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17 | 10 | 2017
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Aktuelle Ergebnisse der Aidsprävention in Deutschland

Expertenforum auf dem Deutsch-Österreichisch-Schweizerischen Aids-Kongress

 

Köln (23. Juni 2009) - Unter dem Motto "Prepare for the long run" findet vom 24. bis 27. Juni 2009 der Deutsch-Österreichisch-Schweizerische-Aids-Kongress (SÖDAK) in St. Gallen statt. Das Kongressmotto unterstreicht die Bedeutung der langfristigen und nachhaltigen Bekämpfung von HIV/Aids.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) präsentiert sich auf dem ersten, alle deutschsprachigen Länder umfassenden Kongress mit ihrer neuen "Liebesorte"- Kampagne als zentralem Bestandteil von "GIB AIDS KEINE CHANCE". Seit über 20 Jahren ist "GIB AIDS KEINE CHANCE" das Markenzeichen der größten Gesundheitskampagne und eines der bekanntesten Logos in Deutschland.

 

Deutschland ist es durch die langfristig und umfassend angelegte Aidsprävention gelungen, dass im letzten Jahr erstmals seit dem Jahr 2000 die Neudiagnosen nicht nennenswert gestiegen sind, sondern sich annähernd auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Innerhalb West-Europas hat Deutschland mit 33,5 HIV-Neudiagnosen pro 1 Million Einwohner die niedrigste Rate an HIV-Neudiagnosen erreicht.

 

Mit 215 Millionen in Deutschland verkauften Kondomen im Jahr 2008 wurde ein Rekordhoch erreicht. Auch das Safer-Sex-Verhalten der Bevölkerung ist weiter gestiegen. Nach einem Rückgang der Kondomnutzung im Zeitraum 2000 bis 2004 steigt bei Befragten mit mehreren Sexualpartnerinnen und Sexualpartnern das Schutzverhalten wieder an und hält seit 2007 den Anteil von 85 Prozent (2004: 77 Prozent). Auch die Kondomnutzung zu Beginn neuer Beziehungen hat sich weiter erhöht. Im Jahr 2008 verwendeten 81 Prozent derer, die in den vergangenen zwölf Monaten eine neue Partnerschaft begonnen haben, zu Beginn dieser Beziehung Kondome, 2004 waren es 70 Prozent.

 

"Die aktuelle Entwicklung darf uns aber keinesfalls zu Untätigkeit verleiten", betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Unser wichtigstes Ziel ist es, die HIV-Infektionen weiterhin auf möglichst niedrigem Niveau zu halten und zukünftig nachhaltig zu senken. Damit uns das gelingt, müssen wir uns den sich ständig ändernden Herausforderungen immer wieder stellen. Deshalb entwickelt die BZgA ihre Präventionskampagne stetig weiter, erschließt neue Kommunikationskanäle und inszeniert bewährte Präventionsbotschaften immer wieder neu."

 

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) auf der Bundesebene für die Aidsprävention einschließlich der Förderung der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) verantwortlich. Die deutschen Vertreterinnen und Vertreter werden auf dem Kongress ihre Maßnahmen zur Aidsprävention in Form von Vorträgen, Postern und anhand des innovativen "mach’s mit"- Liebesorte-Messestandes vorstellen. Aktuelle Forschungsergebnisse der BZgA-Repräsentativerhebung "Aids im öffentlichen Bewusstsein 2008" werden präsentiert.

 

Die deutschen Erfahrungen zeigen, dass eine Präventionsstrategie nur dann wirksam ist und international beachtete Erfolge erzielt, wenn sie langfristig angelegt ist und verschiedene Angebote und Maßnahmen miteinander kombiniert wie TV- und Kinospots, Plakat- und Anzeigenmotive, Ausstellungselemente und Internetangebote. Hierzu wird sich die BZgA mit Expertinnen und Experten aus anderen Ländern austauschen. Denn der weitere Ausbau der Prävention und eine nachhaltige Sicherung sind entscheidende Ziele, zu denen der internationale Diskurs auf dem SÖDAK wesentlich beitragen kann.

 

Die neue Dokumentation zur Kampagne "GIB AIDS KEINE CHANCE" (1985 bis 2009) ist kostenlos unter folgender Adresse zu beziehen: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder über unser Online-Bestellsystem auf www.bzga.de  


 

Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 23.06.2009.

 
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