home Herz-Kreislauf Der „Hochrisiko“-Hypertoniker“: Eine Übersicht therapeutischer Strategien
17 | 10 | 2017
Pflege
- Anzeigen -

Awards
Veranstaltungen
Login
DocCheck





DocCheck Account beantragen »
PDF Drucken

Der „Hochrisiko“-Hypertoniker“

Eine Übersicht therapeutischer Strategien

 

Berlin (9. Dezember 2010) – Eine arterielle Hypertonie ist stets im Kontext anderer Risikofaktoren und Begleiterkrankungen zu bewerten. Ein Typ 2-Diabetes, eine koronare Herzkrankheit (KHK), ein metabolisches Syndrom oder eine Nierenfunktionsstörung machen den Bluthochdruck-Patienten schnell zum „Hochrisiko-Hypertoniker“, der eine zuverlässige Blutdrucksenkung und zusätzliche protektive Strategien benötigt. Die Compliance ist dabei ein wichtiger Aspekt. Die neue antihypertensive Fixkombination Twynsta® (Telmisartan + Amlodipin) kann einen wichtigen Beitrag zum Schutz dieser Patienten leisten, so das Fazit eines Symposiums anlässlich des Kongresses der Deutschen Hochdruckliga in Berlin.

 

Mit jedem Blutdruckanstieg um 20 mmHg systolisch bzw. 10 mmHg diastolisch verdoppelt sich das kardiovaskuläre Sterberisiko, wie Metaanalysen zeigen.1 Kommen weitere Risikofaktoren hinzu, etwa ein Typ 2-Diabetes, wird das kardiovaskuläre Sterberisiko nochmals verdoppelt bis vervierfacht.2 So benötigen Hypertoniker, die zusätzliche Risiken für Herzinfarkt oder Schlaganfall aufweisen, eine besonders starke und zuverlässige Blutdrucksenkung. „Mehr als 200.000 Schlaganfälle gibt es jedes Jahr in Deutschland, 40 Prozent davon sind durch einen hohen Blutdruck verursacht“, so Professor Dr. Roland Schmieder, Erlangen.

 

 

Zwei Drittel benötigen antihypertensive Kombinationsbehandlung

 

Vor dem Hintergrund dieser hohen Gefährdung ist es fatal, dass epidemiologische Daten nach wie vor bei Hypertonikern Kontrollraten von nur etwa 30 Prozent zeigen, betonte Schmieder. „Entscheidend ist, dass wir die Therapie nun im Alltag noch wirksamer und verträglicher machen“, sagte Professor Dr. Jürgen E. Scholze, Direktor der Medizinischen Poliklinik, Charité Berlin. Eine Möglichkeit dafür sieht er in der frühen Kombination von hoch wirksamen und gut verträglichen Antihypertensiva. Denn: „Sowohl unter Studienbedingungen als auch im Alltag zeigt sich, dass rund zwei Drittel der Hypertoniker zwei oder mehr Antihypertensiva benötigen, um die Therapieziele zu erreichen.“

 

In ihrer Neubewertung der Leitlinien vom November 2009 hat die europäische Hypertoniegesellschaft ESH empfohlen, in bestimmten Fällen eine primäre antihypertensive Kombination in Erwägung zu ziehen.3 Dies etwa bei Hypertonikern mit hohem bzw. sehr hohem kardiovaskulärem Risiko, wenn

 

  • eine frühe Blutdruckkontrolle wünschenswert ist,
  • z.B. zusätzlich ein Diabetes mellitus oder eine Niereninsuffizienz vorliegt oder
  • der Ausgangsblutdruck mehr als 20 mmHg systolisch bzw. 10 mmHg diastolisch über dem Zielwert liegt.

 

Ziel-Blutdruck ist dabei auch für Typ 2-Diabetiker und KHK-Patienten ein Wert unter 140/90 mmHg. Antihypertensive Fixkombinationen sind laut ESH zu bevorzugen. Argumente für die Kombination sind die höhere Wirksamkeit, eine bessere Verträglichkeit als bei hoch dosierter Monotherapie, das einfache Therapieregime und eine durch alle drei Aspekte günstig beeinflusste Compliance, so Scholze.

 

 

Synergistische Wirkmechanismen von Telmisartan und Amlodipin

 

Pathophysiologische Überlegungen sowie die positive Datenlage rücken die Kombination von Hemmstoffen des Renin-Angiotensin-Systems (RAS) mit einem Kalziumantagonisten in den Vordergrund.

 

Hervorzuheben sind Professor Scholze zufolge die komplementären Wirkmechanismen auf RAS und Gefäße sowie antiischämische Effekte am Herzen und ein Ausgleich der Nebenwirkungen. Knöchelödeme sind unter der Kombination seltener als unter einer Monotherapie mit dem Kalziumantagonisten. Besonders für Typ 2-Diabetiker und Patienten mit metabolischem Syndrom ist zudem die Stoffwechselneutralität des Kalziumantagonisten vorteilhaft – dies z. B. im Vergleich zu den häufig in Kombinationen eingesetzten Diuretika.

 

Twynsta®, die neue Fixkombination von Telmisartan und Amlodipin, vereint zwei synergistisch wirkende Antihypertensiva, die sich durch eine besonders starke und zuverlässige Blutdrucksenkung über 24 Stunden auszeichnen. Bei schwerer Hypertonie sind nach Studiendaten Blutdrucksenkungen von bis annähernd 50 mmHg systolisch zu erreichen.4 Beide Wirkstoffe sind in zahlreichen großen Studien gut untersucht. Telmisartan ist zudem der einzige ARB (Angiotensin-Rezeptor-Blocker), der für die kardiovaskuläre Prävention bei Risikopatienten zugelassen ist.5 Er wirkt erwiesenermaßen kardio- und nephroprotektiv. Amlodipin ergänzt dies noch um eine gefäßprotektive Komponente, so Scholze. Die Kombination bietet sich besonders bei Hypertonikern mit metabolischem Syndrom, Typ 2-Diabetes, Adipositas, stabiler KHK, Linksherzhypertrophie, Asthma oder COPD sowie bei Hypertonikern mit einem hohen Schlaganfall- bzw. Demenzrisiko und bei Altershypertonie an, betonte der Hochdruckspezialist. Die Fixkombination hat zudem den Vorteil, dass die antihypertensive Therapie mit nur einer Tablette einmal täglich erfolgen kann. Das reduziert die Tablettenlast für Hochrisiko-Patienten und trägt so zur Therapietreue bei.

 

 

Weitere Informationen

 

 

 

Referenzen

 

  1. Lewington et al. Lancet. 2002;360:1903–1913
  2. Diabetes Care 1993
  3. Neutel et al. ASH 2010 poster presentation (LB-PO 10)
  4. The ONTARGET Investigators. N Engl J Med 2008;358:1547–1559

 


 

Quelle: Symposium der Firma Boehringer Ingelheim zum Thema  „Der „Hochrisiko“-Hypertoniker“: Eine Übersicht therapeutischer Strategien“, im Rahmen des Kongresses der Deutschen Hochdruckliga „Hypertonie 2010“; 09.12.2010, Berlin (3K-Agentur für Kommunikation) (tB).

 
Anzeigen

Medical News
Schmerz - PainCare
Wundversorgung
Diabetes
Ernährung
Onkologie
Multiple Sklerose
Parkinson