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20 | 01 | 2018
Infektiologie
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Abb.: Mit Hilfe von Bactofilin entwickeln Helicobacter-Bakterien (in blau) ihre typische Schraubenform, die es ihnen erlaubt in die Magenschleimhaut einzudringen. Dort können sie Entzündungen und Geschwüre auslösen. Die Strukturaufklärung von Bactofilin könnte einen Ansatzpunkt für die Entwicklung dringend benötigter neuer antibakterieller Substanzen darstellen. Bild: Barth van RossumBactofilin

Bis aufs Atom: Bakterienskelett in der Nahaufnahme

 

Berlin (7. Dezember 2015) - Bakterien galten lange Zeit als primitive Gebilde, erst durch modernste Bildgebung hat man ihre innere Feinstruktur entdeckt. Dem Berliner Biophysiker Adam Lange ist es nun gelungen, ganz nah heranzuzoomen: Mit Hilfe einer neuen Technik der Strukturaufklärung konnte er den Grundbaustein eines Bakterienskeletts bis ins atomare Detail darstellen. Das von seinem Team untersuchte Bactofilin kommt nur bei Bakterien vor und könnte somit zum Ansatzpunkt für neue Antibiotika werden.

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Bedaquilin und Delamanid

Erste Resistenzen gegen eine neue Generation von Tuberkulose-Medikamenten nachgewiesen

 

Basel, Schweiz (11. November 2015) - Die beiden Antibiotika Bedaquilin und Delamanid gehören zu einer neuen Generation von hochwirksamen Tuberkulose-Medikamenten. Sie werden bislang nur als letztes verfügbares Mittel bei multiresistenter Tuberkulose eingesetzt. Nun weisen Wissenschaftler des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) und der Universität Zürich Resistenzen gegen diese beiden Antibiotika nach. Die Behandlung einer multiresistenten Tuberkulose wird damit zu einer grossen Herausforderung, warnen die Forschenden in der renommierten Fachzeitschrift New England Journal of Medicine.

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Tropenmedizinisches Symposium am UKL

Wenn ferne Gefahren näher rücken - Infektionsmedizin in einer globalisierten Welt

 

Leipzig (11. November 2015) - In einer globalisierten Welt können medizinische Probleme anderer Länder schnell zu eigenen werden. Das belegen seit Jahren die Entwicklungen in der Infektionsmedizin, die eindrücklich zeigen, dass Viren und Bakterien nicht vor Länder- oder Kontinentgrenzen halt machen, aber auch dass enorme Unterschiede in den Gesundheitssystemen betroffener Länder bestehen. Diesem Thema widmet sich unter verschiedenen Aspekten das diesjährige Tropenmedizinische Symposium am Universitätsklinikum Leipzig, das am 14. November versucht, Antworten zu geben auf die Frage „Wurden die Millenniumsziele der Vereinten Nationen erreicht?“.

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Photo: Robert Koch-InstitutRKI

HIV/AIDS in Deutschland

 

Berlin (9. November 2015) - In Deutschland leben rund 83.400 Menschen mit HIV oder AIDS. Etwa 480 HIV-Infizierte sind 2014 ge­stor­ben. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen im Jahr 2014 wird auf 3.200 ge­schätzt und bleibt damit ge­gen­über 2013 unverändert. Das hat die neue Schätzung des Robert Koch-Instituts ergeben, die im Hinblick auf den Welt-AIDS-Tag im Epi­de­mi­o­lo­gi­schen Bulletin 45/2015 veröffentlicht ist. Der Anteil der Infizierten, die Medi­ka­men­te gegen das Virus einnehmen und damit in der Regel kaum noch infektiös sind, ist in den ver­gan­ge­nen Jahren gestiegen. Dieser positive Effekt und die bisherigen Präventions­an­stren­gun­gen haben aber bislang nicht ausgereicht, die Zahl der Neuinfektionen zu verringern. Die Schätzungen sind online auch für alle Bundesländer verfügbar.

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Abb.: Leptospira. Negative Kontrastierung; Elektronenmikroskop; TEM. Bar = 500 nm. Quelle: Hans R. Gelderblom/RKINeuer RKI-Ratgeber erschienen

Leptospirose

 

Berlin (19. Oktober 2015) - Das Robert Koch-Institut hat im Epidemiologischen Bulletin 42/2015 einen neuen Ratgeber für Ärzte zum Thema Leptospirose veröffentlicht. In Deutschland wurden seit dem Jahr 2000 pro Jahr zwischen 37 und 166 Leptospirosefälle an das RKI übermittelt, bei vermutlich deutlicher Dunkelziffer. Dabei sind im Durchschnitt mehr als drei Viertel der übermittelten Infektionen in Deutschland erworben. Das klinische Bild der Leptospirose ist ausgesprochen vielseitig und reicht von milden, grippeähnlichen Symptomen bis hin zu fulminant verlaufenden, septischen Erkrankungen.

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Herausforderungen bei chronischer Hepatitis C Therapie

Umgang mit Resistenzen und Polymorphismen

 

Leipzig (18. September 2015) - Mit den modernen direkt antiviralen Therapieoptionen ohne Interferon können die meisten Patienten mit chronischer Hepatitis C-Virus (HCV)-Infektion erfolgreich behandelt werden, so die einhellig positive Botschaft vom Jahreskongress der DGVS (Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankung) Ende September 2015 in Leipzig. Ausnahme seien allerdings Patienten, die auf eine interferonfreie HCV-Therapie nicht angesprochen haben, schilderte Prof. Dr. Christoph Sarrazin, Universität Frankfurt, im Rahmen des Janssen-Symposiums beim Jahreskongress. Zu vermuten sei, dass sich in vielen Fällen Resistenzen gebildet haben.

