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22 | 02 | 2017
Infektiologie
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Messung hirnspezifischer Neurofilamente

Erster Bluttest für Creutzfeldt-Jakob Erkrankung entwickelt

Ulm (20. Dezember 2016) - Forscher um den Ulmer Neurologie-Professor Markus Otto haben den ersten Bluttest entwickelt, mit dem sich die tödliche Creutzfeldt-Jakob Erkrankung diagnostizieren lässt. Diese Krankheit, die im Zuge der BSE-Epidemie Schlagzeilen machte, konnte bisher nur anhand von klinischen Symptomen, ergänzt durch bildgebende Verfahren, EEG-Befunde und eine Nervenwasser-Untersuchung festgestellt werden. Die Ebenbürtigkeit des Bluttests, der hirnspezifische Neurofilamante misst, wurde in einer vergleichenden Studie bestätigt. Weiterhin könnte das neue Verfahren die Diagnostik bei der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) verbessern.

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Fleisch aus fernen Ländern

Multiresistente Keime reisen mit

Jena (16. Dezember 2016) - Reisende, die illegal Fleisch aus Nicht-EU-Staaten in Deutschland einführen, können zur Verbreitung von potentiell gefährlichen Krankheitserregern beitragen: In Proben von zwei deutschen Flughäfen wurden jetzt multiresistente Stämme des Bakteriums Staphylococcus aureus nachgewiesen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von Forschern der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und des InfectoGnostics Forschungscampus, die kürzlich in der Fachzeitschrift PLOS ONE (DOI: 10.1371/journal.pone.0167864) veröffentlicht wurde.

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Abb.: Eine Infektion mit Helicobacter pylori kann Magenkrebs verursachen. Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung/ Manfred RohdeInfektionen mit Helicobacter pylori beeinflussen die mikrobielle Vielfalt in Mund und Dünndarm

Helicobacter – Der Herrscher im oberen Verdauungstrakt

Braunschweig (13. Dezember 2016) - Eine Infektion mit dem Keim Helicobacter pylori führt bei allen Betroffenen zu chronischen Magenschleimhautentzündungen, bei einem Teil der Infizierten zu Magenkrebs. Um das Zusammenspiel von Helicobacter mit der natürlich vorkommenden Mikroorganismengemeinschaft im oberen Verdauungstrakt besser zu verstehen, führten Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig in Kooperation mit der Universitätsklinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) im Rahmen eines neu aufgelegten clinical-leave-Programmes zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses eine gemeinsame Studie durch. Hierbei wurden Proben von Helicobacter-infizierten Patienten von der Mundhöhle bis zum Dünndarm endoskopisch gewonnen und erstmals mittels Hochdurchsatz-Sequenzierung auf Basis der RNA-Profile im Vergleich mit nicht infizierten Patienten untersucht.

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Auch Menschenaffen sind durch das Ebola-Virus gefährdet. Photo und Copyright: RKIRobert Koch-Institut

Ebolafieber bei Menschenaffen und die Bedeutung für Ausbrüche bei Menschen

Berlin (5. Dezember 2016) - Ebolafieber stellt nicht nur für Menschen, sondern auch für Menschenaffen in Afrika eine Bedrohung dar. Ein internationales Forscherteam um Siv Aina Leendertz und Fabian Leendertz vom Robert Koch-Institut hat das derzeitige Wissen über Ebola bei Menschenaffen zusammengefasst und Verbindungen zwischen Ausbrüchen bei Affen und Menschen dokumentiert. Die Infektionskrankheit und ihre Verbreitung bei Menschenaffen müsse genauer untersucht werden, schreiben die Autoren. Außerdem müsse man darüber diskutieren, ob es möglich und machbar wäre, Menschenaffen gegen Ebola zu impfen. Auf diese Weise würde man nicht nur die vom Aussterben bedrohten Tiere schützen, sondern womöglich auch das Risiko verringern, dass das Ebolavirus auf Menschen überspringt. Der Artikel ist am 5.12.2016 im Fachmagazin Mammal Review erschienen.

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Alltagshandeln in den Kliniken so verändern, dass Patienten noch besser geschützt werden

Strategien zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen und Multiresistenzen

Leipzig (28. November 2016) - Krankenhausinfektionen und Antibiotikaverbrauch sind zwei Seiten einer Medaille. Veränderungen an der einen Stelle ermöglichen Verbesserungen an der anderen. Wie die aktuellen Maßnahmen zur Infektionsvermeidung und zum reduzierten Antibiotikaverbrauch in Kliniken weiter verbessert werden können, wollen die Hygieneexperten des Instituts für Hygiene/Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Leipzig untersuchen.

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Abb.: Multiresistente Enterobakterien in der Petrischale. IMMIH, Köln/Axel Hamprecht Multiresistente Bakterien

Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern

Braunschweig (18. November 2016) - Ein internationales Team von Wissenschaftlern und Klinikern hat erstmals europaweit die Ausbreitung von besonders gefürchteten multiresistenten Enterobakterien untersucht und vergleichbare Daten erhoben. Im Fokus der Studie stehen Klebsiella pneumoniae und Escherichia coli: Darmbakterien, die immer häufiger gegen das Reserveantibiotikum Carbapenem resistent sind.

