Gefährliche Tandems
Wenn Infektionserreger gemeinsam krank machen
Hamburg (17. Januar 2011) - Jährlich sterben weltweit mehr als 9.5 Millionen Menschen an Infektionskrankheiten, so schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ca. 8 Millionen Todesfälle gehen allein auf das Konto von HIV/AIDS, Malaria, Tuberkulose (TB) und anderen Lungeninfektionen. Diese Infektionserkrankungen sind am 26. und 27. Januar Thema eines internationalen Symposiums in Hamburg. Der besondere Fokus: Koinfektionen, also gemeinsam auftretende Erreger, die sich in ihrem Krankheitsbild gegenseitig beeinflussen. Veranstalter ist das Leibniz Center Infection, kurz LCI genannt, ein Zusammenschluss der führenden norddeutschen Institute zur Infektionsforschung, dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Forschungszentrum Borstel und Heinrich-Pette-Institut.
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Zürich, Schweiz (17. Januar 2011) - Prionen sind auch über die Luft ansteckend und können so Rinderwahnsinn oder die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit verursachen. Zu diesem überraschenden Resultat sind Forscher der Universität Zürich, des Universitätsspitals Zürich und der Universität Tübingen gekommen. Sie empfehlen deshalb spezielle Vorsichtsmassnahmen für Labors, Schlachthöfe und Futtermittelfabriken.
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Magen-Darm-Grippe: Erreger nach Alter und Jahreszeit verschieden
Stuttgart (14. Januar 2011) - Plötzlicher Durchfall und Übelkeit sind die untrüglichen Zeichen einer so genannten Magen-Darm-Grippe. Diese infektiöse Gastroenteritis wird jedoch keinesfalls von Grippeviren ausgelöst, sondern durch eine Vielzahl von Bakterien, Viren und auch Parasiten. Jahreszeit und Alter der Patienten liefern den Ärzten wichtige Hinweise, nach welchem Erreger sie suchen müssen. Experten geben in der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2011) auch Tipps, wie man sich am besten schützen kann.
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EHEC-Infektionen können für Kinder schwerwiegende Folgen haben
BfR-Merkblatt informiert über die Übertragungswege
Berlin (14. Januar 2011) - Über den Schutz vor EHEC-Infektionen informiert ein neues Verbrauchermerkblatt des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Infektionen mit enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) können leichte bis schwere, blutige Durchfallerkrankungen verursachen.
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Paul Ehrlich Institut:
Fremdvirus-Kontamination von Rotavirus- Impfstoff unbedenklich
Langen (13. Januar 2011) - Im Frühjahr 2010 wurde bekannt, dass der Lebendvirusimpfstoff Rotarix des Unternehmens GlaxoSmithKline Biologicals mit Bestandteilen eines Schweinevirus (Porcines Circovirus 1, PCV-1) kontaminiert ist. Eine Arbeitsgruppe des Paul-Ehrlich-Instituts hat daraufhin mit eigenen experimentellen Untersuchungen überprüft, ob dies die Unbedenklichkeit des Impfstoffs beeinträchtigt. Dr. S. Baylis und Dr. J. Blümel haben mit ihrer Arbeitsgruppe an Zellkulturen gezeigt, dass Rotarix zwar große Partikelmengen des PCV-1 enthält, diese jedoch nicht infektiös sind. Damit kann der Rotavirusimpfstoff weiterhin als unbedenklich angesehen werden. Die Ergebnisse werden in Vaccine vorgestellt (17.01.2011).
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DNA-Diagnostik aus der Tablettenverpackung
Freiburg i.B.(12. November 2010) - „Mikro-Blister“ heißt die Innovation dreier Wissenschaftler des Instituts für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg. Sie entwickeln neue diagnostische Testverfahren, unter anderem für die schnelle Typisierung infektiöser Erreger. Dazu haben sie eine günstige Technologie entwickelt, die bei der Verpackung von Tabletten in der Pharmaindustrie eingesetzt wird: Aus der bekannten „Blister“-Technologie wurde so die „Mikro-Blister“-Technologie. Sie könnte in Zukunft dazu führen, dass Patienten mit einer bakteriellen Infektion innerhalb von 45 Minuten das für sie am besten wirksame Antibiotikum verabreicht werden kann – direkt beim Arzt, ohne den langen und teuren Umweg über ein zentrales Labor.
