Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist gesunken
Berlin (21. November 2011) - Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist gesunken. Das zeigt eine neue Modellierung des Robert Koch-Instituts anlässlich des Welt-AIDS-Tags, die eine genauere Schätzung des Infektionszeitpunktes als bisher ermöglicht. Eckdaten und Trends sind im Epidemiologischen Bulletin des RKI veröffentlicht (Ausgabe 46/2011). Auf den RKI-Internetseiten sind die Eckdaten auch für die einzelnen Bundesländer abrufbar.
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Wildtierfleisch aus den Tropen – das unterschätzte Risiko für Infektionskrankheiten
Leipzig (10. November 2011) - Der Handel mit Wildtierfleisch aus Regenwäldern oder Savannen gefährdet nicht nur einzelne Arten. Er fördert auch die Ausbreitung gefährlicher Infektionskrankheiten wie Malaria, Ebola- oder SARS. Natürliche Feinde von Überträgern, wie etwa Frösche gegen Stechmücken, fallen weg, doch auch der Verzehr des Fleisches selbst führt zur Infektion. Deutsche Biodiversitätsforscher untersuchen in Afrika, wie Krankheitserreger sich verbreiten und Artgrenzen überschreiten. Der Umgang mit Naturressourcen wie Wildfleisch wird eines der Themen der Vertragsstaatenkonferenz der CBD im kommenden Jahr sein. NeFo hat für die gerade laufende Vorbereitungskonferenz SBSTTA15 hierzu Faktenblätter zusammengestellt.
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Robert Koch-Institut priorisiert die wichtigsten Infektionserreger
Berlin (7. November 2011) - Das Robert Koch-Institut hat 127 Infektionserreger nach ihrer Bedeutung für die epidemiologische Forschung und Überwachung priorisiert. „Es galt, Erreger von Infektionen in Deutschland nach Wichtigkeit zu klassifizieren und zwar in nachvollziehbarer Weise, nach definierten Kriterien, nicht zuletzt, um Ressourcen gezielt zu nutzen“, sagt RKI-Präsident Reinhard Burger. Ihre Arbeit haben die RKI-Wissenschaftler bei der Fachzeitschrift PloS ONE (10/2011) veröffentlicht, eine deutsche Fassung ist im Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts in der Ausgabe 44 vom 7.11.2011 erschienen.
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Hauptkomponente des Krankheitsmechanismus der Masern aufgeklärt
Neue Erkenntnisse für Krebstherapie
Langen (2. November 2011) - Lange war unklar, welchen Weg das Masernvirus vom Eindringen in den menschlichen Körper bis zum Verlassen des Wirts nimmt. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben im Rahmen einer internationalen Forschungskooperation aufgeklärt, wie Masernviren in Epithelien gelangen, von wo aus sie über die Atemwege ausgeschieden werden und erneut Menschen infizieren können. Eine Schlüsselrolle kommt hierbei dem Transmembranprotein Nectin-4 zu. Diese Erkenntnis kann möglicherweise auch dazu beitragen, die Effizienz von Masernviren als onkolytische Viren in der Krebstherapie besser abschätzen zu können. Über die Forschungsergebnisse berichtet Nature vorab online am 02. November 2011.
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Pneumokokken
Chancen der Impfung nutzen
Potsdam (18. Oktober 2011) – Trotz STIKO-Empfehlung sind die Pneumokokken-Impfraten bei den über 60-Jährigen mit 20 bis 25 % eher gering.1,2,3 Dies hat gravierende Folgen: Jedes Jahr gibt es in Deutschland schätzungsweise bis zu 12.000 Todesfälle durch schwere Pneumokokken-Erkrankungen und bis zu 135.000 Krankenhausaufenthalte. 80–90 % der Todesfälle betreffen über 60-Jährige.4 Ein Grund ist der geringe Bekanntheitsgrad der Impfung in der Bevölkerung.5 Ärzte sollten deshalb jede Gelegenheit zur Information der Patienten nutzen und die Impfung aktiv anbieten.
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Saison für die jährliche Influenza-Schutzimpfung beginnt
Köln (21. September 2011) - Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf sollten gegen Grippe (Influenza) geimpft sein. Dazu gehören Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranke, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und Schwangere. Auch Beschäftigte im Gesundheitswesen sollten gegen Influenzaviren geschützt sein, da sie nicht nur ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben, sondern auch die Grippeviren auf ihre Patienten übertragen können. Als wichtigster Ratgeber für Patienten hat das medizinische Personal zudem auch Vorbildfunktion.
