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Satellitensymposium Hypertonietherapie

Der besondere Stellenwert der Olmesartan-Amlodipin-Fixkombination – mehr als nur Blutdrucksenkung?

 

Wiesbaden (15. April 2012) – Einer der wichtigsten kardiovaskulären Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist die arterielle Hypertonie.1 Patienten mit Bluthochdruck sind durch Komplikationen wie koronare Herzerkrankung, Schlaganfall oder Nierenschädigungen gefährdet, die von atherosklerotisch bedingten Gefäßwandschädigungen ausgehen. Die Voraussetzung, um dieses Risiko zu senken und die Lebenserwartung der Hypertoniker zu verbessern, ist eine rasche, effektive Blutdrucksenkung auf Zielwerte von <140/90 mmHg mit modernen Antihypertensiva. Bereits eine Senkung des systolischen Wertes um 2 mmHg ist mit einer 10% niedrigeren Sterblichkeit aufgrund von Schlaganfällen assoziiert.2 Eine antihypertensive Therapie mit einem AT1-Antagonisten wie Olmesartan erweist sich hierbei als zielführend, da Olmesartan neben der effektiven Blutdrucksenkung3,4 zudem antiatherosklerotische, d.h. gefäß- und nephroprotektive5,6,7,8,9,10 Effekte zu bieten scheint. Ein Großteil der Hypertoniker benötigt eine Kombinationsbehandlung mit zwei, drei oder mehr Antihypertensiva.11 Durch den Einsatz von Fixkombinationen vereinfacht sich das Behandlungsschema, was zu einer höheren Compliance seitens der Patienten führen kann.12 Eine interessante Therapieoption für Hypertoniker könnten die auf Olmesartan basierenden fixen Zwei- und Dreifachkombinationen (Sevikar® und Sevikar HCT®) darstellen, wie Experten auf einem von Daiichi Sankyo Deutschland unterstützten Satellitensymposium anlässlich des 118. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden diskutierten.

 

Die arterielle Hypertonie ist einer der wichtigsten kardiovaskulären Risikofaktoren, weil sie einen entscheidenden pathogenetischen Faktor im kardiorenalen Kontinuum darstelle, erklärte Prof. Reinhold Kreutz (Berlin).13,14 Dieses Kontinuum werde durch verschiedene Risikofaktoren ausgelöst und münde zunächst in subklinischen Organschäden wie Arteriosklerose, Mikroalbuminurie oder linksventrikulärer Hypertrophie. Nachfolgend komme es zur Manifestation klinischer Erkrankungen und zum Auftreten akuter kardiovaskulärer Ereignisse bzw. zur Entwicklung einer chronischen Herz- oder terminalen Niereninsuffizienz. „An allen Stationen dieses Kontinuums ist die Behandlung der Hypertonie von entscheidender klinischer Bedeutung, um die Prognose der Patienten zu verbessern“, betonte Prof. Kreutz.

 

 

Sartane durchbrechen das kardiorenale Kontinuum – mit vermutlich positivem Effekt auf die Gefäße

 

Die Aktivierung des Renin-Angiotensin-Systems (RAS) hat neben der Hypertonie im kardiorenalen Kontinuum eine große pathophysiologische Bedeutung. Hierdurch kommt es u. a. zur Bildung von freien Radikalen, was zu oxidativem Stress und Entzündungsreaktionen und in der weiteren Folge zur Arteriosklerose führt. Laut Prof. Kreutz ließen sich vor diesem pathophysiologischen Hintergrund die protektiven Effekte von RAS-Blockern im kardiorenalen Kontinuum ableiten. Der Einsatz von ACEInhibitoren oder Angiotensin-Rezeptorblockern (ARB) habe sich bei der Behandlung von kardiovaskulären Risikopatienten als prognostisch günstig sowie gleichwertig erwiesen und gelte als evidenzbasiert. 15 „Neben präventiven nicht-medikamentösen Strategien kommt der frühzeitigen pharmakologischen Blockade des AT1-Rezeptors vermutlich eine große Bedeutung zu, um den ,Einstieg‘ in eine progressive Entwicklung im kardiorenalen Kontinuum frühzeitig zu unterbinden“, so Prof. Kreutz weiter. In diesem Zusammenhang seien für den ARB Olmesartan zusätzlich zu seiner potenten antihypertensiven Wirkung gefäß- und nephroprotektive Wirkungen in mehreren Studien (u. a. EUTOPIA, VIOS, MORE, OLIVUS, ROADMAP) gut dokumentiert worden.5,6,7,8,9,10

 

 

Kombinationstherapie mit Olmesartan: effektive Blutdruckkontrolle sowie Hinweise auf Senkung von Entzündungszeichen und metabolischen Parametern

 

Der Einsatz von RAS-Blockern wie Olmesartan zusammen mit einem Kalziumantagonisten wie Amlodipin könnte insbesondere bei Patienten mit erhöhtem metabolischen Risiko geeignet sein16, die Kombination RAS-Blocker/Diuretikum für Patienten, bei denen ein Volumenproblem im Vordergrund stehe, erläuterte Prof. Roland E. Schmieder (Erlangen).

