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19 | 10 | 2017
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Saisonale Influenzaimpfung bei Pandemie besonders wichtig:

MF59®-adjuvierte Impfstoffe bieten Vorteile bei beiden Influenzaformen

 

  • Um hoch pathogene Mischvarianten zu verhindern, sollte die saisonale Influenzaimpfung konsequent umgesetzt werden
  • Adjuvierter Influenzaimpfstoff Fluad® schützt zusätzlich vor Driftvarianten von Influenzaviren
  • Aktuelle Studien zeigen: Großes Potential des MF59®-adjuvierten Influenzaimpfstoffs von Novartis Behring auch bei Kleinkindern und chronisch Kranken
  • Durch MF59® wird eine geringere Antigenmenge in pandemischen Impfstoffen benötigt: So können schneller mehr Menschen geschützt werden

 

Kontrolle einer Spritze mit H1N1-Impfstoff während der Abfüllung, der Impfstoff erscheint durch die Zugabe des Adjuvans MF59 weißlich. Quelle: Novartis BehringFrankfurt am Main (2. September 2009) – Angesichts der A/H1N1-Pandemie droht derzeit aus dem Blickfeld zu geraten, dass auch die jährlich auftretende Influenza in diesem Winter wieder um sich greifen wird. Die Prävention dieser saisonalen Influenza mittels Impfung sollte nicht vernachlässigt werden – sie ist wegen der drohenden Gefahr einer Entstehung hochpathogener Mischvarianten sogar besonders wichtig und sollte daher konsequent umgesetzt werden. Dies forderten heute namhafte Experten bei einer Pressekonferenz des Impfstoffherstellers Novartis Behring in Frankfurt. MF59-adjuvierte Influenzaimpfstoffe bieten Vorteile beim Schutz vor beiden Influenza-Formen. So induziert der MF59®-adjuvierte saisonale Influenzaimpfstoff Fluad® bei Personen ab 65 Jahren nicht nur signifikant höhere Antikörpertiter als Standardimpfstoffe, er bietet außerdem einen breiteren Schutz bei Driftvarianten. Bei pandemischen Impfstoffen benötigt man durch Zusatz des Adjuvans eine geringere Antigenmenge und es können schneller mehr Menschen geschützt werden.

 

 

Mischung von pandemischem mit epidemischem Virus befürchtet

 

Die jedes Jahr auftretende saisonale Influenza stellt für besonders gefährdete Gruppen ein ernstes Risiko dar – auch in Zeiten der Pandemie. „Zwischen den Jahren 1990-2000 verstarben in Deutschland jährlich zirka 7.000 bis 14.000 Menschen an einer saisonalen Influenza“, erinnerte Professor Peter Wutzler. Der Direktor des Instituts für Virologie und Antivirale Therapie der Universität Jena plädiert daher für eine vorbeugende Impfung aller Risikogruppen. Diese ist nach Ansicht des Experten in diesem Jahr wichtiger denn je: „Das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Influenza-A-Virusstämme birgt zunehmend die Gefahr, dass es zu einer Vermischung der Erbinformationen der Erreger kommt und ein neuer hochpathogener Virustyp entsteht“, so Wutzler. „Um dieser Bedrohung entgegen zu wirken, sollte sich jeder Angehörige einer Risikogruppe gegen die saisonale Grippe impfen lassen“, rät der Experte. Bisher seien die Impfraten in Deutschland mit 56 % bei den über 60-jährigen und 28 % bei chronisch Kranken in der Saison 2007/2008 noch weit vom WHO-Ziel einer 75 %igen Durchimpfung gegen saisonale Influenza bis 2010 entfernt.

 

Eine wichtige Rolle spielt der Hausarzt, der mit entsprechender Aufklärung über die Influenza-Gefahren und Motivation zur Vorbeugung entscheidend zu einer höheren Inanspruchnahme der Impfung gegen die saisonale Influenza beitragen kann. Dieser Ansicht ist Dr. Petra Sandow, Berlin. Für den Impferfolg ist auch die Wahl des geeigneten Impfstoffs von Bedeutung: „Unterschiedliche Impfstoffe ermöglichen die gezielte Impfung aller Personen, so gibt es die Standardimpfstoffe für gesunde Erwachsene und Kinder sowie einen adjuvierten Impfstoff für Senioren ab 65 Jahren. Letztere bedürfen aufgrund ihres schwächeren Immunsystems einen wirkverstärkten Impfschutz“, so die Grippeexpertin.

