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Infektiologie
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Wie Notfall-Antibiotika Bakterien lahm legen

Strukturelle Einsichten ermöglichen gezielten Kampf gegen multiresistente Erreger

 

Das Antibiotikum Linezolid (gelb) blockiert die Eiweißproduktion im Ribosom (lila) unerwünschter, krankmachender Bakterien, so dass diese absterben. Photo: Jörg HarmsFrankfurt am Main (18. August 2008) -  Als das Antibiotikum Linzezolid im Jahre 2000 in den USA und später auch in Europa zugelassen wurde (Zyvox; Zyvoxid), galt es als Wunderwaffe gegen multiresistente Bakterienstämme, die insbesondere in Krankenhäusern und Altenheimen auftreten. Die anfängliche Euphorie wurde jedoch gedämpft, als nach knapp drei Jahren die ersten resistenten Erreger auftraten - und das trotz limitierter Anwendung als Notfall-Antibiotikum. Im Rahmen einer Kooperation des Excellenz-Clusters "Makromolekulare Komplexe" der Goethe-Universität, des Deutschen Elektronensynchrotrons (DESY) bei Hamburg und der Universität München konnten Wissenschaftler um Prof. Paola Fucini jetzt anhand dreidimensionaler Röntgenbilder aufklären, wie das Linezolid-Molekül Bakterien lahm legt. Aufgrund dieser Erkenntnisse sollte es künftig möglich sein, wirksame Derivate dieses Antibiotikums gezielter und damit schneller zu entwickeln, so dass die Forschung den multiresistenten Bakterien wieder einen Schritt voraus ist.

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Herpes Simplex-Attacke im Fokus

Elektronenmikroskopische Studien erlauben neue, native Einblicke in den viralen Infektionsvorgang

 

Abb.1: Kryo-Elektronentomographische Aufnahme der 3D-Struktur des Herpes-Virus. Die Hauptstrukturen des Virus sind farblich markiert. In grün sind die Glykoproteine wiedergegeben, mit denen sich das Virus an die Zelle anheftet, in dunkelblauer Farbe die Proteinhülle, in orange das Tegument dargestellt. Da Kapsid ist hellblau eingefärbt. Sehr deutlich ist die asymmetrische Verteilung der Proteinhülle zu erkennen. Photo: Kay Grünewald, Max-Planck-Institut für BiochemieMartinsried (31. Juli 2008) - Herpesviren etablieren sich nach einer Infektion lebenslang im Organismus und können immer wieder erneut zum Ausbruch einer Krankheit führen. Molekulare Details des Infektionsvorgangs waren bisher auf zellulärer Ebene noch nicht bekannt. Ulrike Maurer und Kay Grünewald vom Max-Planck-Institut für Biochemie und Beate Sodeik von der Medizinischen Hochschule Hannover zeigen jetzt detailliert, wie das Virus seine Wirtszelle befällt und in sie eindringt. Sie veröffentlichen ihre neuesten Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences of the U.S.A. (PNAS, 29.7.2008).

Viren können sich nicht selbständig vermehren, sondern müssen Wirtszellen infizieren und deren Stoffwechsel umprogrammieren, damit diese viele neue Viren produzieren und freisetzen. Während einer Infektion heftet sich das Virus an die Wirtszelle an und bringt seine genetische Information (DNA oder RNA) in die Zelle. Die DNA oder RNA des Virus sorgt dafür, dass zelluläre Prozesse auf die Virusvermehrung ausgerichtet werden, wobei die Zelle selbst dabei in der Regel zugrunde geht. Virusforscher am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried erforschen wie Viren sich an Wirtszellen anheften und welche Proteinstrukturen an der Infektion beteiligt sind. Sie konzentrieren sich dabei auf das Herpes Simplex Virus-1, das zu einer großen Virusfamilie gehört, die nicht nur Herpes-Bläschen am Mund hervorrufen, sondern neben Windpocken, Gürtelrose und Karzinomen für mehr als 60 verschiedene Krankheitsbilder bei Mensch oder Tier verantwortlich sind.

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Erfolg in der Tuberkuloseforschung

 

Zürich, Schweiz (24. Juli 2008) - Mit einem weit verbreiteten Lebensmittelzusatz lässt sich der Tuberkulose-Erreger so austricksen, dass er gegen das Antibiotikum Ethionamid nicht länger resistent ist. Forscher am Departement Biosysteme (D-BSSE) der ETH Zürich in Basel haben soeben ihre Arbeit im Fachmagazin PNAS veröffentlicht.

