Home Herz-Kreislauf Azilsartan bei essenzieller Hypertonie
18 | 12 | 2017
Pflege
- Anzeigen -

Awards
Veranstaltungen
Login
DocCheck





DocCheck Account beantragen »
PDF Drucken

Azilsartan bei essenzieller Hypertonie

Bluthochdruck stark und verträglich senken

 

München (16. Mai 2012) – Die Behandlung der Hypertonie, des weltweit stärksten Risikofaktors für Mortalität, hat mit dem AT1-Rezeptorenblocker Azilsartan (edarbi®) einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Das seit Anfang 2012 in Deutschland verfügbare Präparat eignet sich besonders für alle Patienten, die unter der bisherigen Therapie (z. B. ACE-Hemmer) die Blutdruck-Zielwerte nicht erreichen sowie für neu diagnostizierte Hypertoniker.3-7 Erste Praxiserfahrungen untermauern die positiven Studienergebnisse.

 

35 Millionen Hypertoniker in Deutschland, nur 50 % davon diagnostiziert und nur 1,75 Millionen normotensiv eingestellt.1 „Es herrscht weiter Bedarf an hochwirksamen Blutdrucksenkern“, so Prof. Peter Baumgart, Chefarzt der Inneren Medizin am Clemenshospital in Münster. „Denn ein Blutdruckanstieg von 20/10 mmHg verdoppelt das 10-Jahres-Risiko für kardiovaskuläre Mortalität“. AT1-Rezeptorblocker sind aufgrund der fehlenden Nebenwirkungen besonders attraktiv. „Patienten, die ACE-Hemmer nicht vertragen, sind immer gut für das neue Sartan“, betont Baumgart.

 

 

edarbi®: Stärkere Rezeptorbindung, beeindruckende Studienlage

 

Was ist anders bei Azilsartan? Rezeptorbindungsstudien haben gezeigt, dass Azilsartan anderen AT1-Rezeptorblockern in der Wirkung am Rezeptor überlegen ist. Es bindet stärker an den AT1-Rezeptor und dissoziiert langsamer von diesem als ältere Sartane. Azilsartan kann dabei nicht durch Angiotensin II verdrängt werden.2

 

 

Wirksamer als Ramipril, Olmesartan und Valsartan

 

In sieben Phase-III-Studien mit fast 6.000 Patienten mit moderater Hypertonie bewies der neue AT1-Rezeptorblocker in der höchsten eingesetzten Dosierung von 80 mg seine Überlegenheit gegenüber Olme-sartan 40 mg/d und Valsartan 320 mg/d sowie gegenüber dem ACE-Hemmer Ramipril 10 mg/d.3-6 Primärer Endpunkt war die Senkung des mittleren 24-Stunden-Blutdrucks, den Azilsartan 80 mg signifikant stärker senkte als alle Vergleichssubstanzen.

 

Dies galt ebenfalls für den klinischen systolischen Blutdruck. Grund für die starke Wirkung ist vermutlich die stärkere Bindung des Wirkstoffs an und die langsame Dissoziation vom AT1-Rezeptor, so Baumgart. Im Bereich Verträglichkeit ist das neue Sartan vergleichbar mit Olmesartan, Valsartan und Placebo.3-6 Was die Inzidenz des Hustens im Vergleich zu ACE-Hemmer betrifft, schneidet edarbi® sogar günstiger ab.6

 

 

Effektiv und verträglich: Praxis bestätigt klinische Daten

 

„Eine schnellere und effektivere Blutdrucksenkung hat Vorteile“, weiß auch Dr. Thomas Nikolaus von der Lehrpraxis der Universität Tübingen in Bisingen, der viele Hypertoniker in seiner Gemeinschaftspraxis betreut. Anhand mehrerer konkreter Fallbeispiele kann er belegen, dass auch unter Praxisbedingungen die Blutdruckwerte mit Azilsartan ähnlich gut gesenkt werden können, wie dies in den Studien der Fall war. „Wir ‚switchen‘ diejenigen Patienten, bei denen es mit der bisherigen Medikation nicht gut läuft, und bekommen mit edarbi® den Blutdruck über 24 Stunden am Tag sehr gut hin. Bei keinem Patienten haben wir Veränderungen an der Niere gesehen, das Medikament ist extrem gut verträglich.“

 

 

Fazit

 

Für eine Therapie mit Azilsartan (edarbi®) sprechen seine, in den Zulassungsstudien belegte starke Wirksamkeit, das ausgezeichnete Verträglichkeitsprofil sowie die Compliance-fördernde Einmalgabe. Dabei ist edarbi® in der höchsten eingesetzten Dosierung Ramipril, Olme-sartan und Valsartan überlegen. Der neue, moderne AT1-Rezeptorblocker steht in den Dosierungen 20, 40 oder 80 mg zur 1x täglichen Therapie der essenziellen Hypertonie zur Verfügung. Eine Kombinationsbehandlung mit anderen Medikamenten ist möglich.

 

 

Referenzen 

  1. hochdruckliga.de, Stand: 02.05.2012
  2. Ojima M, Igata H, Tanaka M et al.. In vitro antagonistic properties of a new angiotensin type 1 receptor blocker, azilsartan, in receptor binding and function studies. J Pharmacol Exp Ther. 2011 Mar; 336 (3):801-808.
  3. White WB, Weber MA, Sica D et al. Effects of the angiotensin receptor blocker azilsartanmedoxomil versus olmesartan and valsartan on ambulatory and clinic blood pressure in patients with stages 1 and 2 hypertension. Hypertension. 2011; 57(3): 413-420
  4. Bakris GL, Sica D, Weber M et al. The comparative effects of azilsartan medoxomil and olmesartan on ambulatory and clinic blood pressure. J Clin Hypertens (Greenwich). 2011; 13(2): 81-88.
  5. Sica D, White WB, Weber MA et al. Comparison of the novel angiotensin II receptor blocker azilsartan medoxomil vs valsartan by ambulatory blood pressure monitoring. J Clin Hypertens (Greenwich). 2011; 13(7): 467-472.
  6. Bönner G, Bakris G, Sica D et al.: Vergleich der antihypertensiven Wirkung des neuen Angiotensin-Rezeptorblockers Azilsartan Medoxomil mit Ramipril. Posterpräsentation 34. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL®) / Deutsche Hypertonie Gesellschaft 9.-11.12.2010, Berlin
  7. Online-Befragung der DocCheck Medical Services GmbH, Köln, im Auftrag von Takeda Pharma, vollstrukturierter Fragebogen, Feldphase Jan.-Feb. 2011

 


 

Quelle: Expert-Lunch edarbi® der Firma Takeda am 16.05.2012 in München. (tB)

 
Anzeigen

Medical News
Schmerz - PainCare
Wundversorgung
Diabetes
Ernährung
Onkologie
Multiple Sklerose
Parkinson