Home Infektiologie
20 | 07 | 2018
Medizin
- Anzeigen -

Awards
Veranstaltungen
Login
DocCheck





DocCheck Account beantragen »
Infektiologie
PDF Drucken

Fressen und gefressen werden

 

Jena (16. Februar 2009) - Fressen und gefressen werden - eine Floskel, die nicht nur in der afrikanischen Savanne, im Dschungel Amazoniens und im Wirtschaftsleben ihre Berechtigung hat. Selbst bei Winzlingen, von denen einige Milliarden problemlos in einer gewöhnlichen Petrischale Platz finden, geht es bereits um den beständigen Kampf ums Überleben. Vor allem dann, wenn sich Räuber unter eine Bakterienpopulation mischen, wird es ernst für die meist wehrlosen Opfer. Die Räuber sind dabei selbst Bakterien. Sie gehören zu Gattungen mit exotisch klingenden Namen: Herpetosiphon etwa, übersetzt heißt das soviel wie "kriechende Röhre". Oder auch Lysobacter. Hier steckt die Auflösung von Bakterienzellen bereits im Namen.

Weiterlesen...
 
PDF Drucken

Winzige Details in drei Dimensionen

 

Erste Aufnahme mit Kryo-Elektronen-Tomographie vom Erreger der Borreliose

Neue Merkmale verschiedener Erregertypen identifiziert

 

Abb.: Dreidimensionales Kryo-Elektronen-Tomogramm von Borrelien. Photo: Universitätsklinikum HeidelbergHeidelberg (12. Februar 2009) - Sie werden durch Zecken übertragen und können akute und chronische Beschwerden in Gelenken, Muskeln und im Nervensystem verursachen: die Erreger der Lyme-Borreliose, an der in Deutschland rund 80.000 Menschen pro Jahr erkranken. Heidelberger Wissenschaftlern ist es nun gelungen, ihre Struktur genauer zu entschlüsseln. Mit dem Kryotomographie-Mikroskop können bislang unbekannte Strukturen des schraubenförmigen Bakteriums detailliert und dreidimensional dargestellt werden. Ein Befund: Dass Borrelien-Typen in Nordamerika eher die Gelenke und in Europa auch Haut und Nervensystem befallen, scheint unter anderem an der Ausprägung ihres Fortbewegungsapparats zu liegen.


Die Arbeitsgruppe um Professor Reinhard Wallich, Institut für Immunologie, und Dr. Friedrich Frischknecht, Abteilung Parasitologie des Hygiene-Institutes am Universitätsklinikum Heidelberg, hat in Kooperation mit Kollegen aus München und Freiburg ihre Ergebnisse in "Molecular Microbiology" publiziert. Die Forscher erhoffen u.a. neue Erkenntnisse über die vielfältigen klinischen Erscheinungsbilder der Erkrankung zu erlangen.

Weiterlesen...
 
PDF Drucken

Zitronenmelisse hält Herpes-Viren in der Zellkultur in Schach

 

Heidelberger Wissenschaftler für Untersuchungen zur Wirksamkeit von Arzneipflanzen mit dem Sebastian-Kneipp-Preis 2008 ausgezeichnet

 

Abb.: Zitronenmelisse. Photo: www.natur-lexikon.comHeidelberg (22. Januar 2009) - Schon die Kräutermedizin des Mittelalters setzte bei Entzündungen auf die Zitronenmelisse. Jetzt haben Wissenschaftler am Universitätsklinikum und der Universität Heidelberg nachgewiesen, dass sie das Herpesvirus, das bei rund 20 Prozent der Bevölkerung Entzündungen an der Lippe (Lippenherpes) hervorruft, im Reagenzglas in Schach halten kann. Die Wissenschaftler wurden dafür im November 2008 mit dem Sebastian-Kneipp-Preis 2008 ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ging zu gleichen Teilen an das Forscherteam Privatdozent Dr. Paul Schnitzler, Abteilung Virologie des Hygiene-Instituts am Universitätsklinikum Heidelberg, und Professor Dr. Jürgen Reichling, Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg, und Professor Dr. Veronika Butterweck, University of Florida, USA, für ihre Untersuchung der angstlösenden Wirkung von Arzneipflanzen.

Weiterlesen...
 
PDF Drucken

Therapeutische Impfstoffe

 

München (3. November 2008) - Forscher entwickeln einen DNA-Impfstoff gegen das gefährliche West Nil Virus WNV, das vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann. Das Besondere an diesem Impfstoff: Er hilft auch nach Ausbruch der Krankheit, denn er wirkt therapeutisch.

SARS, Vogelgrippe, Ebola - gefährliche Viruserkrankungen nehmen immer weiter zu. Gegen viele Erreger gibt es bislang noch keinen Impfschutz. Besonders gefährlich sind die Zoonosen: Diese Krankheiten können vom Tier auf den Menschen übertragen werden - mit teilweise tödlichem Ausgang. Ein solcher Erreger ist das West Nil Virus WNV, das 1937 in Uganda entdeckt wurde. 1999 in die USA eingeschleppt, hat WNV sich binnen fünf Jahren flächendeckend über ganz Nordamerika ausgebreitet und droht nun weltweit aufzutreten. Annähernd 400 Menschen sind in diesem Zeitraum in den USA an einer Infektion mit WNV verstorben. Ein neuer Impfstoff soll nun schützen.