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HTA-Bericht: Infektionsschutz beim Einsatz künstlicher Kniegelenke
Köln (24. August 2010) - Das DIMDI hat einen neuen HTA-Bericht (Health Technology Assessment) veröffentlicht: Darin untersuchen die Autoren, ob Hygienemaßnahmen und Antibiotika vor Infektionen beim Einsatz künstlicher Kniegelenke schützen. Eine Wirksamkeit können sie jedoch auf hoher Evidenzebene für keine Maßnahme nachweisen, da hochwertige Studien fehlen.
Operationen zum Einsetzen künstlicher Gelenke bergen das Risiko für Infektionen. Bestimmte Maßnahmen mit und ohne Antibiotika sollen dem vorbeugen (Antibiotikaprophylaxe bzw. Hygienemaßnahmen). Der Stellenwert der verschiedenen Maßnahmen ist allerdings unklar.
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Forscher warnen vor neuem Superbakterium
NDM-1 ist gegen die stärksten Antibiotika resistent
Cardiff, Vereinigtes Königreich (12. August 2010) - Wissenschaftler der Cardiff University, der Health Protection Agency und internationale Kollegen warnen vor einem Bakterium, das das Enzym NDM-1 bilden kann. Es ist mit britischen Patienten aus Ländern wie Indien oder Paktistan nach England gekommen. Diese hatten sich im Ausland etwa kosmetischen Operationen unterzogen.
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Neue Empfehlungen der Ständigen Impfkommission
Berlin (2. August 2010) - Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut hat ihre Impfempfehlungen aktualisiert und im Epidemiologischen Bulletin 30/2010 veröffentlicht, sie sind auch auf den RKI-Impfseiten im Internet abrufbar. Die wesentlichsten Neuerungen sind die Empfehlung einer generellen Masern-Schutzimpfung für junge Erwachsene sowie die Empfehlung der Influenza-Schutzimpfung für alle Schwangeren. Bei den Impfempfehlungen für Röteln, Meningokokken, Tollwut und Cholera hat die Ständige Impfkommission (STIKO) Anpassungen und Präzisierungen vorgenommen.
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Tier-Bakterium auch für Menschen eine Gefahr
Bern, Schweiz (15. Juli 2010) - Das in der Veterinärmedizin bekannte Bakterium Staphylococcus pseudintermedius ist gegen fast alle Antibiotika resistent. Es wurde jetzt auch beim Menschen nachgewiesen und kann Infektionen in Operationswunden verursachen. Eine Forschungsgruppe der Universität Bern warnt davor, die beim Menschen wirksamen Antibiotika auch für Tiere einzusetzen.
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FDA lässt den LightCycler(R) MRSA Advanced Test von Roche zur Verwendung in den USA zu
Pleasanton, Kalifornien, USA (9. Juli 2010) - Roche Molecular Systems, Inc. gab heute bekannt, dass die U.S. Food & Drug Administration (FDA) ihren neuen LightCycler(R) MRSA Advanced Test zum Nachweis des Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) zur klinischen Verwendung in den Vereinigten Staaten zugelassen hat. Der LightCycler(R) MRSA Advanced Test ist ein qualitativer in-vitro diagnostischer Test zum direkten Nachweis des nasalen Befalls mit MRSA Bakterien, und er ist zur Unterstützung bei der Vorbeugung und Kontrolle von MRSA Infektionen in Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge entwickelt worden. Der neue Real-Time Polymerase Chain Reaction (PCR) Test bietet schnelle Ergebnisse (innerhalb von zwei Stunden) und scheint, verglichen mit direkten Kultur-basierten Methoden, eine höhere Sensitivität zu besitzen.
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