 

Die Effekte einer antihypertensiven Behandlung mit Olmesartan/Amlodipin auf Entzündungs- und metabolische Parameter bei nicht-diabetischen Hypertonikern mit metabolischem Syndrom im Vergleich zu Olmesartan/HCT untersuchte die OLAS-Studie.16 Sie zeigte, dass die Kombination Olmesartan/ Amlodipin bei Patienten mit Hypertonie Grad 1 und 2 und metabolischem Syndrom eine ebenso effektive und signifikante Blutdrucksenkung wie die Kombination Olmesartan/HCT bewirkte. Auf Entzündungsmarker (TNF-α, IL-1β, IL-6, IL-8, ICAM-1 und VCAM-1), Insulin und Adiponektin zeigte Olmesartan/Amlodipin eine signifikant überlegene Wirkung gegenüber Olmesartan/HCT. Unter der Behandlung mit Olmesartan/Amlodipin war zudem das Risiko für das erstmalige Auftreten eines Diabetes mellitus signifikant niedriger als unter Olmesartan/HCT, berichtete Prof. Schmieder.

 

 

Fixkombination aus Olmesartan und Amlodipin für starke und schnelle Blutdrucksenkung

 

Die starke blutdrucksenkende Wirkung der Fixkombination Olmesartan/Amlodipin habe die COACHStudie mit 1.940 Hypertonikern bestätigt, so Prof. Schmieder weiter.17 In der randomisierten, kontrollierten Studie senkte die Kombination Olmesartan/Amlodipin in den Dosen 10/5, 20/5, 40/5 und 10/10, 20/10, 40/10 den Blutdruck signifikant stärker als beide Monotherapien. Mit der höchsten Dosis Olmesartan 40 mg/Amlodipin 10 mg wurde der diastolische Blutdruck im Mittel um 19 mmHg und der systolische Blutdruck um 30 mmHg gesenkt. Das Auftreten peripherer Ödeme, ein häufiger Nebeneffekt von Amlodipin, konnte (plazebobereinigt) durch die Kombination mit Olmesartan signifikant reduziert werden. Dabei sank die Ödemrate mit steigender Olmesartan-Dosis.

 

Der Kardiologe konstatierte, dass eine Kombinationstherapie den Blutdruck besser senke als die Erhöhung der Monotherapie, und zwar ohne die Nebenwirkungsrate zu steigern. „Die spezielle Kombination aus Olmesartan und Amlodipin wies eine synergistische Blutdrucksenkung bei metabolischer Neutralität auf und reduzierte zugleich Entzündungsmarker“, beschrieb er die Vorteile der fixen Kombinationstherapie Olmesartan/Amlodipin.

 

 

Patienten profitieren von leitliniengerechter Anwendung der Kombinationstherapie

 

Etwa zwei Drittel aller Hypertoniker in Deutschland benötigen mehr als ein Medikament, um den Zielblutdruck zu erreichen – so beschreibt Univ.-Prof. Eva Brand (Münster) die Situation hierzulande. 11 Entsprechend der ESC-/ESH-Leitlinien werde bei ungenügender Blutdrucksenkung unter antihypertensiver Monotherapie die Therapieumstellung auf eine Zweifachkombination aus einem RASHemmer und einem Kalziumantagonisten oder einem Diuretikum wie Hydrochlorothiazid (HCT) empfohlen.18 Bei Patienten mit einer Hypertonie Grad 2 oder 3 oder einem hohen kardiovaskulären Gesamtrisiko sollte bereits initial der Einsatz einer Kombination in Betracht gezogen werden.18 Bei etwa einem Drittel der Patienten wird der Blutdruckzielwert auch mit einer Zweifachkombination nicht erreicht:19 In diesen Fällen sei die Behandlung mit einer Dreifachkombination aus einem RASHemmer, einem Kalziumantagonisten und einem Diuretikum – beispielsweise Olmesartan, Amlodipin und HCT – eine sinnvolle Alternative, so Prof. Brand weiter.18

 

Die Ergebnisse der klinischen „real world“ Titrationsstudie BP-CRUSH zeigten, dass sich mit der Fixkombination aus Olmesartan, Amlodipin und HCT auch bei schwer einstellbaren Patienten eine Senkung des Blutdrucks in den Zielbereich realisieren ließ, berichtete Prof. Brand: Das kombinierte Blutdruckziel von <140/90 mmHg wurde von 90,3% (kumulativer Wert) der Patienten unter der Dreifachkombination von Olmesartan 40/Amlodipin 10 mg plus HCT 25 mg erreicht.20

 

Die multizentrische, randomisierte, doppelblinde TRINITY-Studie mit 2.492 Patienten bestätigte, dass eine Dreifachkombination den Blutdruck noch effektiver senkt, erklärte Prof. Brand. Die Studie untersuchte die Kombination Olmesartan 40 mg plus Amlodipin 10 mg plus freies HCT 25 mg gegenüber den jeweiligen Zweifachkombinationen bei Patienten mit einem mittleren Blutdruck von ≥ 140/100 mmHg oder ≥ 160/90 mmHg.21 Die Dreierkombination senkte den Blutdruck signifikant stärker als jede der beiden untersuchten Zweierkombinationen (p<0,001). Patienten, die die Dreifachtherapie erhalten hatten, erreichten signifikant häufiger die Zielblutdruckwerte als die Patienten mit einer Zweifachtherapie. Die Dreierkombination wurde insgesamt gut vertragen.