Weiterlesen...
 
PDF Drucken

Masern, Mumps und Röteln (MMR) – ein gefährliches Trio

 

Gesunde JugendlicheBerlin (9. Oktober 2008) - Impfungen gehören für die meisten Menschen zu den größten Fortschritten der Medizin. Kaum einer kann sich heutzutage vorstellen, was für schreckliche Folgen Krankheiten wie Pest, Pocken und Cholera einmal hatten: Jahrtausende lang sahen Menschen, bei denen sich beispielsweise Anzeichen von Pocken zeigten, einem sicheren Tod entgegen - bei Kleinkindern waren es zeitweise sogar rund 80 Prozent. Doch dank der Einführung von Impfungen wurden diese Krankheiten ausgerottet.

Umso erstaunlicher ist es, dass in unserer heutigen Zeit immer wieder Krankheiten ausbrechen, von denen man glaubte, sie seien eigentlich längst nicht mehr existent. Zwar sind es nicht mehr Seuchen wie Pest und Cholera, die für Aufregung sorgen, sondern vermeintlich „harmlose“ Krankheiten wie Masern, Mumps und Röteln.

Weiterlesen...
 
PDF Drucken

Leicht und schnell wie der Wind

Windpocken können groß & klein gefährlich werden

 

Vorsorge bei JugendlichenDas Varizella-Zoster-Virus

Berlin (9. Oktober 2008) - den durch die Luft beziehungsweise den Wind (daher der Name), aber auch per Tröpfchen aus dem Nasenrachenraum weitergegeben. Die Rede ist von Windpocken, die durch die so genannten Varizella-Zoster-Viren verursacht werden. Auch kann das Virus durch direkten Kontakt mit dem Bläscheninhalt auf der Haut von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die für Windpocken so typischen Bläschen sollten deshalb möglichst nicht aufgekratzt werden, da die Flüssigkeit Viren enthält, die sehr infektiös sind. Das Tückische: Dem Kontakt mit Windpocken kann kaum einer entgehen. So reicht unter Umständen ein Aufenthalt, etwa eine Stunde oder länger, in einem Raum mit einer Person, die an Windpocken erkrankt ist, aus, um sich zu infizieren. Daher sind vor allem Kinder betroffen, die sich in der Krabbelgruppe oder im Kindergarten schnell und leicht anstecken können. Personen, die keine Antikörper gegen das Virus besitzen (so genannte Seronegative), können sich auch bei Gürtelrosepatienten infizieren. Kommt es zu einer Infektion während der Schwangerschaft, gelangen die Viren möglicherweise über den Mutterkuchen (Plazenta) zum ungeschützten und ungeborenen Kind mit unter Umständen lebensbedrohlichen Folgen.

Weiterlesen...
 
PDF Drucken

Winter ist auch (Keuch) - Husten Zeit

 

Keuchhusten-ImpfungDer Keuchhusten ist erwachsen geworden

Berlin (9. Oktober 2008) - Keuchhusten (Bordetella pertussis) ist eine hoch ansteckende Krankheit, die jeden treffen kann. Noch vor wenigen Jahren glaubte man, dies sei eine reine Kinderkrankheit. Untersuchungen zeigen allerdings, dass immer öfter Jugendliche und Erwachsene an Keuchhusten leiden. Sechs von zehn der Patienten sind über 25 Jahre alt. Experten schätzen, dass Jahr für Jahr in Deutschland 110.000 Erwachsene an Keuchhusten erkranken.

In unseren Breitengraden tritt Keuchhusten leicht vermehrt im Herbst und Winter auf, übertragen werden die Bakterien über Tröpfcheninfektion. Das Hauptsymptom bei Erwachsenen ist ein langwieriger Husten ohne zunächst wesentlich andere Krankheitszeichen. Die Hustenanfälle können über Wochen und Monate auftreten und besonders nachts heftig sein. Manchmal klagen die Betroffenen auch über Kratzen im Hals oder Schweißausbrüche. Zudem treten bei 25 Prozent der Patienten Komplikationen auf – wie beispielsweise eine Lungenentzündung, Mittelohrentzündung oder Krampfanfälle. Manchmal sind die Hustenanfälle sogar so stark, dass es zu Rippen- und Leistenbrüchen oder Bandscheibenvorfällen kommt.

Weiterlesen...
 
PDF Drucken

Vom Tier zum Menschen:

Wie gefährlich sind Bakterien?