 

 

Zusätzlicher Schutz vor Driftvarianten

 

Der adjuvierte Impfstoff für Senioren Fluad® enthält daher als Wirkverstärker den Hilfsstoff MF59, eine Öl-in-Wasser-Emulsion. Der Impfstoff wird seit über 12 Jahren eingesetzt und  wurde bereits über 45 Millionen Mal verimpft. „Dieses Adjuvans bewirkt, dass weitere für eine Immunantwort wichtige Zellen an die Impfstelle gelockt werden und dass bei ihnen Reifungsprozesse in Gang gesetzt werden, die zu einer weiteren Differenzierung führen. Dadurch wird die Immunreaktion nach der Impfung quantitativ wie auch qualitativ positiv beeinflusst“, erläutere Dr. Olaf Zent, Head Medical Affairs, Europe, Novartis Behring. „Auf diese Weise wird bei der immunschwächeren Altersgruppe der Ab-65-Jährigen, die auf Standard-Impfstoffe nicht optimal anspricht, ein wirksamer Schutz vor der Virusgrippe erreicht. Desweiteren konnte in Fallkontrollstudien gezeigt werden, dass während der Grippesaison akute stationäre Aufnahmen aufgrund bekannter Folgeerkrankungen einer Influenzainfektion wie Pneumonien, Schlaganfällen und akuten Herzerkrankungen bei entsprechend geimpften Senioren erheblich reduziert werden“, so der Marburger Experte (1).

 

Der adjuvierte Impfstoff hat zudem den Vorteil, dass er ein breiteres Erregerspektrum von Influenzaviren abdeckt als nicht adjuvierte Impfstoffe, wie Zent weiter erklärte. So konnte in zahlreichen Studien gezeigt werden, dass mit Fluad® geimpfte Studienteilnehmer ab 65 Jahren nicht nur gegen den untersuchten Impfstamm, sondern auch gegen Driftvarianten schützende Antikörpertiter entwickelten (2,3,4,5). „Die gute Kreuzprotektivität des adjuvierten Impfstoffs verleiht älteren Menschen einen zusätzlichen Schutz, der gerade vor dem Hintergrund der hohen Variabilität von Grippeviren nicht zu unterschätzen ist“, so Zent.

 

 

Neue Chancen bei Kindern und chronisch Kranken

 

Auch bei anderen Personengruppen mit weniger leistungsfähigem Immunsystem eröffnen adjuvierte Grippeimpfstoffe Chancen, das zeigt eine von Dr. Zent vorgestellte neue Untersuchung mit Kleinkindern im Alter von 6 bis 36 Monaten. Nach zweimaliger Impfung mit Fluad® war bei den Kindern eine signifikant stärkere Immunantwort zu beobachten als nach Impfung mit einer nicht adjuvierten Vergleichsvakzine. (6,7) Dies gilt auch bei Erwachsenen mit chronischen Erkrankungen, wie eine weitere aktuelle Studie zeigt (8). Auch bei dieser Gruppe immungeschwächter Patienten sorgte der adjuvierte Grippeimpfstoff für einen höheren Schutz als Standard-Impfstoffe. Eine Zulassung für diese Personengruppen steht bisher aber noch aus.

 

Aufgrund der Vorteile von Impfstoffen mit Öl-in-Wasser-Emulsionen empfiehlt auch die WHO ausdrücklich die Verimpfung solchermaßen adjuvierter Influenza-Vakzinen (9). Wie Zent erklärte, enthalten daher auch die momentan in der Entwicklung befindlichen pandemischen H1N1-Impfstoffe von Novartis Behring dieses Adjuvans. Durch den Einsatz des Adjuvans ist laut Zent davon auszugehen, dass diese mit einer geringeren Antigenmenge auskommen. Dadurch können mehr Menschen schneller vor der pandemischen Influenza geschützt werden.

