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19 | 10 | 2017
Infektiologie
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Novartis demonstriert erfolgreich das Potential der Zellkulturtechnolgie für die Herstellung eines Influenza A (H1N1)-Impfstoffs

 

Basel, Schweiz (12. Juni 2009) - Novartis hat die Produktion der ersten Charge eines Influenza A(H1N1)-Impfstoffes Wochen früher als erwartet abgeschlossen. Die Herstellungstechnologie auf Zellkulturbasis schafft die Voraussetzung, die Impfstoffproduktion zu starten, sobald ein pandemischer Virusstamm identifiziert ist, ohne dass dieser für die Vermehrung an Hühnereiern angepasst werden muss. Dieser Vorteil hat die erforderliche Zeit bis zur Impfstoffproduktion um Wochen verkürzt. Die erste Charge mit zehn Litern Wildtyp-Influenza A(H1N1)-Impfstoff-Monobulk wird für prä-klinische Untersuchungen und Tests genutzt und wird außerdem für klinische Studien in Betracht gezogen. Es beweist den Wert der Zellkultur-Produktion, die Novartis auch für das re-assortante Influenza A (H1N1)-Saatvirus nutzen will.

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Neue Influenza

Weltgesundheitsorganisation ruft Phase 6 aus

 

Berlin (11. Juni 2009) - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 11.06.2009 die so genannte Phase 6 ausgerufen, die charakterisiert ist durch fortgesetzte Mensch-zu-Mensch-Übertragungen des neuen Influenzavirus in einer zweiten der insgesamt sechs WHO-Regionen. Zuvor galt seit 29.4.2009 die Phase 5, da eine solche Übertragung in mindestens zwei Staaten der WHO-Region Amerika aufgetreten war. Mit der Höherstufung bildet die Weltgesundheitsorganisation die Situation der vergangenen Tage und Wochen ab, in denen immer mehr Staaten Erkrankungsfälle bestätigt haben. "Daher kommt die neue Einstufung nicht unerwartet", sagt Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts. "Auf eine solche Situation hat sich Deutschland seit Jahren vorbereitet" unterstreicht Hacker.

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Schutzkapsel der Herpesviren

Neue Möglichkeiten im Kampf gegen Herpesvirusinfektionen

 

Abb.: Eindrückliche Forschung: Herpesvirus-Kapside durch das Rasterkraftmikroskop gesehen vor (links) und nach (rechts) dem Eindrücken. Photo: Roos/Vrije Universität AmsterdamHannover (11. Juni 2009) - Eine spezielle Mikroskopietechnik macht es möglich: Dr. Kerstin Radtke und Professorin Dr. Beate Sodeik vom Institut für Virologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben zusammen Forschern von der Vrije Universiteit Amsterdam die mechanischen Eigenschaften verschiedener Herpesvirus-Kapside enthüllt - also von Kapseln, die das Erbgut von Viren umgeben und somit schützen. Die Ergebnisse hat jetzt die renommierten Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences USA" in ihrer Online-Ausgabe veröffentlicht.

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Experten für krebserzeugende Viren:

Nationales Referenzzentrum für HPV kommt an die Uniklinik Köln

 

Köln (9. Juni 2009) - Am Institut für Virologie der Uniklinik Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Pfister wird in Zukunft das Nationale Referenzzentrum für Papillom- und Polyomaviren beheimatet sein. Humane Papillomviren (HPV) sind in den letzten Jahren einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden, da nachgewiesen werden konnte, dass sie verantwortlich sind für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom).

Nationale Referenzzentren werden seit 1995 zur Überwachung wichtiger Infektionserreger durch das Bundesministerium für Gesundheit berufen. Sie bündeln bundesweit das Wissen und die Erfahrung rund um eine Infektion. Die Prüfung der Bewerber für ein Nationales Referenzzentrum erfolgt durch das Robert Koch-Institut.
Das Robert-Koch-Institut hat sich für das Kölner Institut für Virologie entschieden, da hier zahlreiche qualitative und quantitative Nachweisverfahren für HPV etabliert sind. Prof. Dr. Herbert Pfister und seine Stellvertreterin Prof. Dr. Ulrike Wieland forschen bereits seit Jahren an HP-Viren. Prof. Pfister ist Mitglied des HPV-Management-Forums innerhalb der Paul-Ehrlich-Gesellschaft und arbeitete bei der Leitlinie zur Impfprävention HPV-assoziierter Krebsarten mit.

