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18 | 05 | 2012
Infektiologie
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Wissenschaftler und Kliniker ziehen Bilanz

Neueste Erkenntnisse vom EHEC-Weltkongress VTEC 2012 – ein Jahr nach großen EHEC O104:H4-Ausbruch


Münster (11. Mai 2012). Ein Jahr nach dem großen EHEC-O104:H4-Ausbruch in Deutschland, bei dem Ärzte des Universitätsklinikums Münster (UKM) schwer erkrankte Patienten versorgten und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Münster (MFM) des Institutes für Hygiene am UKM maßgeblich an der Erregeridentifizierung und -charakterisierung beteiligt waren, ziehen Kliniker und Wissenschaftler Bilanz.

 

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Neue Klassen von Arzneimitteln

Transfer in der Antibiotikaentwicklung wird intensiviert

 

Leipzig (11. April 2012) - Die zunehmende Verbreitung von Infektionskrankheiten, die nicht mehr mit den klassischen Medikamenten behandelt werden können, stellt ein großes medizinisches Problem dar. Forscher in aller Welt suchen daher intensiv nach neuen innovativen Ansätzen, um lebensbedrohende bakterielle Infektionen mit neuen Klassen von Arzneimitteln künftig zu behandeln. Im Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig wurden in langjähriger Forschung zwei Substanzfamilien zur Behandlung von speziellen Bakterieninfektionen entwickelt, ein erster entscheidender Schritt auf dem Weg in die Krankenversorgung.

 

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Robert Koch-Institut

Kein Hinweis auf Schmallenberg-Virus beim Menschen

 

Berlin (2. April 2012) - Um zu klären, ob das Schmallenberg-Virus nicht nur bestimmte Paarhufer, sondern auch Menschen infiziert, hat das Robert Koch-Institut entsprechende Labortests entwickelt und eine Studie bei Schäfern durchgeführt. „Die Ergebnisse der RKI-Studie zeigen, dass das neue Virus bei Menschen mit viel Erregerkontakt nicht zu einer Infektion geführt hat“, sagt Reinhard Burger, Präsident des Robert Koch-Instituts. Das Robert Koch-Institut ist das nationale Public-Health-Institut Deutschlands, mit Public Health wird die Gesundheit der Bevölkerung bezeichnet. „Im Hinblick auf das Erkennen neuer gesundheitlicher Risiken nimmt das RKI eine zentrale „Antennenfunktion“ im Sinne eines Frühwarnsystems wahr“, unterstreicht Burger.

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Potentielle Vorteile von DIFICLIRTM gegenüber derzeit üblicher Behandlungsmethode für Clostridium-difficile-Infektionen

 

Staines, England (26. März 2012) - Die Clostridium-difficile-Infektion (CDI), eine potentiell tödliche Krankheit, ist eine der häufigsten Krankenhausinfektionen in Europa. Datenmaterial, das heute im The Lancet Infectious Diseases veröffentlicht wurde, belegt, dass DIFICLIR (Fidaxomicin) eine ähnliche Wirksamkeit und Verträglichkeit besitzt wie die orale Gabe von Vancomycin (dem derzeitigen Standard bei der CDI-Behandlung), dabei aber eine überlegene anhaltende Reaktion und eine umfangreichere Reduzierung der Rückfallrate bietet.[1]

 

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Prof. Dr. Emil C. Reisinger. Photo: Universität RostockSorge vor Krim-Kongo-Virus

 

Tropenmediziner warnt vor noch schwereren Epidemien als EHEC 2011

 

Rostock (20. März 2012) - Eine Mikrobe namens EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli) versetzte Ärzte, Forscher und Gesundheitsbehörden Anfang Mai 2011 in Alarmbereitschaft: „Der Erreger löste blutigen Durchfall mit lebensbedrohlichen Darmentzündungen und Nierenversagen aus“, erinnert Professor Emil Reisinger, Direktor der Universitäts-Tropenmedizin in Rostock, an die gut zwei Monate andauernde Epidemie. Jetzt warnt Professor Reisinger vor weiteren Erkrankungen, die von Südeuropa nach Deutschland vordringen werden.

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RKI.gifTuberkulose in Deutschland

Bewegen wir uns auf eine Trendwende zu?