Es ist noch nicht lange her, dass auch in Europa Menschen an Tuberkulose - kurz Tb genannt - erkrankten und starben. Obwohl die Tb viel von ihrem Schrecken verloren hat, gehört die bakterielle Infektionskrankheit in Entwicklungsländern noch immer zum Alltag. Laut der WHO erkrankten 2006 weltweit rund neun Millionen Menschen an Tb und etwa 1,7 Millionen starben gar an der Krankheit.

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Nef schützt SIV-infizierte Affen vor T-Zellverlust

 

Hamburg (18. Juli 2008) - Eine Virusinfektion ist immer ein sensibles Wechselspiel zwischen dem infizierten Wirt und den Krankheitserregern. Einerseits vermehren sich Viren im Körper und streuen in die Umgebung, andererseits kann der Infizierte die Attacke meistens erfolgreich mit Hilfe seines Immunsystems eindämmen. Wie ein virales Protein diese Balance in SIV-infizierten Mangabenaffen beeinflusst und dadurch den Ausbruch einer Immunschwäche steuert, hat Michael Schindler vom Heinrich-Pette-Institut in Hamburg (http://www.hpi-hamburg.de) jetzt mit Frank Kirchhoff und Kollegen aus Ulm untersucht.

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Streptokokken-Infektion

Unbekannte Rezeptormoleküle für Immunreaktion verantwortlich?

 

Wien, Österreich (18. Juli 2008) - Die Zellen des menschlichen Immunsystems erkennen das Bakterium Streptococcus pyogenes anders als man bisher allgemein annahm. Im Rahmen eines vom Wissenschaftsfonds (FWF) finanzierten Projektes publizieren MikrobiologInnen der Universität Wien überraschende Ergebnisse der ersten Studie, die sich mit den Details der Immunantwort auf Streptokokken befasst.

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Behandlung schwerer Infektionen

Neues parenterales Antibiotikum zur Zulassung in Europa empfohlen

 

Neuss (25. Juni 2008) - Das „Committee for Medicinal Products for Human Use“ (CHMP) hat die Zulassung des parenteralen Carbapenems Doripenem zur Behandlung von nosokomialen Pneumonien einschließlich der beatmungs-assoziierten Pneumonie, komplizierten intraabdominalen Infektionen und komplizierten Harnwegsinfektionen empfohlen. Die Marktzulassung für Doripenem (Warenzeichen DoribaxTM) in der Europäischen Union wird im Verlauf dieses Jahres erwartet.

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Interview mit PD Dr. med. Jörg Petersen, Universitätsklinik Hamburg‑Eppendorf (UKE), zum Thema aktuelle HCV-Therapie

 

 

Die IDEAL‑Studie hat gezeigt, dass die beiden Kombinationstherapien mit Peginterferon und Ribavirin bei der HCV‑Therapie in etwa gleich wirksam sind. Wie erklären Sie sich die trotzdem unterschiedlich hohen Marktanteile von Peglntron® I REBETOL® (essex pharma) und Pegasys® I Copegus®(Roche)?

 

Petersen: Die IDEAL‑Studie hat vergleichbare dauerhafte virologische Ansprechraten der beiden Kombinationstherapien mit pegyliertem Interferon und Ribavirin bei Patienten mit HCV Genotyp 1 bestätigt, was gegen eine rein rationale Begründung der unterschiedlichen Marktanteile spricht. Meiner Meinung nach handelt es sich dabei in erster Linie um ein psychologisches Problem. Der Pen ist und bleibt komplexer als die Fertigspritze.

Die Verabreichung mit dem Pen hat aber auch Vorteile: Zum einen ist der Pen sozial akzeptierter als eine Spritze, vergleichbar mit der Insulinapplikation bei Diabetes, und besonders für ehemalige Drogenkonsumenten oft die einzige Alternative. Diese Patienten wollen mit Spritzen häufig nichts mehr zu tun haben. Zum anderen ist mit dem Pen eine höhere Flexibilität bei der Hepatitis C‑Therapie gegeben: Sofern beispielsweise unter der Therapie eine Dosisreduktion aufgrund von Nebenwirkungen erforderlich wird, kann die Interferonmenge mit dem Pen in vielen Fällen individuell angeglichen werden. Das funktioniert mit der Fertigspritze nicht.