 

Die Immunofluoreszenz zeigt spezielle Zucker auf der Oberfläche menschlicher Epithelzellen. (SEM Picture / Courtesy by ZMB Universität Basel and Chantal Fiechter)Basel, Schweiz (2. Oktober 2008) - Capnocytophaga canimorsus ist ein Bakterium, das im Maul von Hunden und Katzen vorkommt. Unschädlich für das Tier, kann es beim Menschen zu lebensbedrohenden Krankheiten führen. Forscher vom Biozentrum der Universität Basel haben nun einen Mechanismus entdeckt, mit dem der Erreger dem Menschen gefährlich werden kann. Die Resultate sind in der aktuellen Ausgabe von PLoS Pathogens veröffentlicht.

In seinem natürlichen Umfeld, dem Hunde- oder Katzenmaul, richtet das Bakterium Capnocytophaga canimorsus keinen Schaden an. Gelangt der Erreger aber durch einen Biss oder Kratzer in das menschliche Gewebe und Blut, kann er zu schwerwiegenden Krankheiten führen. Bei fehlender Behandlung durch Antibiotika können sich die Bakterien ungehindert vermehren und gefährliche Infektionen wie zum Beispiel Wundbrand, Blutvergiftung, Hirnhautentzündung oder Endokarditis, eine Entzündung der Herzinnenhaut, auslösen. Im Extremfall kann eine Infektion mit Capnocytophaga canimorsus auch zum Todesfall führen.

Weiterlesen...
 
PDF Drucken

Universitätsklinikum Ulm gründet fächerübergreifendes Zentrum für Infektionskrankheiten

 

Ulm an der Donau (16. September 2008) - Das Comprehensive Infectious Diseases Center (CIDC) ist eine deutschlandweit bisher einmalige Einrichtung. In fächerübergreifenden Expertentreffen, den sogenannten Infektionsboards, werden komplizierte Fälle besprochen, individuelle Therapien festgelegt und Behandlungspfade entwickelt. Infektiologische Spezialvisiten ergänzen das Dienstleistungsangebot. In der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschergruppe arbeiten Klinikärzte eng mit spezialisierten Labors und wissenschaftlichen Arbeitsgruppen zusammen.

Weiterlesen...
 
PDF Drucken

Erster Kandidat für einen Tuberkulose-Impfstoff geht in die klinische Prüfung

Neue Wege gegen Tuberkulose

 

Berlin (12. September 2008) - Ein deutsches Forschungsbündnis zur Entwicklung von Impfstoffen bringt mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) einen neuen Tuberkulose-Impfstoff in die klinische Prüfung. Im Rahmen der Impfstoff-Initiative fördert das BMBF den schnellen Transfer von Ergebnissen der Grundlagenforschung in die Produktion neuer Impfstoffe. Dafür stellt das Bundesforschungsministerium der Vakzine Projekt Management GmbH (VPM) von 2001 bis 2010 25,6 Millionen Euro zur Verfügung. Die VPM organisiert und finanziert bundesweit die präklinische und klinische Entwicklung von Impfstoffen. Hierfür erwirbt sie Schutzrechte an vielversprechenden Impfstoffkandidaten aus deutschen Laboratorien und steuert deren Entwicklung bis zur weiteren Veräußerung an industrielle Partner.

Weiterlesen...
 
PDF Drucken

Wenn Erreger ihr Fett wegkriegen

 

Martinsried (28. August 2008) - Max-Planck-Forscher entschlüsseln die Struktur eines zentralen Enzyms des Fettstoffwechsels, das von einem Antibiotikum blockiert wird. Dieses Ergebnis könnte helfen, Infektionen wirksamer zu bekämpfen.
Fettsäuren gehören zu den unverzichtbaren Bausteinen aller lebenden Zellen. Ohne sie könnten die Zellen zum Beispiel keine Membranen bilden und sich auch nicht teilen. Sie werden von Fettsäuresynthasen hergestellt, was diese Enzyme zu vielversprechenden Zielmolekülen in der Bekämpfung von Krankheitserregern macht. Denn Bakterien und Pilze gehen ohne funktionierende Fettsäuresynthasen zugrunde. Oft aber blockieren Antibiotika mit entsprechender Wirkung auch menschliche Fettsäuresynthasen, die den Enzymen aus Bakterien und Pilzen extrem ähnlich sind. Ein Forscherteam um Martin Grininger und Dieter Oesterhelt vom Max-Planck-Institut für Biochemie konnte nun erstmals die molekulare Struktur der Fettsäuresynthase aus Hefe während der Hemmung durch ein Antibiotika entschlüsseln. Diese Ergebnisse liefern wichtige Einblicke in die Synthese von Fettsäuren und könnten für die Entwicklung hochspezifischer Antibiotika, wie auch neuartiger Krebstherapeutika genutzt werden. (PNAS, Early Edition, 25.08.2008)

Weiterlesen...
 
« StartZurück2122232425WeiterEnde »

Seite 23 von 25
Anzeigen

Medical News
Schmerz - PainCare
Wundversorgung
Diabetes
Ernährung
Onkologie
Multiple Sklerose
Parkinson