 

Berlin (19. März 2012) - Im Jahr 2010 sind 136 Patienten an einer Tuberkulose gestorben. Insgesamt hat das Robert Koch-Institut 4.330 Tuberkulosen registriert, kaum weniger als im Jahr 2009 (4.419 Fälle, davon 164 Todesfälle). Diese Zahlen sind im neuen Tuberkulose-Jahresbericht des RKI veröffentlicht. „In Anbetracht der Schwere der Krankheit und der Behandlungsdauer von mindestens sechs Monaten ist das noch immer eine viel zu hohe Zahl von Erkrankungen“, betont Reinhard Burger, Präsident des Robert Koch-Instituts.

 

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Neueste Veröffentlichung in der Schutzimpfungs-Richtlinie des G-BA

Getrennte Gabe bei der ersten Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen

 

Leimen (24. Februar 2012) - Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Schutzimpfungsrichtlinie für die Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) und Varizellen geändert. Er spricht sich bei der ersten von zwei empfohlenen Impfungen bevorzugt für eine getrennte Gabe der MMR-Impfung einerseits und der Varizellen-Impfung anderseits aus. Diese bereits im Bundesanzeiger veröffentlichte Änderung wurde jetzt auch in den Richtlinien des G-BAs aufgenommen. Sie gilt rückwirkend zum 24. November 2011.1 Damit setzt der G-BA die Mitteilung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Berliner Robert Koch-Institut um.2 Die Kostenübernahme ist mit der Veröffentlichung in der Schutzimpfungs-Richtlinie des G-BAs für alle gesetzlichen Krankenkassen verpflichtend.

 

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www.bvl.bund.deBelastung von Lebensmitteln mit Zoonoseerregern

BVL veröffentlicht zum zweiten Mal die Ergebnisse des Zoonosen-Monitorings

 

Berlin (16. Februar 2012) - Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat zum zweiten Mal einen Bericht über die Ergebnisse des bundesweit durchgeführten Zoonosen-Monitorings veröffentlicht. Die Ergebnisse für das Jahr 2010 zeigen unter anderem, dass die Belastung von Putenfleisch mit Campylobacter (17,3 Prozent) und Salmonellen (5,5 Prozent) auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr liegt.

 

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Kinder im Nordosten Deutschlands erhalten doppelt so häufig Antibiotika wie im Süden

 

Gütersloh (15. Februar 2012) - Ob einem Kind ein Antibiotikum verschrieben wird oder nicht, ist in Deutschland auch vom Wohnort abhängig: Kinder im Nordosten Deutschlands erhalten doppelt so häufig Antibiotika wie Kinder in Süddeutschland. Das belegt der „Faktencheck Gesundheit“ der Bertelsmann Stiftung auf www.faktencheck-antibiotika.de. Die Zahlen zeigen auch, dass Kindern insgesamt deutlich mehr Antibiotika verordnet werden als Erwachsenen. Bundesweit wird jedem zweiten Kind zwischen drei und sechs Jahren mindestens ein Antibiotikum pro Jahr verschrieben – deutlich mehr als Erwachsenen. Aber nicht immer ist dies sinnvoll und notwendig.

 

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Staphylococcus aureus. Photo: WikipediaWeltweit größte MRSA-Pneumoniestudie bestätigt Linezolid hohe Effektivität und gute Verträglichkeit

 

Berlin (14. Februar 2012) - Linezolid (Zyvoxid®) ist Vancomycin bei nosokomialen MRSA-Pneumonien überlegen. In der prospektiv randomisierten, doppelblinden ZEPHyR-Studie war der klinische Erfolg bei Studienende mit Linezolid signifikant größer als mit Vancomycin. Die höheren klinischen und mikrobiologischen Erfolgsraten mit Linezolid und die geringere Nephrotoxizität der Substanz stellen wichtige Vorteile dar, um klinische Therapieentscheidungen in kritischen Situationen zu untermauern, erklärte Dr. Frank-Rainer Klefisch, Berlin, auf dem Pressegespräch der Pfizer Pharma GmbH „Neue klinische Daten zur Therapie von MRSA-Pneumonien – die ZEPHyR-Studie“.

 

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MRSA auf Neugeborenen-Intensivstationen des Universitätsklinikums Freiburg unter Kontrolle

 

Freiburg (9. Februar 20129 - Es gibt keine neuen Infektionen mit dem MRSA-Erreger (Methicillin-resistente Staphylokokken) in den Neugeborenen-Intensivstationen des Universitätsklinikums Freiburg. Den Frühgeborenen, die mit dem Erreger lediglich besiedelt sind, geht es gut, sie zeigen keine Infektionszeichen. Am 2. Februar 2012 hatte das Klinikum über eine Infektion und drei Besiedlungen sowie die eingeleiteten Hygiene-Maßnahmen informiert.

 

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