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IXIARO®: Erster in Europa zugelassener Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis in Deutschland verfügbar

Wirksamer Schutz für Asienreisende gegen eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung

 

  • Erster Impfstoff aus der strategischen Allianz von Novartis Vaccines und Intercell AG
  • IXIARO® erweitert bestehende Reiseimpfstoff-Palette von Novartis Vaccines

 

Bei Aufenthalten in Risikogebieten empfiehlt sich eine Impfung gegen Japanische Enzephalitis. Quelle: Novartis BehringFrankfurt am Main (3. Juni 2009) — Nach seiner Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMEA) ist IXIARO® in Deutschland nun als erster in Europa zugelassener Impfstoff gegen die Japanische Enzephalitis (JE) verfügbar. JE ist eine schwere, durch Stechmücken übertragene Virusinfektion, die zu lebensbedrohlichen Gehirnschädigungen führen kann. Jährlich erkranken bis zu 50.000 Menschen an JE, von denen etwa jeder Dritte stirbt. Ein weiteres Drittel der Patienten leidet unter neurologischen Folgeschäden wie Gedächtnis- und Bewegungsstörungen, die irreversibel sein können. Bei Schwangeren kann eine Infektion mit dem Virus zu einer Fehlgeburt führen. Hauptverbreitungsgebiete der Erkrankung sind Südostasien, Japan, Korea, der Osten Chinas und Indien, wobei die höchste Infektionsgefahr in ländlichen Regionen besteht 1,2,3. In einem jetzt veröffentlichten Konsensuspapier sprechen sich führende Experten dafür aus, dass jeder Reisende in Endemiegebiete bei der Impfberatung über das Risiko einer Infektion und JE-Erkrankung informiert werden sollte und dass er bei jeder Art und Dauer der Reise an JE erkranken könnte.[1]

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Neue Tests und neue Daten zur Neuen Influenza

 

Robert-Koch-InstitutBerlin (2. Juni 2009) -  In Deutschland gibt es erstmals Testverfahren, um eine Infektion mit dem neuen Influenza A/H1N1-Virus auch nach Abklingen der Symptome oder bei symptomfreiem Verlauf nachzuweisen. Das Nationale Referenzzentrum für Influenza (NRZ) am Robert Koch-Institut hat dazu zwei serologische Tests entwickelt. Sie basieren auf dem Nachweis von Antikörpern im Blutserum. Die Antikörper werden im Rahmen der Immunabwehr etwa zwei Wochen nach der Erkrankung gebildet und sind über Monate oder Jahre nachweisbar. Mit den serologischen Tests werden epidemiologische Studien zur Infektionsrate, zum Anteil schwerer Erkrankungen, zur Übertragungsfähigkeit und anderer wichtiger Viruseigenschaften möglich. „Dadurch können wir die mögliche Verbreitung besser abschätzen und Präventionsstrategien gezielt weiterentwickeln“ meint Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts.

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Die selbstzerstörerische Kooperation der Salmonellen

Wie Durchfallerreger den Darm besetzen

Abb.: Salmonellen (rot) müssen sich gegen die Bakterien der Darmflora (kleine grüne Strichlein) durchsetzen. Dies gelingt ihnen, wenn einige Salmonellen die Zellen der Darmwand (blau) befallen und absterben, aber gleichzeitig eine Entzündung auslösen, die den verbliebenen Salmonellen eine rasche Vermehrung ermöglicht. © Bärbel Stecher und Wolf-Dietrich Hardt, Institut für Mikrobiologie ETH Zürich/SNZürich, Schweiz (26. Mai 2009) - Der Dickdarm ist dicht besiedelt und bietet eigentlich Neuzuzügern keinen Platz. Mit erstaunlichen Strategien gelingt es den Salmonellen trotzdem, sich dort zu vermehren. In einem vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützten Projekt deckt die Gruppe um Wolf-Dietrich Hardt von der ETH Zürich auf, wie die gefürchteten Durchfallerreger die Abwehrkräfte des Darms überlisten.
Salmonellen sind gefährlich. Immer wieder sorgen sie für Aufregung, letztmals zu Jahresbeginn in verunreinigter Erdnussbutter in den USA. Sie verursachen akute Durchfallerkrankungen, die zwar meist nach einer Woche spontan ausheilen, aber - selten - auch tödlich verlaufen können.