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Abb.: Hygienefachkräfte wie Schwester Annemarie Rudolph überwachen auch mit unangekündigten Tests die Einhaltung der Hygienevorschriften im Uniklinikum. Photo: Felix Koopmann / Uniklinikum DresdenMultiresistente Keime

Pauschales Screening in Kliniken offenbar wenig effizient

 

Dresden (16. September 2015) - Ein wenige Punkte umfassender Katalog regional definierter Kriterien reicht offenbar für die gezielte und effektive Identifikation von Patienten mit Multiresistenten Keimen (MRE) bei der Aufnahme in ein Krankenhaus aus. Dies lässt sich aus einer ersten Studie des Zentralbereichs Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden ableiten, bei der die Daten von 355 Patienten zweier Intensivstationen (ITS) ausgewertet wurden.

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Abb.: Influenza-Viren unter dem Elektronenmikroskop. Photo: Robert Koch - InstitutRKI

Wissens- und Impflücken vor der Influenzasaison 2015/2016

 

Berlin (14. September 2015) - Ältere und chronisch Kranke haben neben Schwangeren ein höheres Risiko, dass eine Influenza-Erkrankung schwer verläuft und Kompli­ka­tio­nen lebens­be­drohlich werden können. In der ver­gan­ge­nen Grippe­saison war die Alters­gruppe über 60 Jahren besonders von schweren Krank­heit­sver­läufen be­trof­fen, das zeigt der neue Influenza­saison­bericht der Arbeits­ge­mein­schaft Influenza des Robert Koch-Instituts (RKI), der jährlich im September, vor Beginn des optimalen Impf­zeit­raums Oktober bis November, veröffentlicht wird.

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Abb.: Abimpfung einzelner ESBL-E-Kolonien für die weitere Laboranalyse. Quelle: Universität Bonn, Ricarda SchmithausenPaul Ehrlich-Institut

Elimination multiresistenter Bakterien (MRSA und ESBL-E) in Schweine haltenden Betrieben möglich?

 

Langen (7. September 2015) - Als möglicher Risikofaktor für den Eintritt multiresistenter Keime in die Nahrungsmittelkette gilt die Kolonisation von Tierbeständen mit multiresistenten Bakterien, die auf immer weniger Antibiotika ansprechen. Erstmalig wurde jetzt bei einem Schweine haltenden Betrieb gezeigt, dass es durch umfassende Desinfektion des Betriebs möglich ist, multirestente ESBL-E und LA-MRSA vollständig aus dem Bestand zu entfernen. Darüber berichtet Applied and Environmental Microbiology in seiner Online-Ausgabe vom 04.09.2015.

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Neuer RKI-Ratgeber für Ärzte erschienen: Amöbenkeratitis. Das Robert Koch-Institut hat im Epidemiologischen Bulletin 33/2015 einen neuen Ratgeber für Ärzte zum Thema Amöbenkeratitis veröffentlicht. Die durch Akanthamöben verursachte Ämöbenkeratitis, eine Entzündung der Hornhaut, wird häufig initial nicht erkannt. Zuerst tritt sie mit unspezifischen Symptomen wie Fremdkörpergefühl im Auge, zunehmenden Schmerzen, Tränen der Augen, krampfartiger Lidschluss (Blepharospasmus) und verschwommenem Sehen in Erscheinung. Eine solche Hornhautentzündung kann in den meisten Fällen durch strikte Kontaktlinsenhygiene vermieden werden. Akanthamöben sind Einzeller (Protozoen) und in der Natur weit verbreitete „Opportunisten“, die nur unter bestimmten Bedingungen pathogen sind. Photo: Robert Koch-InstitutNeuer RKI-Ratgeber für Ärzte erschienen

Amöbenkeratitis

 

Berlin (17. August 2015) - Das Robert Koch-Institut hat im Epidemiologischen Bulletin 33/2015 einen neuen Ratgeber für Ärzte zum Thema Amöbenkeratitis veröffentlicht. Die durch Akanthamöben verursachte Ämöbenkeratitis, eine Entzündung der Hornhaut, wird häufig initial nicht erkannt. Zuerst tritt sie mit unspezifischen Symptomen wie Fremdkörpergefühl im Auge, zunehmenden Schmerzen, Tränen der Augen, krampfartiger Lidschluss (Blepharospasmus) und verschwommenem Sehen in Erscheinung. Eine solche Hornhautentzündung kann in den meisten Fällen durch strikte Kontaktlinsenhygiene vermieden werden. Akanthamöben sind Einzeller (Protozoen) und in der Natur weit verbreitete „Opportunisten“, die nur unter bestimmten Bedingungen pathogen sind.

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Schutzringe gegen Ebola

Erstmals Impfstoff gegen Ebola erfolgreich getestet

 

Bern, Schweiz (31. Juli 2015) - Ein in Westafrika erstmals im Feldversuch getesteter Impfstoff gegen das Ebola-Virus hat sich als wirksam erwiesen. Geimpft wurden Personen, die engen Kontakt zu einem neu Infizierten hatten und besonders gefährdet sind. Berner Mediziner sind an der von der Weltgesundheitsorganisation WHO organisierten Impfstudie massgeblich beteiligt. Obwohl die Fallzahlen von Ebola in Westafrika seit Jahresbeginn markant zurückgegangen sind, ist die Epidemie noch nicht besiegt. Ein einzelner Erkrankungsfall in den betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone kann die Seuche wieder ausbrechen lassen. Deshalb wurden unter Hochdruck zwei Impfstoffe entwickelt und bereits an Menschen erprobt. Einer davon mit der Bezeichnung «rVSV-ZEBOV» wurde nun erstmals in einer Impfstudie im westafrikanischen Guinea getestet.

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