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Die innige Bindung an die Darmzelle
HZI-Forscher zeigen im Detail, wie EHEC-Bakterien sich anhaften
Braunschweig (7. September 2011) - Jedes Jahr beschäftigen Fälle mit „Enterohämorrhagischen Escherichia coli“-Bakterien, kurz EHEC, Forscher in ganz Deutschland. Während einer Infektion besiedeln die Bakterien die Darmschleimhaut und produzieren ein Gift, das blutige Durchfälle auslöst und zu schweren Komplikationen führen kann. Forscher des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) haben nun in Zusammenarbeit mit deutschen und amerikanischen Kollegen die Anheftung von klassischen EHEC-Bakterien, Serotyp O157:H7, an die Darmzelle genauer untersucht und auf atomarer Ebene entschlüsselt, wie diese Bindung funktioniert.
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10 Jahre Linezolid (Zyvoxid®)
Stark und hocheffektiv gegen grampositive Erreger
Berlin (1. September 2011) - Linezolid (Zyvoxid®) ist 10 Jahre nach der Zulassung weiterhin eine wichtige Therapieoption für nosokomiale und ambulant erworbene Pneumonien sowie komplizierte Haut- und Weichgewebsinfektionen. Die Substanz ist bei grampositiven Bakterien hervorragend wirksam. Das gilt auch für multiresistente Problemkeime wie z. B. Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) oder Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE), wo andere Antibiotika oft versagen. Mehrere große Surveillance-Programme belegen die extrem niedrige Resistenzrate grampositiver Problemerreger gegenüber Linezolid und demonstrieren, dass das erste Antibiotikum aus der Klasse der Oxazolidinone auch nach langjährigem breiten klinischen Einsatz nichts von seiner Effektivität eingebüßt hat und über ein sehr gutes Resistenzprofil verfügt.
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Krankenhausinfektionen
BVMed-Initiative bietet Informationen zur Vermeidung von Harnwegsinfektionen
Berlin (1. September 2011) - Wie entstehen Harnwegsinfektionen? Und wie können sie besser vermieden werden? Umfangreiche Informationen und Grafiken zu diesem Thema enthält die Internetseite www.krankenhausinfektionen.info des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) in Zusammenarbeit mit der Charité zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen. Die neu eingestellten Informationen zu Harnwegsinfektionen sind nach den Gefäßkatheter-assoziierten Infektionen, Wund- sowie Atemwegsinfektionen die vierte Infektionsart, die in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Petra Gastmeier und Dr. Christine Geffers vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Charité erarbeitet wurde.
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Anerkannte Referenz
Infektionsepidemiologisches Jahrbuch wird zehn
Berlin (4. August 2011) - Wie viele EHEC-Erkrankungen gab es im Jahr 2010? Wie ist der Trend bei sexuell übertragbaren Erkrankungen? In welchem Bundesland traten die meisten Masernfälle auf? Wie häufig sind Norovirus-Ausbrüche? Welche Infektionsquellen werden bei Legionellenerkrankungen beobachtet? Wie viele FSME-Erkrankungen sind schwer oder gar tödlich verlaufen? Bei welchen Erkankungen nimmt die Zahl der übermittelten Fälle zu? Das Infektionsepidemiologische Jahrbuch fasst jedes Jahr die dem Robert Koch-Institut übermittelten Informationen für die gut 50 meldepflichtigen Erkrankungen des Vorjahres zusammen. Es ist jetzt zum zehnten Mal erschienen.
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Empfehlungen der Ständigen Impfkommission veröffentlicht
Berlin (1. August 2011) - „Impfungen schützen. Sie gehören zu den wirksamsten und wichtigsten präventiven Maßnahmen auf dem Gebiet der Medizin“. Daran erinnert Reinhard Burger, Präsident des Robert Koch-Instituts, anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) im Epidemiologischen Bulletin (Ausgabe 30/2011). Die Impfempfehlungen sind gegenüber dem Vorjahr inhaltlich unverändert. Hingegen wurde die Darstellung der Empfehlungen im Impfkalender übersichtlicher gestaltet. Zusammen mit einer redaktionellen Überarbeitung des Empfehlungstexts ist dadurch die Nutzerfreundlichkeit verbessert worden. Zuletzt hatte die STIKO im Jahr 2010 die Influenza-Schutzimpfung für alle Schwangeren und eine generelle Masern-Schutzimpfung für junge Erwachsene empfohlen.
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