 

Angesichts der Erfahrungen aus klinischen Studien (10), die mit dem präpandemischen, MF59-adjuvierten Impfstoffkandidaten (Arbeitsname: Aflunov) vorliegen, kann außerdem erwartet werden, dass auch die neuen MF59-adjuvierten pandemischen H1N1 Impfstoffe einen hohen und breiten Impfschutz aufweisen werden.

 

Weitere Informationen unter: www.influenza.de

 

 

 

Abbildungen

 

 

Dank seines Adjuvans MF59 regt der wirkverstärkte Grippeimpfstoff Fluad® die Immunzellen be-sonders effektiv an und führt zu einer verbesserten Antigenaufnahme und –präsentation. Quelle: Novartis Behring

 

Abb.: Dank seines Adjuvans MF59 regt der wirkverstärkte Grippeimpfstoff Fluad® die Immunzellen besonders effektiv an und führt zu einer verbesserten Antigenaufnahme und –präsentation. Quelle: Novartis Behring

 

 

Die Impfung mit Fluad® führt zu höheren Antikörpertitern und verleiht damit Senioren einen höheren Impfschutz vor der Influenza. Quelle: Novartis Behring

 

Abb.: Die Impfung mit Fluad® führt zu höheren Antikörpertitern und verleiht damit Senioren einen höheren Impfschutz vor der Influenza. Quelle: Novartis Behring

 

 

Treten während der Saison Driftvarianten (von den im Impfstoff enthaltenen abweichende Viren-stämme) auf, bietet Fluad® älteren Menschen einen breiteren und damit besseren Schutz als herkömmliche Grippeimpfstoffe. Quelle: Novartis Behring

 

Abb.: Treten während der Saison Driftvarianten (von den im Impfstoff enthaltenen abweichende Virenstämme) auf, bietet Fluad® älteren Menschen einen breiteren und damit besseren Schutz als herkömmliche Grippeimpfstoffe. Quelle: Novartis Behring

 

 

 

Häufige Punktmutationen bei Grippeviren lassen immer neue Driftvarianten von Influenzaviren ent-stehen. Quelle: Novartis Behring

 

Abb.: Häufige Punktmutationen bei Grippeviren lassen immer neue Driftvarianten von Influenzaviren entstehen. Quelle: Novartis Behring

 

 

Im 20. Jahrhundert kosteten mehrere große Grippe-Pandemien Millionen Menschen das Leben. Quelle: Novartis Behring

 

Abb.: Im 20. Jahrhundert kosteten mehrere große Grippe-Pandemien Millionen Menschen das Leben. Quelle: Novartis Behring 

 

 

 

Quellen

 

  1. Puig-Barberà J et al.: Effectiveness of MF59™-adjuvanted subunit influenza vaccine in preventing hospitalisations for cardiovascular disease, cerebrovascular disease and pneumonia in the elderly. Vaccine 2007, 25:7313-7321.
  2. Ansaldi F. et al: Cross-protection by MF59-adjuvanted influenza vaccine: neutralizing and haemagglutiniation-inhibiting antibody activity against A(H3N2) drifted influenza viruses, Vaccine 2008
  3. Del Giudice et al.Vaccine 24 (2006): 3063-3065
  4. Baldo et al., Options VI, Toronto 2007
  5. De Donato, S. et al.: Vaccine 17 (1999): 3094-3101
  6. Vesikari T, et al. 26th Annual Meeting of the ESPID. Graz, Austria, May 13-17, 2008
  7. Vesikari et al. PIDJ 2009; ClinicalTrials.gov identifier: NCT00311428
  8. Baldo V. et al.: Higher and broader immunogenicity following MF59-adjuvanted influenza vaccination (Fluad®) in at-risk adults (18-60 years of age) – a randomized, controlled, observer-blind study. Poster at IVW 2009
  9. http://www.who.int/csr/disease/swineflu/notes/h1n1_vaccine_20090713/en/index.html
  10. Atmar RL et al, Clin Infect Dis 2006; 43: 1135-1142; Bernstein DI et al, J Infect Dis 2008; 197: 667-675