 

 

Fixkombinationen verbessern die Therapietreue der Patienten

 

Gupta et al. hätten gezeigt, so Prof. Brand, dass eine Fixkombination zur Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck gegenüber einer Kombinationstherapie aus den jeweiligen Einzelmedikamenten eine um ca. 20 % höhere Compliance (p = 0,02) erreiche.12 Außerdem führte die Fixkombination im Vergleich zur frei wählbaren Kombinationstherapie zu einer besseren Blutdrucksenkung und einer höheren Blutdrucknormalisierungsrate (nicht signifikant).12 Aus diesen Gründen befürwortet Prof. Brand den Einsatz fixer Zweier- bzw. Dreierkombinationen, z.B. mit Olmesartan, um eine effektive Blutdrucksenkung zu erreichen.

 

„Olmesartan ist aufgrund seiner potenten blutdrucksenkenden Wirkung3,4 und Hinweisen auf gefäßprotektive5,6,7,8,9 sowie nephroprotektive10 Eigenschaften ein starker Partner für die antihypertensive Kombinationstherapie, z.B. mit Amlodipin oder Hydrochlorothiazid“, so das Fazit der Kardiologen.

 

 

Referenzen 

  1. WHO, FS 317: Cardiovasc Dis. http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs317/en/index.html  (März 2012)
  2. Prospective Study Collaboration. Lancet 2002; 360: 1903-1913
  3. Püchler et al. J Hypertens 2001; 19 (Suppl 1): S41–S48
  4. Neutel et al. Am J Cardiol 2001; 87 (Suppl): 37C–43C
  5. Fliser D et al. Circulation 2004; 110: 1103–1107
  6. Bahlmann FH et al. Hypertension 2005; 45: 526–529
  7. Smith RD et al. Am Soc Hypertens 2008; 2: 165–172
  8. Stumpe KO et al. Ther Adv Cardiovasc Dis 2007; 1(2): 97–106
  9. Hirohata A et al. J Am Coll Cardiol 2010; 55: 976–982
  10. Menne J et al. J Hypertens 2012; 30(4): 811–818
  11. Datamonitor, Treatment algorithms Hypertension, 2002; FDC Estimates from IMS
  12. Gupta AK et al. Hypertension 2010; 55(2): 399–407
  13. Dzau V et al. Am Heart J 1991; 121: 1244–1263
  14. Chrysant SG et al. Curr Clin Pharmacol 2010; 5(2): 89–95
  15. The ONTARGET Investigators. N Engl J Med 2008; 358: 1547–1559
  16. Martinez-Martin FJ et al. J Hum Hypertens 2011; 25(6): 346–353. Epub 2010 Nov 25
  17. Chrysant SG et al. Clin Ther 2008; 30: 587–604
  18. Mancia G et al. J Hypertens 2009; 27: 2121–2158
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  20. Weir MR et al. J Clin Hypertens 2011; 13(6): 404–412
  21. Oparil S et al. Clin Ther 2010; 32: 1252–1269

 

Über Daiichi Sankyo

 

Daiichi Sankyo entwickelt und produziert innovative Arzneimittel, um wirksame Therapien für bislang unzureichend behandelte Krankheitsbilder anbieten zu können. Das gilt für Patienten in Industriestaaten ebenso wie für Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern. Der Konzern ist 2005 aus der Fusion der beiden japanischen Traditionsunternehmen Daiichi und Sankyo entstanden und gehört heute mit einem Jahresumsatz von fast 8,5 Milliarden Euro zu den 20 führenden Pharmakonzernen der Welt. Das Unternehmen vermarktet Arzneimittel gegen Hypertonie, Hyperlipidämie und bakterielle Infektionen. In seiner Forschung und Entwicklung konzentriert sich Daiichi Sankyo auf neuartige Therapien in den Bereichen thrombotische Erkrankungen, Onkologie, Herz/Kreislauf und Stoffwechselerkrankungen. Mit dem „Hybridmodell“ hat Daiichi Sankyo eine Konzernstrategie entwickelt, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Patienten in den verschiedenen Arzneimittelmärkten gerecht werden und Wachstumsmöglichkeiten nutzen soll. Der Hauptsitz des Unternehmens ist Tokio. Seine Europazentrale befindet sich in München. Daiichi Sankyo Europe besitzt Niederlassungen in zwölf europäischen Ländern sowie eine globale Fertigungsstätte in Pfaffenhofen, Deutschland.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.daiichisankyo.com  oder www.daiichi-sankyo.eu  

 

 


Quelle: Satelliten-Symposium der Firma Daiichi Sankyo zum Thema "Wenn Blutdrucksenkung allein nicht reicht - der besondere Stellenwert der Sartan-Amlodipin-Fixkombination" am 15.04.2012 in Wiesbaden, 118. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) (tB).

 
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