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Antibiotika-unempfindliche Pneumokokken auf dem Vormarsch

Mühltal (6. Mai 2008) - Durchfall, Sonnenbrand und Mückenstiche - allseits bekannte Unannehmlichkeiten, die das Urlaubsvergnügen meist nicht lange trüben können - zum Glück gibt es wirksame Gegenmittel. Einer aktuellen Untersuchung zufolge droht im Urlaub eine weitere Gefahr: an einer Lungenentzündung zu erkranken, die auf gängige Antibiotika nicht anspricht. Die Ursache: Resistente Pneumokokken-Bakterien. In beliebten Urlaubsländern wie z. B. Spanien sind rund 30 Prozent der Erreger gegen Penicillin unempfindlich. Auch im kühlen Skandinavien breiten sich die widerstandsfähigen Bakterien aus. Einer Erkrankung kann durch eine Pneumokokken-Impfung wirksam vorgebeugt werden.

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Neues Infoportal zu Reiseimpfungen und Reiseerkrankungen:

www.reiseerkrankungen.de jetzt online

 

Marburg (21. April 2008) – www.reiseerkrankungen.de, das neue Informationsportal zu Reiseimpfungen und Reiseerkrankungen von Novartis Behring ist jetzt online. Auf der Webseite finden Interessierte alles Wissenswerte zum Thema. Mit wenigen Klicks können sie durch die Rubriken der übersichtlichen Seiten surfen und die vielfältigen Services rund ums Reisen nutzen. Außerdem informieren aktuelle Meldungen aus aller Welt über reisemedizinische Themen.

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gezielt ist sicher

Neue Initiative setzt sich für gezielten Einsatz von Antibiotika ein

 

Wiesbaden (17. April 2007) - Die stetig zunehmende Resistenz von Bakterien gegenüber den gängigen Antibiotika wird auch in Deutschland immer mehr zu einer Bedrohung für die Gesundheit der Patienten. Um dieser gefährlichen Entwicklung zu begegnen, hat sich nun eine Gruppe von Experten aus der Inneren Medizin, Infektiologie, Pneumologie und Intensivtherapie zu einer Initiative zusammengeschlossen.

Die „Initiative Antibiotika‑Einsatz: gezielt ist sicher" setzt sich für einen gezielten Einsatz von Antibiotika auf der Basis einer verbesserten Diagnose ein. Sie will außerdem dazu beitragen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse schnell in die tägliche Praxisroutine integriert werden. Denn: „Die Reduktion des Antibiotikaverbrauchs durch verbesserte diagnostische Möglichkeiten ist dringend erforderlich", sagte der Sprecher der Initiative Prof. Dr. med. Tobias Welte, Direktor der Abteilung für Pneumologie, Medizinische Hochschule Hannover. Unnötige Verordnungen sollten damit vermieden werden.

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Geld oder Leben?

Antibiotikatherapie im  Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Resistenz

 

Wiesbaden (15. April 2007 ) – In Deutschland ist laut Prof. Dieter Adam aus München seit 1985 ein deutlicher Anstieg an bakteriellen Resistenzentwicklungen zu beobachten. Dieser Trend habe sich nach Erhebungen der Paul-Ehrlich-Gesellschaft in den letzten Jahren verstärkt, so Adam auf einem Symposium des Unternehmens Abbott beim diesjährigen Internistenkongress in Wiesbaden. Das gälte auch für die weltweite Resistenzsituation, die Adam als besorgniserregend bezeichnete.

 

Für die weite Verbreitung resistenter und multiresistenter Mikroorganismen gibt es verschiedener Ursachen. Im Vordergrund stehe, laut Adam, die nicht indizierte Antibiotikatherapie bzw. -prophylaxe. Darüber hinaus gibt es ein so genanntes Klassenphänomen. Ist ein Erreger resistent gegen einen Wirkstoff einer Antibiotikagruppe, so ist er gleichzeitig resistent gegenüber allen anderen derzeitigen Substanzen dieser Gruppe. Allerdings muss die im Labor ermittelte Resistenz nicht immer mit klinischem Therapieversagen korreliert sein. So ist z.B. von den Makrotiden bekannt, dass Substanzen mit sehr guter Gewebegängigkeit (wie Clarithromycin) in vivo durchaus noch wirksam können, selbst wenn im Labor eine niedriggradige Resistenz festgestellt wurde.

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