 

 

Über Novartis

 

Novartis bietet medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften auf der ganzen Welt einzugehen. Das Unternehmen ist ausschliesslich auf Wachstumsbereiche des Gesundheitssektors ausgerichtet und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen – mit innovativen Arzneimitteln, kostengünstigen generischen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen sowie Consumer-Health-Produkten. Novartis ist das einzige Unternehmen mit führenden Positionen in jedem dieser Bereiche. Im Jahr 2008 erzielten die fortzuführenden Geschäfts­bereiche des Konzerns einen Nettoumsatz von USD 41,5 Milliarden und einen Reingewinn von USD 8,2 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 7,2 Milliarden in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzern­gesellschaften beschäftigen rund 99 000 Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter (Vollzeitstellen­äquivalente) in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.

 

Novartis Vaccines and Diagnostics ist eine Division von Novartis, deren Schwerpunkt auf der Entwicklung von präventiven Behandlungen und Hilfsmitteln liegt. Die Division beinhaltet zwei Bereiche: Novartis Vaccines und Chiron. Novartis Vaccines ist der weltweit fünftgrößte Impfstoffhersteller und der zweitgrößte Anbieter von Grippeimpfstoffen in den USA. Zu den Produkten der Division gehören Grippe-, Meningokokken-, Pädiatrie- und Reiseimpfstoffe. Chiron steht für das Bluttest- und Molekulardiagnostik-Geschäft und arbeitet daran, die Ausbreitung von Infektionskrankheiten durch Entwicklung neuartiger Bluttests zum Schutz der weltweiten Versorgung zu verhindern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartisvaccines.com

 

Novartis Behring in Marburg ist der deutsche Standort des Impfstoffherstellers Novartis Vaccines and Diagnostics. In Deutschland hat der Impfstoffhersteller eine mehr als 100-jährige Tradition, die auf den Fir­mengründer Emil von Behring zurückgeht, den ersten Träger des Medizin-Nobelpreises. In Deutschland ist Novartis Behring führender Spezialist bei Influenza- und FSME-Impfstoffen. Am Standort Marburg werden neben Grippe- und FSME-Impfstoff u.a. auch Impfstoffe gegen Diphtherie, Tetanus und Tollwut hergestellt. Informationen unter www.novartis-behring.de

 

 

Download

 

Referat Prof. Dr. med. Peter Wutzler zum Thema "Saisonale Influenza-Impfung in der aktuellen Situation: Bedeutung und Erfordernisse"

Abstract Prof Wutzler.pdf Abstract Prof Wutzler.pdf (69.84 KB) 

 

Referat Dr. med. Petra Sandow zum Thema "Strategien für die saisonale Influenza-Impfung in der Arztpraxis"
Abstract Dr Sandow.pdf Abstract Dr Sandow.pdf (76.21 KB)

 

Referat Dr. med. Olaf Zent zum Thema "Die Bedeutung der Impfung mit dem adjuvierten Influenzaimpfstoff Fluad® in Zeiten der Pandemie"

Abstract Dr Zent.pdf Abstract Dr Zent.pdf (90.50 KB)

 

 

FactSheet_Pandemie.pdf FactSheet_Pandemie.pdf (68.77 KB)
FactSheet_Influenza.pdf FactSheet_Influenza.pdf (75.36 KB)
FactSheet_Influenzaimpfung.pdf FactSheet_Influenzaimpfung.pdf (91.71 KB)
FactSheet_Fluad.pdf FactSheet_Fluad.pdf (98.73 KB)
FactSheet_Zellkulturtechnologie für Grippeimpfstoffe.pdf FactSheet_Zellkulturtechnologie für Grippeimpfstoffe.pdf (69.00 KB)
FactSheet_MF59.pdf FactSheet_MF59.pdf (110.66 KB)

 

 


 

Quelle: Pressekonferenz der Firma Novartis Behring zum Thema “Saisonale Influenza-Impfung im Zeichen der Pandemie” am 02.09.2009 in Frankfurt am Main (Weber Shandwick).

 
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