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Der Nachweis der Schistosomiasis (Bilharziose) wird damit einfacher und sensitiver

 

Hamburg (23. April 2009) - Wissenschaftler des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin haben gemeinsam mit Kollegen der Universitäten Hamburg und Gießen den weltweit ersten DNA-Test für Schistosomiasis entwickelt. Die Methode wird den Nachweis der gefährlichen Tropenkrankheit erheblich vereinfachen.

Zudem lässt sich mit ihr überprüfen, ob Behandlungsmaßnahmen wirksam sind. Mit Schistosomiasis, die in Deutschland häufig nach dem deutschen Entdecker Theodor Bilharz auch Bilharziose genannt wird, sind weltweit etwa 200 Millionen Menschen infiziert. Jährlich fordert die Krankheit schätzungsweise 200.000 Opfer - sie gilt damit als gefährlichste Wurminfektion des Menschen. Die Arbeit zum DNA-Test ist jetzt in der Zeitschrift "PLoS Neglected Tropical Diseases" erschienen.

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Antibiotika aus Tabak

 

 Tabakpflanzen eignen sich gut zur Produktion von Antibiotika gegen Lungenentzündung. Photo: Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie.München (1. April 2009) - Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam und dem Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene der Universität Rostock ist es mit einer neuen Strategie gelungen, von Viren geborgte Gene für die Bildung antibiotisch-wirksamer Eiweiße in Pflanzen zu nutzen. (Proceedings of the National Academy of Science, USA, Early Edition, 31. März 2009)

Während Tabak bisher mit den Attributen gesundheitsschädigend und krebserregend verbunden war, gibt es seit einiger Zeit wissenschaftliche Ansätze, Tabakpflanzen zur Produktion hochwirksamer Medikamente zu nutzen. Solche Ansätze werden unter dem Begriff "Molecular Pharming" oder "Molecular Farming" zusammengefasst und beinhalten die Nutzung von Pflanzen als effizientes biologisches System zur Produktion pharmazeutisch wirksamer Substanzen, wie z.B. Antibiotika. Tabak ist für eine solche Produktion besonders geeignet, da er in kurzer Zeit viel Blattmaterial bildet und keine Nahrungsmittelpflanze darstellt.

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Herpesgefahr durch Textilien?

 

Herpes-simplex-Viren (HSV 1).Bönnigheim (20. März 2009) - Lippenherpes ist allseits unbeliebt, aber weit verbreitet: Er zählt in Deutschland zu den häufigsten Erkrankungen der Haut. Neben den bekannten Übertragungswegen der Herpeserreger durch den Speichel sowie der Verbreitung der Viren über Schmierinfektionen mit den Händen nach Aufkratzen der Lippenbläschen, legen aktuelle Untersuchungen des Instituts für Hygiene und Biotechnologie (IHB) an den Hohenstein Instituten einen weiteren möglichen Infektionsweg nahe - über Herpes-kontaminierte Textilien.

Mit Hilfe molekularbiologischer Analytik ist es den Hohensteiner Wissenschaftlern gelungen, die starke Haftung von Herpes-simplex-Viren (HSV 1, vgl. Abb. oben) an Textilien nachzuweisen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass eine Ansteckung beispielsweise also auch über Handtücher, Servietten sowie Geschirr- und Reinigungstücher erfolgen könnte, mit denen sich zuvor ein Herpes-Infizierter abgetrocknet hat.

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Impfmüdigkeit durchs Internet

 

Erfurt (13. März 2009) - Am vergangenen Wochenende (5. - 7. März 2009) fand in Mainz in Folge der Gesundheitsministerkonferenz die erste Nationale Impfkonferenz statt. Die Tagung unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler verfolgte das Ziel, Konzepte für die Umsetzung und Erfolgskontrolle von Präventionsmaßnahmen zu diskutieren. Auf großes Interesse stieß dabei eine Studie Erfurter Wissenschaftler, die mit dem Posterpreis der Konferenz geehrt wurde.

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