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Abb.: Elektrochemisches Biosensor-System für die patientennahe Labordiagnostik. Bild: Andreas WeltinSensor-Plattform weist das Medikament in wenigen Minuten im Blut nach

Personalisierte Antibiotika-Therapie

Freiburg (14. November 2016) - Ein Freiburger Forschungsteam hat ein von der Biologie inspiriertes Verfahren entwickelt, das verschiedene Antibiotika in menschlichem Blut oder in anderen Flüssigkeiten gleichzeitig nachweisen kann. Zukünftig ließe sich das Biosensor-System in der medizinischen Diagnostik und besonders in so genannten patientennahen Tests in Arztpraxen, Apotheken oder bei Hausbesuchen, aber auch in der Umwelt- und Lebensmittelkontrolle einsetzen. Die Forschenden haben menschliches Blut auf die Antibiotika Tetrazyklin und Streptogramin untersucht. „Die Analysezeit, von der Probenentnahme bis zum Ergebnis, liegt bei nur zehn Minuten“, erläutert der Mikrosystemtechniker Dr. Can Dincer, der das Team leitet.

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Toiletten auf Flughäfen sind auch ein „Umsteigepunkt“ für gegen Antibotika resis tente Bakterien

Wie gefährliche Keime als blinde Passagiere von einem Kontinent zum anderen reisen

Münster (10. November 2016 ) – Alltag am Flughafen: Bis zum Start des Jets, der seine Passagiere in ferne Lande bringt, dauert es noch – Zeit genug, um schnell die Toilette aufzusuchen. Was die Reisenden dort erwartet, ist nicht immer ein schöner Anblick. Wesentlich schlimmer allerdings kann das sein, was sie nicht sehen: Wie Wissenschaftler der Westfälischen-Universität Münster (WWU) in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut in Berlin jetzt nachgewiesen haben, sind die Toiletten auf Flughäfen auch für Keime ein „Umsteigepunkt“. Auf Abstrichen von inneren Türklinken zahlreicher Toilettenkabinen fanden die Forscher weltweit Keime - darunter auch solche gegen die herkömmliche Antibiotika zur Behandlung bakterieller Infektionen nicht oder nur eingeschränkt wirken. Als „blinde Passagiere“ reisen sie quer durch die Welt, zum Beispiel von Indien nach Frankreich. Seine Erkenntnisse hat das Team jetzt in der Fachzeitschrift „Clinical Microbiology and Infection“ veröffentlicht.

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Neisseria meningitidis, Vergrößerung 20.000-fach. Photo und Copyright: Mushin Oezel, Rolf Reissbrodt/RKIRKI

Invasive Meningokokken-Erkrankungen 2012-2015

Berlin (1. November 2016) - Der Bericht im Epidemiologischen Bulletin 43/2016 beschreibt die Epidemiologie der invasiven Meningo­kokken-Erkrankungen (IME) in Deutsch­land seit 2001, mit Schwer­punkt auf den Zeit­raum 2012 – 2015. Aus­ge­wertet wurden die nach Infektionsschutz (IfSG) gemeldeten Er­kran­kungs­daten sowie die Daten des Nationalen Referenz­zentrums für Meningo­kokken und Hae­mo­philus influenzae (NRZMHi). IME traten, ähnlich wie in den Vor­jahren, am häufig­sten bei Säug­lingen gefolgt von Klein­kindern auf, mit einem zweiten, kleineren Inzi­denz­gipfel bei Jugend­lichen.

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Abb.oben: Daptomycin-Moleküle (blau) schieben sich mit dem Schwanz voran zwischen die Membran-Lipide (grau bzw. rot). In der Folge löst sich ein wichtiges Enzym (grün) von der Innenseite der Membran. © Grafik: AG Tanja Schneider/Uni BonnReserve- oder Notfall-Antibiotikum

Wie Daptomycin multiresistente Bakterien tötet

Bonn (25. Oktober 2016) - Das Antibiotikum Daptomycin ist oft die letzte Waffe gegen multiresistente Bakterien. Unklar war bislang, wie genau das Medikament wirkt. Eine neue Studie unter Federführung der Universitäten Bonn und Amsterdam bringt nun Licht ins Dunkel. Demnach hemmt Daptomycin durch einen bislang unbekannten Mechanismus die Zellwand-Synthese der Erreger. Die Arbeit ist nun in der Fachzeitschrift PNAS erschienen.

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„ Fungi in CF – Where do we stand “

Pilzinfektionen bei Mukoviszidose-Patienten erkennen und behandeln

Bonn, Mainz (27. September 2016) - Welche Rolle spielen Pilzinfektionen bei Mukoviszidose-Betroffenen? Wie können diese frühzeitig erkannt und behandelt werden? Über diese und weitere Themen diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beim Seminar „Fungi in CF – Where do we stand?“ des Mukoviszidose Instituts, das vom 22. bis zum 23. September 2016 im Schloss Waldthausen bei Mainz stattfand.

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